Fußball BSK Neugablonz

Neue Perspektive - der BSK muss sich nach dem Abstieg neu sortieren

Von Weitem sieht beim BSK noch alles aus wie immer. Doch nach dem Abstieg aus der Bezirksliga wird es nicht nur neue Gegner im Waldstadion geben. Sportvorstand Antonio Mezzoprete kündigt einen Umbruch an.

Von Weitem sieht beim BSK noch alles aus wie immer. Doch nach dem Abstieg aus der Bezirksliga wird es nicht nur neue Gegner im Waldstadion geben. Sportvorstand Antonio Mezzoprete kündigt einen Umbruch an.

Bild: Harald Langer

Von Weitem sieht beim BSK noch alles aus wie immer. Doch nach dem Abstieg aus der Bezirksliga wird es nicht nur neue Gegner im Waldstadion geben. Sportvorstand Antonio Mezzoprete kündigt einen Umbruch an.

Bild: Harald Langer

Der BSK Neugablonz auf Ursachenforschung nach dem Abstieg aus der Bezirksliga. Erste Spieler verlassen den Verein. Doch dür die Mannschaft steht sowieso ein Umbruch an.
01.06.2022 | Stand: 05:00 Uhr

Es war ein Relegationskampf, der seinesgleichen sucht: Doch der Ausgang verlief alles andere als rosig. Nach der Niederlage des BSK Olympia Neugablonz im Entscheidungsspiel um den Ligenverbleib in Schwabens höchster Liga haben die Schmuckstädter gegen Babenhausen den Kürzeren gezogen. Selbst Tage später können viele im Verein den Abstieg in die Kreisliga noch nicht ganz fassen.

Wütend, ratlos und traurig

BSK-Chef Georg Steiner war buchstäblich in einer Schockstarre. Mit so viel Zuversicht ging Neugablonz an diese Mission heran. Bis zur 84. Minute lief auch alles nach Plan, ehe Babenhausen den Turbo anschaltete und den BSK buchstäblich überrannte. „Es ist irgendwie noch nicht real“, kann es selbst Kapitän Mathias Franke weiterhin nicht ganz verstehen, was an diesem Mittwoch vor exakt einer Woche in Ronsberg passierte. Auch jetzt könne er es nicht begreifen, was dazu geführt habe. Von wütend bis ratlos und traurig – die Gefühlslage beim 31-Jährigen hat sich binnen einer Woche stetig geändert.

"Fußball ist dreckig"

„Sicherlich tut es weh. Wir gehören einfach in die Bezirksliga“, sagt Franke, aber weiß, dass es der Fußballgott zumindest in dieser Saison mit dem BSK nicht gut meinte. Cheftrainer Dragan Lazic verglich die Situation ähnlich wie sie auch Bundesligist Hertha BSC Berlin erlebte. Nur dass die Hauptstädter nicht abgestiegen sind. „Fußball kann so hart, dreckig und gemein sein“, bringt es Franke auf den Punkt.

Corona und Schichtarbeit

Dass Neugablonz zum Saisonende überhaupt nochmals so stark zurückgekommen ist, hatten die Wenigsten auf dem Schirm. Dabei erlebte der BSK immer wieder ein Wechselbad der Gefühle. Negativer Höhepunkt vor der Winterpause war die Serie von sechs Niederlagen in Folge. Das brachte Neugablonz in den Abstiegssog. Für Sportvorstand Antonio Mezzoprete gibt es einige Ursachen, dass die Saison letztendlich so verlaufen ist. „Corona spielt mit Sicherheit eine entscheidende Rolle und auch das Verletzungspech“, sagt er und verweist auf ungeimpfte Spieler und im gleichen Atemzug auch auf die Situation der vielen Schichtarbeiter in der ersten Mannschaft. „Es war uns nicht immer möglich, gemeinsam alle Spieler zu einem Training begrüßen zu können.“

Das Problem mit den Karten

In den zurückliegenden 28 Pflichtspielen brachte der BSK mindestens zwölf Spiele nicht mit zehn Mann zu Ende. Neunmal Gelb-Rot und dazu sogar noch drei Rote Karten. 89-mal zückten die Unparteiischen gegen den BSK Neugablonz den gelben Karton. Die Fairnesswertung schlossen die Schmuckstädter übrigens auf dem vorletzten Rang ab.

Drei Abgänge stehen schon fest

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Personell tut sich derweil auch einiges: Mit Michael Henne (FSV Marktoberdorf) und Dorijan Ozvald (SV Eggenthal) stehen zwei Spieler fest, die den Verein verlassen. Offen ist noch, welches Angebot Daniele Sgodzaj annehmen wird. Nach nur einer Saison wird sich der 22-Jährige definitiv einer neuen Herausforderung stellen. „Auch wenn wir die Klasse gehalten hätten, ein Umbruch ist unvermeidbar“, sagt Franke. Sportvorstand Mezzoprete schlägt in die gleiche Kerbe. „Es gibt es nur eine Richtung. Wir müssen die Mannschaft verjüngen.“ Der Kader soll in den kommenden 14 Tagen stehen.