Ministerpräsident in Memmingen

Söder spricht im Kino Memmingen über Hobbys, die WM und Edmund Stoiber

Markus Söder war im Rahmen seiner Kinotour „Söder persönlich“ in Memmingen zu Gast.

Markus Söder war im Rahmen seiner Kinotour „Söder persönlich“ in Memmingen zu Gast.

Bild: Maike Scholz

Markus Söder war im Rahmen seiner Kinotour „Söder persönlich“ in Memmingen zu Gast.

Bild: Maike Scholz

Der bayerische Ministerpräsident ist auf Tour und legt einen Stopp in Memmingen ein. Neben der Fußball-WM geht es um den Glauben, Krieg und die Corona-Pandemie.
24.11.2022 | Stand: 15:50 Uhr

Ungewöhnlich viel Polizei und Sicherheitspersonal sind im Cineplex Memmingen zu sehen. Eine intensive Taschenkontrolle erfolgt, bevor den Gästen der Einlass in den Kinosaal 8 gewährt wird. Der Hauptdarsteller am Mittwochabend: Ministerpräsident Dr. Markus Söder (55, CSU). Der Gastgeber: der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Der Anlass: eine Kinotour unter dem Motto „Söder persönlich“. Die Moderation übernimmt der Journalist Ralf Exel.

Mikrofone, Popcorn-Tüten und Getränke

Markus Söder und Ralf Exel nehmen vor der Kinoleinwand Platz. Auf dem Tisch sind neben den Mikrofonen auch Popcorn-Tüten und Getränke bereitgestellt. 180 Sitzplätze umfasst der Kinosaal, die fast alle belegt sind. Den ersten Lacher hat Klaus Holetschek auf seiner Seite, als er zur Begrüßung alte Fotos von sich und Söder auf der Leinwand präsentiert. Weitere Bildersequenzen folgen in Form eines Kurzfilms über Söder, dann schlüpft dieser selbst in die Rolle des Plauderers.

Beängstigende Todeszahlen

Sein erstes Thema: Seine Enttäuschung über die Fußball-Weltmeisterschaft und die Niederlage im ersten Spiel der Deutschen gegen Japan. Die WM in Katar: „Es ist ein Fehler, dass es dahin vergeben wurde“, sagt Söder. Scherzhaft munkelt er zur Niederlage der deutschen Mannschaft: „Das lag bestimmt an der Dortmunder Abwehr.“ Dann wird er ernst. Er hätte sich mehr „Mumm von den Fußballspielern“ gewünscht. Gleichzeitig zeigte er sich optimistisch: „Wir können alles noch packen.“

Markus Söder im Memminger Kino.
Markus Söder im Memminger Kino.
Bild: Maike Scholz

Neben Fußball habe er weitere Hobbys, bei denen er „Entschleunigung“ finde. „Ich schwimme sehr gerne. Tennisspielen kann ich auch ganz gut.“ Außerdem fahre er Rad, besitze ein E-Bike. Im Verlauf des Abends geht es – wie versprochen – persönlich, aber auch politisch weiter. Söder zeigt, wie er zur Politik kam, dass er sich anfangs vor allem für die deutsche Geschichte interessiert hat. Franz Josef Strauß habe ihn sehr begeistert.

Die Personen, die Markus Söder prägten

Geprägt worden sei er wiederum von Edmund Stoiber, der ihm die Axiome der bayerischen Politik erklärte, und von Horst Seehofer sowie Angela Merkel, von denen er viel gelernt habe. Vom einstigen Redakteur über den jüngsten Abgeordneten im Landtag zum Ministerpräsidenten: „Ich bin total stolz auf das schöne Land“, so Markus Söder. Klar sei: Wer an der Spitze stehe, müsse sich in einer Demokratie Kritik gefallen lassen. Markus Söder spricht über seinen Glauben, in dem er Kraft findet, weiter über Themen wie Migration, das Bürgergeld, Energie und den Ukraine-Krieg.

Das sagt Markus Söder zur Corona-Pandemie

Das Herausforderndste sei die Corona-Pandemie. „Ich sah, was auf uns zukam. Ich bin mir vorgekommen, wie in einer Kriegssituation. Morgens schlimme Todeszahlen, abends keine Materialien mehr. Am Ende stand ich allein da“, so Söder, der betont, dass es in seinem Job eben auch darum geht, Entscheidungen zu treffen. Das wolle er weiterhin.