Allgäu-Tourismus

Besucherlenkung im Oberallgäu nimmt Fahrt auf

Wer auf der B19 Richtung Süden fährt, hofft, dass er in Urlaubsregionen wie am Grünten bei Burgberg, einen Parkplatz bekommt. Das Foto entstand bei Waltenhofen.

Wer auf der B19 Richtung Süden fährt, hofft, dass er in Urlaubsregionen wie am Grünten bei Burgberg, einen Parkplatz bekommt. Das Foto entstand bei Waltenhofen.

Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Wer auf der B19 Richtung Süden fährt, hofft, dass er in Urlaubsregionen wie am Grünten bei Burgberg, einen Parkplatz bekommt. Das Foto entstand bei Waltenhofen.

Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Digitale Park-Hinweisschilder sind angesagt, auch in Burgberg. Zudem ist eine Nennung im Ausflugsticker Bayern möglich. Wem das was bringt.
23.06.2022 | Stand: 06:19 Uhr

Oberstaufen und Oberstdorf haben welche, Immenstadt und Blaichach kaufen welche, in Bad Hindelang werden welche installiert an der Straße nach Hinterstein: Parkleitsysteme sind gefragt und sollen Ausflüglern kurz vorm Ziel den Weg zu freien Parkplätzen über digitale Anzeigetafeln weisen. Die staatliche Förderung fällt dabei üppig aus: Burgberg muss 18.000 Euro aus eigenem Gemeindesäckel zahlen – bei 73.000 Euro Gesamtkosten für sieben Anzeigetafeln und auch sieben Kameras an großen Parkplätzen. Da stimmte der Gemeinderat zu.

Die hohe Förderung und auch die Möglichkeit, im Ausflugsticker der Bayern Tourismus Marketing GmbH aufzutauchen, machen das System zur Besucherlenkung attraktiv für die Gemeinden. Bereits auf dem Weg zum Ziel können sich die Ausflügler über eine App oder www.ausflugsticker.bayern.de informieren, ob genau dort, wo sie hin wollen, noch Parkplätze frei sind. Eckardt rechnet zwar in diesem Sommer nicht mehr „mit so einem Run“ auf Burgberg wie in der Corona-Hochzeit und momentan sei „kein Overtourism spürbar“, aber solch ein System zur Besucherlenkung sorge frühzeitig für eine gute Orientierung.

Dazu kommen auch Kameras

Digitale Hinweisschilder sind vor folgenden Parkplätzen in Burgberg vorgesehen: Alpe Weiherle, An der Halde (Schützenhaus), Auf dem Ried (Alpenblick), Friedhof, Grüntenstraße (alte Turnhalle), Vitalpark sowie Wanderparkplatz am Steinbruch, Natur-Erlebnisstation NESS. Dazu kommen Kameras.

Über den Ausflugsticker könnten künftig freie Kapazitäten an den größeren Parkplätzen wie dem Vitalpark mit angezeigt werden. Die jährlichen Kosten fürs System in der Gemeinde bezifferte Eckardt mit ungefähr 600 Euro plus Wartungskosten plus Reparaturarbeiten. Gemeinderätin Kathrin Waldmann (Die Grünen) fragte, ob Solarbetrieb möglich wäre. Eckardt antwortete: „Das geht wohl nicht überall.“

Es bleiben 200 freie Parkplätze

Richtung Starzlachklamm-Parkplatz soll es zudem eine Zusammenarbeit mit Sonthofen geben. Wie die konkret aussehen soll, sagte Eckardt nicht. Dass aber am Vitalpark, dem Freibad der Gemeinden Burgberg und Blaichach, 200 freie Parkplätze sind, die nichts kosten, soll so bleiben. Eckardt findet das für manch einen „eine gute Alternative“.

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