Corona-Newsblog, Teil 40

Die Corona-Entwicklung im Allgäu vom 17. bis 21. Januar 2021 im Rückblick

Seit Montag gilt in Bayern die FFP2-Maskenpflicht.

Seit Montag gilt in Bayern die FFP2-Maskenpflicht.

Bild: Axel Heimken, dpa (Symbolfoto)

Seit Montag gilt in Bayern die FFP2-Maskenpflicht.

Bild: Axel Heimken, dpa (Symbolfoto)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog vom 17. bis 21. Januar 2021.
22.01.2021 | Stand: 20:43 Uhr

Dies ist ein Archivartikel. Wir berichten in unserem aktuellen Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt.

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Donnerstag, 21. Januar, 21.45 Uhr: FFP2-Masken für pflegende Angehörige in Kaufbeuren

Pflegende Angehörige aus Kaufbeuren erhalten je drei FFP2-Masken kostenfrei, heißt es vonseiten der Stadt.

Die Pflegeperson oder ein Vertreter können die Masken kommende Woche, vom 25. bis 29. Januar 2021, am Jordan-Badepark, Berliner Platz 4, abholen. Die Abholzeiten sind wie folgt: Montag bis Mittwoch von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 16 Uhr. Am Donnerstag ist die Abholung nur von 12 bis 18 Uhr und am Freitag nur von 8 Uhr bis 12 Uhr möglich.

Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Als Nachweis der Berechtigung muss die Hauptpflegeperson oder der Vertreter das Schreiben der Pflegekasse mit Feststellung des Pflegegrades oder der Pflegebedürftigkeit vorlegen.

Donnerstag, 21. Januar, 20.15 Uhr: Feneberg muss in Kempten Non-Food-Abteilungen nicht absperren

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Donnerstag, 21. Januar, 19.20 Uhr: England vervierfacht Strafen für erste Corona-Verstöße

Die britische Regierung vervierfacht die Strafen für Corona-Verstöße in England. Künftig sollen 800 Pfund (gut 900 Euro) statt 200 fällig werden, wenn Menschen trotz Verbots Partys besuchen, wie Innenministerin Priti Patel am Donnerstag ankündigte. "Diese schweren Verstöße kosten Leben", sagte Patel. Die Strafe verdoppele sich bei jedem weiteren Verstoß bis zu einem Höchstbetrag von 6400 Pfund.

Der ranghohe Polizist Martin Hewitt betonte, Partys seien "gefährlich, unverantwortlich und völlig inakzeptabel". Die Polizei werde nicht ihre Zeit damit verschwenden, mit Menschen darüber zu argumentieren. Solche Leute gefährdeten die Leben anderer, sagte Hewitt. Als Beispiele nannte er eine Feier auf der Londoner Szenenmeile Brick Lane mit 40 Menschen, die sich feindselig gegenüber der Polizei verhalten hätten, sowie eine Party mit 150 Menschen in der Grafschaft Hertfordshire.

In England sind Treffen mit Mitgliedern anderer Haushalte weitestgehend verboten.

Donnerstag, 21. Januar, 18.50 Uhr: Essen to-go auf Allgäuer Berghütten - wie gut funktioniert das?

Essen zum Mitnehmen ist für viele Gastronomen aktuell die einzige Möglichkeit, weiterzuarbeiten. Doch wie gut klappt der Take-Away-Service am Berg?

Donnerstag, 21. Januar, 18.30 Uhr: Virus-Mutationen und EU-Impfpass: Video-Gipfel zu Corona beginnt

Die Beratungen der EU-Staats- und Regierungschef zur Corona-Krise haben begonnen. Das teilte der Sprecher von Charles Michel am Donnerstagabend auf Twitter mit. Kanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen wollten sich bei ihrem Videogipfel zum Vorgehen gegen neue Varianten des Coronavirus abstimmen. Zudem sollte es um ein gemeinsames EU-Impfzertifikat mit möglichen Vorteilen für Geimpfte etwa beim Reisen und die Beschleunigung der Impfkampagne in den 27 EU-Staaten gehen.

Donnerstag, 21. Januar, 17.20 Uhr: Coronavirus-Variante in Garmischer Klinikum keine neue Mutation

Die am Klinikum in Garmisch-Partenkirchen entdeckte Variante des Coronavirus ist keine neue Mutation. Aus dem Zwischenbericht zur Untersuchung der Proben durch die Berliner Charité gehe hervor, dass es sich um eine erstmals im März 2020 identifizierte Variante handle, teilte das Klinikum am Donnerstag mit.

Über die klinische Relevanz der Coronavirus-Variante lassen sich demnach bislang keine Aussagen machen. Vor der Meldung aus Garmisch-Partenkirchen sei das Virus bislang nur bei 102 Patientenproben weltweit entdeckt worden. Allerdings gebe es laut Sequenzierungsbericht bislang keinen Hinweis darauf, dass sich die in Garmisch aufgetretene Mutation auf die Eigenschaften des Virus auswirkt.

Donnerstag, 21. Januar, 17 Uhr: FFP2-Maskenpflicht gilt auch auf dem Wochenmarkt

Die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken gilt laut der Bayerischen Staatsregierung auch auf den Wochenmärkten, und zwar für Kundinnen und Kunden sowie deren Begleitpersonen. Die bereits bekannten Verhaltensregeln auf Wochenmärkten gelten weiterhin, insbesondere der Abstand von 1,5 Meter zu anderen Personen. Darauf weist unter anderem die Stadt Memmingen hin.

Donnerstag, 21. Januar, 16.10 Uhr: Landkreis Miesbach will das Ausflugsverbot aufheben - aber nur für Einheimische

Der oberbayerische Landkreis Miesbach will das Ausflugsverbot für die eigenen Bürger bald aufheben. Menschen aus anderen Kreisen sollen aber vorläufig weiter nicht zu touristischen Zwecken einreisen dürfen. Warum das so sein soll, lesen Sie hier.

Donnerstag, 21. Januar, 15.45 Uhr: Kostenlose FFP2-Masken für Bedürftige im Unterallgäu

Knapp 40.000 FFP2-Masken hat das Landratsamt Unterallgäu vom Freistaat erhalten, um diese kostenlos an Bedürftige und pflegende Angehörige zu verteilen. Personen, die das 15. Lebensjahr erreicht haben und Leistungen des Jobcenters oder des Sozialamts beziehen, sendet das Landratsamt die Masken direkt zu. Die restlichen 11.100 Masken werden an die Unterallgäuer Gemeinden verteilt. Pflegende Angehörige können sich ab Montag, 25. Januar, telefonisch im Rathaus ihrer Gemeinde melden, um kostenlose FFP2-Masken zu erhalten. Dazu sollten sie das Schreiben der Pflegekasse mit Feststellung des Pflegegrades des Pflegebedürftigen als Nachweis der Bezugsberechtigung bereithalten. Auch in Kempten und dem OPberallgäu gibt es ein solches Angebot. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Donnerstag, 21. Januar. 15.35 Uhr: Strauß-Double klagt gegen FFP2-Maskenpflicht in Bayern

Eigentlich ist er als Double von CSU-Übervater Franz Josef Strauß bekannt. Jetzt legt der Kabarettist Helmut Schleich Einspruch gegen das Tragen bestimmter Masken ein. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 21. Januar. 15.30 Uhr: Homöopathin fälscht mutmaßlich Atteste für Corona-Leugner

Eine Ärztin mit homöopathischer Praxis soll massenhaft Atteste für Corona-Leugner ausgestellt und diese so von der Maskenpflicht entbunden haben. Die 54-Jährige aus Duderstadt im Süden Niedersachsens erregte die Aufmerksamkeit der Polizei, als auf Anti-Corona-Demos auffällig viele Teilnehmer das Nichttragen einer Maske mit einem Attest aus ihrer Praxis belegten. Dies sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen am Donnerstag.

"Es fiel auf, dass, egal ob die Leute aus Dortmund oder Hannover kamen, alle ein Attest von dieser Ärztin aus Duderstadt hatten", hieß es. Die Bescheinigungen hätten ausgesehen wie Blanko-Formulare, in die nur noch die Daten der Patienten eingetragen werden mussten. Die 54-Jährige sei durch mehrere Internetauftritte als Corona-Leugnerin bekannt, sagte der Justizsprecher.

Die Staatsanwaltschaft durchsuchte am Mittwoch die Räumlichkeiten in Südniedersachsen und stellte Unterlagen sicher. Für das Ausstellen falscher Gesundheitszeugnisse drohe der Frau eine Geldstrafe oder bis zu zwei Jahre Haft, sagte der Sprecher.

Donnerstag, 21. Januar, 15.03 Uhr: Jugendliche verstoßen gegen Corona-Regeln und übertragen Party auf Instagram

Die Polizei hat eine Feier von Jugendlichen in Hof aufgelöst, die per Livestream auf Instagram übertragen wurde. Die Streife habe fünf Jugendliche im Alter zwischen 15 und 17 Jahren beim Feiern mit Alkohol und Zigaretten angetroffen, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Die heutigen Corona-Verstöße aus dem Allgäu finden Sie hier.

Donnerstag, 21. Januar, 15 Uhr: Merkel: Grenzkontrollen als letztes Mittel

Angela Merkel will erneute Grenzkontrollen zur Bekämpfung der Pandemie vermeiden. Sie schließt sie aber auch nicht ganz aus. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 21. Januar, 14.30 Uhr: 15-Kilometer-Regel gilt ab Freitag nicht mehr für Kaufbeuren

Menschen aus Kaufbeuren dürfen sich ab dem 22. Januar wieder weiter als 15 Kilometer von ihrer Heimatstadt wegbewegen. Darüber informierte die Pressestelle der Stadt. Da der Inzidenzwert gesunken ist, gilt die 15-Kilometer-Regel nicht mehr, die ab dem 15. Januar in Kraft trat.

Donnerstag, 21. Januar, 14.15 Uhr: Vier neue Todesfälle im Allgäu

Im Allgäu sind erneut vier Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Darüber informierte das LGL. Jeweils eine Person starb im Landkreis Oberallgäu und Ostallgäu, zwei im Unterallgäu.


Donnerstag, 21. Januar, 13.20 Uhr: Mobilität im Januar sinkt - Kaum noch Reisen über 30 Kilometer

Die Menschen in Deutschland bleiben mehr zu Hause und schränken während der Corona-Krise im neuen Jahr ihren Bewegungsradius ein. Nur fünf Prozent aller Reisen in den ersten beiden Januarwochen waren länger als 30 Kilometer, wie aus einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht.

In der ersten Januarwoche sank die Mobilität um knapp 20 Prozent im Vergleich zum Januar vergangenen Jahres. In der zweiten Woche fiel der Rückgang mit 14 Prozent etwas schwächer aus. "Besonders stark war der Mobilitätsrückgang bei Reisen über längere Distanzen", berichteten die Statistiker am Donnerstag. Reisen über mehr als 30 Kilometer gingen in der ersten Woche um 37 und in der zweiten Woche um 34 Prozent zurück - und zwar unabhängig vom Corona-Inzidenzwert des jeweiligen Kreises.

Weniger stark war der Effekt bei kürzeren Reisen. In der ersten Woche nahmen Bewegungen zwischen 30 und fünf Kilometern um 26 und in der zweiten Woche um 19 Prozent ab. Reisen unter fünf Kilometern gingen um 13 beziehungsweise neun Prozent zurück. Besonders stark sank die Mobilität nachts - vor allem in Bundesländern mit nächtlicher Ausgangssperre, in Bayern zum Beispiel um fast die Hälfte.

Donnerstag, 21. Januar, 11.55 Uhr: Gesundheitsminister Spahn fordert Corona-Tests für Grenzpendler

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat verbindliche Corona-Tests für Pendler in deutschen Grenzregionen mit hohen Infektionszahlen gefordert. Man sehe in vielen Grenzregionen, dass das Infektionsgeschehen oft auf beiden Seiten hoch sei und es sich immer wieder gegenseitig wie in Tschechien "hochschaukeln" würde, sagte Spahn am Donnerstag im SWR. "Darüber sind wir auch in Gesprächen mit der tschechischen Regierung, dass entweder in Tschechien oder in Deutschland oder abgestimmt im Wechsel mehrfach die Woche Tests bei den Grenzpendlern stattfinden." Die Tests müssten nicht "per se an der Grenze" direkt sein.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) schloss im weiteren Kampf gegen die Ausbreitung der britischen Coronavirus-Mutation in Europa strengere Grenzkontrollen nicht aus. "Die Gefahr ist, wenn die Zahlen in einem Land hochgehen, dass diese Mutation zur Mehrheitsvariante wird und dann ist diese Infektion nicht mehr zu beherrschen", sagte Braun im ARD-"Morgenmagazin". Mit Maßnahmen müssten Infektionszahlen reduziert werden. "Wenn das ein Nachbarland nicht tut, dann können wir uns vor der Mutation auch kaum schützen", so Braun weiter. "Deshalb sind dann noch strengere Einreiseregeln an unseren Innengrenzen nicht vermeidbar". Es müsse gemeinsam gehandelt werden.

Donnerstag, 21. Januar, 11.20 Uhr: Söder offen für EU-Corona-Impfpass

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist offen für einen EU-Impfpass für Personen, die gegen Corona geimpft sind. "Wenn er funktioniert, ist das eine Idee. Gut wäre, wenn er dann fälschungssicher ist", sagte der CSU-Chef Söder in der ARD-Talksendung "Maischberger. Die Woche", die am Mittwochabend ausgestrahlt wurde.

An diesem Donnerstag beraten die 27 EU-Staaten bei einem Videogipfel, ob und wie sie ein gemeinsames Dokument zum Nachweis von Corona-Impfungen einführen. Dass sie jetzt schon Privilegien wie einfacheres Reisen an einen solchen EU-Impfpass knüpfen, ist aber unwahrscheinlich. Bislang ist unter anderem unklar, ob Geimpfte andere weiterhin anstecken können.

Donnerstag, 21. Januar, 10.30 Uhr: Corona-Infektionen und Todesfälle in Füssener Pflegeheim

Im Füssener Senioren- und Pflegeheim St. Michael ist es zu einem Corona-Ausbruch gekommen: 23 Bewohner des Hauses mit 95 Plätzen haben sich infiziert, teilte der Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes, Thomas Hofmann, auf Nachfrage mit. Wie die Situation aktuell ist, erfahren Sie hier.

Donnerstag, 21. Januar, 8.10 Uhr: Frisur-Chaos in Corona-Zeiten: Allgäuer Friseure geben Tipps für den Lockdown-Look

Seit Dienstag ist klar: Der Lockdown in Deutschland wird bis Mitte Februar verlängert - damit bleiben auch Friseur-Läden zu. Muss man jetzt seinen Pony selbst kürzen? Die Ohren freischneiden? Nein, sagen Sven Blood aus Kaufbeuren und Alexandra Dorn aus Kempten. Verzweifeln müsse man aber auch nicht. Ihre Tipps für Lockdown-Frisuren für Männer und Frauen lesen Sie hier.

