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Theater-Uraufführung in Kempten

Viel Vergnügen beim Drama aus der Nazi-Zeit

TiK: Die Jüdin und der Kardinal

Lustig, wie Lotte (Corinne Steudler) mit dem Kardinal (Ernst Konarek) Atemübungen macht. Sandra Schmidbauer nimmt alles fürs Hörspiel auf ...

Bild: Matthias Becker

Lustig, wie Lotte (Corinne Steudler) mit dem Kardinal (Ernst Konarek) Atemübungen macht. Sandra Schmidbauer nimmt alles fürs Hörspiel auf ...

Bild: Matthias Becker

„Die Jüdin und der Kardinal“ ist eine todtraurige Tragödie. Doch Regisseurin Armbruster mischt (zu) viel Komödiantisches dazu. Erst am Ende wird es bitterernst.
28.10.2021 | Stand: 10:53 Uhr

Erst am Ende kommt die neue Inszenierung des Kemptener Theaters zu sich. Dann wird das Stück „Die Jüdin und der Kardinal“ das, was es eigentlich sein soll: ein todtrauriges Drama. Die Jüdin Lotte Eckart, die aus Nazi-Deutschland fliehen möchte, muss sterben, ermordet im Konzentrationslager. Ihre fünfjährige Tochter Gabi reißen die Nazis und ihre willigen Helfer aus der Westallgäuer Bauernfamilie, wo sie so sicher schien, bringen sie ins KZ Auschwitz und töten auch sie. Der Kardinal dagegen fordert nach dem Ende der Diktatur Gnade für Hans Frank – er galt als „Schlächter von Polen“.

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