Tradition

Nach Corona-Pause: Pfrontener Mächler stellen heuer wieder aus

Viele Entdeckungen und nette Begegnungen bringen die Mächlerausstellungen in der Mittelschule Pfronten. Heuer soll es wieder so weit sein.

Viele Entdeckungen und nette Begegnungen bringen die Mächlerausstellungen in der Mittelschule Pfronten. Heuer soll es wieder so weit sein.

Bild: Markus Röck (Archiv)

Viele Entdeckungen und nette Begegnungen bringen die Mächlerausstellungen in der Mittelschule Pfronten. Heuer soll es wieder so weit sein.

Bild: Markus Röck (Archiv)

Im August soll es wieder eine Veranstaltung in der Mittelschule geben. Mehrere Aussteller haben bereits zugesagt. Worüber sie sich noch freuen würden.
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Von Renate Erhart
23.06.2022 | Stand: 12:04 Uhr

Nach zweijähriger Zwangspause durch Corona soll es in diesem Jahr wieder eine Mächlerausstellung in Pfronten geben. Vorsitzender Manfred Wünsch freute sich, dass so viele seiner Einladung zum „Kaffeekränzchen“ ins Schützenhaus gefolgt waren, um darüber zu beraten, wie es weiter gehen soll.

Gemeinde stellt Schule zur Verfügung

Nachdem einige organisatorische Fragen geklärt waren, vor allem, ob genügend jüngere Helfer für den Aufbau zur Verfügung stehen, verständigten sich die Anwesenden auf einen Termin Anfang August. Dieser muss mit der Gemeinde noch verifiziert werden, die unter anderem mit der Bereitstellung der Räume in der Mittelschule beteiligt ist.

Breites Spektrum

Bei dem Treffen wurden schon konkrete Planungen gemacht, wer seine Werke bei der Ausstellung präsentieren soll. Die Mitglieder sind sehr vielfältig aufgestellt in ihrer Kreativität. So sagte die Gruppe der Klöpplerinnen bereits ihre Teilnahme zu, ebenso die Töpfer. Vorsitzender Wünsch konnte auch die Zusage des Filigrandrechslers Reinhard Beck entgegennehmen. Hans Guggemos gab die Zusage für die Teilnehmer seiner Volkshochschul-Kurse. Diese werden mit Sicherheit einige Bilder für die Ausstellung auswählen. Sein Bruder Engelbert stellt einige seiner Oldtimer-Modelle die er im Maßstab 1:6 herstellt. Margret Schnabel wird ihre Kerzen präsentieren und ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung wird die Dampfmaschine von Hans Fleckenstein sein. Bei anderen möglichen Ausstellern muss noch nachgefragt werden, aber deren Werke sind auch sehr vielfältig und zeigen das breite Spektrum der Pfrontener Mächler.

Ursprünge in napoleonischer Zeit

Der Ursprung des Mächlerwesens in Pfronten liegt bereits in der napoleonischen Zeit. Damals bildeten sich Uhrmacher in Feinmechanik weiter, unter anderem um Vermessungsgeräte zu fertigen. Bei den Tüfteleien entwickelten sie einen großen Ideenreichtum, so dass sich im Jahr 1925 bereits 17 Firmen in Pfronten angesiedelt hatten, die Reißzeuge wie beispielsweise Zirkel herstellen. Das passierte häufig auch in Heimarbeit. Aufgrund der ursprünglichen Geschichte der Mächler, deren Verein 1980 gegründet wurde, sind laut Vorsitzendem Wünsch viele der Mitglieder nicht ganz einverstanden mit der Ausführung des geplanten Mächler-Brunnens. Freuen würden sich die nicht mehr ganz jungen Mitglieder des Vereines über weitere Pfrontener, die ihr handwerkliches und kreatives Geschick in der diesjährigen Ausstellung präsentieren würden.