Donnerstag, 21. Januar, 7.30 Uhr: Müller: Corona verschärft Problem der Kinderarbeit

Entwicklungsminister Gerd Müller (Kempten) geht davon aus, dass die Corona-Pandemie das Problem der Kinderarbeit drastisch verschärfen wird. "Die Corona-Krise ist eine Katastrophe für viele Kinder", sagte der CSU-Politiker anlässlich des Starts des von den Vereinten Nationen ausgerufenen internationalen Jahres gegen Kinderarbeit am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit könnten 320 Millionen Kinder nicht zur Schule.

Nach Schätzungen der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) werden laut Müller 24 Millionen Kinder nach Corona nicht in die Schulen zurückkehren, weil sie dann für das Überleben ihrer Familien arbeiten müssten. Schon vor der Pandemie habe die Zahl der unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen arbeitenden Kinder bei mehr als 70 Millionen gelegen. "Das ist moderne Sklaverei", sagte Müller. Er forderte erneut, das sogenannte Lieferkettengesetz zügig auf den Weg zu bringen, um Kinderarbeit zu stoppen und Menschenrechtsstandards für deutsche Produkte sicherzustellen.

Das in der Koalition umstrittene Lieferkettengesetz, das Kinderarbeit und Hungerlöhne bei ausländischen Zulieferern eindämmen soll, kommt derzeit nicht voran. Ein solches Gesetz würde deutsche Unternehmen verpflichten, bei ausländischen Lieferanten die Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards zu garantieren.

Das Vorhaben liegt seit Monaten auf Eis. Während Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) das Projekt vorantreiben, befürchten Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine zu starke Belastung der Wirtschaft. Hauptstreitpunkt ist dem Vernehmen nach eine mögliche zivilrechtliche Haftung der Firmen.

Donnerstag, 21. Januar, 6.45 Uhr: Impfbereitschaft in Deutschland seit Kampagnenstart leicht gestiegen

Seit dem Start der Corona-Impfungen kurz nach Weihnachten ist die Impfbereitschaft in Deutschland leicht gestiegen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 67 Prozent, dass sie sich impfen lassen wollen. 40 Prozent wollen das so schnell wie möglich tun. Weitere 27 Prozent haben das zwar fest vor, wollen aber noch mögliche Folgen der Impfung anderer abwarten.

Kurz vor dem offiziellen Start der Impfkampagne in der gesamten EU am 27. Dezember hatten 32 Prozent angegeben, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen, weitere 33 Prozent wollten das erst später tun. 19 Prozent lehnten damals eine Corona-Impfung ab, inzwischen sind es 20 Prozent. Der Anteil der Unentschlossenen ist von 16 Prozent auf 13 Prozent gesunken.

Die Angst vor Nebenwirkungen hat unterdessen deutlich abgenommen. Vor dem Start der Impfkampagnen gaben noch 57 Prozent an, negative Folgen zu fürchten. Jetzt sind es nur noch 47 Prozent. 45 Prozent haben heute keine Angst mehr - im Vergleich zu 33 Prozent im Dezember.

Nach Einschätzung von Experten der Weltgesundheitsorganisation ist weltweit eine Impfquote von 60 bis 70 Prozent nötig, um die Pandemie in den Griff zu bekommen.

Donnerstag, 21. Januar, 6.30 Uhr: KMK-Präsidentin: Gleichwertiges Abitur 2021 bleibt das Ziel

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst (SPD), hält Abschlussprüfungen an Schulen trotz der Verlängerung des Corona-Lockdowns weiter für realistisch. Nach jetzigem Stand wollten alle Bundesländer an Abiturprüfungen und mittleren Schulabschlüssen festhalten, sagte die Brandenburger Bildungsministerin im rbb-Inforadio.

"Stand heute (...) ist die Durchführung realistisch. Die KMK wird sich auf Eckpunkte verständigen, so dass wir die Schülerinnnen und Schüler etwas unterstützen. Aber unser Ziel ist, dass das auch ein mit dem vergangenen und dem Folgejahr gleichwertiges Abitur 2021 ist." Ernst begrüßte, dass für Abschlussklassen auch Präsenzunterricht möglich bleibe. Es sei richtig, dass die Länder hier je nach Infektionszahlen unterschiedlich vorgingen.

Donnerstag, 21. Januar, 6 Uhr: Corona: Deutlicher Rückgang bei den Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland zuletzt deutlich gesunken. So gab das Robert Koch-Institut (RKI) die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 119,0 an - das ist der niedrigste Wert seit dem 1. November. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, war in den vergangenen zehn Tagen kontinuierlich gesunken. Ihren bisherigen Höchstwert hatte sie kurz vor Weihnachten (22.12.) mit 197,6 erreicht.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch groß: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 225,0 und Brandenburg mit 203,3. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 76,6.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI am Donnerstagmorgen zudem 20.398 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem wurden 1.013 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 25.164 Neuinfektionen und 1.244 neue Todesfälle - der bisherige Höchststand - binnen 24 Stunden verzeichnet. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.088.400 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 49.783. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 762 200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag: ebenfalls 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Mittwoch, 20. Januar, 21.55 Uhr: Robert-Koch-Institut korrigiert aktuellen R-Wert

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag: ebenfalls 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Mittwoch, 20. Januar, 20.25 Uhr: Mann stirbt nach zweiter Corona-Infektion - Erster bekannter Fall?

In Baden-Württemberg ist ein registrierter Corona-Patient nach einer zweiten Infektion mit dem Virus gestorben. Es ist der erste derartige Fall im Südwesten, der bekannt geworden ist, und womöglich auch in Deutschland. Der Mann habe im Landkreis Freudenstadt gelebt, teilte das Landesgesundheitsamt am Mittwochabend in Stuttgart mit. Im April 2020 sei erstmals eine Corona-Infektion bei ihm nachgewiesen worden. Ende Dezember 2020 habe sich der Mann erneut angesteckt, was Anfang Januar festgestellt worden sei. "Der Patient verstarb im weiteren Verlauf an einer Covid19-Pneumonie (Lungenentzündung) und Sepsis mit Multiorganversagen." Zuerst hatte der Rechercheverbund von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" darüber berichtet.

Wie der Verbund weiter schreibt, handelt es sich um einen 73 Jahre alten Mann. Stefan Brockmann, der am Landesgesundheitsamt das Referat Gesundheitsschutz und Epidemiologie leitet, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei der erste bekannte Todesfall nach einer zweiten Infektion im Südwesten. "Es gibt keinen Hinweis darauf, dass er eine der neuen Virusvarianten hatte", erklärte Brockmann.

Der Mann habe Vorerkrankungen gehabt, sagte Brockmann. Es sei wahrscheinlich, dass er bei der ersten Infektion keine starke Immunität ausgebildet habe. Die Chance, dass sich ein Mensch ein zweites Mal mit dem Coronavirus ansteckt, sei bisher sehr gering. Es gebe vereinzelte Fälle, bei denen die Patienten beim ersten Mal nicht genügend Antikörper ausgebildet hätten.

Nach dem Bericht von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" dürfte dies weltweit erst der dritte bekannt gewordene Todesfall nach einer Corona-Reinfektion sein. Im Oktober war eine 89-jährige Niederländerin gestorben, die allerdings immungeschwächt war. Im Dezember berichtete eine israelische Zeitung, dass dort ein 74-jähriger Bewohner eines Altenheims nach durchstandener Erstinfektion im August sich erneut infizierte und starb, obwohl er zwischendurch dreimal negativ getestet worden sei.

Mittwoch, 20. Januar, 19.53 Uhr: Landkreis München korrigiert Corona-Daten nach unten

Der Landkreis München hat nach Softwareproblemen seine Corona-Daten bereinigt - und nach unten korrigiert. Als Begründung hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch, dass die Labore Neuinfizierte seit Jahresanfang ausschließlich über eine zentrale Software melden dürften. Doch der Datenaustausch mit der vom Landratsamt München genutzten Software habe nicht fehlerfrei funktioniert, weshalb diese gewechselt werden musste. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 20. Januar, 19.40 Uhr: Biden in seiner Rede zur Amtseinführung: Wir können das Coronavirus besiegen

Der neue US-Präsident Joe Biden hat sich zu Beginn seiner Amtszeit zuversichtlich gezeigt, dass die USA die Coronavirus-Pandemie hinter sich lassen können. "Wir können das todbringende Virus besiegen", sagte Biden nach seiner Vereidigung vor dem Kapitol in Washington. Die USA müssten der Pandemie als geschlossene Nation begegnen, appellierte er. Biden will die Amerikaner unter anderem aufrufen, zunächst 100 Tage lang Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

Mittwoch, 20. Januar, 19.20 Uhr: Corona-Regeln: Es gibt viele Gründe, draußen zu sein. Diese Argumente gelten

Wer bei einer Kontrolle "triftige Gründe" parat hat, kann in Bayern allerlei im Freien unternehmen. Die wichtigsten Corona-Regeln lesen Sie in unserer Zusammenfassung.

Mittwoch, 20. Januar, 18.45 Uhr: Landkreis München korrigiert Corona-Daten nach unten

Der Landkreis München hat wegen Softwareproblemen falsche Corona-Zahlen übermittelt. Die Daten werden nun bereinigt und nach unten korrigert. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 20. Januar, 18.35 Uhr: Feuerwehr muss flüchtigen Gast nach unerlaubtem Treffen vom Dach holen

Dieses Versteck war ungeschickt gewählt: Auf dem glatten Dach eines Hauses hat sich ein 23-Jähriger nach dem Auffliegen eines unerlaubten Treffens vor der Polizei zu verbergen versucht. "Da der Flüchtige stark alkoholisiert und das Dach glatt war, konnte er nicht mehr selbstständig herunterklettern. Er wurde schließlich durch die hinzugezogene Berufsfeuerwehr mit der Drehleiter vom Dach geborgen", berichtete die Regensburger Polizei am Mittwoch.

Die Beamten hatten vier junge Männer aus unterschiedlichen Haushalten festgestellt, die sich in der Wohnung eines 21-Jährigen in Regensburg getroffen hatten. Einer versuchte sich der Aufnahme der Personalien durch die Flucht auf das Dach zu entziehen. Alle erwartet nach dem Vorfall vom Dienstag nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz.

Mittwoch, 20. Januar, 18.30 Uhr: 1820 Corona-Tote in Großbritannien binnen 24 Stunden

Großbritannien hat am Mittwoch den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert an Corona-Todesfällen registriert: Innerhalb von 24 Stunden wurden 1820 Todesfälle gemeldet. Wie die Regierung in London weiter mitteilte, lag die Zahl der Neuinfektionen mit 38 905 Fällen etwas höher als am Vortag. Auch die Einweisungen ins Krankenhaus (3887) blieben auf hohem Niveau. Die Krankenhäuser sind insbesondere in England unter enormem Druck. Inzwischen haben in Großbritannien aber auch bereits 4,6 Millionen Menschen eine erste Impfdosis erhalten.

Insgesamt wurden bisher knapp 96 000 Sterbefälle registriert, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde. Andere Berechnungen besagen, dass bereits mehr als 108 000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind.

Mittwoch, 20. Januar, 17.55 Uhr: Kommunen in Bayern definieren künftig Plätze mit Alkoholverbot

Der Verwaltungsgerichtshof hat das bayernweite Alkoholverbot gekippt. Doch vielerorts wird ein Verbot bald wieder gelten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 20. Januar, 17 Uhr: Corona-Mutation aus England in Bayreuth nachgewiesen

Die wohl hoch ansteckende Mutation des Coronavirus aus England ist in Bayreuth nachgewiesen worden. "Bei einer Person, die von einer Reise zurückkehrte, war die Mutation B.1.1.7 in Bayreuth zuerst aufgetreten", teilte das Klinikum Bayreuth am Mittwoch mit. "Es ist nicht auszuschließen, dass dieser Virustyp inzwischen im Klinikum angekommen ist."

In den vergangenen Tagen gab es nach Angaben des Klinikums mehrere Ausbrüche, "die in ihrer Dynamik die bisherigen Ausbruchsereignisse übertroffen hatten". Am Wochenende lag die Zahl der Covid-19-Patienten am Klinikum demnach zum ersten Mal bei über 100.

So schnell wie möglich sollen nun alle Mitarbeitenden getestet werden - mehr als 3300 Menschen. Schon jetzt bitte das Klinikum um Unterstützung in der Pflege, hieß es weiter. Die stationären Patienten sollen möglichst bald entlassen werden. Weitere Maßnahmen sollen mit Experten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit abgestimmt werden.

Der erstmals in England aufgetretene Virustyp sei im Krankheitsverlauf nicht gefährlicher, wohl aber deutlich ansteckender. Je nach Studie soll die Ansteckungsgefahr um 50 bis 70 Prozent höher liegen, teilte das Klinikum mit.

Mittwoch, 20. Januar, 16.30 Uhr: Bayern bleibt im Corona-Lockdown - zwischen Hoffen und Bangen

Der wochenlange harte Lockdown im Freistaat zeigt Wirkung - landesweit gehen die Infektionszahlen zurück. Trotzdem sind keine Lockerungen in Sicht. Ein Grund ist die aggressive Virusmutation. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 20. Januar, 15.45 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: Unterallgäu wieder unter 200

Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Unterallgäu ist wieder unter die kritische Marke von 200 gesunken. Die Werte sind auch in den Landkreisen Ostallgäu und Lindau sowie in der Stadt Kaufbeuren gefallen. Die Zahlen für das Oberallgäu, Memmingen und Kempten sind dagegen wieder leicht gestiegen. Die aktuellen Daten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit finden Sie hier.

Mittwoch, 20. Januar, 15 Uhr: Biontech: Corona-Impfstoff schützt wahrscheinlich auch vor Variante

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer dürfte auch vor der Corona-Variante B.1.1.7 schützen. Darauf deutet eine Labor-Studie der beiden Unternehmen hin. Das Ergebnis lesen Sie hier.

Mittwoch, 20. Januar, 14.47 Uhr: Virologin zu Corona: Nachlässigkeit gefährlicher als Mutationen

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer sieht in der Nachlässigkeit der Menschen während der Corona-Pandemie eine größere Gefahr als in der neuen Virus-Variante. Dies erkläre auch die trotz Lockdowns nur langsam sinkenden Infektionszahlen, erläuterte die Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und an der Technischen Universität München. Warum Protzer dieser Meinung ist, lesen Sie hier.

Mittwoch, 20. Januar, 14.30 Uhr: Piazolo hofft auf Präsenzunterricht in Schulen Mitte Februar

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hofft auf Präsenzunterricht in den Schulgebäuden nach dem Ende des verlängerten Lockdowns Mitte Februar. Nicht nur aus pädagogischen Gründen, sondern auch, weil die Schülerinnen und Schüler ihre Freunde vermissten, sagte Piazolo nach der Kabinettssitzung am Mittwoch in München. Allerdings: "Es wird auch Mitte Februar Corona nicht vorbei sein. Wir sollten uns dieser Illusion nicht hingeben."

