Frühjahrsputz

Klare Ausssicht dank Fensterputz

So putzt der Profi Fenster: Fachoberlehrerin Inge Kolb einmal mit Einwascher (links) und dann mit Gummilippe.

So putzt der Profi Fenster: Fachoberlehrerin Inge Kolb einmal mit Einwascher (links) und dann mit Gummilippe.

Bild: Fotos: Martina Diemand

So putzt der Profi Fenster: Fachoberlehrerin Inge Kolb einmal mit Einwascher (links) und dann mit Gummilippe.

Bild: Fotos: Martina Diemand

Wer eine klare Scheibe will, der sollte in Ruhe seine Arbeitsmaterialien bereitlegen und nur lauwarmes Wasser mit einem Schuss Allzweckreiniger benutzen
03.04.2021 | Stand: 16:30 Uhr

Endlich mal in Ruhe Fenster putzen, ohne Hektik, aber mit guter Frühlingslaune. Dazu lädt Fachoberlehrerin Inge Kolb vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ein. Sie animiert dazu, erst in Ruhe die Arbeitsmaterialien bereitzulegen, um unnötige Wege zu vermeiden, und dann mit Schwung loszulegen. Dabei sollte man Schlangenbewegungen bevorzugen.

Erst das Fensterbrett abräumen, danach den Rahmen mit einem feuchten Tuch säubern (oben mit einem Besen abkehren) und dann erst die Scheibe putzen. Mit kaltem oder lauwarmem Wasser (maximal 25 Grad) putzen. Der Grund: Wer Fenster putzt, sollte einige Tropfen Spülmittel ins Putzwasser geben oder ein wenig Allzweckreiniger mit Alkohol. „Wenn da das Wasser zu heiß ist, verdampft der Alkohol“, sagt Kolb. Das könne beim Einatmen gesundheitsschädlich sein beziehungsweise die Reinigungsleistung gegen Null bringen.

Keinen fertigen Glasreiniger in der Sprühflasche nutzen. Das häufige Sprühen greife die Atemwege an. Der fertige Glasreiniger funktioniere außerdem nur, „wenn die Scheibe nicht zu schmutzig ist“. Außerdem sei es nicht nachhaltig, solch eine fertige Reinigungslösung zu benutzen. Die werde schnell leer und übrig bleibt eine Plastikflasche. Die Profis würden sich konzentrierten Glasreiniger kaufen. Der müsse dann aber genau nach Anleitung dosiert werden.

Einwascher und Gummilippe nutzen. Solch ein Einwascher, meist in T-Form, hat generell einen „Fellbezug“ aus Mikrofaser. Den mit der Reinigungslösung angefeuchteten Einwascher in einer Schlangenbewegung von oben nach unten ziehen und so das Fenster „einseifen“. Man solle, so Kolb, nicht wie ein Känguru von einer Stelle der Scheibe zur anderen hüpfen. Dann mit der Gummilippe von oben nach unten trocknen. Diese Gummilippe vor jedem Benutzen mit einem Tuch trocknen.

Mit einem Leinentuch nachwischen. Die Streifen, die beim Abziehen mit der Gummilippe entstehen, seien nicht ganz zu vermeiden. Kolb rät, mit einem Leinentuch nachzuwischen. Das sei ökologisch und bringe beste Ergebnisse. Mit einem Tuch aus Leinen oder Baumwolle lasse sich überhaupt das ganze Fenster reinigen. Das sei insgesamt ökologischer als mit der Mikrofaser, die allerdings den Schmutz besser löse als ein Baumwolltuch.

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Kein Zeitungspapier zum Fensterputzen benützen. „Da stellt es mir die Haare zu Berge“, sagt Kolb. Zeitungspapier werde schnell nass und sei wenig saugfähig. Zudem könne die Druckerschwärze wieder für Schmutz sorgen.

Tipps: Nie im Sonnenschein Fenster putzen. Weil die Scheibe zu heiß wird, trocknet das Putzmittel auf der Scheibe zu schnell: Schlieren zeigen sich. Immer (Gummi-)Handschuhe tragen, damit die Haut nicht geschädigt wird. Wer ganz ökologisch, also ohne Reiniger, putzen will, sollte destilliertes Wasser nehmen. Zudem: Immer mit beiden Händen arbeiten, um gleichmäßig Armmuskulatur und Schultern zu belasten.

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