CSU-Sommerempfang

Landtagspräsidentin Aigner: „Tiere pflegen die Landschaft“

Landtagspräsidentin Ilse Aigner sprach auf Einladung des Landtagsabgeordneten Eric Beißwenger beim Sommerempfang der Oberallgäuer CSU.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner sprach auf Einladung des Landtagsabgeordneten Eric Beißwenger beim Sommerempfang der Oberallgäuer CSU.

Bild: Mettler

Landtagspräsidentin Ilse Aigner sprach auf Einladung des Landtagsabgeordneten Eric Beißwenger beim Sommerempfang der Oberallgäuer CSU.

Bild: Mettler

Ilse Aigner (CSU) spricht beim CSU-Kreisverband Oberallgäu über Landwirtschaft, Energie, Tourismus und Wirtschaft. Ehrenamtliche eingeladen.
04.08.2022 | Stand: 05:30 Uhr

Sie kommt im Waschdirndl, betont die Parallelen zwischen dem Oberallgäu und ihrer Heimat und stellt sich mit Besuchern zum Erinnerungsfoto: Gastrednerin Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, hat beim Sommerempfang des CSU-Kreisverbands Oberallgäu die traditionellen Werte der CSU hochgehalten. Sie hob die Stellung der Tierhaltung in der Landwirtschaft hervor. Vor Parteimitgliedern und Vertretern zahlreicher ehrenamtlicher Organisationen betonte sie im Fischener Kurpark außerdem: „Das was Sie leisten, könnte kein Staat der Welt bezahlen.“

Ehrenamt eine "schöne Tätigkeit"

Sie selbst sei acht Jahre lang Vorsitzende der Wasserwacht Bayern gewesen, sagte die CSU-Politikerin. Den Ehrenamtlichen im Publikum rief sie zu, dass diese positiv über ihr Amt sprechen sollen, denn es sei eine „schöne Tätigkeit“.

CSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Eric Beißwenger verwies auf Aigners Herkunft aus dem Landkreis Rosenheim. Sie habe Verständnis fürs Oberallgäu, weil in beiden Regionen Tourismus, Landwirtschaft und Mittelstand wichtige Themen seien, sagte Beißwenger. Ein Jahr vor der Landtagswahl betonte der CSU-Abgeordnete seine Nähe zu der Landtagspräsidentin.

Tierhaltung dient dem Tourismus

Aigner, die von 2008 bis 2013 Bundes-Landwirtschaftsministerin war, würdigte die Stellung der Tierhaltung in der Landwirtschaft. Wenn der amtierende Minister Cem Özdemir (Grüne) sage, dass das man Getreide nicht an Tiere verfüttern, sondern direkt essen solle, habe er die Grünlandwirtschaft nicht verstanden, meinte die 59-Jährige. Denn Ackerbau sei in diesem Gebiet nicht möglich. Tierhaltung diene außerdem dem Tourismus. „Unsere Tiere pflegen die Landschaft“, betonte sie.

Energie: „Alles laufen lassen“

Beim Thema Energie forderte Aigner, „alles laufen zu lassen, was gerade irgendwie geht“. Dazu zählt die CSU-Politikerin auch Atomkraftwerke und Wasserkraft. Um die von Putin provozierte Energiekrise zu überwinden, müsse man „so manche Ideologie zur Seite schieben“. Aigner stellte außerdem fest, dass in der Bundesregierung kein einziger Politiker aus Bayern stammt, es hier aber eine andere Lage gebe als in Baden-Württemberg oder an der Küste.

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Der Freistaat zahle neun Milliarden pro Jahr an den Länder-Finanzausgleich. Deshalb dürfe man Bayern „nicht abwürgen“, sagte die Landespolitikerin. Grundlage der bayerischen Wirtschaft sei die Bildung. „Das ist der einzige Rohstoff, den wir haben“, so Aigner. Die Wirtschaft habe bisher „just in time“ gelebt. Nun müsse sie neue Warenströme suchen und sich fragen, wo in der Welt ihre Partner sind.

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