Schon Anfang Februar dürfen - so das Infektionsgeschehen mitspielt - die ersten Jahrgänge im Wechselunterricht in die Klassenzimmer zurückkehren: Die Abschlussklassen an Gymnasien sowie FOS und BOS sowie diejenigen in den beruflichen Schulen, bei denen noch vor Ostern die Kammerprüfungen anstehen. Für sie gälten natürlich die Abstandsregeln und eine Maskenpflicht auch im Klassenzimmer.

Aktuell befinden sich laut Piazolo 8,7 Prozent der Grundschüler in der Notbetreuung, in den Förderschulen sind es 14 Prozent. Um ein faires Schuljahr zu gewährleisten, wurden die Abschlussprüfungen nach hinten verschoben, die Zahl der Proben deutlich reduziert. Das Vorrücken auf Probe soll zudem wieder großzügig gehandhabt werden. In Bayern können Kinder nicht so schnell zurück in die Schulen. Welche Ausnahme es gibt, lesen Sie hier.

Mittwoch, 20. Januar, 14.10 Uhr: Söder: 62 Prozent der Heimbewohner in Bayern haben Impfung erhalten

In Bayern haben nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in 80 Prozent der Altenheime Impfungen stattgefunden. 62 Prozent aller Altenheimbewohner sei eine Erstimpfung verabreicht worden. Das gleiche gelte für 34 Prozent des Personals, sagte Söder.

"Langzeitstrategisch gibt es nur eine Lösung und das ist impfen", sagte Söder. Die Impfbereitschaft sei hoch, bisher hätten sich im Online-Portal rund eine Million Menschen für eine Impfung vormerken lassen.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bezeichnete die Situation in den Alten- und Pflegeheimen als "Kernfrage". Dort seien die größten und schwersten Ausbruchsgeschehen verzeichnet worden. "Und da sind die Menschen, die dieses Land aufgebaut haben", sagte Holetschek.

Deshalb werde nun auch die Zahl der Corona-Tests für Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen von zwei auf drei pro Woche erhöht. Einer davon solle ein PCR-Test sein.

In Bayern werde so zügig geimpft, wie es nur gehe. Nach Angaben von Holetschek waren bis Mittwochmorgen 231.000 Erstimpfungen im Freistaat verabreicht worden.

Mittwoch, 20. Januar, 13.55 Uhr: Bayern beschließt FFP2-Maskenpflicht für Gottesdienste

In Gottesdiensten in Bayern müssen Besucher künftig eine FFP2-Maske tragen. Das hat das Kabinett am Mittwoch in München beschlossen. Damit geht der Freistaat etwas über einen Bund-Länder-Beschluss vom Dienstagabend hinaus, nach dem in Gottesdiensten eine Pflicht zum Tragen mindestens einer sogenannten OP-Maske gelten soll. Die Staatsregierung setzt damit allerdings konsequent ihre Linie fort: Auch im öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel gilt in Bayern eine FFP2-Maskenpflicht, und zwar schon seit Montag. Bund und Länder hatten sich am Dienstagabend für diese Bereiche auf eine Pflicht mindestens für OP-Masken verständigt.

Mittwoch, 20. Januar, 13.50 Uhr: Söder: Ohne EU-weite Corona-Politik sind Grenzkontrollen notwendig

Ohne eine abgestimmte Corona-Politik mit den europäischen Nachbarstaaten hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Grenzkontrollen für unausweichlich. "Sollte das nicht klappen, dann sind Grenzkontrollen zwingend notwendig", sagte der CSU-Chef am Mittwoch nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Er hoffe aber, dass sich der Europäische Rat am 21. Januar auf vergleichbare und synchronisierte Maßnahmen einigen könne.

Wegen der neu aufgetretenen, "besorgniserregenden Virusmutationen aus Großbritannien und Südafrika" gelte es, den Eintrag nach Deutschland möglichst zu vermeiden sowie diesen frühzeitig zu erkennen, teilte die Staatskanzlei mit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Dienstagabend in Berlin erklärt, dass auch sie im äußersten Fall Grenzkontrollen nicht ausschließe, um das Eintragen von Virusmutationen zu verhindern. Bei den Herkunftsgebieten von Mutationen wie Großbritannien müsse man besonders streng hinsichtlich der Einreise sein, betonte Merkel.

Mittwoch, 20. Januar, 13.45 Uhr: Kommunen definieren künftig Plätze mit Alkoholverbot

Das allgemeine Alkoholverbot im öffentlichen Raum in Bayern wird präzisiert. Die Kommunen werden künftig die Plätze auf ihrem Gemeindegebiet definieren, auf denen der Alkoholkonsum verboten sein wird, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Sitzung seines Kabinetts in München. "Wir wollen keine Party To Go", betonte Söder. Dies würde dem Grundsatz der Reduktion von Mobilität massiv widersprechen, sagte er.

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hatte am Dienstag das bayernweite Alkoholverbot bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren außer Kraft gesetzt und damit dem Eilantrag einer Privatperson stattgegeben. Zur Begründung teilte das Gericht mit, dass nach dem Infektionsschutzgesetz Alkoholverbote nur an bestimmten öffentlichen Plätzen vorgesehen seien. Die Anordnung eines Alkoholverbots für die gesamte Fläche des Freistaats habe damit die Verordnungsermächtigung überschritten, die der Bund erteilt habe.

Mittwoch, 20. Januar, 13.40 Uhr: Bibliotheken dürfen in Bayern für Abholung vorbestellter Bücher öffnen

Bibliotheken in Bayern dürfen in Kürze für die Abholung vorbestellter Bücher öffnen. Das hat das Kabinett am Mittwoch in München beschlossen. Bei Bibliotheken und Archiven wird die Abholung vorbestellter Bestände laut Staatskanzlei unter den gleichen Voraussetzungen ermöglicht, wie das sogenannte "Click&Collect" inzwischen auch im Handel möglich ist. Das bedeutet unter anderem, dass für Abholer eine FFP2-Maskenpflicht gilt, Mindestabstände eingehalten werden, es ein Hygienekonzept gibt und Menschenansammlungen verhindert werden. Aus der Opposition hatte es in den vergangenen Wochen wiederholt Forderungen nach einer solchen Erlaubnis für Bibliotheken gegeben.

Mittwoch, 20. Januar, 13.30 Uhr: Schulen und Kitas in Bayern bis Mitte Februar zu - Ausnahme für Abiturienten

Aus Angst vor der aggressiveren Mutation des Coronavirus wird es in Bayern bis mindestens Mitte Februar nahezu keinen Präsenzunterricht geben - auch nicht für Grundschüler. Das hat das Kabinett am Mittwoch erwartungsgemäß in München beschlossen. Es gibt nur eine kleine Ausnahme: Für Abiturienten, die in diesem Jahr vor den Abschlussprüfungen stehen, kann vom 1. Februar an Wechselunterricht stattfinden, "wenn es das Infektionsgeschehen zulässt". Gleiches gilt für Schüler an beruflichen Schulen, bei denen zeitnah Abschlussprüfungen oder Kammerprüfungen stattfinden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 20. Januar, 13.20 Uhr: Drei Fälle von Corona-Varianten in Berliner Klinik nachgewiesen

In einem Berliner Krankenhaus ist bei drei Patienten die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante nachgewiesen worden. Das habe ein Routinescreening am 14. Januar auf einer Station der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie ergeben, teilte der kommunale Vivantes-Konzern am Mittwoch mit. Die Patienten sollen sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht auf Reisen angesteckt haben. Die neue Variante ist Experten zufolge infektiöser als bisherige Formen. Über die Nachweise hatte zuvor der "Tagesspiegel" (online) berichtet.

Die drei Fälle wurden nach Vivantes-Angaben im Humboldt-Klinikum im Bezirk Reinickendorf festgestellt. Wie Vivantes erklärte, sei zum Schutz von Patienten und Personal sofort ein Aufnahmestopp für die betroffene Station verhängt worden. "Aufgrund der strengen Hygienemaßnahmen und der direkten Isolation der Betroffenen konnte das Infektionsgeschehen kontrolliert werden", betonte das Klinikum.

Mittwoch, 20. Januar, 13.15 Uhr: Pressekonferenz mit Markus Söder

Mittwoch, 20. Januar, 12.40 Uhr: Fasching trotz Corona feiern: Monheim am Rhein will Karneval im Autokino

Scheiben wischen und schunkeln: In Monheim am Rhein sollen Karnevalisten in einem Autokino trotz Pandemie Sitzungen feiern können. Geplant sind fünf Veranstaltungen - darunter eine "Drive-in-Prunksitzung" und ein "Altweiber-Drive-in", wie die Monheimer Kulturwerke am Mittwoch mitteilten. Mit dabei sollen bekannte Bands und Redner sein - etwa die Höhner, Bläck Fööss und Bernd Stelter. Das Ganze spiele sich auf einer Wiese in Nähe des Rheins ab.

Ausdrücklich erwünscht ist es, sich selbst und auch das Auto zu verkleiden. In der "Drive-in-Damensitzung" und der "Drive-in-Herrensitzung" werden im Corona-Ausnahmejahr zudem die jeweils anderen Geschlechter als Besucher akzeptiert. In anderen Orten des Rheinlands ist ebenfalls Autokino-Karneval geplant.

Mittwoch, 20. Januar, 12.35 Uhr: Gesundheitsminister Spahn verteidigt längeren Lockdown

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Verlängern der Corona-Beschränkungen mit weiteren Maßnahmen trotz zuletzt leicht sinkender Infektionszahlen verteidigt. "Das ist mit diesem Lockdown so wie mit einem Antibiotikum: Wenn Sie zu früh aufhören, kann es anschließend noch schlimmer werden", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Mit Blick auf neue, wohl ansteckendere Virus-Varianten gelte zudem das Vorsorgeprinzip. "Wenn wir die Mutation erstmal überall haben, ist es im Zweifel zu spät."

Bund und Länder hatten am Dienstagabend beschlossen, den vorerst bis Ende Januar vorgesehenen Lockdown mit Schließungen zahlreicher Einrichtungen bis Mitte Februar zu verlängern. Dazu kommen zusätzliche Vorgaben etwa zu besser schützenden Masken in Bussen, Bahnen und Geschäften sowie für mehr Arbeiten von zu Hause.

Mittwoch, 20. Januar, 12.20 Uhr: Corona-Krise und Strukturwandel prägen Arbeitsmarkt 2021

Die Corona-Pandemie und der Strukturwandel werden auch 2021 Spuren auf dem bayerischen Arbeitsmarkt hinterlassen. "Das wird langfristige und tiefgreifende Folgen haben", sagte der Chef der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit, Ralf Holtzwart, am Mittwoch in Nürnberg. Zum Jahresbeginn rechnet er - auch saisonbedingt - mit deutlich steigenden Arbeitslosenzahlen und einer Arbeitslosenquote von mehr als vier Prozent. Mit der Frühjahrsbelebung werde die Zahl der Menschen ohne Job in Bayern voraussichtlich wieder sinken.

Mittwoch, 20. Januar, 12 Uhr: Zwei Fälle mit britischer Virus-Variante erstmals in Peking entdeckt

Zwei Fälle mit der britischen Virus-Variante, die besonders ansteckend sein soll, sind erstmals in Peking entdeckt worden. Wie das Gesundheitsamt nach Angaben von Staatsmedien am Mittwoch berichtete, handelt es sich nach ersten Untersuchungen um importierte Infektionen. Sie seien im südlichen Stadtteil Daxing identifiziert worden, wo auch der neue internationale Flughafen der chinesischen Hauptstadt liegt. Die Genom-Analyse deute darauf hin, dass es sich um die Mutation B.1.1.7 handele, wurde mitgeteilt.

Mittwoch, 20. Januar, 11.30 Uhr: TV-Quoten: Fast sieben Millionen sehen Corona-News im Ersten

Die Sondersendungen zur Verlängerung des Lockdowns haben am Dienstagabend sehr viele Menschen interessiert. So kam das "ARD extra: Die Corona-Lage" ab 20.15 Uhr im Ersten auf 6,99 Millionen (19,2 Prozent) Zuschauer. Im Anschluss erzielte die Serie "Charité" 4,94 Millionen (14,1 Prozent). Ein "ZDF spezial" zu Corona hatten schon um 19.20 Uhr 5,32 Millionen (17,6 Prozent) gesehen. Die 28:29-Niederlage der deutschen Handballer gegen Ungarn bei der WM in Ägypten verfolgten ab 20.30 Uhr 4,70 Millionen (13,6 Prozent) im ZDF.

Mittwoch, 20. Januar, 11 Uhr: Mediziner rechnen mit noch längerem Lockdown als bis Mitte Februar

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet mit einer weiteren Verlängerung der Maßnahmen gegen das Coronavirus über Mitte Februar hinaus. Man müsse die Menschen daran gewöhnen, dass das jetzt eine Lebensform für den Rest dieses Winter sei, mit der man leben müsse. "Andernfalls schlägt dieses Virus mit großer Macht zurück", sagte er am Mittwochmorgen im Radioprogramm SWR Aktuell.

Auch die Intensiv- und Notfallmediziner gehen davon aus, dass eine Verlängerung der Maßnahmen bis Mitte Februar nicht ausreichen wird. "Wir werden mindestens bis Ende Februar oder Anfang März benötigen, wenn die Maßnahmen wie jetzt zu beobachten greifen, um die Patientenzahl auf den Hochpunkt der ersten Welle zu drücken – knapp unter 3000", sagte Gernot Marx, Vorsitzender der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Mittwoch, 20. Januar, 10.15 Uhr: Oberallgäuer Landrätin setzt sich für Öffnung des Lebensmittelgroßhandels ein

Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller (Freie Wähler) setzt sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für Öffnung des Lebensmittelgroßhandels zur Entlastung des Lebensmitteleinzelhandels ein. "Seit dieser Woche gelten im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels verschärfte Regelungen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Das Tragen der FFP2-Maske beim Einkaufen ist sicherlich eine sinnvolle Maßnahme hierzu. Eine weitere, sicherlich sehr hilfreiche Möglichkeit wäre die Öffnung des Lebensmittelgroßhandels für den Endverbraucher. Hier könnte eine zusätzliche Entlastung durch vermehrte Einkaufsmöglichkeiten geschaffen werden. Bereits im Frühjahr wurde von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, um so Kundenströme zu entzerren", schreibt sie in ihrem Antrag.

Mittwoch, 20. Januar 9.15 Uhr: Dreijähriges Corona-Hilfsprojekt für Kinder in Afrika gestartet

Im Rahmen der Corona-Hilfe für Afrika startet ein Zusammenschluss der sechs weltweit größten Kinderhilfsorganisationen ein dreijähriges Projekt für den Schutz von Mädchen und Jungen vor Gewalt. Es erhält nach Angaben der Organisationen zehn Millionen Euro von der Europäischen Union, um Kinder in fünf afrikanischen Ländern vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen.

In Äthiopien, Kenia, Mali, Senegal und Uganda sollen in den kommenden drei Jahren rund 718 000 Kinder in Flüchtlingslagern, städtischen Elendsvierteln, Konfliktregionen und Grenzgebieten davon profitieren. Das Projekt "Joining Forces for Africa - Schutz von Kindern vor Gewalt während der COVID-19-Krise und darüber hinaus" (JOFA) steht unter der Leitung von Plan International Deutschland.

Mittwoch, 20. Januar, 8.30 Uhr: Israel feiert Impfrekorde und verlängert den Lockdown um zehn Tage

In Israel sind erstmals mehr als 200 000 Corona-Impfungen am Tag verabreicht worden. Gleichzeitig verlängert das kleine Land am Mittelmeer seinen Lockdown angesichts eines Allzeithochs von Neuinfektionen um weitere zehn Tage. Die Beschränkungen sollen nun bis Ende des Monats gelten, wie die Regierung des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Dienstagabend beschloss.

Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien insgesamt 201 000 Menschen geimpft worden. Von ihnen erhielten 129 000 bereits die zweite Impfdosis und 72 000 die erste. Insgesamt haben bereits mehr als 2,2 Millionen Menschen in Israel die erste und 550 000 Menschen die zweite Impfdosis bekommen. "In diesem Tempo besiegen wir die Mutation", schrieb Edelstein bei Twitter.

Mittwoch, 20. Januar, 8.15 Uhr: Heil fordert massive Homeoffice-Nutzung und kündigt Kontrollen an

Nach den Bund-Länder-Gesprächen hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Beschäftigten und Unternehmen aufgefordert, die neuen Homeoffice-Möglichkeiten massiv zu nutzen. Zugleich warnte er in "Bild live" am Dienstagabend Arbeitgeber davor, die Möglichkeit zum Homeoffice willkürlich abzusagen und kündigte Kontrollen an. "Sie müssen klar sagen, wo es geht - und auch, wo es nicht geht. Wo es möglich ist, sollen sie es ermöglichen und das wird im Zweifelsfall auch von Arbeitsschutzbehörden überprüft." Von den Beschäftigten erwarte die Regierung, dass sie das Homeoffice im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Anspruch nähmen.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag nach mehrstündigen Verhandlungen darauf geeinigt, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten künftig das Arbeiten im Homeoffice überall dort ermöglichen müssen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Dadurch sollen Kontakte am Arbeitsort, aber auch auf dem Weg zur Arbeit, reduziert werden. Ein entsprechender Verordnungsentwurf von Heil - befristet bis zum 15. März - liegt bereits vor.

Mittwoch, 20. Januar, 7.45 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu überwiegend rückläufig

Die Inzidenzwerte im Allgäu sind nach jüngsten Angaben des Robert-Koch-Institutes vom Mittwoch überwiegend rückläufig. So sank der Wert in dem besonders betroffenen Landkreis Unterallgäu (178,9) deutlich unter die 200er Marke. Auch in Kaufbeuren, Ostallgäu und Lindau sanken die Werte. Die aktuellen Inzidenzwerte im Allgäu lesen Sie täglich hier.

Mittwoch, 20. Januar, 7.30 Uhr: Virologin: Nachlässigkeit gefährlicher als neues Virus

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer sieht in der Nachlässigkeit der Menschen während der Corona-Pandemie eine größere Gefahr als in der neuen Virus-Variante. Dies erkläre auch die trotz Lockdowns nur langsam sinkenden Infektionszahlen, erläuterte die Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und an der Technischen Universität München der Deutschen Presse-Agentur.

"Die neue Variante birgt ein erhöhtes Risiko, sich im Eins-zu-eins-Kontakt anzustecken. Aber: Der Eins-zu-eins-Kontakt muss überhaupt erst mal passieren. Und er muss so passieren, dass der Abstand nicht ausreichend gewahrt wird oder dass Masken nicht getragen werden. Nur dann kann es da auch wirklich zu einer Übertragung kommen." Dann allerdings scheine das Ansteckungsrisiko mit der neuen Variante größer zu sein.

Mittwoch, 20. Januar, 5.45 Uhr: 15.974 Corona-Neuinfektionen und 1.148 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 15.974 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 1148 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Mittwochmorgen bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 19.600 Neuinfektionen und 1.060 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

"Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche sinken die Fallzahlen in den meisten Bundesländern (jedoch nicht allen) nun leicht", schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Dienstagabend. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Mittwoch, 20. Januar, 5.30 Uhr: Ärzteverband: FFP2-Maskenpflicht für Pflegeheim-Besucher

Der Ärzteverband Marburger Bund fordert weitergehende Corona-Schutzvorkehrungen für Alten- und Pflegeheime. Die Vorsitzende Susanne Johna sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Sofern es noch nicht regelhaft gilt, sollten Besucher ab sofort nur noch mit negativem Testergebnis und mit FFP-2-Maske Einlass bekommen." Ideal wäre es, wenn in jedem Heim geschulte ehrenamtliche Helfer Abstriche machen, wie es teils durch Bundeswehrangehörige geschieht. Auf die Schnelle sei das aber nicht in jeder Einrichtung realisierbar. Daher sollte man für Besucher alternative Testmöglichkeiten schaffen.

"So könnte man beispielsweise an jedem Impfzentrum separat auch Schnelltests durchführen", schlug Johna vor. "Gerade an Wochenenden, wenn viele Menschen ihre älteren Angehörigen in den Heimen besuchen möchten, brauchen sie unkomplizierten Zugang zur Schnelltestung auf das Coronavirus. Das Pflegepersonal in den Heimen kann das jedenfalls nicht auch noch leisten."

Mittwoch, 20. Januar, 5.15 Uhr: Lehrerverband setzt auf Schulbetrieb ab Mitte Februar

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands Heinz-Peter Meidinger hofft nach eigenen Worten darauf, dass Mitte Februar an den Schulen "der große Einstieg wieder gelingt". Entsprechend äußerte er sich in der "Augsburger Allgemeinen". Die Entscheidung von Bund und Ländern, die Einrichtungen bis zum 14. Februar weitgehend geschlossen zu halten, trägt der Verband demnach mit. "Schulen sind Teil des Infektionsgeschehens", sagte Meidinger. Es sei notwendig, auch dort auf die hohen Zahlen zu reagieren. "An den Schulen jetzt zu lockern und sie dann innerhalb kürzester Zeit wieder dichtzumachen, wäre das verkehrteste, was man tun kann."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Dienstag nach stundenlangen Corona-Krisenberatungen vereinbart, die im Dezember verabredeten und seitdem jeweils in den Ländern geltenden Einschränkungen an Schulen und Kitas zunächst bis 14. Februar beizubehalten.

Mittwoch, 20. Januar, 5 Uhr: WHO warnt vor Kollaps der Kliniken in Amerika wegen Corona-Pandemie

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem Kollaps der Krankenhäuser in Nord- und Südamerika. "In der ganzen Region arbeiten viele Klinken an der Grenze oder nahe der Grenze ihrer Kapazitäten", sagte die Direktorin der Pan-Amerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho), Clarissa Etienne, am Dienstag. Sorgen bereiteten ihr vor allem die hohen Belegungszahlen der Betten auf Intensivstationen und der Mangel an medizinischem Sauerstoff in bestimmten Regionen.

"In der vergangenen Woche haben wir über 2,5 Millionen neue Covid-19-Fälle in der Region registriert - mehr als die Hälfte aller Fälle weltweit. Im gleichen Zeitraum haben wegen der Pandemie 42 000 Menschen in Nord- und Südamerika ihr Leben verloren", sagte Etienne. Mit den USA, Brasilien und Mexiko liegen drei der am stärksten betroffenen Länder in der Region.

Dienstag, 19. Januar, 21.46 Uhr: Merkel erläutert die neuen Beschlüsse

Es hat lange gedauert, aber Kanzlerin Angela Merkel erläutert gerade vor der Presse die Ergebnisse der Beratungen mit den Ländern. So müssen zur Eindämmung der Corona-Pandemie Arbeitgeber ihren Beschäftigten künftig das Arbeiten im Homeoffice überall dort ermöglichen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Die Regelung soll bis 15. März gelten.

Zudem wird die Maskenpflicht verschärft. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften müssen künftig sogenannte OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen mit den Standards KN95/N95 oder FFP2 getragen werden.

Der bis Ende Januar befristete Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland wird verlängert - bis Mitte Februar. Schulen sollen bis Mitte Februar geschlossen bleiben oder die Präsenzpflicht soll ausgesetzt werden. Kitas soll genauso verfahren werden.

Dienstag 19. Januar, 21.26 Uhr: Merkel offenbar verärgert über Bundesländer

Noch immer keine Pressekonferenz in Berlin, die Debatte der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten über die Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen ist noch immer im Gange. Laut Informationen des "Spiegel" hat sich Kanzlerin Angela Merkel sehr verärgert gezeigt. Streitpunkt sind offenbar die Schulen. Zwar sei man sich einig, dass die Schulen bis zum 14. Februar geschlossen bleiben. Doch es gebe noch Streit darüber, ob dies restriktiv genau sei.

Dienstag, 19. Januar, 21.20 Uhr: Mehr als 400.000 Corona-Tote in den USA

Ein Jahr nach dem ersten gemeldeten Corona-Fall in den USA hat das Land einen weiteren düsteren Meilenstein passiert: Mehr als 400 000 Menschen sind seit Beginn der Pandemie bereits nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Dienstag hervorging. Die Zahl der täglich nachgewiesenen Neuinfektionen bewegen sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern weiter auf hohem Niveau. In den vergangenen Tagen wurden mehrfach mehr als 3000 Tote und mehr als 200 000 Neuansteckungen binnen 24 Stunden verzeichnet.

Dienstag, 19. Januar, 19.55 Uhr: Acht Tote nach Corona-Ausbruch in Pflegeheim im Landkreis Miesbach

In einem Pflegeheim im Landkreis Miesbach ist das Corona-Virus ausgebrochen. 41 Bewohner wurden positiv auf das Corona-Virus getestet, davon waren 34 geimpft. Mittlerweile seien sieben geimpfte und ein weiterer Bewohner gestorben. Auch 24 Mitarbeiter seien erkrankt. Warum die Menschen trotz Corona-Impfung erkrankt und gestorben sind, lesen Sie hier.

Dienstag, 19. Januar, 19.40 Uhr: Drosten will ansteckendere Corona-Variante jetzt noch im Keim ersticken

Der Virologe Christian Drosten geht in Deutschland von einer bislang geringen Verbreitung der ansteckenderen Corona-Variante aus, die zunächst in Großbritannien entdeckt wurde. Er sehe jetzt ein Zeitfenster, um die Ausbreitung hierzulande im Keim zu ersticken, sagte der Experte für Coronaviren von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info. "Wir müssen jetzt was machen, wenn wir speziell das Aufkeimen der Mutante in Deutschland noch beeinflussen wollen. Später kann man das nicht mehr gut machen, dann ist es zu spät." In Großbritannien hätten Lockdown-Maßnahmen bereits Effekte gezeigt.

Anhand nun vorliegender Daten ist für den Virologen anzunehmen, dass die Variante tatsächlich ansteckender ist als frühere Formen. "Wir haben den Befund auf dem Tisch. Wir haben es mit einer Mutante zu tun, die sich schneller verbreitet. Das quantitative Ausmaß, das muss man tatsächlich noch mal diskutieren." Die Übertragbarkeit der Variante liegt nach Einschätzung Drostens vermutlich unter den anfangs berichteten Werten von 50 bis 70 Prozent.

Dienstag, 19. Januar, 19.30 Uhr: Alle Corona-Tests bei der Handball-WM am Dienstag negativ

Das Blasen-Konzept bei der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten scheint sich langsam zu bewähren. Wie der Weltverband IHF mitteilte, fielen alle Corona-Tests an diesem Dienstag negativ aus. Zuvor waren am Wochenende noch einige am Turnier beteiligte Personen positiv getestet worden. Am Montag hatte schließlich nur noch der Teamarzt der schwedischen Nationalmannschaft ein positives Ergebnis. Wie die IHF betonte, hatten die meisten während der WM positiv getesteten Personen bereits vor dem Turnier positive Covid-19-Testergebnisse.

Dienstag, 19. Januar, 19.05 Uhr: EU-Kommission will, dass Beihilferegeln wegen Corona gelockert bleiben

Die EU-Kommission will eine Lockerung der sogenannten EU-Beihilferegeln für Staatshilfen angesichts der Corona-Krise zunächst bis Ende des Jahres verlängern. "Während sich die zweite Welle des Coronavirus-Ausbruchs weiterhin stark auf unser Leben auswirkt, brauchen Unternehmen in ganz Europa weitere Unterstützung, um die Krise zu überstehen", teilte die für Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager am Dienstagabend mit. Die Mitgliedstaaten hätten nun die Möglichkeit, auf den Vorschlag der Kommission einzugehen.

Damit könnten die 27 EU-Länder bis zum 31. Dezember weiterhin betroffene Unternehmen mit üppigen Summen unterstützen, ohne gegen EU-Wettbewerbsregeln zu verstoßen. Vorgesehen sind derzeit bis zu 800.000 Euro pro Unternehmen - wobei dieser Deckel angehoben werden könnte. Zu den Hilfen zählen etwa direkte Zuschüsse, rückzahlbare Vorschüsse, Steuervorteile, staatliche Garantien für Bankdarlehen oder vergünstigte öffentliche Darlehen.

Dienstag, 19. Januar, 18.50 Uhr: Maskenpflicht wird bundesweit verschärft

Bund und Länder haben sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf eine schärfere Maskenpflicht verständigt. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften sollen künftig medizinische Masken getragen werden müssen, also sogenannte OP-Masken oder etwa FFP2-Masken, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern der Beratungen vonseiten des Bundes sowie der Länder erfuhr. Eine Einigung auf ein gesamtes Beschlusspapier gab es am Dienstag aber noch nicht.

Medizinische Masken haben eine höhere Schutzwirkung als Alltagsmasken wie etwa Stoffmasken, wie aus einem Entwurf für ein Beschlusspapier hervorgeht. Dies gilt dem Entwurf zufolge gerade vor dem Hintergrund möglicher besonders ansteckender Mutationen des Coronavirus.

Dienstag, 19. Januar, 18.35 Uhr: Niederlande bereiten Verschärfung des Lockdowns vor

Aus Sorgen vor der schnellen Verbreitung der Coronavirus-Varianten wollen die Niederlande den Lockdown deutlich verschärfen. Die Regierung will nach Medienberichten unter anderem eine abendliche Ausgangssperre verhängen. "Es ist notwendig, dass wir in kürzester Zeit extra Maßnahmen ergreifen", schrieb Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Dienstag dem Parlament. Eine Ausgangssperre gab es bisher noch nicht. Darüber will die Regierung am Mittwoch entscheiden. Die Niederlande befinden sich bereits seit Mitte Dezember im Lockdown. Bis zunächst 9. Februar sind Geschäfte, Schulen und Gaststätten geschlossen, und persönliche Kontakte stark eingeschränkt.

