Tipps der Redaktion

Tiefblau und smaragdgrün: Das sind die schönsten Bergseen im Allgäu

Der Rappensee liegt auf über 2000 Metern Höhe und bietet ein atemberaubendes Alpenpanorama.

Der Rappensee liegt auf über 2000 Metern Höhe und bietet ein atemberaubendes Alpenpanorama.

Bild: Michael Munkler

Der Rappensee liegt auf über 2000 Metern Höhe und bietet ein atemberaubendes Alpenpanorama.

Bild: Michael Munkler

Glasklares Wasser in luftiger Höhe - Bergseen im Allgäu sind ein beliebtes Ausflugsziel. Welche sind besonders schön - und darf man da eigentlich baden?
01.08.2022 | Stand: 09:55 Uhr

Schritt für Schritt, stetig geht es bergauf. Die Sonne brennt und die Bäume spenden kühlenden Schatten. Auch heuer zieht es wieder zahlreiche Wandererinnen und Wanderer in die Allgäuer Berge. Da kommt eine Abkühlung in einem der kalten, klaren Bergsseen oft mehr als gelegen - manche schimmern tiefblau, andere smaragdgrün. Doch Vorsicht: Einige befinden sich in Naturschutzgebieten. Darf man in Allgäuer Bergseen baden - und dort grillen? Die Tipps unserer Redaktion und worauf Wanderer achten müssen.

Rappensee bei Mittelberg

Der am höchsten gelegene See in unserer Liste ist der Große Rappensee. Er ist ein bayerischer Hochgebirgssee und befindet sich auf 2047 Metern Höhe südöstlich von Mittelberg nahe der deutsch-österreichischen Grenze.

Erreichbar ist das 2,3 Hektar große und acht Meter tiefe Gewässer über den Rundwanderweg von der Eschbach-Alpe zur Rappenseehütte. Diese liegt oberhalb des Sees auf knapp 2100 Metern. Mit wunderbarem Blick auf den Hochrappenkopf, Kleinen Rappenkopf, Linkerskopf, Rotgundspitze und die Hochgundspitze können sich Wanderer dort in luftiger Höhe die heißersehnte Abkühlung verschaffen. Baden ist nämlich in allen Bergseen in unserer Liste zumindest gestattet - verfroren dürfen Badegänger bei den kalten Temperaturen aber nicht sein.

Ein natürliches "Schmuckstück" zwischen grünem Wuchs und grauen Felsen: der Rappensee bei Mittelberg.
Ein natürliches "Schmuckstück" zwischen grünem Wuchs und grauen Felsen: der Rappensee bei Mittelberg.
Bild: Greiner/Socher (Archivbild)

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Schrecksee nahe Bad Hindelang

Etwas niedriger gelegen, aber deutlich größer als der Rappensee ist der Schrecksee bei Hinterstein nahe der Tiroler Grenze. In einer traumhaften Bergkulisse aus Knappenkopf, Kälbelespitze und Lahnerkopf befindet sich der See in einem kesselartigen grünen Hochtal auf 1813 Metern und ist gute zehn Hektar groß.

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Besonders bemerkenswert: Mitten im See gibt es eine kleine Insel. Wer also beim Schwimmen auf halbem Weg schlapp macht, der kann dort eine Verschnaufpause einlegen. Der Schrecksee ist Teil des Naturschutzgebiets "Allgäuer Hochalpen", das mit Abstand größte Naturschutzgebiet im Regierungsbezirk Schwaben. Bei einer Wanderung Müll zurückzulassen, ist also strengstens verboten. Grillen auch.

Obacht: Der Schrecksee befindet sich in einem Naturschutzgebiet.
Obacht: Der Schrecksee befindet sich in einem Naturschutzgebiet.
Bild: Simon Weixler (Archivbild)

Koblatsee bei Oberstorf

"Klein, aber fein" - das altbekannte Sprichwort trifft auf den Koblatsee bei Oberstdorf zu. Kristallklar und eiskalt liegt er zwischen den Felsen beim namensgebenden Koblat-Höhenweg am Nebelhorn. Ein Geheimtipp für die Wasserratten unter den Bergsteigern. Von der Bergstation der Nebelhornbahn führt die Wanderung zunächst über eine Hochmulde zum gegenüberliegenden Hang. Von dort aus können Wanderer über spärlich begrüntes Gefilde in wenigen Kehren aufsteigen. Der Lohn: Ein malerisches Bergpanorama - vom Hochvogel bis hin zur Höfats - und eine Erfrischung für die geschundene Füße.

Guggersee bei Hirschegg

In der Morgensonne leuchtet der Guggersee in wunderbarem Grün. Er liegt auf gut 1700 Metern hoch beim Rappenalptal nahe Oberstorf. Von Birgsau aus erreichen Wanderer den See in etwa zwei Stunden. Von dort aus geht es weiter zur Mindelheimer Hütte über die Taufersberg-Alpe.

Der See ist etwa 50 Meter lang und ungefähr halb so breit. Früher war er übrigens länger, allerdings ist ein Teil des Sees inzwischen "verlandet". Badegängern im Guggersee biete sich ein atemberaubender Blick auf die gegenüberliegenden Berge des Allgäuer Hauptkamms mit Trettachspitze, Mädelegabel und Hochfrottspitze - nicht umsonst ist der See auf dem Cover der ein oder anderen Wanderbroschüre zu sehen.

Herrliche Idylle: Diese Alpenrosen am Guggersee hat AZ-Leserin Angelika Bornschlegl fotografisch festgehalten.
Herrliche Idylle: Diese Alpenrosen am Guggersee hat AZ-Leserin Angelika Bornschlegl fotografisch festgehalten.
Bild: Angelika Bornschlegl

Unterer Gaisalpsee zwischen Oberstorf und Fischen

Ebenfalls zum Naturschutzgebiet "Allgäuer Hochalpen" gehört der Untere Gaisalpsee. Das heißt: Biwakieren, Feuer und Grillen, Drohnen und Müll liegen lassen verboten. Zum Glück, denn so bleibt der herrliche See so natürlich wie möglich. Das 3,5 Hektar große Gewässer liegt auf gut 1500 Metern Höhe unterhalb des Rubihorns und verbindet Gaisalpbach und Iller. Wanderer erreichen den See beispielsweise von Reichenbach aus über den "Tobelweg" und können an der Gaisbachalpe für eine Stärkung Halt machen. Der See belohnt mit einer tollen Aussicht übers Allgäuer Land.

Ab ins kühle Nass. Die Gaisalpseen liegen auf dem Weg zwischen Reichenbach und dem Rubihorn.
Ab ins kühle Nass. Die Gaisalpseen liegen auf dem Weg zwischen Reichenbach und dem Rubihorn.
Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Wer zum Baden nicht unbedingt in die Berge will, der findet übrigens auch andernorts tolle Badeseen für den Sprung in kühle Nass.

Auch bei der AZ-Sommeraktion dreht sich in diesem Jahr alles um die Allgäuer Seen. Wie Sie durch einen Besuch am See dabei einen von vielen tollen Preisen gewinnen können, erfahren Sie hier.

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