Freizeitsportler dürfen wieder auf die Bahnen

Einlochen im Lockdown: Warum Minigolf im Oberallgäu wieder erlaubt ist

Minigolf Alpsee

Minigolfen mit entsprechendem Mindestabstand ist derzeit im Oberallgäu möglich. Unser Foto zeigt die Anlage in Immenstadt-Bühl am Großen Alpsee.

Bild: Benjamin Liss

Minigolfen mit entsprechendem Mindestabstand ist derzeit im Oberallgäu möglich. Unser Foto zeigt die Anlage in Immenstadt-Bühl am Großen Alpsee.

Bild: Benjamin Liss

Im Oberallgäu haben zahlreiche Minigolfanlagen geöffnet. Allerdings gelten bestimmte Vorgaben. Auch Golf- und Tennisspieler können wieder ihrem Hobby nachgehen.
05.05.2021 | Stand: 09:49 Uhr

Im Oberallgäu haben die ersten Minigolfanlagen wieder geöffnet. Um ganz sicher zu sein, dass dies auch zulässig ist, hat Nicole Simion vom Tourismusbüro Missen-Wilhams vergangene Woche beim Landratsamt in Sonthofen nachgefragt, ob der Freizeitspaß bei einem Inzidenzwert von über 100 Neuinfektionen (pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen) überhaupt erlaubt ist. „Wir haben das Okay für die Öffnung erhalten“, sagt Simion. Seit dem 1. Mai kann in Missen gespielt werden.

Minigolfplätze gehören laut der Regelung der bayerischen Regierung zu Sportstätten, „die zur kontaktfreien Sportausübung unter freiem Himmel betrieben und genutzt werden dürfen“, zitiert Eva Schilf vom Gesundheitsamt den betreffenden Paragrafen.

Golfen alleine, zu zweit und mit dem eigenen Hausstand erlaubt

Minigolfen dürfe man alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands, erläutert Schilf. Diese Regeln würden auch für andere sogenannte Outdoorsportarten wie Golf, Tennis und Beachvolleyball gelten. Würden die Besitzer oder Pächter von Minigolfanlagen einen Kiosk betreiben, müsse ein Hygienekonzept vorgelegt werden. Erlaubt sei jedoch der Verkauf von Getränken und Süßigkeiten „to go“.

Ein derartiges Angebot gibt es jedoch in Missen-Wilhams nicht, denn die Minigolfanlage wird von der Gemeinde kostenlos betrieben, berichtet Nicole Simion. Schläger können vor Ort ausgeliehen werden. Allerdings müssen sich Spielerinnen und Spieler in eine Liste eintragen, um mögliche Kontakte bei einer Infektion nachverfolgen zu können. Schläger und Bälle müssen nach dem Spiel desinfiziert und wieder an ihren Platz zurückgelegt werden. „Damit wollen wir den Einheimischen und Zweitwohnungsbesitzern ein Angebot unterbreiten, mit dem sie sich während des Lockdowns ablenken können“, sagt die Gemeindeangestellte. Die Anlage ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Eis und Getränke gibt es nur "to go"

Spielen können Hobbyminigolfer auch auf dem Minigolfplatz am Alpsee in Immenstadt-Bühl. „Das Angebot wird gut angenommen“, berichtet Marlies Krach, die mit ihrer Familie die Anlage betreibt. Allerdings müsse der Sicherheitsabstand von 1,50 Meter eingehalten werden. Tische und Stühle vor dem Kiosk dürfen jedoch nicht aufgestellt werden, der Kioskbetrieb ruht. „Wir verkaufen aber Eis und Getränke“, sagt Krach.

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Gleiches gilt auch für die Minigolfer, die im Kurpark in Oberstaufen ihrem Hobby frönen wollen. Auch im dazu gehörenden Café „Auszeit“ gibt es einen „to-go-Verkauf“. Vor allem bei Familien stoße die Möglichkeit, sich im Freien sportlich zu betätigen, „auf sehr großes Interesse“, sagt Katharina Klawitter von Oberstaufen Tourismus. Geöffnet ist auch der Minigolfplatz in Bad Hindelang. Geschlossen sind noch die Anlagen in Sonthofen und Oberstdorf.

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