Dienstag, 19. Januar, 18.15 Uhr: Bund und Länder einig über Vorgaben für Homeoffice

Bund und Länder sind sich einig über Vorgaben für mehr Homeoffice in Unternehmen. Demnach müssen Arbeitgeber überall dort, wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen, sofern die Tätigkeiten es zulassen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Teilnehmern der Beratungen vonseiten des Bundes sowie der Länder erfuhr. Dazu werde das Bundesarbeitsministerium eine Verordnung erlassen. Eine Einigung auf ein gesamtes Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

Angesichts der pandemischen Lage sei auch die weitere Reduzierung von epidemiologisch relevanten Kontakten im beruflichen Kontext erforderlich, hieß es in einem Entwurf für ein Beschlusspapier

Dienstag, 19. Januar, 18.05 Uhr: Großbritannien verzeichnet so viele Coronatote wie noch nie

Großbritannien hat einen neuen Höchststand an Coronatoten verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem Land 1.610 Todesfälle gemeldet, wie die Gesundheitsbehörde Public Health England am Dienstag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im vergangenen Frühjahr.

Dienstag, 19. Januar, 17.50 Uhr: Bund und Länder einigen sich auf verlängerten Lockdown

Wegen der weiter hohen Infektionszahlen und aus Sorge vor Mutationen des Coronavirus wollen Bund und Länder den Lockdown in Deutschland verlängern. Die eigentlich bis Ende Januar befristete Regelung soll bis zum 14. Februar fortgesetzt werden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von beiden Seiten aus den Bund-Länder-Beratungen. Damit bleiben etwa die Gastronomie, Freizeiteinrichtungen sowie der Einzelhandel geschlossen. Ausnahmen gelten weiterhin zum Beispiel für Supermärkte. Eine Einigung auf ein gesamtes Beschlusspapier gab es am frühen Abend allerdings noch nicht.

Dienstag, 19. Januar, 17.15 Uhr: Kommende Woche vorübergehend weniger Biontech-Impfstoff

Bei den verfügbaren Corona-Impfdosen kommt Deutschland trotz vorübergehend geringerer Lieferungen der Hersteller Biontech und Pfizer wohl noch relativ glimpflich davon. Für diese Woche ist eine etwas größere Impfstoff-Lieferung für die Länder vorgesehen, kommende Woche dürften dann aber deutlich weniger Dosen ankommen. Das geht aus einem neuen Lieferplan von Biontech hervor, der kurzfristig angekündigte Umbauten in einem Abfüllwerk berücksichtigt. Ab Anfang Februar soll die Zahl der Dosen dann jedoch über Plan liegen, wie das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag erläuterte. Hintergrund dafür ist, dass jetzt sechs statt fünf Impfdosen aus einer Ampulle entnommen werden können.

Dienstag, 19. Januar, 16.55 Uhr: Wegen der FFP2-Maske: Erlanger Oberbürgermeister startet Bart-ab-Challenge im Internet

FFP2-Masken sitzen bekanntlich bei Bartträgern nicht immer richtig. Der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) hat seinen Bart deshalb abrasiert. Fotos davon postete er auf Facebook und forderte ein anderes Stadtratsmitglied auf, es ihm gleich zu tun. Denn: "Geteiltes Leid ist halbes Leid", schrieb der 40-Jährige. Der aufgeforderte Politiker rasierte daraufhin ebenfalls seinen Vollbart ab und nominierte den nächsten Bartträger aus dem Stadtrat.

Dienstag, 19. Januar, 16.30 Uhr: Untersuchungskommision kritisiert anfängliche Maßnahmen Chinas und der WHO

Eine unabhängige Untersuchungskommission zum internationalen Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert, dass die anfänglichen Maßnahmen Chinas und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu schleppend angelaufen seien. Die Experten stellten in dem am Dienstag in Genf veröffentlichten Bericht fest, dass China im Januar 2020 stärkere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus hätte umsetzen können. Zudem hätte die WHO schon vor dem 30. Januar 2020 einen Gesundheitsnotstand ausrufen können.

Die Experten befürchten generell, dass das internationale Frühwarn- und Reaktionssystem derzeit seinen Zweck nicht ordnungsgemäß erfüllen könne. "Es scheint aus einer früheren analogen Ära zu kommen und muss in die digitale Zeit geführt werden", hieß es in dem Bericht.

Dienstag, 19. Januar, 16.15 Uhr: Keine neuen Termine in bayerischen Impfzentren

Wegen Lieferengpässen der Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech können viele Impfzentren in Bayern keine neuen Termine vergeben. Unter anderem in Kempten und Immenstadt gibt es keine neuen Termine zur Corona-Impfung. Die Impzentren in Memmingen und im Unterallgäu bleiben vorerst komplett geschlossen.

Dienstag, 19. Januar, 15.50 Uhr: Elternverband fordert bei Abschlussprüfungen in Bayern einen "Freischuss"

Als Konsequenz auf die unterschiedlichen Voraussetzungen im Unterricht während der Corona-Pandemie hat der bayerische Elternverband (BEV) fünf grundlegende Forderungen an das Kultusministerium gestellt. Darunter: Ein "Freischuss" für alle Abschlussprüfungen und eine gemeinsame Entscheidung von Lehrern und Eltern statt Noten als Kriterium fürs Vorrücken und den Übertritt.

Dienstag, 19. Januar, 15.35 Uhr: Weniger Impfstofflieferungen - Zweitimpfung bleibt meist gewährleistet

Der Impfstoff-Hersteller Biontech/Pfizer liefert in der kommenden Woche wegen Umbaumaßnahmen kurzfristig weniger Impfdosen als zunächst geplant. Die Lieferungen in den einzelnen Bundesländern können vorübergehend geringer ausfallen. Die Länder gehen damit unterschiedlich um - die Zweitimpfungen sind meistens abgedeckt. Unter anderem in Bayern müssten derzeit keine Termine für die Zweitimpfung abgesagt werden, teilten die jeweiligen Behörden mit.

Dienstag, 19. Januar, 15.25 Uhr: Bund und Länder wohl einig über Verlängerung des Lockdowns bis 14. Februar

Bund und Länder sind sich einig, dass zur Eindämmung des Coronavirus der bis Ende Januar befristete Lockdown bis zum 14. Februar verlängert wird. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag von Teilnehmern der Beratungen vonseiten des Bundes sowie der Länder. Damit bleiben etwa die Gastronomie, Freizeiteinrichtungen sowie der Einzelhandel geschlossen. Ausnahmen gelten weiterhin zum Beispiel für Supermärkte. Eine Einigung auf ein gesamtes Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

Dienstag, 19. Januar, 15.20 Uhr: Bayerisches Gesundheitsministerium beginnt mit der Verteilung von 2,5 Millionen FFP2-Masken an Bedürftige

Das bayerische Gesundheitsministerium hat mit der Verteilung von 2,5 Millionen FFP2-Masken an Bedürftige begonnen. "Wir gehen davon aus, dass spätestens Anfang kommender Woche die Bedürftigen ihre Masken haben dürften", kündigte Minister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag an. Eine Million weitere Masken für pflegende Angehörige sollen ab kommendem Montag ausgegeben werden.

Dienstag, 19. Januar, 15 Uhr: Nordische Ski-WM Oberstdorf 2021 findet ohne Zuschauer statt

Pandemiebedingt findet die Nordische Ski-WM Oberstdorf vom 23. Februar bis 7. März vor leeren Zuschauerrängen statt. Das entschieden die Veranstalter am Dienstag.

Dienstag, 19. Januar, 13.34 Uhr: Corona-Regel geht zu weit: Verwaltungsgerichtshof setzt bayernweites Alkoholverbot außer Vollzug

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das bayernweite Alkoholverbot im öffentlichen Raum vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Gericht gab damit nach Angaben vom Dienstag dem Eilantrag einer Privatperson aus Regensburg statt.

Dienstag, 19. Januar, 13.15 Uhr: Ministerium: Impfung von Pflegebedürftigen zu Hause noch schwierig

Pflegebedürftige und ältere Menschen, die nicht in einem Alten- und Pflegeheim leben, gehen bei der Impfung gegen das Coronavirus in Bayern bislang oft leer aus. "Die Impfung nicht mobiler pflegebedürftiger Personen soll durch mobile Impfteams erfolgen", erklärte ein Sprecher des Bayerischen Gesundheitsministeriums. "Die Eigenschaften der derzeit vorhandenen Impfstoffe erschweren jedoch eine Verimpfung im häuslichen Umfeld, so dass derzeit Impfungen insbesondere in Pflegeeinrichtungen und in Impfzentren durchgeführt werden."

Das hat vor allem logistische Gründe: Eine Ampulle des Herstellers Biontech enthält immer mehrere Impfdosen. Sobald diese geöffnet ist, müssen alle Impfdosen sofort geimpft werden. Impfteams können also nicht mit angebrochenen Ampullen von Haus zu Haus fahren, weil die Impfdosen sonst verfallen würden. Wer selbst nicht zum Impfzentrum kommen kann, ist deshalb voerst darauf angewiesen, dass ihn Angehörige oder Nachbarn zum Impfzentrum fahren.

Aber auch in Heimen und Impfzentren müssen gerade viele Termine wieder abgesagt werden, weil es Verzögerungen bei der Lieferung des Impfstoffs gibt. In Bayern sollen laut Gesundheitsministerium bis zum 15. Februar vier Lieferungen eintreffen - nun mit insgesamt 13 Prozent weniger Impfstoff als geplant. Bei den Erstimpfungen komme es deshalb zu Verzögerungen und Verschiebungen.

Dienstag, 19. Januar, 13 Uhr: Weltwirtschaftsforum mahnt: Trotz Pandemie bleibt Klimawandel das größte Risiko

Die Pandemie verhindert auch das traditionelle Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos. Doch bei aller Sorge vor den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen - das WEF sieht schlimmere Gefahren als Corona. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 19. Januar, 12.18 Uhr: Bund braucht fast 90 Milliarden weniger Kredite als geplant

Der Bund hat für die Bewältigung der Corona-Krise im vergangenen Jahr deutlich weniger Schulden gebraucht, als möglich gewesen wären. Nach dem vorläufigen Haushaltsabschluss wurden Kredite in Höhe von 130,5 Milliarden Euro aufgenommen, wie es am Dienstag in Regierungskreisen hieß. Das sind fast 90 Milliarden weniger als angenommen. Der Bundestag hatte ursprünglich 217,8 Milliarden Euro Schulden genehmigt und dafür wegen der besonderen Situation zweimal die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt.

Dass diese Summe bei weitem nicht ausgeschöpft wurde, dürfte auch daran liegen, dass ein Großteil der für November und Dezember gedachten Wirtschaftshilfen erst jetzt an die Unternehmen ausgezahlt wird. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat deshalb bereits das Kreditvolumen für das laufende Jahr angepasst und auf rund 180 Milliarden erhöht. Für beide Krisenjahre zusammen werde man rund 300 Milliarden Euro benötigen, hatte er angekündigt.

Dienstag, 19. Januar, 11.55 Uhr: Bildungslücken durch Corona: Das sind die Folgen für Schüler durch die Pandemie

Schule ist für Kinder und Jugendliche Alltag. Morgens aufstehen - Unterricht. Das ist zwar nicht immer beliebt, aber ein hohes Gut. Wenn es wegfällt, hat das schwerwiegende Konsequenzen, gerade für die Jüngsten und die eh schon Benachteiligten. Das sind die Folgen für Schüler durch die Corona-Pandemie.

Dienstag, 19. Januar, 11.45 Uhr: Große Meinungsunterschiede vor Bund-Länder-Runde zu Corona

Kurz vor den neuen Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Dienstagnachmittag gibt es erhebliche Unstimmigkeiten über schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, meldeten SPD-Länder eine Reihe von Änderungen an einer Beschlussvorlage an, die zuvor an mehrere Länder verschickt worden war. Entsprechende Papiere lagen der dpa vor. Vor den von 14 Uhr an geplanten Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sollte es noch Vorgespräche geben. Diskutiert wird eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar. Zudem könnte es unter anderem eine schärfere Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften geben. Daneben erwägen Bund und Länder, mehr Druck auf Arbeitgeber zu machen, um mehr Homeoffice zu ermöglichen. Mehr dazu lesen Sie in unserer Zusammenfassung.

Dienstag, 19. Januar, 11.30 Uhr: Oppositionsparteien in Bayern: Ja zu längerem Lockdown, Nein zu Verschärfung

Heute Nachmittag wollen Bund und Länder über eine Verlängerung des Lockdowns beraten. Die Opposition in Bayern ist sich weitgehend einig: verlängern ja, verschärfen nein. Bis auf eine Ausnahme.

Dienstag, 19. Januar, 11.05 Uhr: FFP2-Maskenpflicht gilt auch auf Wochenmarkt in Kempten

Der Wochenmarkt in Kempten bleibt wegen des Wetters weiterhin zum Teil auf dem Hildegardplatz. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Die Markthändler aus dem Stadtpark verkaufen am Mittwoch sowie am Samstag ihre Waren auf dem Hildegardplatz sowie auf dem Bauernmarktplatz gegenüber Galeria Kaufhof. Bei den Händlern in der Markthalle, im Hof der Markthalle sowie in der Straße vor der Halle ändert sich nichts. Auch die Verkaufszeiten bleiben unverändert. Aufgrund der neuen Verordnung ist das Tragen einer FFP2-Maske beim Einkauf auf dem gesamten Wochenmarktgelände einschließlich dem Außenbereich Pflicht.

Dienstag, 19. Januar, 10.40 Uhr: Lockdown wird offenbar bis 15. Februar verlängert

Vor dem Corona-Gipfel am Dienstag 14 Uhr liegt bereits eine Beschlussvorlage vor. Demnach soll der Lockdown bis zum 15. Februar verlängert werden. Was sonst noch beschlossen werden soll, lesen Sie in unserer Zusammenfassung.

Dienstag, 19. Januar, 10.20 Uhr: Großbritannien verzeichnet weltweit höchste Corona-Todesquote

Großbritannien verzeichnet derzeit relativ zur Bevölkerung die weltweit höchste Anzahl von Corona-Todesfällen. Im gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt waren es zuletzt mehr als 16,5 Tote pro einer Million Menschen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Universität Oxford hervor, die sich auf Daten der Johns-Hopkins-Universität bezieht. Damit liegt Großbritannien knapp vor Tschechien und Portugal und deutlich vor Deutschland und den USA, die beide in diesem Zeitraum im Schnitt mehr als neun Todesopfer pro einer Million Einwohner verzeichneten.

Dienstag, 19. Januar, 9.40 Uhr: Altmaier fordert weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) fordert schärfere Corona-Maßnahmen. "Klar ist: Wir werden noch eine Schippe drauflegen müssen, damit wir die jetzigen ersten Erfolge auch ins Ziel bringen", sagte er in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart" vor der geplanten Bund/Länder-Beratung am Dienstag. "Wir haben alle Maßnahmen auf dem Tisch." Bei den Beratungen werde um jede Maßnahme gerungen. "Wir haben gesehen: Wenn man zu früh aufhört, dann steigen die Zahlen sehr schnell wieder an", so Altmaier weiter. "Das schadet der Wirtschaft, das schadet den Menschen, das schadet allen."

