Nach Unwetter im Oberallgäu

Wegen Schimmelgefahr: Blaichacher Bücherei bleibt vorerst geschlossen

Das gemeindliche Archiv stand wie die Bücherei (beide sind im Schulgebäude) Ende Juli in Blaichach unter Wasser. Auch diese Räume müssen belüftet und entfeuchtet werden. Der Vorteil dort: Die Akten liegen größtenteils auf Metallregalen, die ungefähr 30 Zentimeter über dem Boden sind.

Das gemeindliche Archiv stand wie die Bücherei (beide sind im Schulgebäude) Ende Juli in Blaichach unter Wasser. Auch diese Räume müssen belüftet und entfeuchtet werden. Der Vorteil dort: Die Akten liegen größtenteils auf Metallregalen, die ungefähr 30 Zentimeter über dem Boden sind.

Bild: Sengenberger

Das gemeindliche Archiv stand wie die Bücherei (beide sind im Schulgebäude) Ende Juli in Blaichach unter Wasser. Auch diese Räume müssen belüftet und entfeuchtet werden. Der Vorteil dort: Die Akten liegen größtenteils auf Metallregalen, die ungefähr 30 Zentimeter über dem Boden sind.

Bild: Sengenberger

Die Gemeinde Blaichach kämpft noch mit den Nachwehen des Unwetters im Oberallgäu. Die Bücherei muss wegen möglicher Gesundheitsgefahren vorübergehend schließen.
07.10.2021 | Stand: 12:28 Uhr

Gute Nachrichten lesen sich anders: In Blaichach muss die Bücherei ab sofort für mindestens drei Wochen geschlossen bleiben. Das sagt Bürgermeister Christof Endreß, nachdem er am Mittwoch mit Sanierungs-Fachleuten im Schulgebäude und der angrenzenden Bibliothek unterwegs gewesen war. Dabei stellte sich heraus, dass auch die Bücherei „sicherheitshalber geschlossen bleiben muss“ – so, wie beispielsweise die Turnhalle und weitere Räume der Schule als Folge des Wassereinbruchs durch das Unwetter Ende Juli. Es bestehe die Gefahr, dass Schimmelsporen in der Luft sind.

Arbeitsschutzrechtlich sei die Gemeinde als Arbeitgeber gefordert, Büchereileiterin Monika Engel vor eventuellen Gesundheitsgefahren zu schützen, sagt Endreß. Engel war in den vergangenen Wochen alleine in der Bücherei zu Gange – auch noch am Mittwochvormittag. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter hätten bereits vorher (durch die Corona-Pandemie) nicht mehr helfen dürfen.

Unwetter in Blaichach: Wasser über die Randleisten nach unten gesickert

Engel hat den Leseratten die gewünschten Bücher aus dem Fundus geholt – und durchs Fenster gereicht. So war es auch noch in den vergangenen Wochen nach dem Wassereinbruch Ende Juli. Sofort sei zwar der durchfeuchtete Teppichboden aus dem Haus geschafft worden. Wochenlang liefen danach auch Entfeuchtungsmaschinen in der Bücherei. Nun aber, nach einer erneuten Visite durch Baufachleute wurde festgestellt, dass wohl etwas Wasser unter die Estrichplatte gelaufen war – über die Randleisten. Es bestehe die Gefahr, dass sich Schimmel im Unterbau (Trittschalldämmung) gebildet hat. Durch ein Spezialverfahren soll diese Gefahr nun gebannt werden. Bürgermeister Endreß sagt: „Die Bibliothek bleibt mindestens die nächsten drei Wochen geschlossen.“

Gefahr durch Schimmelsporen in der Luft - Bibliothek muss sofort schließen

Die Mittagsbetreuung und der Werkraum der Schule können derzeit ebenfalls nicht genutzt werden – wegen Schimmelsporenverdachts. Deshalb essen und werken die Kinder und Jugendlichen nun in anderen Räumen. Der Boden des Werkraums und der Mittagsbetreuung seien mit vielen Bohrlöchern gespickt. Eine Art Desinfektionsmittel gegen Schimmel wurde eingebracht. Endreß spricht von einem „Unterdruckverfahren“ und einer vierwöchigen Behandlung durch Sanierungsfachleute. Die Räume seien auch gut entfeuchtet worden.

Die Delegation nahm am Mittwoch nun in der Schule aktuelle Proben durch die Boden-Bohrlöcher. „Wir erwarten uns in zehn Tagen ein Laborergebnis“, sagt Endreß. Werden keine Schimmelsporen gefunden, können die Werkräume und die Mittagsbetreuung wieder ihrem Zweck entsprechend genutzt werden. Derzeit essen die Schulkinder in der Aula.

Lesen Sie auch
##alternative##
Unwetterfolgen im Oberallgäu

Wasserschaden: Turnhallen in Blaichach und Burgberg bleiben zu

Lesen Sie auch: