Schwaben weissblau ohne Zuschauer

So war der Auftritt für Ostallgäuer Kabarettistin Ramona Mößmer bei "Schwaben weissblau" ohne Publikum

Die Ostallgäuer Kabarettistin Ramona Mößmer ist bei Schwaben weissblau aufgetreten. In diesem Jahr jedoch ohne Zuschauer.

Die Ostallgäuer Kabarettistin Ramona Mößmer ist bei Schwaben weissblau aufgetreten. In diesem Jahr jedoch ohne Zuschauer.

Bild: BR/Eva-Maria Wein-Baldrian

Die Ostallgäuer Kabarettistin Ramona Mößmer ist bei Schwaben weissblau aufgetreten. In diesem Jahr jedoch ohne Zuschauer.

Bild: BR/Eva-Maria Wein-Baldrian

Die Fernseh-Prunksitzung „Schwaben weissblau“ wurde heuer im Studio ohne Zuschauer aufgezeichnet. So verlief der Auftritt und darum ist das Publikum so wichtig.
28.01.2021 | Stand: 06:00 Uhr

„Der Austausch mit dem Publikum fehlt“, sagt Ramona Mößmer. Die 28-jährige Kabarettistin aus der Ostallgäuer Gemeinde Kaltental tritt, wie schon in den beiden Jahren zuvor, bei der traditionellen Fernseh-Prunksitzung „Schwaben weissblau, hurra und helau“ auf. Die Veranstaltung, die seit 2004 in der Stadthalle Memmingen stattfindet, wurde in diesem Jahr coronabedingt in den Studios des Bayerischen Rundfunks in Unterföhring aufgezeichnet. Publikum war dabei nicht zugelassen.

„Die Zuschauer sind für mich sehr wichtig. Innerhalb weniger Sekunden bekomme ich ein Gefühl, wie das Publikum drauf ist und in welche Richtung es gehen könnte“, erzählt Mößmer. Bei der Aufzeichnung habe es zwar eingespielte Lacher gegeben, was eine gewisse Hilfe gewesen sei. Doch das sei nicht mit Zuschauern vergleichbar, die spontan auf die Darbietung reagieren. Die Interaktion mit den Zuschauern sei für die Künstler sehr wichtig: „Wir brauchen das.“

Auftritt absolviert und wieder nach Hause gefahren

Auch „das ganze Drumherum“ habe ihr gefehlt, sagt Mößmer. Den Austausch und das Netzwerken mit den Kollegen und den besonderen Flair, den „Schwaben weissblau“ sonst immer ausstrahle, habe sie vermisst. „Ich absolvierte meinen Auftritt und bin dann wieder nach Hause gefahren“, sagt die Ostallgäuerin.

Doch die Künstlerin ist sehr froh, dass die Aufzeichnung überhaupt möglich war. „Für mich war das eine spannende Erfahrung“, sagt Mößmer. Eine solche TV-Produktion im großen Fernsehstudio sei für sie etwas Neues gewesen. Und trotzdem: „Die Aufregung war nicht so groß wie bei einem Live-Auftritt. Ich wusste, wenn etwas schiefgeht, kann es wiederholt werden.“ In ihrem diesjährigen Beitrag philosophiert die 28-Jährige über das Single-Leben in Zeiten von Corona. Neben Mößmer treten auch zahlreiche weitere Künstler aus dem Allgäu auf – darunter der Kabarettist Wolfgang Krebs aus Kaufbeuren und die Hausband „AllGeier“ aus Buchloe.

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