Diskothek

Endlich wieder große Party: Club Papillon hat in Marktoberdorf eröffnet

Disconebel, Spotlights und der Bass, der in den Ohren dröhnt: Bei der Eröffnung des Marktoberdorfer Clubs Papillon war die Stimmung ausgelassen und fast wieder ein bisschen so wie früher.

Disconebel, Spotlights und der Bass, der in den Ohren dröhnt: Bei der Eröffnung des Marktoberdorfer Clubs Papillon war die Stimmung ausgelassen und fast wieder ein bisschen so wie früher.

Bild: Philipp Angerhofer

Disconebel, Spotlights und der Bass, der in den Ohren dröhnt: Bei der Eröffnung des Marktoberdorfer Clubs Papillon war die Stimmung ausgelassen und fast wieder ein bisschen so wie früher.

Bild: Philipp Angerhofer

Das Papillon in Marktoberdorf feiert Neueröffnung. Der Zuspruch ist riesig. Gäste stehen Schlange. Es ist nicht nur für die Betreiber eine Premiere.
04.10.2021 | Stand: 17:43 Uhr

Marktoberdorf hat das Feiern nicht verlernt. Ganz im Gegenteil: Als hätte es nie eine 18-monatige Zwangspause gegeben, hüpfen die Feiernden im Papillon in Marktoberdorf zu HipHop-, House und Latinomusik von DJ L-FLX auf und ab, reißen die Hände in die Luft und grölen mit. Die Tanzfläche ist voll, der Bass wummert, der Boden vibriert und die Luft steht vor Disconebel. Party ohne Maske und ohne Abstand – das hätten viele der Besucher nicht für möglich gehalten. Doch am Samstag um 22 Uhr war es dann soweit: Der neue Marktoberdorfer Club Papillon öffnete seine Türen zum ersten Mal und nach eineinhalb Jahren coronabedingter Zwangspause konnte das Partyvolk mal wieder richtig offiziell feiern.

Sicherheitspersonal kontrolliert die 3G-Regel in Marktoberdorf

Bereits bevor die Disco öffnet, bildet sich am Samstagabend eine lange Schlange vor der Eingangstür. Auch eine Stunde später strömen immer noch Menschen in Richtung Clubeingang und reihen sich in die Menschenmenge ein. Sicherheitspersonal kontrolliert Ausweise, die 3G-Regel und Taschen. Das nimmt einige Zeit in Anspruch. Die Besucher warten geduldig. Drinnen werden die Gäste von bunten Scheinwerferlichtern, lauter Musik und Disconebel begrüßt.

Partygäste reihten sich in eine lange Schlange, um im Papillon feiern zu können.
Partygäste reihten sich in eine lange Schlange, um im Papillon feiern zu können.
Bild: Philipp Angerhofer

„Ich bin richtig außer Atem“, sagt Christian Raffler, der den Club gemeinsam mit Patrick Stroppel betreibt. Ohne Pause sind die beiden am Eröffnungstag auf den Beinen, laufen von der Bar an der Tanzfläche zur Empore und wieder zurück und sehen nach dem Rechten. Doch genauso sollte es sein. „Wir freuen uns, dass wir endlich richtig starten können“, sagt Patrick Stroppel. Doch trotz der Freude war die Anspannung vor der Eröffnung groß.

Wie nehmen die Menschen den neuen Club an? „Je weiter wir mit den Vorbereitungen waren, desto nervöser wurde ich“, sagt Raffler mit einem Lachen. Die Betreiber haben in den vergangenen Monaten viel Arbeit in den neuen Club gesteckt. Sie haben das Gebäude in der Marktoberdorfer Schwabenstraße von Grund auf saniert und an die Hygienebestimmungen angepasst.

Bis zuletzt war jedoch ungewiss, wie genau, die Corona-Regeln für die Diskotheken aussehen werden. Raffler und Stroppel blickten die Tage vor der Eröffnung gespannt nach München, wo die Staatskanzlei am Donnerstag die genauen Regeln verkündete: Es darf wieder getanzt werden – und das ohne Abstand und Maske. „Die Rückmeldung und die Stimmung sind bisher richtig gut“, sagen das Betreiber-Duo am Premierenabend.

"Ein Stück Normalität" in Marktoberdorf

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Club Papillon eröffnet in Marktoberdorf

Das bestätigen auch die Partygäste: „Endlich wieder tanzen“, schreit Julia Müller aus Marktoberdorf gegen die Musik an, während sie sich im Takt bewegt. Die 25-Jährige ist eine von den vielen Feiernden, die am Samstag die lange Schlange vor dem Club in Kauf nahmen, um einfach mal wieder tanzen gehen zu können. „Vor allem ist es so cool, dass wir hier nirgendwo eine Maske tragen müssen“, sagt sie. „Ein Stück Normalität.“ Neben dem Tanzen freue sie sich, all die Partybekanntschaften zu treffen, die sie monatelang nicht gesehen habe.

Melissa Mercado aus Marktoberdorf nutzte die große Eröffnung, um ihren 22. Geburtstag nachzufeiern. Zur Feier des Tages trägt sie sogar ein Krönchen auf dem Kopf. Auch für sie ist es das erste Mal „richtig feiern“ seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Sie habe sich im Club und unter Menschen gleich wieder wohlgefühlt, als hätte es keine „ewig lange Zwangspause“ gegeben. Am meisten habe sie sich darauf gefreut, mit ihren Freunden abends auszugehen und gemeinsam zu tanzen. „Endlich passiert wieder etwas.“

Erst wieder ans Nachtleben gewöhnen

Gleichzeitig sei es „so surreal und komisch, unter so vielen Menschen zu sein“, sagt Kilian Mayrhans aus Oberthingau. Auch an die späte Stunde müsse er sich erst wieder gewöhnen. „Um 22 Uhr bin ich eigentlich schon müde“, sagt der 23-Jährige. In den vergangenen Monaten sei entweder gar nicht oder früher zu Treffen mit Freunden oder kleinen Feiern gegangen.

Die Feiernden tobten sich im Papillon auf der Tanzfläche aus.
Die Feiernden tobten sich im Papillon auf der Tanzfläche aus.
Bild: Philipp Angerhofer

Während die meisten Feiernden das große Endlich-Wieder feiern, betreten diejenigen Neuland, die vor der Pandemie noch zu jung für einen Clubbesuch waren: „Das erste Mal tanzen im Club“, sagt die 18-jährige Yvonne Eiterer aus Marktoberdorf. Nachdem sie in den vergangenen Monaten oft das Gefühl hatte, etwas zu verpassen, werde es jetzt Zeit. „Leute kennenlernen, feiern, tanzen – darauf freue ich mich jetzt.“

Raffler und Stroppel haben mit so viel Andrang gerechnet – sie haben im Vorfeld auch kräftig die Werbetrommel geschlagen. „Wir haben in der Stadt plakatiert und auch Unterstützung von den lokalen Gastronomen bekommen.“ Erst sehr kurzfristig wussten die Papillon-Betreiber, wie viele Gäste sie in den Club lassen dürfen und wo die Auslastungsgrenze liegt. „Unser größter Wunsch ist es, so vielen Gästen wie möglich, das Feiern zu ermöglichen“, sagte Stroppel noch vor der Eröffnung. Dieser Wunsch ist wohl in Erfüllung gegangen.

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