ESVK mit zweiter Niederlage

Verhext in Frankfurt - ESVK verliert unglücklich

Eishockey DEL 2, Loewen Frankfurt - ESV Kaufbeuren

Dauerbeschuss im zweiten Dritte: ESVK-Keeper Maximilian Meier hatte nach seiner Einwechslung im Tor der Joker viel Arbeit. In der Szene rettete er vor Rylan Schwartz von den Löwen Frankfurt, während Jan Pavlu (rechts) absichert.

Bild: Jan Hübner

Dauerbeschuss im zweiten Dritte: ESVK-Keeper Maximilian Meier hatte nach seiner Einwechslung im Tor der Joker viel Arbeit. In der Szene rettete er vor Rylan Schwartz von den Löwen Frankfurt, während Jan Pavlu (rechts) absichert.

Bild: Jan Hübner

Eishockey aktuell: Der ESV Kaufbeuren zeigt in Frankfurt teilweise ein richtig gutes Spiel. Doch im zweiten Drittel kippt die spannende DEL2-Partie.
##alternative##
Von Michael Löffler
04.10.2021 | Stand: 12:08 Uhr

So etwas nennt man schlicht und einfach Fehlstart. Nach dem ersten Spielwochenende in der DEL2 steht der ESV Kaufbeuren mit leeren Händen da. „Natürlich sehen wir mit null Punkten schlecht aus. Aber man darf nicht vergessen: Wir haben noch 50 Hauptrundenspiele vor uns“, kommentierte die beiden Auftakt-Niederlagen Trainer Rob Pallin. Hätten die Buron Joker die Punkte per Post nach Frankfurt geschickt, wäre es billiger und sie hätten sich insgesamt 800 strapaziöse Kilometer erspart.

ESVK: 16 mal in Frankfurt, 13 Mal ohne Erfolg

Die Ausbeute wäre die gleiche. 16 Mal reisten die Kaufbeurer Puckjäger in der DEL2 schon in die Main-Metropole. 13 Mal kehrten sie mit einer Niederlage im Gepäck heim. So auch diesmal, als es nach 60 spannenden und hochklassigen Minuten 3:5 (1:0, 1:3, 1:2) stand. „Ist wie verhext. Wir spielen in Frankfurt meistens gut, es sieht vielversprechend aus, aber am Ende reicht es irgendwie nicht für Punkte“, stellte Co-Trainer Bastian Osterloh hinterher fest.

Stefan Vajs bleibt wieder draußen

Torwart Stefan Vajs, der in Frankfurt meistens glänzende Leistungen zeigte, blieb nach dem ersten Drittel wegen seiner alten Verletzung hinter der Bande. Immerhin behielt der Routinier während seines Einsatzes eine weiße Weste. Was diesmal angesichts der drückenden Überlegenheit seines Teams im ersten Drittel gar nicht so schwer war. Das erste Mal musste er den Puck in der zehnten Minute abwehren, später bis zur ersten Sirene nur noch fünfmal. Alles harmlose Schüsse. Auf der anderen Seite häuften sich indes die Chancen, doch außer der tollen Kombination, als der Puck von Sami Blomqvist über Branden Gracel zum Torschützen Joey Lewis lief, wurde es nie bis zum Ende durchgezogen. Entweder hielt der US-Amerikaner Jake Hildebrandt, der Pfosten stand zweimal im Wege, drei, viermal vergaben die Stürmer in bester Position. Während Pallin hervorhob, wie gut und kontrolliert der Puck in dieser Phase lief, erklärte Osterloh, woran der Umschwung lag.

An der blauen Linie gescheitert

„Es waren nur Kleinigkeiten. Im ersten Drittel haben wir die Scheibe tief gespielt, im zweiten hingegen viele Pucks an der gegnerischen blauen Linie verloren, was dann Fouls zur Folge hatte. Und dann muss man auch die Steigerung der Frankfurter berücksichtigen, die im zweiten Drittel eindrucksvoll ihre hohen Ambitionen untermauert haben.“ Selten einmal gab es zwei so unterschiedliche Drittel. 16:6 Schüsse für Kaufbeuren in den ersten 20 Minuten, dann 14:5 für Frankfurt. Und so musste der unter Dauerbeschuss stehende Maximilian Meier gleich richtig schwitzen. „Für den 21-Jährigen war es besonders schwer. Er hat in der vergangenen Saison schon sehr gute Spiele gemacht, auch diesmal hielt er ordentlich“, nahm Pallin den jungen Keeper in Schutz.

Drei Tore in drei Unterzahlsituationen

Das Genick brachen den Allgäuern erst die drei Unterzahlsituationen im Mitteldrittel, die alle trotz guten Penaltykillings mit Gegentoren bestraft wurden. Dann im ausgeglichenen Schlussabschnitt das 3:4. „Wir kamen nach einer Aussprache sehr gut aus den Kabinen, hatten in den ersten Minuten gute Chancen, erzielten durch Markus Lillich den Ausgleich. Das 3:4 war vermeidbar“, meinte Rob Pallin.

Empty-Net-Goal statt Ausgleich

Lesen Sie auch
##alternative##
Eishockey DEL2

Droht Vajs ein längerer Ausfall?

Kaufbeuren steckte nicht auf, das Team drückte auf den Ausgleich. Doch es war wie verhext. Die letzten eineinhalb Minuten durften die Joker in Überzahl spielen. 61 Sekunden vor der Schluss-Sirene nahm Pallin den Torwart vom Eis und versuchte es mit sechs Feldspielern gegen vier. Doch ein Puckverlust führte zum entscheidenden 3:5 durch Matt Carey. „Die Niederlage tut natürlich weh. Aber mit dem Auftritt können wir zufrieden sein. Es war ein gutes und schnelles Eishockey. In Frankfurt kann man trotz starker Leistung verlieren. Aber wenn wir so weiter spielen werden, mache ich mir keine Sorgen. Dann lassen die Erfolge nicht lange auf sich warten“, erklärte schon während der Heimfahrt Sebastian Osterloh.