Ausdauersport im Allgäu

Adventstrail in Rettenberg bringt 4.100 Euro für Kartei der Not ein

Adventstrail Rettenberg: Organisatorin Gitti Stork überreicht Udo Pulfer einen Gutschein des Segelflugvereins Agathazell. Pulfer lief in der Adventszeit fünfmal von Freidorf auf den Falkenstein.

Adventstrail Rettenberg: Organisatorin Gitti Stork überreicht Udo Pulfer einen Gutschein des Segelflugvereins Agathazell. Pulfer lief in der Adventszeit fünfmal von Freidorf auf den Falkenstein.

Bild: Hans Köberle

Adventstrail Rettenberg: Organisatorin Gitti Stork überreicht Udo Pulfer einen Gutschein des Segelflugvereins Agathazell. Pulfer lief in der Adventszeit fünfmal von Freidorf auf den Falkenstein.

Bild: Hans Köberle

Der als "Individual Challenge" ausgetragene Adventstrail in Rettenberg ist trotz Corona ein Erfolg. Organisatorin Gitti Stork über Reaktionen und Hoffnungen.
17.01.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Wie viele Veranstaltungen im Jahr der Corona-Pandemie konnte auch der Adventstrail in Rettenberg 2020 nicht wie gewohnt stattfinden. Deshalb hat sich Organisatorin Gitti Stork für den Lauf um den Falkenstein etwas einfallen lassen, um auch im siebten Jahr Geld für den guten Zweck zu sammeln. Der Benefizlauf fand zwar nicht in Gruppen, ohne Guides, Verpflegungsstationen und dem Pizzaessen im Anschluss statt. Und doch kamen für die Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung, 4.100 Euro zusammen.

Die Teilnehmer liefen individuell und spendeten pro Kilometer einen Euro – die Aktion war ein Erfolg. „Die Summe ist viel mehr, als ich mir vorgestellt habe“, sagt Stork. „Neben Bekannten und Freunden haben Sportler mitgemacht, die in den Jahren zuvor noch nicht dabei waren, insgesamt waren es 45.“

Eine beachtliche Zahl, betrachtet man die Corona-Ungewissheit im Vorfeld. „Den geplanten Lauf haben wir recht früh abgesagt, da es klar war, dass ein Gruppenevent nicht durchführbar sein wird“, sagt die 44-Jährige: „In mir hat es gebrodelt, und ich habe mir überlegt, was man alternativ tun kann. So entstand die Idee, dass ich für jeden Kilometer einen Euro spende. Und jeder Teilnehmer konnte in der Adventszeit so viel laufen, wie er wollte.“

Adventstrail Rettenberg: Oberallgäuer Größen aus der Laufszene dabei

Die Rückmeldungen, vor allem in den sozialen Netzwerken, waren äußerst positiv. So wurde das Event von Größen der Oberallgäuer Laufszene, darunter auch „Ironman“ und „Laufladen“-Besitzer Axel Reusch, unterstützt. Parallel haben Leute die Aktion gefördert, ohne selbst zu laufen. „Manche haben einfach so Geld beigesteuert, ein paar haben auch andere Sportarten gemacht und ein Mann hat sogar Pflastersteine gelegt und symbolisch für jeden Stein gespendet“, erzählt die Läuferin.

Auch der ein oder andere Sponsor hat zum Erfolg des Benefizlaufs beigetragen. Stork selbst wurde vom Metallbau-Unternehmen ihres Mannes gefördert. „Ein Studienkollege fand die Aktion so klasse, dass er meinen Betrag ebenfalls gestiftet hat, bei einigen Teilnehmern haben die Arbeitgeber die Spenden übernommen“, sagt die dreimalige Siegerin des Allgäu Panorama-Marathons.

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Noch liegt rund um den Falkenstein nicht ganz so viel Schnee wie bei der vierten Auflage des Adventstrails in Rettenberg 2017. Doch die Ausdauersportler aus der Region dürfen auch heuer mit ihrem Lauf in der Adventszeit für die Kartei der Not spenden – wenn auch in diesem Jahr nicht in der Gruppe.
Benefiz-Lauf

Ein Euro pro Kilometer - Start zum Adventstrail in Rettenberg

Auch aus sportlicher Sicht war der Trail eine starke Leistung. Stork selbst hat ihr Ziel von 250 Kilometern übertroffen: „Am Ende waren es sogar 269 Kilometer. Zum Glück war das Wetter im Dezember sehr lauffreundlich.“ Ein Sportler aus Franken hat 231 Euro gespendet – er habe, abgesehen vom Organisationsteam, die meisten Kilometer absolviert und hat sich dafür einen Preis aussuchen dürfen, verrät Stork und fügt an: „Wir hoffen aber, dass nächsten Winter das gesellige Beisammensein stattfinden kann. Das Event ist immer ein schöner Saisonausklang für die Laufszene.“