Am Dienstag (14.00 Uhr) berät Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder erneut über das Vorgehen in der Corona-Pandemie. Im Gespräch sind eine Fortsetzung des Lockdowns bis in den Februar hinein sowie neue Vorgaben zu besser schützenden Masken im öffentlichen Raum und für mehr Arbeit von zu Hause aus. Die größten Sorgen bereiten derzeit neue, wohl deutlich ansteckendere Varianten des Coronavirus.

Dienstag, 19. Januar, 9 Uhr: Corona-Pandemie dämpft Verbraucherpreise 2020 stark

Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im Corona-Jahr 2020 deutlich verlangsamt. Die Inflationsrate lag im Jahresschnitt bei 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Eine niedrigere Rate habe es zuletzt in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 gegeben (+0,3 Prozent). Vor allem stark gefallene Energiepreise und die vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung dämpften die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Im Jahresschnitt 2019 hatte die Inflationsrate noch 1,4 Prozent betragen.

Im Dezember lagen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber November stiegen sie um 0,5 Prozent. Damit bestätigten die Statistiker vorläufige Daten. Mit der Corona-Krise und dem globalen Wirtschaftseinbruch waren die Rohölpreise auf den Weltmärkten stark gesunken - das schlug sich in gesunkenen Energiepreisen nieder. Von Juli bis Ende 2020 galten zudem niedrigere Mehrwertsteuersätze in Deutschland. Damit wollte die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum als wichtige Stütze der Konjunktur ankurbeln.

Dienstag, 19. Januar, 8.30 Uhr: Ein Fall für die Geschichtsbücher: Was Schüler in Zukunft über Corona lernen

Schon bald könnte die Corona-Pandemie Teil des Lehrplans sein. In den Schulbüchern könnte die Pandemie ähnlich viel Platz bekommen wie der Zweite Weltkrieg. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 19. Januar, 8.15 Uhr: Israel verzeichnet Rekorde bei Corona-Impfungen und -Neuinfektionen

In Israel sind in der Corona-Krise Höchststände sowohl bei den Neuinfektionen als auch bei den Impfungen registriert worden. Der Corona-Beauftragte des Landes, Nachman Asch, sagte am Dienstag dem Armeesender, am Vortag seien erstmals mehr als 10.000 neue Fälle gemeldet worden. Die exakten Zahlen des Gesundheitsministeriums lagen zunächst nicht vor. Seit Beginn der Pandemie überstieg die Zahl der Neuinfektionen pro Tag erst fünf Mal den Wert von 9000, vier Mal davon in der vergangenen Woche.

Israel steckt inmitten einer dritten Corona-Welle. Das Gesundheitssystem hat die Belastungsgrenze erreicht. Das Land hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner, Deutschland etwa neunmal so viele. Dort wurden binnen 24 Stunden zuletzt 11.369 neue Fälle registriert. Seit knapp zwei Wochen gilt in Israel ein Lockdown mit strikten Einschränkungen. Man darf das eigene Haus oder die eigene Wohnung nur in einem Umkreis von 1000 Metern verlassen. Am Dienstag wollte die Regierung über eine Verlängerung beraten.

Nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde am Montag zugleich ein Impfrekord erreicht. Wie der Regierungschef via Twitter mitteilte, wurden an dem Tag 186 000 Menschen geimpft. Insgesamt bekamen demnach bislang 2,2 Millionen Menschen eine erste Spritze. Nach Angaben von Gesundheitsminister Juli Edelstein erhielten 422.000 Menschen bereits eine zweite Dosis. Bis Ende März sollen in Israel im Zuge einer massiven Impfkampagne alle Impfwilligen über 16 Jahren geimpft werden. Ende März stehen in dem Land Neuwahlen an.

In Deutschland wurden bislang mehr als 1,1 Millionen Menschen (Stand 18. Januar) gegen das Coronavirus geimpft.

Dienstag, 19. Januar, 7.40 Uhr: 15 Landkreise und Städte in Bayern weiterhin über 200

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Bayern binnen eines Tages um 2781 gestiegen. 15 Landkreise und kreisfreie Städte lagen nach den beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Zahlen am Dienstag über dem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. 232 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden wurden gemeldet. Die aktuellen Zahlen enthalten Nachmeldungen, da Daten aus Bayern am Montag unvollständig beim RKI eingegangen sind.

Den höchsten Inzidenzwert verzeichnet derzeit die Stadt Bayreuth mit 292,8, gefolgt von der Stadt Ansbach und dem Kreis Regen. Am Montag hatten 13 Landkreise und Städte über dem Inzidenzwert von 200 gelegen.

Für Kommunen mit diesem Inzidenzwert gilt die 15-Kilometer-Regel. Danach dürfen deren Bewohner Ausflüge nur noch in einem Umkreis von höchstens 15 Kilometern unternehmen. Die Regel tritt automatisch erstmals in Kraft, sobald das RKI in kreisfreien Städten oder Landkreisen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche meldet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Bayern lag laut RKI bei 136,1. Bundesweit meldete die Behörde einen Wert von 131,5. Die höchsten Werte unter den Bundesländern verzeichnen Thüringen mit 256,3 und Sachsen mit 225,7. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 83,2 (Stand: 19.1., 00.00 Uhr).

Dienstag, 19. Januar, 7.15 Uhr: Unterallgäu bei 7-Tage-Inzidenz wieder über 200

Der Landkreis Unterallgäu liegt bei der 7-Tage-Inzidenz wieder über dem kritischen Wert von 200. Das hat das Robert-Koch-Institut soeben gemeldet. In anderen Allgäuer Städten und Kreisen sind die Zahlen dagegen gesunken. Hier geht es zum Überblick über die aktuellen Werte.

Dienstag, 19. Januar, 6.38 Uhr: 11.369 Corona-Neuinfektionen und 989 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 11.369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Bei den aktuellen Zahlen ist zu beachten, dass die Daten Nachmeldungen enthalten können - am Vortag hatten manche Bundesländer ihre Daten nur unvollständig oder gar nicht übermittelt. Das RKI schrieb dazu in seinem Lagebericht vom Montagabend: "Aus Rheinland-Pfalz wurden gestern keine Daten übermittelt. Aus Bayern und dem Saarland wurden Daten übermittelt, allerdings sind die Daten nicht vollständig am RKI eingegangen."

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 131,5. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 256,3 und Sachsen mit 225,7. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 83,2.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.052.028 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 19.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 47.622. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 716 200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,89 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Dienstag, 19. Januar, 6 Uhr: Lockdown wohl länger - Debatte um Verschärfungen

Die Menschen in Deutschland müssen sich auf eine Fortsetzung des Lockdowns bis in den Februar hinein einstellen. Auch verschärfte Corona-Regeln sind möglich, wenn Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder an diesem Dienstag (14.00) erneut über das weitere Vorgehen beraten. Im Gespräch waren zum Beispiel neue Vorgaben zu besser schützenden Masken im öffentlichen Raum und für mehr Arbeit von zu Hause aus. Bund und Länder wollen noch mehr die Zahl von Kontaktgelegenheiten verringern. Die größten Sorgen bereiten derzeit neue, wohl deutlich ansteckendere Varianten des Coronavirus. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Montag, 18. Januar, 22.15 Uhr: Möglicherweise neue Coronavirus-Variante in Garmischer Klinikum

Eine möglicherweise neue Variante des Coronavirus ist am Klinikum Garmisch-Partenkirchen entdeckt worden. Derzeit würden Proben an der Berliner Charité untersucht, teilte das Klinikum am Montag mit. Bei einem Ausbruch in dem Krankenhaus habe der Verdacht bestanden, dass eine veränderte Variante die Infektionen verursacht haben könnte. Noch ist unklar, ob sie wirklich neu ist und ob sie Auswirkungen auf die Infektiosität oder die Schwere der Erkrankung hat.

Montag, 18. Januar, 21.15 Uhr: Kretschmer schließt Lockdown für Betriebe und Nahverkehr aus

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat einen erheblich schärferen Lockdown im Freistaat ausgeschlossen. Eine Schließung der Betriebe und Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs werde es nicht geben, sagte er am Montagabend in der Sendung "Fakt ist" im MDR-Fernsehen. Ein Lockdown für die Wirtschaft würde diese ruinieren. Je niedriger die Inzidenz sei - die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche - , desto schneller komme man zu Lockerungen. Mit Blick auf Gastronomie und Hotellerie müsse man den Zeitraum Ostern oder danach betrachten.

"Wir sind noch weit von dem entfernt, was wir erreichen müssen", sagte Kretschmer. Die Dramatik nehme aber nicht weiter zu. Man wolle lockern und Kitas und Schulen wieder öffnen. Dafür müsse aber die Kontaktverfolgung möglich sein. Kretschmer kündigte eine Verschärfung der Kontrollen von Corona-Regeln an: "Wir sind nicht mehr in der Situation, wo wir um etwas bitten."

Montag, 18. Januar, 20.30 Uhr: Lockdown wohl bis Februar - Schutzmasken und Homeoffice im Blick

Angesichts der weiter kritischen Corona-Lage müssen sich die Menschen in Deutschland auf längere Alltagsbeschränkungen bis in den Februar hinein gefasst machen. Dazu könnten auch neue Vorgaben zu stärker schützenden Masken und zum Arbeiten von zu Hause kommen, wie vor Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Dienstag deutlich wurde.

Es müsse darum gehen, schneller wieder auf "ein handhabbares Niveau" der Infektionszahlen zu kommen, als es nach bisherigem Stand möglich wäre, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Akute Sorge macht auch eine neue, wohl deutlich ansteckendere Virus-Variante.

Montag, 18. Januar, 19.20 Uhr: Frisöre demonstrieren im Allgäu

Die Corona-Regeln treffen Friseure schwer. Ihre Läden haben zu - und nun wird der Lockdown vermutlich noch verlängert. Deshalb gehen sie auf die Straße.

Montag, 18. Januar, 18.30 Uhr: Alle Termine für Erstimpfungen abgesagt: Betreiber loben dennoch die Bevölkerung

Die Lieferschwierigkeiten bei Biontech/Pfizer treffen Kempten und das Oberallgäu. Ab Mittwoch fallen in Kempten etwa 800 Termine aus, in Immenstadt um die 1500. Die Hintergründe - und warum die Betreiber trotzdem die Bevölkerung loben, lesen Sie exklusiv mit AZ Plus.

Montag, 18. Januar, 16.45 Uhr: Söder: Lockdown bis Mitte Februar verlängern

Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Fortführung des Lockdowns bis Mitte Februar. "Wir müssen den Lockdown bis Mitte Februar verlängern", sagte Söder dem "Münchner Merkur" (Dienstag). Auch beim Distanzunterricht an den Schulen und geschlossenen Kitas soll es demnach bis Mitte Februar bleiben. "Wir bleiben bei der bisherigen Linie", sagte der CSU-Politiker.

Söder bekräftigte, dass er für Bayern derzeit keine Verschärfung der geltenden Maßnahmen plant. "Bayern hat jetzt schon eines der höchsten Schutzlevel in Deutschland", sagte er. "Wir sind das Land mit flächendeckender Ausgangssperre, mit einem strengen Radius für Tagesausflügler, haben Kitas geschlossen und alle Schulen im Distanzbetrieb. Seit heute gilt auch die bundesweit strengste FFP2-Maskenpflicht." Eine Verschärfung sei deshalb im Freistaat nicht geboten. "Bayern ist mit seinen derzeitigen Maßnahmen gut aufgestellt. Wir müssen immer auch die Akzeptanz der Bevölkerung im Blick behalten, und im Moment ist diese Grundakzeptanz relativ hoch."

"Die Zahlen in Bayern entwickeln sich verhalten positiv. Die Inzidenzen gehen nach unten und die Maßnahmen wirken", sagte Söder. Er warnte allerdings: "Das ist aber kein Anlass, vorzeitig abzubrechen. Wer jetzt über Nacht lockert, riskiert ein Hochschnellen der Zahlen – Irland hat das auf tragische Weise erlebt." Bis Mitte Februar werde man auch einen besseren Kenntnisstand über die neuen Virus-Mutationen haben. "Der bisherige Lockdown bremst in jedem Fall die gefährlichere Virus-Variante", argumentierte der CSU-Chef.

Söder rechnet bei den neuen Bund-Länder-Beratungen mit moderaten Korrekturen beim Homeoffice. "Wichtig ist: Wir brauchen einen höheren Anteil von Arbeitnehmern im Homeoffice, um die Kontakte zu reduzieren." Eine Homeoffice-Pflicht werde es "wohl" nicht geben, "aber wir setzen uns für steuerliche Anreize ein". "Das Ziel heißt: Homeoffice, wo immer möglich", betonte Söder.

Montag, 18. Januar, 16.30 Uhr: FFP2-Masken: So erkennen Sie geprüfte und sichere Masken

Früher, bevor das Coronavirus die Welt aus den Angeln gehoben hat, kannte man FFP-Masken vor allem als Staubschutz, den Handwerker auf dem Bau trugen. Jetzt indes sieht man sie fast überall, etwa im Bus, an der Käsetheke oder auf dem Supermarktparkplatz.

Seit Montag gilt in Bayern die Pflicht, FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften zu tragen. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) betonte, dass künftig ein noch stärkerer Schutz vor Infektionen wichtig sei. Doch es sind Fälschungen im Umlauf. Wie man das Risiko, beim Kauf übers Ohr gehauen zu werden, minimieren kann.

Montag, 18. Januar, 15.45 Uhr: Impf-Standorte in Memmingen und im Unterallgäu bleiben vorerst zu

Die Impf-Standorte in Memmingen und Bad Wörishofen sollten am Mittwoch eröffnen. Der Start muss jetzt allerdings verschoben werden. Die Hintergründe.

Montag, 18. Januar, 14.30 Uhr: Corona-Verstöße am Wochenende - Party in Kempten aufgelöst

Immer wieder werden im Allgäu die Corona-Regeln verletzt. Auch am Wochenende hat die Polizei bei Verkehrskontrollen einige Verstöße festgestellt - unter anderem gegen die nächtliche Ausgangssperre. In Kempten ist eine illegale Party aufgeflogen.

Montag, 18. Januar, 13.45 Uhr: Hunde erschnüffeln mögliche Corona-Infektion von Wiener Sängerknaben

Die Wiener Sängerknaben haben Spürhunden des österreichischen Heeres geholfen, mögliche Corona-Infektionen zu erschnüffeln. Bei den rund 130 jungen Sängern und ihren Betreuern wurden nach Angaben vom Montag zunächst PCR-Tests gemacht. Die Mitglieder des weltberühmten Knabenchors mussten zudem für rund zehn Minuten Masken aufsetzen. Diese Masken wurden in einem luftdichten Behälter dem Militärhundezentrum überreicht.

Sobald die PCR-Resultate vorliegen, dürfen die beiden Spürhunde "Fantasy Forever" und "Piet" die Masken beschnüffeln. Die Trefferquote der Tiere kann dann mit den offiziellen Testergebnissen abgeglichen werden.

