Heimatgeschichte

Wie die Villa Goldonkel in Pfronten zu ihrem Namen kam

Goldonkel

Franz Randel, Bertold Pölcher und Philipp Trenkle vom Heimatverein mit der neuen Stele am Aufgang zur „Villa Goldonkel“ in Pfronten.

Bild: Alfons Haf

Franz Randel, Bertold Pölcher und Philipp Trenkle vom Heimatverein mit der neuen Stele am Aufgang zur „Villa Goldonkel“ in Pfronten.

Bild: Alfons Haf

Die Gemeinde und der Heimatverein stellen eine Stele mit Informationen am Aufgang zu dem historischen Bauwerk auf. Bei Gästen ist es als Fotomotiv beliebt.
12.01.2022 | Stand: 18:00 Uhr

Eine Stele mit Informationen zum denkmalgeschützten Ständerbohlenbau haben die Gemeinde Pfronten und der Heimatverein am Aufgang zur „Villa Goldonkel“ aufgestellt. Zusammen mit dem Heimathaus und der Pfarrkirche bildet das Gebäude Gästen ein beliebtes Fotomotiv. Sie erfahren nun etwas aus der Geschichte der „Villa Goldonkel“ und wie das historische Bauernhaus zu seinem seltsamen Namen kam, der um 1900 erstmals auftauchte.

Haus besteht aus zwei Teilen

Auch vielen Einheimischen ist nicht bekannt, dass das Haus eigentlich aus zwei Teilen besteht, wie der Heimatverein in einer Pressemitteilung erläutert. Der ältere ist ein bruchsteingemauerter Bauernhof, der jetzt das Kellergeschoß bildet. Auf dieses wurde ein abgebautes stattliches Bauernhaus gesetzt. Ein Holzhaus zu versetzen, war früher nicht so ungewöhnlich – Baumaterial war teuer, Arbeitslöhne niedrig.

Ortsbild aufgewertet

Bürgermeister Alfons Haf freut sich über die Aufwertung des Ortsbildes in Pfronten-Berg, weiß um die notwendige Sicherung der Bausubstanz des Hauses, denkt aber auch an die Erhaltung des Bahnhofensembles in Ried. Das alles einer Nutzung zuzuführen sei ein finanzieller Kraftakt, der nicht auf einmal und nur mithilfe der Städtebauförderung zu stemmen sei.

Bei der Freitreppe an der Kirche, am Friedhofseingang Ost und an der Sportplatzzufahrt sind bereits Infostelen aufgestellt, weitere sollen laut Heimatverein folgen.