40. Allgäu Triathlon in Immenstadt

Heiße Party am Alpsee: 2800 Sportler kommen zum Allgäu Triathlon

Der Allgäu Triathlon will auch im 40. Jahr elektrisieren. Am 21. August starten 2800 Athleten auf drei Strecken ins Rennen.

Der Allgäu Triathlon will auch im 40. Jahr elektrisieren. Am 21. August starten 2800 Athleten auf drei Strecken ins Rennen.

Bild: Kjer Frithjof

Der Allgäu Triathlon will auch im 40. Jahr elektrisieren. Am 21. August starten 2800 Athleten auf drei Strecken ins Rennen.

Bild: Kjer Frithjof

Zum 40. Allgäu Triathlon erwartet Immenstadt am 21. August erneut das Rekordfeld von 2800 Sportlern. So will der "Kult" die Region wieder elektrisieren.
12.08.2022 | Stand: 07:45 Uhr

Der „Kult“ kehrt mit voller Stärke zurück – und Immenstadt läuft schon jetzt heiß. Am nächsten Sonntag, 21. August, startet der Allgäu Triathlon in Immenstadt in seine 40. Ausgabe. Und das Traditions-Event mit seinen 2800 Startern dürfte den Alpsee, das Städtle und die gesamte Region nach dem Ausfall 2020 und dem weitgehenden Ausschluss von Zuschauern 2021 heuer einmal mehr elektrisieren. „Es geht endlich wieder richtig rund – am Rennwochenende wird unheimlich viel geboten sein“, sagt Marlon Wörndl von der Allgäu-Triathlon GmbH. „Wir haben wieder ein Rekordfeld und haben eine sportlich wahnsinnige Qualität dabei. Das Allgäu kann sich freuen.“

Allgäu Triathlon zu Deutschlands Bestem gewählt

Der am längsten laufende Triathlon Deutschlands und einer der ältesten Europas wurde „auch wegen seiner Zuschauerfreundlichkeit“, wie Wörndl ergänzt, von den Fans in Deutschland zwei Mal zum Besten seiner Art gewählt. Traditionell wird sich das kolossale Feld ab dem Start um 7.45 Uhr über die drei gewohnten Distanzen ins Rennen stürzen: Im Sprint über 0,5 Kilometer Schwimmen, 26 km Radfahren und 5 km Laufen, im Olymp über 1,5, 42 und 10,5 km und über die Classic-Distanz, die 1,9 km, 84 km und 20 km vorsieht. Die beiden langen Strecken können dabei auch als Staffel absolviert werden. „Wir haben neben vielen Hobbysportlern das Who is who der Szene mit internationalen Spitzen-Athleten dabei und ebenso wahnsinnig vielen jungen ambitionierten Athleten“, sagt Wörndl.

Top-Starter bei den Damen und Herren

Als Favoritin auf der Mitteldistanz bei den Damen geht Ironman-Frankfurt-Siegerin Daniela Bleymehl ins Rennen. „Der Allgäu Triathlon ist definitiv ein Bucket-List-Rennen in unserem Sport. Das muss man einfach erlebt haben“, sagt die 34-jährige Weltklasse-Athletin. „In diesem Jahr passt das Rennen perfekt zu meinem Stärkenprofil und ist so ein wichtiger Baustein meiner Vorbereitung auf die WM in Hawaii.“

Bei den Herren sind auf der Classic-Distanz mit Nils Frommhold (35, ehemaliger Challenge-Roth-Sieger) und dem 22-jährigen Thomas Ott zwei heiße Favoriten auf den Sieg am Start.

Dass der Allgäu Triathlon fernab der Profis der Szene außergewöhnliche Geschichten schreibt, bewies im Vorjahr nicht zuletzt Samuel Böttinger. Der 28-Jährige eilte vom Podest in die Klinik zur Geburt seines ersten Kindes – heuer ist Böttinger wieder dabei.

"Kult" 2021: Erinnerungen an die Geste des Jahres

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Ebenso übrigens wie Sarah Hundert und ihre Partnerin Milena Bauch. Das Duo hatte beim „Kult“ 2021 für die Geste des Jahres gesorgt. Die 27-jährige Bauch aus Sonthofen und die 30-jährige Liechtensteinerin absolvierten den Triathlon auf der Sprint-Distanz Seite an Seite. Die unfassbare Geschichte: Hundert sitzt seit 2010 im Rollstuhl. Während des Rennens hat Milena Bauch ihre Freundin durch das Wasser navigiert, aus dem Alpsee getragen, auf dem Rad teils angeschoben, wenn es zu steil wurde, vor Kurven Orientierungshilfe geleistet und auf der Laufstrecke erneut unentwegt geschoben. Bauch ist nicht eine Sekunde von Hunderts Seite gewichen. Das Duo erreichte das Ziel fast zeitgleich nach 3:09:51, bzw. 3:09:52 Stunden.

Sie alle werden sich beim „Kult“ wieder der Konkurrenz, dem Kalvarienberg und dem Kuhsteig stellen. Für Zuschauer lässt sich das Event am besten auf dem Eventgelände in Bühl verfolgen, wo sich Start, Wechselzone und Ziel befinden. Der wichtigste „Hotspot“ auf der Laufstrecke ist der kurze, steile Anstieg zum Rothenfels – der bekannte Kuhsteig. Die traditionell frenetische Anfeuerung für die Athleten auf der Radrunde verpasst Zuschauern und Sportlern am Kalvarienberg eine Gänsehaut. „Wir freuen uns darauf, wieder so viele Menschen wie möglich an der Strecke zu erleben“, sagt Wörndl. „Das sportbegeisterte Allgäu zu erleben, das macht das Rennen auch für die Athleten reizvoll.“

Alle Informationen zum Rahmenprogramm und zu den Strecken online unter www.allgaeu-triathlon.de