Serie: AZ-Adventskalender

NFZ Kaufbeuren: Extrembedingungen seit eineinhalb Jahren

"Ohne Optimismus würde ich das nicht schaffen", sagt Petra Schmid. Sie arbeitet im Notfallzentrum des Kaufbeurer Klinikums.

"Ohne Optimismus würde ich das nicht schaffen", sagt Petra Schmid. Sie arbeitet im Notfallzentrum des Kaufbeurer Klinikums.

Bild: Klinikum Kaufbeuren

"Ohne Optimismus würde ich das nicht schaffen", sagt Petra Schmid. Sie arbeitet im Notfallzentrum des Kaufbeurer Klinikums.

Bild: Klinikum Kaufbeuren

Im Dezember stellt unsere Redaktion Coronaheldinnen und -helden vor. Hinter dem ersten Türchen: Eine Krankenschwester im Notfallzentrum am Kaufbeurer Klinikum.
30.11.2021 | Stand: 13:46 Uhr

In unserem Adventskalender stellen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, dieses Jahr Menschen vor, die in ihrem Beruf oder in ihrem Ehrenamt durch die Corona-Pandemie besonders gefordert sind.

Patienten im Minutentakt

„Derzeit gibt es kaum noch Tage, an denen nicht im Minutentakt Patienten bei uns aufschlagen“, sagt Petra Schmid. Viele davon sind mit Covid-19 infiziert, deshalb arbeiten die Krankenschwester ihre Kolleginnen und Kollegen im Notfallzentrum (NFZ) des Kaufbeurer Klinikums unter . „Solange nicht klar ist, ob ein Patient infiziert ist, müssen wir während der Versorgung Vollschutz tragen – also eigentlich die ganze Zeit. Im Sommer bei über 30 Grad ist das besonders heftig, unsere Arbeit ist ja auch unter Normalbedingungen körperlich anstrengend.“

Belastend: Menschen zu sehen, die keine Luft bekommen

Psychisch belastend sei es außerdem, Menschen zu sehen, die schwer an Corona erkrankt sind und keine Luft mehr bekommen. Insgesamt sei durch die Pandemie nicht nur die Zahl der Patienten, sondern auch der Aufwand massiv gestiegen. „Das Testen kostet Zeit, durch die Isolation haben wir weniger Behandlungsplätze zur Verfügung, und bevor das Testergebnis da ist, dürfen die Patienten nicht auf Station“, erklärt die 57-Jährige. Zudem sei vieles nicht mehr so gut planbar.

Ohne Optimismus geht es nicht

Umso trauriger sei, dass manche Patienten trotz der angespannten Lage „noch immer nur sich und nicht die Gesamtheit sehen“. Lange Wartezeiten ließen sich momentan einfach nicht vermeiden. „Es gibt aber zum Glück auch einige, die verständnisvoll sind“, sagt Schmid. Das baue auf: „Wenn ich nicht optimistisch bliebe, würde ich das nicht schaffen. Irgendwie muss es aber gehen.“