Kaufbeuren

„Die KAT erfolgreich zum Fliegen gebracht“

Übergabe Geschäftsführung KAT

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Bild: Mathias Wild

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Führungswechsel Deutsche Flugsicherung verabschiedet Joachim Keck in den Ruhestand
Von rm
06.05.2019 | Stand: 14:21 Uhr

Der Gründer geht von Bord: Im Auftrag der Deutschen Flugsicherung (DFS) hob Joachim Keck 2016 das neue Unternehmen „Kaufbeuren ATM Training GmbH“ (KAT) aus der Taufe. Es bildet seit 2017 im Auftrag der Bundeswehr deren Flugsicherungspersonal aus – mit inzwischen 85 Mitarbeitern. Im Oktober soll der neue Campus neben dem Offiziersheim eingeweiht werden. Keck wird dabei sein, aber nicht mehr als KAT-Geschäftsführer. Denn als solcher wurde er gestern ganz offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Alle Redner – an der Spitze DFS-Chef Professor Klaus-Dieter Scheurle – würdigten das große Engagement der „starken Führungspersönlichkeit“. Zudem ließen sie die Geschichte des jungen Unternehmens und der vorausgegangenen Verhandlungen mit der Bundeswehr zur Privatisierung der Flugsicherungsausbildung Revue passieren.

„Sie haben überaus erfolgreich gearbeitet, die DFS verliert mit Ihnen einen erfahrenen, fachkundigen und dynamischen Mitarbeiter“, sagte Scheurle. Keck war über 40 Jahre lang in der Flugsicherung tätig. Seine Laufbahn begann 1976 bei der Bundeswehr in Kaufbeuren. Seit 1994 gehörte er zur 1992 gegründeten DFS, die er laut Scheurle mitgestaltete und mitprägte. „Aus Nichts“ habe Keck die KAT geformt und sie in Kaufbeuren „erfolgreich zum Fliegen gebracht“. Die DFS sei stolz darauf, die seit 60 Jahren in Kaufbeuren angesiedelte Flugsicherungsausbildung nun für die Bundeswehr fortführen zu dürfen. Der Kommandeur des Fliegerhorstes, Oberst Dirk Niedermeier, bestätigte Keck, „mit vollem Einsatz und Herzblut“ einen „Drahtseilakt“ zwischen den Vorgaben der Bundeswehr und denen seines eigenen Hauses bewältigt zu haben.

Der Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke (CSU) bezeichnete es als Glücksfall, die Flugsicherungsausbildung in Kaufbeuren mit der DFS fortführen zu können. „Eine Perle“ in Kaufbeuren und dem ganzen Freistaat nannte der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler) die KAT. „Dieser Standort hat Zukunft, weil das Unternehmen und die Menschen in der Region zusammenpassen“, sagte Pohl. Keck bescheinigte der Abgeordnete, „ein tolles Lebenswerk vollbracht“ zu haben. „Sie werden immer der Pionier dieser Einrichtung bleiben“, sagte Oberbürgermeister Stefan Bosse und bezeichnete es als „großartig, was hier gelungen ist“.

Keck selbst gestand, dass für ihn 2016 ein Traum in Erfüllung ging, als ihn die DFS mit der KAT-Gründung beauftragte. Er gab das erhaltene Lob an seine Mitarbeiter weiter und erklärte, die KAT stehe vor neuen Herausforderungen, die Arbeit für seine Nachfolger lasse also nicht nach. Symbolisch übergab Keck einen Schlüssel für den neuen Campus an den neuen Geschäftsführer Otto Fischer, der als Leiter der Akademie in Langen – dem DFS-Hauptsitz – bleibt, und an Jan Herchenröder. Er folgt Keck als operativer Geschäftsleiter in Kaufbeuren nach.

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