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Flugblätter mit fragwürdigen Thesen zum Impfen sorgen für Irritationen.

Flugblätter mit fragwürdigen Thesen zum Impfen sorgen für Irritationen.

Bild: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa

Flugblätter mit fragwürdigen Thesen zum Impfen sorgen für Irritationen.

Bild: Klaus-Dietmar Gabbert, dpa

Verschwörungserzählungen landen ungefragt in Kaufbeuren in den Briefkästen. Das ist nicht nur übergriffig, sondern auch gefährlich, findet unsere Redakteurin.
20.01.2021 | Stand: 09:41 Uhr

Die radikalen Gegner der Corona-Maßnahmen verbreiten ihre teils völlig absurden Theorien nicht mehr nur virtuell in sozialen Netzwerken oder auf „Querdenker“-Demos, wo sie meist unter ihresgleichen sind. Handzettel mit Verschwörungserzählungen landen nun auch in den Briefkästen von Menschen, die nicht darum gebeten haben. Das ist nicht nur übergriffig, sondern auch gefährlich.

Gezieltes Spiel mit der Angst

Denn die Verfasser dieser Flyer spielen gezielt mit den Ängsten der Empfänger und verbreiten Unwahrheiten, etwa über angeblich geplante Zwangsimpfungen. Im Internet kann man Fake News einfach wegklicken, wer sich für Inhalte interessiert, die sich kritisch mit den Corona-Maßnahmen auseinandersetzen, kann gezielt danach suchen – und sie gegebenenfalls direkt anhand seriöser Quellen überprüfen. Auf Facebook oder Twitter etwa werden Falschinformationen mit Warnhinweisen markiert oder gelöscht. Bei den Wurfblättern hingegen bleibt der Widerspruch aus.

Schlag ins Gesicht der Kollegen

Dass Ärzte die Gefahren durch das Coronavirus verharmlosen, wissenschaftlich erwiesenermaßen falsche Informationen streuen und dies als „Aufklärung“ bezeichnen, ist ein Schlag in die Gesichter ihrer Kollegen, die seit Monaten auf den Intensivstationen um das Überleben schwer erkrankter Covid-Patienten kämpfen.

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