Umwelt

Neue Bäume als ein Zeichen der Hoffnung

Die fleißigen Baumpflanzer (jeweils von links). Hintere Reihe: Bürgermeister Alfons Haf, Jörg Imdenberg als Vertreter des Gemeinschaftswerks Pfronten, Nina Östreich von der Bergwaldoffensive, Förster Sebastian Baumeister und der Vorsitzende der DAV-Sektion Pfronten Matthias Kiechle. Vordere Reihe: die gebürtige Ukrainerin Olga Schmidt, die als Dolmetscherin fungierte, und die Initiatorin der Aktion, Sonja Wünsch.

Die fleißigen Baumpflanzer (jeweils von links). Hintere Reihe: Bürgermeister Alfons Haf, Jörg Imdenberg als Vertreter des Gemeinschaftswerks Pfronten, Nina Östreich von der Bergwaldoffensive, Förster Sebastian Baumeister und der Vorsitzende der DAV-Sektion Pfronten Matthias Kiechle. Vordere Reihe: die gebürtige Ukrainerin Olga Schmidt, die als Dolmetscherin fungierte, und die Initiatorin der Aktion, Sonja Wünsch.

Bild: Matthias Wörz

Die fleißigen Baumpflanzer (jeweils von links). Hintere Reihe: Bürgermeister Alfons Haf, Jörg Imdenberg als Vertreter des Gemeinschaftswerks Pfronten, Nina Östreich von der Bergwaldoffensive, Förster Sebastian Baumeister und der Vorsitzende der DAV-Sektion Pfronten Matthias Kiechle. Vordere Reihe: die gebürtige Ukrainerin Olga Schmidt, die als Dolmetscherin fungierte, und die Initiatorin der Aktion, Sonja Wünsch.

Bild: Matthias Wörz

Gemeinsam mit ukrainischen Flüchtlingsfamilien setzt die Pfrontenener DAV-Sektion 850 Pflanzen. Welche positiven Auswirkungen das auf den Lebensraum Wald hat.
19.05.2022 | Stand: 15:00 Uhr

Fast wie in einem Ameisenbau ging es im Gemeindewald von Pfronten zu. Überall wuselten Kinder und Erwachsene umher und trugen Setzlinge von einem Ort zu anderen oder gruben ein Loch in die Erde, um die Pflanzen einzusetzen. Insgesamt 850 Bäume haben die Beteiligten des Deutschen Alpen-Vereins an diesem Tag in dem Wald gegenüber dem Breitenberg eingesetzt. Unterstützt wurden sie von elf ukrainischen Flüchtlingsfamilien.

Ukrainer am Ortsleben beteiligen

„Das Gemeinschaftswerk Pfronten ist auf mich zugekommen und meinte, dass sich die Familien, die derzeit Asyl in Pfronten gefunden haben, gerne am Ortsleben beteiligen würden“, erklärte Sonja Wünsch. Sie organisiert seit mittlerweile acht Jahren im Namen der Pfrontner DAV-Sektion Baum-Pflanz-Aktionen in der Region. „Wir haben uns dann dazu entschlossen, die geflüchteten Familien mit zu einer unserer Touren zu nehmen“, berichtete Wünsch.

Weniger anfällig für Wetter und Käfer

Kommunikationsprobleme wurden mithilfe einer Dolmetscherin schnell aus dem Weg geschafft. Und so hatte wirklich jeder der Beteiligten die Gelegenheit, zuzuhören, als Förster Sebastian Baumeister erklärte, warum solche Aktionen so wichtig für die Natur sind. „Mittlerweile gibt es in vielen Wäldern fast nur noch Nadelbäume, da diese für den Menschen beispielsweise beim Hausbau größten Nutzen haben“, sagte Baumeister. Durch so eine einseitige Bepflanzung sei ein Gebiet allerdings anfälliger für Schäden durch Wetter oder Käfer.

Wichtiger Lebensraum

„Indem wir viele Laubbäume pflanzen, sorgen wir für einen gesunden Mischwald und den Fortbestand eines wichtigen Lebensraums“, erklärte der Förster. „Daher setzen wir heute Buchen, Linden, Flatterulmen und Mehlbeeren ein“, sagte Nina Östreich von der Bergwaldoffensive. Diese hat an diesem Tag die Baum-Setzlinge bereitgestellt und setzt sich schon seit vielen Jahren für den Schutz und Fortbestand dieser Gebiete ein.

Die beteiligten Familien leisteten bei der Aktion ganze Arbeit. 850 Pflanzen wurden an dem Nachmittag innerhalb von kürzester Zeit eingesetzt. „Ein Baum ist ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht“, sagte der Pfrontner Bürgermeister Alfons Haf, der an diesem Tag ebenfalls mit anpackte. „Jetzt setzen wir etwas Gutes in die Erde und in vielen Jahren können sich unsere Enkel einmal daran erfreuen.“

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Vielleicht auch eine Botschaft, die den ukrainischen Familien an dem Tag Zuversicht gibt.