Sehenswerte Schau

Pfrontener Mächler zeigen wieder kleine und große Kunstwerke

Im Gespräch vertieft (von links): Hans Guggemos, Bürgermeister Alfons Haf und Manfred Wünsch bei den Miniaturen von Hans Guggemos.

Im Gespräch vertieft (von links): Hans Guggemos, Bürgermeister Alfons Haf und Manfred Wünsch bei den Miniaturen von Hans Guggemos.

Bild: Renate Erhart

Im Gespräch vertieft (von links): Hans Guggemos, Bürgermeister Alfons Haf und Manfred Wünsch bei den Miniaturen von Hans Guggemos.

Bild: Renate Erhart

Ausstellung in der Mittelschule Pfronten eröffnet. Für Organisator Manfred Wünsch ist es mittlerweile die Zehnte. Wie Bürgermeister Alfons Haf die Hobbykünstler charakterisiert.
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Von Renate Erhart
09.08.2022 | Stand: 12:00 Uhr

Endlich haben sich die Mächler wieder in der Aula der Mittelschule in Pfronten präsentieren dürfen. Mit einem „Grias enk“ begrüßte Organisator Manfred Wünsch die Mächler und Aussteller aus dem benachbarten Tirol. Für Wünsch ist diese Ausstellung auch ein kleines persönliches Jubiläum, es ist die zehnte Ausstellung, die er organisiert. Diese Woche bietet die Ausstellung den Mächlern eine Plattform, ihre Exponate der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Viel zu sehen und zu bestaunen

Auch wenn coronabedingt einige bekannte Mächler nicht teilnehmen konnten: Für die vielen Besucher, die die den ersten Tag der Ausstellung bereits genutzt haben, gab es viel zu sehen und zu bestaunen. Mit der Frage, was ist eigentlich ein Mächler, begann Bürgermeister Alfons Haf seine Ansprache. Seine Antwort: Ein Mächler sei ein nicht gewinnorientierter, ausdauernder, hilfsbereiter Hobbykünstler, der lösungsorientiert viele Dinge wiederverwertet und zu Neuem gestaltet. Damit habe er sehr genau die Charakteristik eines Mächlers getroffen, stellte Manfred Wünsch zur Eröffnungsrede fest. Bereits am Eingang wird über den Ursprung des Mächlertums in Pfronten an mehreren Tafeln informiert, bevor sich die Besucher den Exponaten zuwenden können.

Ein besonderes Motorboot in Pfronten nachgebaut

Einer der besonderen Ausstellungsstücke ist der Nachbau eines Mahagoni-Motorbootes. Dieses bereits im Original als Unikat gefertigte Motorboot aus der Werft Riva ist mit einem Lamborghini Motor ausgestattet. In monatelanger Arbeit wurde das Model originalgetreu mit edlem Mahagoniholz von Rudolf Mineif gefertigt, auch Leder kam kunstfertig zum Einsatz. Auch die verschiedenen Modelle von Engelbert Guggemos – alle voll funktionsfähig – wurden monatelang mit viel Liebe zum Detail nachgebaut. Das neueste Exponat ist eine Holzkutsche, deren Original in Pfronten steht. Eine Abteilung wurde ganz der Aquarellmalerei gewidmet: Hier zeigen Teilnehmer der VHS-Kurses unter Leitung von Hans Guggemos verschiedene Werke von Landschaften bis moderne Malerei.

Am Ende zu einem kleinen Plausch treffen

Besondere Fingerfertigkeiten beherrschen die Klöpplerinnen, die mit vielen kleinen und größeren Werken ihre alte Kunst zeigen. Dass beim Töpfern nicht nur Schalen und Vasen gefertigt werden, sondern auch ein Nachbau der auf den Falkenstein geplanten Burg geformt werden kann, wurde von Anni Hefter und Irmgard Friedel gezeigt. Drechsler Reinhard Beck stellte seine verschiedenen Arbeiten ebenso aus wie die Schnitzer. Neben geschnitzten Tieren von Rosi Rederer ist die Statue des Heiligen Christophorus von Angelika Haf ein besonderer Blickfang. Nach dem beeindruckenden Rundgang können sich die Gäste gemütlich bei selbst gebackenem Kuchen zu einem kleinen Plausch mit den Ausstellern treffen.