Sanierung abgeschlossen

Nach eineinhalb Jahren: Marienbrücke bei Schloss Neuschwanstein wieder geöffnet

Die Marienbrücke in Schwangau: Einer der beliebtesten Aussichtspunkte bei Schloss Neuschwanstein ist ab sofort wieder zugänglich.

Die Marienbrücke in Schwangau: Einer der beliebtesten Aussichtspunkte bei Schloss Neuschwanstein ist ab sofort wieder zugänglich.

Bild: Benedikt Siegert

Die Marienbrücke in Schwangau: Einer der beliebtesten Aussichtspunkte bei Schloss Neuschwanstein ist ab sofort wieder zugänglich.

Bild: Benedikt Siegert

Den Kini würde es freuen: Nach mehr als eineinhalb Jahren Bauzeit ist die Marienbrücke bei Schloss Neuschwanstein endlich wieder geöffnet.
31.08.2022 | Stand: 15:11 Uhr

Seit Februar 2021 war die Marienbrücke bei Schloss Neuschwanstein gesperrt. Jetzt ist die Sanierung abgeschlossen und das beliebte Ausflugsziel bei Schwangau wieder geöffnet. teilte das bayerische Finanzministerium in München am Donnerstag mit. Mit rund 500.000 Euro habe die Sanierung deutlich weniger gekostet als die ursprünglich geplanten knapp 600.000 Euro. Und die Sanierung wurde rund einen Monat früher abgeschlossen als geplant.

"Das freut uns natürlich sehr", sagt Kerstin Schneekloth von der Tourist Information Schwangau. Vor allem, dass das Bauwerk pünktlich zu den Ferien wieder geöffnet werden könne. Es habe regelmäßig nachfragen gegeben, wann die Brücke wieder zugänglich ist. Zwar gebe es auch andere Plätze, die einen guten Blick auf das Schloss Neuschwanstein ermöglichen. "Die Marienbrücke ist aber schon der bekannteste Spot", so die stellvertretende Leiterin.

Warum musste die Marienbrücke gesperrt werden?

Vor eineinhalb Jahren waren statische Probleme entdeckt worden und die Brücke über der Pöllatschlucht bei Schwangau musste gesperrt werden. Erst Mitte Mai begann die aufwendige Sanierung, die letztlich gut zweieinhalb Monate dauerte. Dafür mussten neun Felsanker ersetzt oder neu in die Felsen über der Schlucht gebohrt werden. Die bis zu 15 Meter langen Anker wurden dem Ministerium zufolge mit 81 Hubschrauberflügen an die etwa 90 Meter hohe Brücke gebracht.

Wer hat die Marienbrücke erbaut?

Die Marienbrücke ist vor allem bei Touristen wegen des Blicks auf Schloss Neuschwanstein sehr beliebt.

König Maximilian II. hatte in der Umgebung von Hohenschwangau Wege und Aussichtspunkte anlegen lassen, um die Landschaft genießen zu können, schreibt das bayerische Finanzministerium. Als Geburtstagsgeschenk für seine bergsteigende Gemahlin Marie ließ er in den 1850er Jahren einen hölzernen Reitersteg hoch über dem Pöllatbach errichten. Diesen Steg ließ Maximilians Sohn König Ludwig II. durch eine Brücke in einer eleganten Eisenkonstruktion ersetzen. Die Konstruktionsweise der Brücke war seinerzeit ein Novum: Ohne weitere Stützen überspannt die Brücke die steil abfallende Pöllatschlucht und wird ausschließlich von den auf beiden Seiten im Felsen befestigten Verankerungen gehalten. Ludwig II. hatte stets ein Faible für technische Neuerungen. 1978 musste die historische Brücke durch einen Neubau ersetzt werden. Dabei konnten aber die historischen Geländer wiederverwendet werden.

Die Marienbrücke ist über das Schloss Neuschwanstein zu erreichen. Vom Tegelberg führt auch eine Wandertour über die beliebte Brücke nach Schwangau. (mit dpa)

Weitere Informationen und Stimmen aus dem Allgäu zur Wiedereröffnung der Marienbrücke folgen.