Wanderung

Gaisalpsee im Allgäu: Was Sie bei einer Wanderung zum idyllischen Bergsee beachten sollten

Gaisalpsee 2020: Nach einer Wanderung lohnt ein Sprung in den Bergsee unterhalb des Rubihorn.

Gaisalpsee 2020: Nach einer Wanderung lohnt ein Sprung in den Bergsee unterhalb des Rubihorn.

Bild: Ralf Lienert

Gaisalpsee 2020: Nach einer Wanderung lohnt ein Sprung in den Bergsee unterhalb des Rubihorn.

Bild: Ralf Lienert

Der Gaisalpsee ist ein beliebtes Ziel zum Wandern im Allgäu. Man unterscheidet zwischen Unterem und Oberem Gaisalpsee. Was Sie beim Wandern beachten sollten.

23.08.2020 | Stand: 08:29 Uhr

Lage: unterer und oberer Gaisalpee

Die beiden Gaisalpseen liegen auf dem Weg zwischen dem Oberstdorer Ortsteil Reichenbach und dem Berg Rubihorn. Der untere, größere Gaisalpsee liegt auf einer Höhe von 1.508 m. Er hat eine Fläche von 3,5 Hektar. Der obere Gaisalpsee ist deutlich kleiner (0,8 Hektar) und liegt auf einer Höhe von 1769 Metern. 


Wanderung zum Gaisalpsee

 Eine Wanderung Reichenbach - Unterer Gaisalpsee - Reichenbach dauert etwa 3,5 Stunden (zur detaillierten Tourenbeschreibung geht's hier). Diese Tour gilt als mittelschwierig und ist sehr beliebt. Für eine Wanderung zum Oberen Gaisalpsee führt der Weg nach dem Unteren Gaisalpsee weiter über den Geißfuß zum Nebelhorn (vom unteren Gaisalpsee ca. 2 Stunden).  Hier ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vorausgesetzt. Achtung: Bei beiden Touren unbedingt Bergschuhe mit Profilsohle tragen. Bei  einer Tour zum Gaisalpsee IMMER die tagesaktuelle Prognose für das Wetter berücksichtigen. Sie befinden sich im Allgäuer Hochgebirge.  Ganz wichtig: Der Aufstieg zum Gaisalpsee ist im Winter wegen Eis und Schnee nicht möglich!

Temperatur Gaisalpsee 

Die Temperatur des Gaisalpsee beträgt den Sommer über zwischen 10 und 15 Grad. Manchen reicht es, sich nur die Zehenspitzen zu kühlen. Andere wagen sogar ein Bad. Doch Achtung: Gerade wenn man nach einer Wanderung erhitzt ist, sollte man sich langsam an die eiskalten Temperaturen gewöhnen. Noch besser: Erst eine Pause einlegen und selbst "etwas abkühlen." 

Was Sie auf keinen Fall am Gaisalpsee tun sollten

Der sicher größte Teil aller Wanderer geht bewusst in die Natur und geht genauso bewusst auch mit ihr um. Doch leider ist diese Einstellung nicht bei allen selbstverständlich. So registrieren Umweltschützer mit Sorge, dass der Gaisalpsee von "Selfie-Touristen" nur noch als "Location" gesehen wird. Um Zustände wie am Schrecksee zu vermeiden, sei daran erinnert: Unterer und Oberer Gaisalpsee befinden sich genau wie der Schrecksee im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Verboten sind in diesem sensiblen Ökosystem:

  • Campieren 
  • Biwakieren
  • Lagerfeuer und Grillen
  • Drohnen fliegen lassen
  • Müll hinterlassen 
Die Behörden greifen im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen durch. Fürs Campen wird ein Bußgeld von 400 Euro fällig. Wer noch dazu ein Feuer macht, muss noch mehr zahlen. Schöner wäre freilich, wenn mit solchen Strafen erst gar nicht gedroht werden muss - und sich alle Wanderer nachhaltig verhalten.  Welche Probleme für Mensch und Natur vor Ort mit dem Massen-Ansturm in den Bergen einhergehen, schildert die Multimedia-Reportage über den DAV-Wegewart Luis Heinze, der für die Sektion Oberstdorf, das Gebiet Gaisalpsee und Rubihorn betreut. Sein Eindruck: "Die Menschen kennen keine Grenzen mehr."  


Weitere bekannte Seen im Allgäu sind unter anderem: