Polizei Ravensburg

"Hulapalu" mit Ukulele: Polizeipräsidium versendet witziges Video mit ernster Botschaft

Witzige Idee mit einer ernsten Botschaft: Ein Polizist des Polizeipräsidiums Ravensburg wirbt einem Socia-Media-Video für die Einhaltung der Corona-Regeln.

Witzige Idee mit einer ernsten Botschaft: Ein Polizist des Polizeipräsidiums Ravensburg wirbt einem Socia-Media-Video für die Einhaltung der Corona-Regeln.

Bild: Polizeipräsidium Ravensburg, Facebook-Screenshot

Witzige Idee mit einer ernsten Botschaft: Ein Polizist des Polizeipräsidiums Ravensburg wirbt einem Socia-Media-Video für die Einhaltung der Corona-Regeln.

Bild: Polizeipräsidium Ravensburg, Facebook-Screenshot

Ein ungewöhnliches Video hat die Polizei in Ravensburg in sozialen Medien verschickt. Ein Polizist spielt Ukulele und macht auf ein ernstes Anliegen aufmerksam.
Witzige Idee mit einer ernsten Botschaft: Ein Polizist des Polizeipräsidiums Ravensburg wirbt einem Socia-Media-Video für die Einhaltung der Corona-Regeln.
Von Allgäuer Zeitung
08.02.2021 | Stand: 21:39 Uhr

Diesen Hit haben Faschingsfreunde wohl noch alle im Ohr: "Hulapalu" von Andreas Gabalier hat in den vergangenen Jahren auf keinem Umzug und auf keiner Party gefehlt.

Ungewöhnlich ist freilich, wenn die Hulapalu-Melodie mit dem legendären "Hodiodioooodiooodie" von einem Polizist in einem Video gesungen wird - und er sich selbst dazu auf einer Ukulele begleitet!

Mit einem am Montagmorgen veröffentlichten Video in den sozialen Netzwerken ruft das Polizeipräsidium Ravensburg dazu auf, sich im Fasching (in Oberschwaben Fasnet genannt) an die Corona-Regeln zu halten.

Der Post ist überschrieben mit: "Februar ohne Fasnet. Eigentlich kaum vorstellbar. Trotzdem ist in diesem Jahr alles anders. So geht es auch unserem Kollegen und Einsatztrainer Marcus – seht selbst."

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Einige Narren beim Faschingsumzug in Immenstadt im Jahr 1957. „Nirgends ist der Hang zu Lustbarkeiten größer als in Immenstadt“, schreibt die Augsburger Postzeitung bereits 1865. Tatsächlich hat die Fasnacht in der Stadt eine lange Tradition.
Fasching

Fasching im Oberallgäu: Von gebrochenen Tabus und Wettkämpfen zwischen Stadtvierteln

Das Video zeigt Einsatztrainer Marcus Haider neben einem Streifenwagen, auf dem Fasnets-Utensilien liegen. Auch Marcus Haider vermisst die Fasnet, wie er erzählt. Er sei in der Guggenmusik "Schussa Gugga" in Weingarten (Landkreis Ravensburg) aktiv. "Im Moment ist Fasnet aber leider nicht möglich", erinnert er an die Corona-Krise. Der Großteil der Menschen in der Region halte sich an die aktuellen Maßnahmen. Und das soll so bleiben.

Mit seiner lustigen Einlage will er schließlich an eine ernste Botschaft in der Corona-Krise erinnern: "Wir zählen absolut auf Euch, dass ihr verantwortungsbewusst durch die närrische Zeit geht und weiterhin die Maßnahmen einhaltet", sagt der musikalische Polizist.

Das Video kommt an. Innerhalb von weniger Stunden wurde es knapp 6.000 Mal angeklickt und 100 Mal geteilt. Auch die Kommentare sind bislang positiv. "Aus Erfahrung sei gesagt, dass so manche(r) Polizist(in) die Fasnet sicherlich auch unter anderen Bedingungen gerne erleben würde", schreibt ein Nutzer. Ein anderer kommentiert die "Hodiodioooodiooodie"-Einlage mit augenzwinkernd mit: "Darauf ein dreifaches Tatütata Tatütata Tatütata."

Ein lustiges Faschingsvideo hatte am Wochenende viele Allgäuer amüsiert. Exklusiv für unsere Redaktion hat Heinz Vetter als legendärer „Till Eulenspiegel“ aus Dietmannsried noch einmal eine Büttenrede gehalten. In unserem Video hält er Politikern den Spiegel vor. Übrigens: Das alemannisch-närrische Treiben hat im Oberallgäu eine lange Tradition: Aus einer Zeit, als die Narren den Herrensitz der Grafen von Immenstadt „erstürmten“ lesen Sie in unserem Beitrag zur Geschichte des Faschings in unserer Region. Fasching im Oberallgäu: Von gebrochenen Tabus und Wettkämpfen zwischen Stadtvierteln.