Die Aktion ist Teil der Ausbildung der beiden Vierbeiner, die Infektionen künftig mit ihrer feinen Nase aufspüren sollen. Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bedankte sich am Montag für die Zusammenarbeit der Wiener Sängerknaben mit dem Heer zur Eindämmung der Pandemie.

Montag, 18. Januar, 13 Uhr: Bayern verschiebt wegen Corona alle Schulabschlussprüfungen

Nach den Abiturprüfungen werden wegen der Corona-Pandemie auch an allen anderen Schularten die Abschlussprüfungen verschoben: an Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen um zwei, an den Fachoberschulen und Berufsoberschulen sogar um gut drei Wochen. Das teilte das Kultusministerium am Montag in München mit. In der Oberstufe der Gymnasien und in der Grundschule werden zudem die Zahl der Klausuren und Probearbeiten nochmals reduziert - eine logische Folge der derzeitigen, bislang bis Monatsende befristeten Schulschließungen. Wann nun welche Termine stattfinden, erfahren Sie hier.

Montag, 18. Januar, 12 Uhr: Feuerwehr Kaufbeuren evakuiert Covid-Sation im Klinikum

Bei einem Feuer im Klinikum Kaufbeuren hat in der Nacht zum Montag ein Patient eine Rauchgasvergiftung erlitten. Eine Covid-19-Station musste evakuiert werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 18. Januar, 11.50 Uhr: So sieht es am ersten Tag der FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr in Bayern aus

Die FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften gilt seit Montag in Bayern. Die ersten Beobachtungen machen Hofffnung für die Zeit nach der Kulanzwoche. Wie es bisher lief, lesen Sie hier.

Montag, 18. Januar, 11.30 Uhr: Polizei löst in Berlin Gottesdienst mit mehr als 170 Menschen auf

Ein Gottesdienst einer kleinen Berliner Gemeinde mit weit mehr als 170 Menschen ist in der Hauptstadt wegen massiver Verstöße gegen die Corona-Regeln aufgelöst worden. In einem Saal der Kirchengemeinde im Stadtteil Gesundbrunnen seien am Sonntagabend gegen 19.45 Uhr 170 Erwachsene sowie weitere Kinder von der Polizei angetroffen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Die Menschen hätten weder Masken getragen noch Abstände eingehalten. Ein Hygienekonzept und Anwesenheitslisten hätten ebenfalls gefehlt.

Der Pfarrer habe angegeben, eigentlich sei ein Gottesdienst im kleinen Kreis geplant gewesen, die Zahl der Besucher sei dann aber gestiegen. Die Polizei stellte Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten gegen mehr als 100 Menschen. Erst am Samstagabend hatte die Berliner Polizei eine Hochzeitsfeier mit 60 Menschen ganz in der Nähe beendet.

Montag, 18. Januar, 11 Uhr: Vier Corona-Tote am Wochenende in den Allgäuer Kliniken

Vier Menschen sind am Wochenende in Zusammenhang mit Covid-19 in den sechs Häusern des Klinikverbunds Allgäu gestorben: Jeweils zwei in der Klinik Immenstadt und Mindelheim, berichtet eine Sprecherin.

Im Klinikum Kempten werden derzeit 15 Menschen behandelt, die positiv auf Corona getestet worden waren, einer davon liegt auf der Intensivstation. In Immenstadt sind es aktuell sieben Patienten (acht auf Intensivstation) und in Mindelheim 18 (drei). In Sonthofen, Oberstdorf und Ottobeuren werden derzeit keine Corona-Patienten behandelt.

Im Klinikum Memmingen sind derzeit 40 Corona-Patienten. Vier davon liegen auf der Intensivstation, berichtet eine Sprecherin der Verwaltung.

Montag, 18. Januar, 10.30 Uhr: Verkehrsbetriebe warnen vor vollständiger Stilllegung

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) spricht sich gegen eine vollständige Stilllegung von Bussen und Bahnen im Zuge der Pandemiebekämpfung aus. "Es gibt zahlreiche Menschen in systemrelevanten Berufen, die auch im Lockdown täglich zur Arbeit müssen und für die Homeoffice keine Option ist. Zudem organisieren die Verkehrsunternehmen bereits in einigen Städten zusätzliche Busverkehre zu den Impfzentren", sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann laut einer Mitteilung vom Montag. Ein funktionierender Nahverkehr mit größtmöglichem Angebot sei nötig, um den Fahrgästen genug Platz und Abstand zu garantieren.

Zudem wäre eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht, wie sie in Bayern im Nahverkehr und im Einzelhandel bereits ab Montag gilt, mit "großen organisatorischen Herausforderungen" verbunden, hieß es. Nach Berechnungen des Verbands wären monatlich über 100 Millionen solcher Masken nötig. Diese stünden dann etwa in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen nicht mehr zur Verfügung. Außerdem hätten diverse wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass im ÖPNV kein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe.

Um die Ausbreitung der Aerosole in den Fahrzeugen zu verringern, empfiehlt der VDV zudem, dass Fahrgäste möglichst schweigsam bleiben. "Die Vermeidung von Gesprächen miteinander und per Telefon wäre eine weitere Möglichkeit, um die Aerosolausbreitung zu verringern", so Wortmann. Oberstes Ziel aller Bestrebungen müsse sein, die Fahrtanlässe für die Menschen zu minimieren. "Deshalb sind die Ausweitung von Homeoffice und die Verhinderung von Freizeitfahrten aus unserer Sicht die wirkungsvollsten Maßnahmen, um Mobilität insgesamt weiter einzuschränken", so Wortmann. Die Branche stehe geschlossen hinter allen Maßnahmen im Kampf gegen Corona.

Montag, 18. Januar, 10 Uhr: Brinkhaus: Besorgt wegen Mutationen in Großbritannien und Irland

Der Chef der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Ralph Brinkhaus, sieht trotz der aktuell sinkenden Corona-Infektionszahlen keinen Grund zur Entwarnung im Kampf gegen die Pandemie. "Wir sind sehr besorgt wegen der Entwicklung in Großbritannien und Irland", sagte der CDU-Politiker am Montag im SWR. "Dort gibt es einen mutierten Virus, der zu sehr, sehr hohen Neuinfektionen geführt hat."

Er geht nach eigenen Worten davon aus, dass bei den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag die Corona-Beschränkungen noch einmal verlängert und verschärft werden. Es gehe vor allem um weitere Kontaktbeschränkungen und darum, dass mehr Menschen von zu Hause arbeiteten. Die Forderung der FDP nach einer Sondersitzung des Bundestags dazu wies der CDU-Politiker zurück. Dies wäre eine "PR-Veranstaltung" der Freidemokraten. Der Bundestag sei eingebunden und habe jederzeit die Möglichkeit, alles wieder zurückzuholen, was von den Regierungen beschlossen werde.

Montag, 18. Januar, 9.20 Uhr: Gelten die neuen Corona-Regeln in Bayern bald auch in ganz Deutschland?

Die Coronavirus-Mutation, die sich in England rasend schnell ausgebreitet hat, versetzt auch Deutschland in große Sorge. Bund und Länder beraten über eine Verschärfung des Lockdowns. Doch erst wollen sie ein Lagebild von Experten einholen. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Montag, 18. Januar, 8.40 Uhr: Bayerische FFP2-Maskenpflicht beginnt mit "Kulanzwoche"

Ab dem heutigen Montag gilt die FFP2-Maskenpflicht in bayerischen Geschäften und dem ÖPNV. Bußgelder soll es aber zunächst keine geben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 18. Januar, 8.30 Uhr: Einreise nach Großbritannien nur noch mit negativem Corona-Test

Für Reisen nach Großbritannien ist seit Montagmorgen ein negativer Test vor der Einreise notwendig. Dieser darf nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen, wie die britische Regierung in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte. Trotzdem müssen sich Einreisende nach ihrer Ankunft in eine zehntägige Quarantäne begeben - egal, aus welchem Land sie kommen. Diese Selbstisolation kann frühestens ab dem fünften Tag durch einen weiteren negativen Corona-Test beendet werden. Die Regelung soll bis mindestens Mitte Februar gelten.

Die Regierung hat die Einreiseregeln verschärft, um sich effektiver vor der Einschleppung neuer Corona-Varianten aus anderen Ländern zu schützen. Für Brasilien, wo neue Varianten entdeckt wurden, und mehrere andere südamerikanische Länder sowie Portugal gilt sogar ein Einreiseverbot.

Montag, 18. Januar, 8.12 Uhr: Die Strände in Rio bleiben trotz Corona-Pandemie voll

Gerade ist Ferienzeit in Brasilien. Trotz weiter hoher Corona-Infektionszahlen verbringen die Bewohner von Rio ihre Zeit an stark besuchten Stränden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 18. Januar, 8.10 Uhr: Sachsens Ministerpräsident: Corona-Regeln überprüfen und nachschärfen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) rechnet damit, dass die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihren Beratungen am Dienstag Nachschärfungen der Corona-Regeln beschließen. "Klar ist, dass wir alle Maßnahmen noch mal auf ihre Wirkung prüfen müssen und gegebenenfalls da, wo wir uns eine Wirkung versprechen, nachschärfen müssen", sagte Haseloff am Montagmorgen im Deutschlandfunk.

Am diesem Montagabend lassen sich nach seinen Worten die Ministerpräsidenten die Einschätzung von Fachleuten wie Virologen und Infektiologen zu den Corona-Mutationen berichten. "Die Mutationen sind eine neue Gefahr. Wir haben das in Irland gesehen, wir haben das an vielen Stellen in Europa und weltweit gesehen", sagte Haseloff. Um ähnliche Entwicklungen in Deutschland zu verhindern, müsse man reagieren.

Auf die Frage, ob Betriebe geschlossen werden sollten und nächtliche Ausgangsbeschränkungen nötig seien, reagierte Haseloff dagegen zurückhaltend. "Wir haben schon vieles beschlossen, was nicht konsequent umgesetzt wird", sagte er. (Welche Verschärfungen kommen könnten, erfahren Sie hier.)

Montag, 18. Januar, 7.30 Uhr: 13 bayerische Städte und Landkreise über dem Inzidenzwert von 200

Die Behörden in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 269 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. 13 Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat lagen nach den am Montag veröffentlichten Zahlen über dem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Außerdem wurden 7 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Montags sind die erfassten Fallzahlen meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Bayerischer Spitzenreiter war die Stadt Bayreuth mit einer Inzidenz von 280,8. Am Sonntag hatten 17 Kreise und Städte die 200er-Marke überschritten, am Samstag 22, am Freitag 25. In Bayern sind seit Beginn der Pandemie 375 137 Infektionen und 8697 Corona-Tote gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Bayern lag laut RKI bei 130,4. Bundesweit meldete die Behörde einen Wert von 134,4. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind enorm: Die höchsten Inzidenzen haben derzeit Thüringen mit 274,2 und Sachsen mit 244,9. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 86,6 (Stand: 18.1., 00.00 Uhr).

Montag, 18. Januar, 7.10 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: Vier Allgäuer Städte und Landkreise unter 100

Kempten, Kaufbeuren, Memmingen und das Ostallgäu: Diese vier Allgäuer Städte und Landkreise sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Montag unter den Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von 100 gelangt. Hier geht es zum Überblick der aktuellen Zahlen.

Montag, 18. Januar, 6.40 Uhr: FFP2-Maskenpflicht im Handel und im Nahverkehr in Kraft

In den bayerischen Bussen, den Trams, den U- und S-Bahnen sowie in allen Geschäften müssen die Menschen von Montag an FFP2-Schutzmasken tragen. Das bayerische Kabinett hatte in der vergangenen Woche beschlossen, dass die bisher üblichen Alltagsmasken wegen der Corona-Pandemie nicht mehr ausreichten und daher beim Einkaufen und im Nahverkehr nicht mehr getragen werden dürfen. Auch vergleichbare Schutzmasken mit den Bezeichnungen KN95 und N95 sind nach der Vorschrift zulässig. Kinder bis 14 Jahre sind von der FFP2- Maskenpflicht ausgenommen.

Damit sich die Menschen an die neuen Vorschriften gewöhnen können, soll es zunächst eine "Kulanzwoche" geben. Demnach droht erst ab 25. Januar den Einzelhandels-Kunden und Nahverkehrs-Nutzern, die keine FFP2-Maske tragen, ein Bußgeld. Wie hoch dieses sein wird, ist noch nicht bekannt. FFP2-Masken bieten - sofern sie korrekt getragen werden - deutlich bessere Schutzwirkung als die einfachen Mund-Nase-Bedeckungen. Aber kann man eine FFP2-Maske wiederverwenden?

Montag, 18. Januar, 6 Uhr: 7141 Corona-Neuinfektionen und 214 neue Todesfälle gemeldet

Einen guten Morgen und tollen Start in die Woche wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 7141 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Das ist laut RKI der niedrigste Wert an Neuinfektionen seit dem 20. Oktober. Außerdem wurden 214 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Seit dem 14. Dezember war der Wert nicht mehr so niedrig. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.497 Neuinfektionen und 343 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

"Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren", schrieb das RKI in seinem Lagebericht am Sonntagabend. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 134,4. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 274,2 und Sachsen mit 244,9. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 86,6.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.040.659 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18.01., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 46.633. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 691 700 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,93 (Vortag: 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Sonntag, 17. Januar, 21.45 Uhr: Corona im Griff: China legt Wachstumszahlen für 2020 vor

China legt am Montag die Zahlen für das Wachstum seiner Wirtschaft im abgelaufenen Jahr vor. Da das bevölkerungsreichste Land der Erde das Coronavirus seit dem Sommer weitestgehend im Griff hat und nur vereinzelt Infektionen und kleinere Ausbrüche zählt, haben sich die wirtschaftlichen Aktivitäten wieder normalisiert.

Während der Rest der Welt eine Rezession erlebt, dürfte China daher aus Sicht von Analysten als einzige große Volkswirtschaft im abgelaufenen Jahr ein Wachstum verzeichnet haben. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte in China zuletzt mit einem BIP-Wachstum von 1,9 Prozent für 2020 gerechnet. Besonders im Abschlussquartal dürfte die Wirtschaft laut Vorhersagen kräftig angezogen sein.

Sonntag, 17. Januar, 21 Uhr: Zwei Corona-Ausbrüche in oberbayerischen Altenheimen

In einem Altenheim in Benediktbeuern hat es eine neue Corona-Masseninfektion gegeben. Sechzehn Bewohnerinnen und Bewohner haben sich mit dem Erreger angesteckt, weitere sieben Infektionen gibt es beim Personal, wie das Landratsamt von Bad Tölz und Wolfratshausen am Sonntag mitteilte. Drei Menschen waren so krank, dass sie stationär behandelt wurden. Die Behörden verhängten Besuchsverbot, neue Bewohner werden vorerst nicht aufgenommen.

Zuvor hatte es schon im nahe gelegenen Geretsried einen ähnlichen Fall in einem Altenheim gebeben. Dort stieg die Zahl der Infektionen seit Freitag auf insgesamt 21 am Sonntag.

