Schutz vor Starkregen

Schutz gegen Starkregen: Feuerwehr Oberstdorf gibt 500 Sandsäcke aus

Barrieren aus Sandsäcken können Wasser zurückhalten. Aus diesem Grund gab die Feuerwehr Oberstdorf 500 Stück an die Bevölkerung aus.

Barrieren aus Sandsäcken können Wasser zurückhalten. Aus diesem Grund gab die Feuerwehr Oberstdorf 500 Stück an die Bevölkerung aus.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Barrieren aus Sandsäcken können Wasser zurückhalten. Aus diesem Grund gab die Feuerwehr Oberstdorf 500 Stück an die Bevölkerung aus.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Oberstdorfer Hilfsorganisation will mit Präventionsmmaßnahme der Bevölkerung dabei helfen, sich vor Überflutungen durch Starkregen zu schützen.
15.08.2022 | Stand: 05:30 Uhr

Mehr als 25 Einsätze gleichzeitig hatte die Oberstdorfer Feuerwehr, als Ende Juli ein starkes Gewitter in einigen Teilen der Marktgemeinde niederging. Nun will die Wehr nach Angaben von Kommandant Peter Vogler die Bevölkerung dafür sensibilisieren, Starkregenschäden abzuwenden. Dazu hat die Feuerwehr nach Angaben Voglers weit über 500 Sandsäcke an die Bevölkerung ausgegeben und zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt Tipps erarbeitet.

„Der Eigenschutz in den ersten Minuten des Ereignisses ist entscheidend“, erklärt der Oberstdorfer Kommandant. Mit einfachen Mitteln wie Folien, Brettern, Sandsäcken und Silikon könne man oft Schlimmeres verhindern. Lichtschächte, Eingänge und andere Öffnungen im Haus könnten mit Folien und Brettern provisorisch verschlossen werden. Damit sie nicht davon schwimmen, sollen sie mit Sandsäcken oder anderem Material beschwert werden.

Schnell eine wirkungsvolle Wasser-Barriere bauen

Mit Sandsäcken lasse sich aber auch schnell eine wirkungsvolle Wasser-Barriere bauen. Dazu füllt man die Säcke zu zwei Dritteln mit Sand und stapelt sie versetzt zu einer Mauer, raten Feuerwehr und Wasserwirtschaftsamt.

Aber auch Schotts und Sperren seien sinnvoll. Sie seien einfach zu handhaben und schnell und einfach installiert. Mit ihnen könne man Fenster und Türen verdecken. Eine feste Installation sei nicht nötig. Im Handel gebe es verschiedene Ausführungen, die nach Angaben der Fachleute gut gegen Wassereinbruch helfen.

(Lesen Sie auch: Unwetter: Murenabgänge in Oberstdorf, Wohnmobile beschädigt)

Bei drohendem Wassereinbruch den Strom ausschalten

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Feuerwehr-Kommandant Vogler rät außerdem, bei drohendem Wassereinbruch den Strom auszuschalten. Das beuge einem Kurzschluss vor und verhindere, dass Bewohner oder Hilfskräfte gefährdet werden.

Sollte es zu einer Überschwemmung kommen, gilt laut Vogler: Sich selbst in Sicherheit bringen und keinesfalls Keller und Tiefgaragen betreten. Sollte ein Fahrzeug über die Räder mit Wasser bedeckt sein, nicht starten. Außerdem: Keine überfluteten Straßen befahren, rät Vogler.

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