Rettungseinsätze

Wanderin stürzt am Breitenberg ab

Einiges zu tun hatte die Bergwacht Pfronten vergangenes Wochenende. Zweimal war bei den Einsätzen auch die Unterstützung des Rettungshubschraubers Christoph 17 nötig.

Einiges zu tun hatte die Bergwacht Pfronten vergangenes Wochenende. Zweimal war bei den Einsätzen auch die Unterstützung des Rettungshubschraubers Christoph 17 nötig.

Bild: Bergwacht

Einiges zu tun hatte die Bergwacht Pfronten vergangenes Wochenende. Zweimal war bei den Einsätzen auch die Unterstützung des Rettungshubschraubers Christoph 17 nötig.

Bild: Bergwacht

Viermal muss die Bergwacht am Wochenende an den Breitenberg ausrücken. In einem Fall haben aufmerksame Wanderer Schlimmeres verhindert.
05.10.2021 | Stand: 15:35 Uhr

Zu insgesamt vier Einsätzen ist die Bergwacht Pfronten am vergangenen Wochenende ausgerückt. Bei zweien war die Unterstützung des Rettungshubschraubers Christoph 17 erforderlich, teilten die Rettungskräfte mit.

Los ging es am Samstag gegen 17.40 Uhr. Die Einsatzmannschaft erreichte ein Notruf über zwei verstiegene Personen am Breitenberg. Wanderer hatten auf ihrer Tour zur Ostlerhütte zwei Leute bemerkt, die nur sehr langsam unterwegs waren. Da sie den Beiden bereits beim Aufstieg und anschließend nach gut zwei Stunden Hütteneinkehr beim Abstieg nochmals begegneten, machten sie sich im Tal Sorgen, dass sich die Wanderer verstiegen haben und in Dunkelheit geraten könnten. Nach Rücksprache mit dem Alarmierer, machte sich die Bergwacht mit dem Rettungsfahrzeug auf den Weg. Bereits kurze Zeit später, trafen sie auf die beiden Personen und der Einsatz konnte beendet werden.

Wanderin stürzt nahe der Ostlerhütte am Breitenberg ab

Der nächste Notruf erreichte die Dienstmannschaft am Sonntag gegen 12.30 Uhr. Eine Wanderin stürzte am „Umschlag“ (Wanderweg von der Fallmühle im Achtal auf die Ostlerhütte am Breitenberg) circa 30 bis 40 Meter im steilen Gelände ab. Die Rettungsleitstelle Allgäu hatte direkt den Rettungshubschrauber Christoph 17 hinzualarmiert. Am Landeplatz der St. Vinzenz Klinik Pfronten stieg ein Bergretter in den Hubschrauber und flog mit zur Einsatzstelle. Wegen einem starken Wind, der über den Grat zog, war ein Windeneinsatz jedoch nur erschwert möglich. Notarzt und Bergretter konnten dann aber oberhalb der Einsatzstelle mittels Winde abgesetzt werden und die Patientin zu Fuß erreichen. Beim Absturz zog sich die Wanderin eine Arm- und Schulterverletzung zu, die von den Einsatzkräften erstversorgt wurden. Der Abtransport erfolgte nach einem kurzen Fußmarsch mittels Rettungsfahrzeug zum Landeplatz. Zur weiteren Versorgung wurde die Patientin in ein Krankenhaus geflogen.

Kurze Zeit später ging ein weiterer Notruf ein. Am Aggenstein war ein Wanderer in unwegsames und steiles Gelände geraten und konnte nicht mehr vor oder zurück. Bei einem Telefonat mit dem Mann, schilderte er seine missliche Lage. Daraufhin forderte der Einsatzleiter einen Rettungshubschrauber an. Auch bei diesem Einsatz musste der Hubschrauber aufgrund des starken Windes zwischenlanden und den Bergretter absetzen. Er musste den restlichen zu Fuß aufsteigen, da eine Bergung mittels Rettungswinde nicht möglich war. Am Seil gesichert konnte der Mann wieder auf den normalen Weg gebracht werden und in Begleitung zum Rettungsfahrzeug absteigen.

Einsatz der Bergwacht am Breitenberg: 70-Jähriger ist zu erschöpft für den Abstieg

Parallel dazu ging ein Notruf vom Breitenberg ein. Ein über 70-jähriger Wanderer hatte starke Knieschmerzen und war zu erschöpft um selbstständig zur Breitenbergbahn abzusteigen. Am Wanderweg unterhalb der Ostlerhütte wurde der Mann von den Helfern erstversorgt und mittels Rettungsfahrzeug in ein nahe gelegenes Krankenhaus transportiert. (Lesen Sie auch: Bergwacht Füssen im Dauereinsatz)

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