Sonntag, 17. Januar, 19.20 Uhr: Party trotz Pandemie: Frau flüchtet auf Dach - und stürzt ab

Eine Teilnehmerin einer wegen Corona illegalen Party in München ist bei Eintreffen der Polizei aufs Dach geflüchtet und abgestürzt. Die 24-Jährige fiel aus etwa vier Metern Höhe auf ein Kiesbett, wo sie stehend aufkam, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie war ansprechbar und wurde per Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei war in der Nacht auf Sonntag per Notruf 110 über eine laute Party mit mehreren Teilnehmern in einer Wohnung in der Maxvorstadt informiert worden. Mehrere Streifen fuhren hin - und trafen in der Wohnung zwei Frauen und zwei Männer an, die den Angaben zufolge 23 bis 25 Jahre alt sind.

Sonntag, 17. Januar, 18.40 Uhr: Söder fordert einheitliches Vorgehen in der Corona-Pandemie

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat CSU-Chef Markus Söder ein einheitliches Vorgehen in Deutschland und in Europa gefordert. "Zu viele Differenzierungen und Unterschiede verwirren die Menschen und schwächen die Akzeptanz", sagte der bayerische Ministerpräsident der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Online Sonntag/Print Montag). "Gerecht ist, was für alle gilt. Wir brauchen ein belastbares Konzept, das überall in Deutschland gilt."

"Am besten wäre eine einheitliche europäische Strategie in der Corona-Bekämpfung. Sollte dies weiter nicht gelingen, wären Grenzkontrollen sinnvoll", meinte er. "Das hat schon im Frühjahr effektiv geholfen. Es dauert ja auch nicht ewig. Wenn mehr Impfstoff da ist, kann sich die Situation rasch verbessern."

Sonntag, 17. Januar, 17.40 Uhr: Verschärfte Corona-Maßnahmen auf Gran Caria und Lanzarote

Auf den bei Deutschen Urlaubern gerade im Winter beliebten Kanareninseln Gran Canaria und Lanzarote gelten ab Montag verschärfte Corona-Maßnahmen. So wird der Beginn der nächtlichen Ausgangssperre ab Montag um eine Stunde auf 22.00 Uhr vorgezogen, Zusammenkünfte mit Menschen aus anderen Haushalten sind untersagt, Gaststätten dürfen nur noch im Freien servieren und Sport ist nur noch unter freiem Himmel ohne Kontakt zu anderen erlaubt, wie der TV-Sender Canarias7 und die Zeitung El País am Sonntag berichteten.

Die Maßnahmen auf den beiden zu Spanien gehörenden Inseln vor der Westküste Afrikas gelten zunächst für 14 Tage. Auf der Kanareninsel Teneriffa hingegen sei die Zahl der Corona-Infektionen rückläufig, weshalb die dortige Ausgangssperre nun erst eine Stunde später ab 23.00 Uhr gelte.

Sonntag, 17. Januar, 16.45 Uhr: Ab Montag startet neue FFP2-Maskenpflicht in Bayern

Ab diesem Montag gilt die neue FFP2-Maskenpflicht in Bayern. Anstelle einfacher Stoff- und Einwegmasken sowie Halstücher sollen die Einwohner Bayerns in Bahn und Bus, in Bahnhöfen und auf Haltestellen, beim Einkaufen, bei Arztbesuchen und Taxifahrten sowie im Landtag FFP2-Masken tragen.

Die Staatsregierung appellierte an die Bürgerschaft, sich an die neue Vorschrift zu halten. "Das Virus mutiert und wird aggressiver, deshalb ist es klug, alle Möglichkeiten zu nutzen, die wir haben", sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU). Die Politik ist nach wie vor in Alarmzustand: Österreich verlängerte am Sonntag den dortigen Lockdown bis 7. Februar, für Bayern und das übrige Deutschland ist Ähnliches zu erwarten. Grund ist die Befürchtung, dass die von Schreyer erwähnte und in Großbritannien bereits verbreitete Mutation auch in Kontinentaleuropa einen rasanten Anstieg der Fallzahlen verursachen könnte.

Sonntag, 17. Januar, 16.30 Uhr: Lockdown laut Epidemiologe noch mindestens mehrere Wochen nötig

Ein Stück weit sind die Corona-Zahlen seit Weihnachten schon gesunken, doch nach Experteneinschätzung wird der Lockdown noch mindestens mehrere Wochen nötig sein. Entscheidend für seine Dauer sind nach Ansicht des Bremer Professors Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie eine Trendwende mit deutlich sinkenden Corona-Zahlen, gleichzeitig intensives Testen und besonders die breite Akzeptanz sowie erfolgreiche Durchführung der Impfung, wie er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

"Da gerade der letzte Teil noch dauert nach den letzten Nachrichten, gehe ich von mindestens weiteren sechs bis acht Wochen aus." Falls eine Trendwende vorher gelinge, könnte auch vorher schon etwas geändert werden - "aber immer mit vorsichtigen und gut monitorierten Lockerungen."

Sonntag, 17. Januar, 15.20 Uhr: Mehrere Länder planen härteres Vorgehen gegen Quarantäne-Verweigerer

Mehrere Bundesländer wollen in der Corona-Pandemie härter gegen Quarantäne-Verweigerer vorgehen. Neben hohen Bußgeldern kommt es künftig im Extremfall zur Zwangseinweisung an zentralen Stellen, berichtete die Welt am Sonntag und verwies auf eigene Recherchen. Demnach wären Menschen betroffen, die die amtliche Anordnung missachten, sich wegen einer möglichen oder tatsächlichen Corona-Infektion für bestimmte Zeit zu isolieren. Mit einem Richterbeschluss können sie bei wiederholtem Verstoß oder Weigerung für bestimmte Zeit unter Aufsicht untergebracht werden.

In Baden-Württemberg etwa werden für uneinsichtige Quarantäne-Verweigerer derzeit Plätze in zwei Kliniken geschaffen. Diese Plätze würden dauerhaft durch einen Wachdienst kontrolliert, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Demnach soll je eine Klinik im württembergischen und im badischen Landesteil liegen.

Sonntag, 17. Januar, 13.20 Uhr: Polizei löst Hochzeitsfeier mit 60 Menschen in Berlin auf - Corona-Verstöße auch im Allgäu

Eine Hochzeitsfeier mit 60 Menschen in Berlin-Mitte ist wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln von der Polizei aufgelöst worden. Durch einen Anrufer wurden die Beamten am Samstagabend auf die Gesellschaft in einer Wohnung aufmerksam, wie ein Sprecher am Sonntag mitteilte. Zuerst hatte der "Berliner Kurier" (online) berichtet.

Auch im Allgäu musste die Polizei am Wochenende mehrfach einschreiten - unter anderem hatten acht Jugendliche in Kempten eine illegale Party gefeiert. Welche Fälle aus der Region die Polizei noch meldet hier.

Sonntag, 17. Januar, 13 Uhr: Japans Regierung dementiert Berichte über mögliche Olympia-Absage

Japans Regierung hat Berichte über eine mögliche Absage der Olympischen Spiele in Tokio dementiert. "Wir haben die Veranstaltungsorte und den Zeitplan (für die Spiele) festgelegt, und die beteiligten Personen arbeiten an Vorbereitungen einschließlich der Infektionskontrolle", erklärte Regierungssprecher Katsunobu Kato am Sonntag laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo.

Damit reagierte er auf Medienberichte über zitierte Äußerungen des Ministers für Verwaltungsreform, Taro Kono, wonach das Schicksal der Spiele "in beide Richtungen gehen könnte". Es war das erste Mal, dass ein ranghohes Mitglied der Regierung Zweifel andeutete, ob die Sommerspiele in der Corona-Pandemie tatsächlich stattfinden können.

Selbst im innersten Kreis der Organisatoren wuchsen zuletzt Zweifel an einer Austragung. "Ich kann mir nicht sicher sein, weil die Wellen des Virus immer noch wie ein Elefant im Raum stehen", wurde kürzlich das dienstälteste IOC-Mitglied, der Kanadier Richard Pound, von der BBC zitiert. Wegen der Corona-Pandemie waren die ursprünglich für das vergangene Jahr geplanten Spiele in Tokio auf diesen Sommer (23. Juli bis 8. August) verschoben worden.

Sonntag, 17. Januar, 11.20 Uhr: Rund 14.000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.882 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Sonntag sind die vom RKI bekannt gegebenen Zahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am Vortag hatte das RKI von 18.678 Neuinfektionen berichtet, am Sonntag vergangener Woche von 16.946.

Insgesamt stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Infektionen auf 2.033.518 (Stand: 17.01., 00.00 Uhr), wie das RKI am Sonntag mitteilte. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden insgesamt 46.419 Todesfälle verzeichnet. Das sind 445 mehr als am Vortag. Der bisherige Höchststand von 1.244 gemeldeten Todesfällen pro Tag war am Donnerstag erreicht worden. Auch die gemeldeten Todeszahlen sind am Wochenende oft sehr niedrig.

"Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang während der Feiertage und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche scheinen sich die Fallzahlen wieder zu stabilisieren", schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Samstagabend.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bei 136. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Zahl schwankte danach und sinkt seit einigen Tagen wieder. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 274 und Sachsen mit 253. Den niedrigsten Wert haben Bremen und Schleswig-Holstein mit jeweils 86 gefolgt von Niedersachsen mit 92.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 0,95 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Sonntag, 17. Januar, 11.15 Uhr: Polizei sprengt Party in Bar mit 24 Gästen

Die Polizei hat eine Feier mit 24 Menschen in einer Bar im südhessischen Höchst aufgelöst. Die Beamten hatten beobachtet, wie mehrere Personen am Samstagabend durch den Hintereingang herein- und herauskamen, teilte die Polizei mit. Bei der anschließenden Kontrolle entdeckten sie die Gruppe, die sich trotz der geltenden Corona-Regeln zum Feiern traf. Keiner der Beteiligten trug eine Mund-Nasenbedeckung und auch die coronabedingten Abstände wurden nicht eingehalten. Alle müssen nun mit einer Anzeige rechnen. Da sich niemand als Inhaber der Bar zu erkennen gab, wurde das Lokal durch die Polizei geschlossen.

Sonntag, 17. Januar, 10.20 Uhr: Ausflugsverkehr: Polizei weist 200 Autos in Unterfranken zurück - so war der Samstag im Allgäu

Im Hochspessart hat die Polizei am Samstag 200 Autos zurückgewiesen. Die Zufahrtswege mussten an einer Wegkreuzung im Landkreis Aschaffenburg bereits am Vormittag gesperrt werden, wie die Polizei Unterfranken am Sonntag mitteilte. Der Andrang der Tagesausflügler sei zu groß gewesen. Die Tagestouristen seien teilweise überregional angereist. Zu Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz sei es aber nicht gekommen. Gegen Nachmittag wurde die Sperre wieder aufgehoben.

Auch im Allgäu herrschte am Samstag reger Ausflugsverkehr, Staus oder Behinderungen gab es laut Polizei aber kaum. Rund um Oberstdorf und am Alpsee war die Lage verhältnismäßig ruhig, dagegen fuhren viele Ausflügler das Ostallgäu an. Laut Polizei in Kempten waren die Parkplätze am Tegelberg Füssen und in Nesselwang voll, vereinzelt kam es zu Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Sonntag, 17. Januar, 9.50 Uhr: Heiko Maas will Geimpfte in Restaurants und Kinos lassen

Als erster Bundesminister fordert Heiko Maas (SPD), Menschen mit Corona-Impfung früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben. Der Außenminister erinnert in diesem Zusammenhang auch an die Betreiber von derzeit geschlossenen Restaurants, Kinos, Theater oder Museen. Sie hätten ein Recht darauf, ihre Betriebe baldmöglichst wieder zu öffnen. Was Maas genau fordert, erfahren Sie hier.

Sonntag, 17. Januar, 9.05 Uhr: SPD-Politiker Lauterbach glaubt an Absage der Fußball-EM

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem Ausfall der Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr. "Ich glaube, dass die EM komplett abgesagt wird, weil wir im März eine Situation haben werden, die in vielen Ländern Europas schlechter sein wird als heute", sagte der 57-Jährige bei "t-online". "Es wird sich alles – leider – von allein ergeben. Wir könnten im März eine Situation erleben, in der kaum jemand überhaupt auf die Idee kommen wird, eine Fußball-EM auszutragen."

Die Europäische Fußball-Union UEFA plant für die EM, die vom 11. Juni bis 11. Juli stattfinden soll, mit vier verschiedenen Corona-Szenarien für ihre zwölf Spielorte. Diese reichen von Spielen in vollen Stadien bis hin zu einem kompletten Zuschauer-Ausschluss. Am 5. März soll eine verbindliche Regelung getroffen werden, wie viele Zuschauer an den Spielstätten in die einzelnen EM-Stadien dürfen.

"Wir können in Europa nicht davon ausgehen, dass wir bis Mitte des Jahres ausreichend Impfstoff haben werden", sagte Lauterbach. Es sei "am wahrscheinlichsten", dass es keine Zuschauer in den Stadien geben werde, sollte das Turnier stattfinden können.

Sonntag, 17. Januar, 7.40 Uhr: Noch keine neuen RKI-Zahlen am Sonntag

Vom Robert-Koch-Institut gibt es zur Stunde noch keine neuen Statistiken zu Corona-Neuinfektionen und Inzidenzwerten innerhalb des letzten Tages. An dieser Stelle erfahren Sie die Daten, sobald sie veröffentlicht wurden.

Sonntag, 17. Januar, 7.05 Uhr: 10.000 Menschen bei Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Wien

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Rund 10.000 Menschen, darunter viele aus der rechten Szene, haben am Samstag in Wien gegen die Maßnahmen der österreichischen Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie demonstriert. Die Polizei Wien teilte mit, dass es bis zum frühen Abend fünf Festnahmen gab. Zudem wurden zahlreiche Teilnehmer angezeigt, weil sie sich etwa nicht an Abstandsregelungen gehalten und keinen Mund-Nasen-Schutz getragen haben.

Die Demonstration begann friedlich, später kam es teilweise zu Tumulten. Die Polizei konnte einen Zusammenstoß mit Gegendemonstration verhindern. Medienvertreter berichteten davon, angepöbelt und bedroht worden zu sein. Sie bekamen erstmals Polizisten zum Schutz beigestellt.

Unter den Teilnehmern befanden sich auch der zurückgetretene Ex-Vizekanzler und frühere FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache und bekannte Personen aus der Neonazi-Szene.

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Alle Entwicklungen vom 13. Januar bis 16. Januar lesen Sie in Teil 39 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 1. bis 12. Januar lesen Sie in Teil 38 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 27. bis 31. Dezember lesen Sie in Teil 37 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 18. bis 26. Dezember lesen Sie in Teil 36 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 7. bis 17. Dezember lesen Sie in Teil 35 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 3. bis 6. Dezember lesen Sie in Teil 34 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 22. November bis 02. Dezember lesen Sie in Teil 33 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 17. November bis 22. November lesen Sie in Teil 33 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 10. November bis 17. November lesen Sie in Teil 32 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 31. Oktober bis 9. November lesen Sie in Teil 31 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 24 bis 30. Oktober lesen Sie in Teil 30 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.