Krise in Afghanistan

Evakuierte aus Afghanistan in Kempten willkommen

Migrantinnen und Migranten baten bei der Kundgebung „Luftbrücke Jetzt - Solidarität mit Afghanistan" in Kempten um die Rettung ihrer Familienangehörigen.

Migrantinnen und Migranten baten bei der Kundgebung „Luftbrücke Jetzt - Solidarität mit Afghanistan" in Kempten um die Rettung ihrer Familienangehörigen.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Migrantinnen und Migranten baten bei der Kundgebung „Luftbrücke Jetzt - Solidarität mit Afghanistan" in Kempten um die Rettung ihrer Familienangehörigen.

Bild: Matthias Becker (Archiv)

Oberbürgermeister Thomas Kiechle antwortet dem offenen Brief der Initiative "Seebrücke". Diese hatte Hilfe für die Menschen in Afghanistan gefordert.
01.09.2021 | Stand: 16:00 Uhr

Die Initiative „Seebrücke“ hat Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle aufgefordert, örtliche Helfer der Bundeswehr aus Afghanistan aufzunehmen. Die Stadt mit ihrer Bevölkerung setze sich seit langem dafür ein, dass geflüchtete Menschen hier einen Ort zum Ankommen – „einen sicheren Hafen“ vorfinden, sagt dazu jetzt Kiechle.

Kiechle: "Kempten wird weiterhin Menschen aufnehmen"

Auch weiterhin werde Kempten Menschen aufnehmen, die nach den Asyl- und Aufenthaltsgesetzen von den zuständigen Landes- und Bundesbehörden zugewiesen würden. Kiechle: „Dies gilt selbstverständlich auch für die zu evakuierenden afghanischen Personen.“ In enger Zusammenarbeit mit den Behörden werde man versuchen, schnelle Lösungen zu bieten. (Lesen Sie auch: Seebrücke Kempten fordert von Oberbürgermeister Thomas Kiechle Hilfe für Afghanistan)

"Seebrücke" schickt offenen Brief an den Oberbürgermeister

Die Initiative „Seebrücke“ machte in ihrem Schreiben an den OB auf die verheerende Lage in Afghanistan aufmerksam. Verschiedene Städte, die dem Bündnis „Sichere Häfen“ angehören, hätten sich zur Aufnahme von Evakuierten bereit erklärt.

Kiechle zeigt sich erschüttert

Die Situation in Afghanistan habe auch ihn zutiefst erschüttert und betroffen gemacht, schreibt Kiechle der „Seebrücke“. Die Situation sei völlig unübersichtlich und instabil. Die Bundesregierung bemühe sich, den Flughafen in Kabul offenzuhalten, damit die Anrainerstaaten Afghanistans entsprechende Unterstützung bekämen.