Eschentriebsterben

Fäll-Aktion am Iller-Ufer in Legau: Arbeiten kommen gut voran

LG Bäume

Hoch erfreut zeigten sich der Leiter des Forstbetriebs Ottobeuren, Dr. Hermann S. Walter, und Revierförster Tobias Kraus, dass Norbert Feneberg und Wendelin Fiener (von links) bei den Arbeiten am Iller-Ufers bei Legau gut vorankommen.

Bild: fk

Hoch erfreut zeigten sich der Leiter des Forstbetriebs Ottobeuren, Dr. Hermann S. Walter, und Revierförster Tobias Kraus, dass Norbert Feneberg und Wendelin Fiener (von links) bei den Arbeiten am Iller-Ufers bei Legau gut vorankommen.

Bild: fk

Etwa 80 Bäume im Steilhang bei Legau sind von hochaggressivem Pilz befallen. Wann das beliebte Ausflugsziel den Besuchern wieder offensteht.
02.03.2021 | Stand: 16:16 Uhr

„Falsches Weißes Stengelbecherchen“: Der Name klingt niedlich – doch dahinter verbirgt sich ein hochaggressiver Pilz, der für die Baumart Esche tödlich ist. Rund 80 davon hat das Eschentriebsterben am westlichen Steilufer der Iller in Legau, zwischen Kraftwerk und dem Aussichtsturm an der Hängebrücke, zum Absterben gebracht. Weil an dem Ausflugsziel viele Menschen unterwegs sind, fällen seit Anfang der Woche erfahrene Mitarbeiter des Forstbetriebs Ottobeuren die betroffenen Bäume. Die „Verkehrssicherungsmaßnahme“ entlang der Fischtreppe kostet einen knapp fünfstelligen Betrag.

Als Dr. Hermann S. Walter sich gleich zu Beginn ein Bild vom Fortgang der Arbeiten macht, zeigt sich der Leiter des Forstbetriebs Ottobeuren der Bayerischen Staatsforsten zufrieden: Ein großer Teil der Bäume ist bereits umgelegt. Karl Wassermann zieht mit einer Funkwinde an seinem Spezialfahrzeug die Bäume aus dem Hang und hebt sie mit seinem Kran über das Fischgewässer hinweg an eine Ablagestelle. Dort arbeiten drei Forstfachleute die Stämme auf den Wegen bei der Fischtreppe auf. Danach kann sie Wassermann mit seinem Rückezug abtransportieren.

Mit Rechen im Einsatz

Mit Gabeln und Rechen müssen dann noch kleine Äste aus dem Wasser herausgefischt werden, damit sie nicht die Fischtreppe verstopfen. „Bis zum kommenden Wochenende wird alles komplett aufgeräumt sein“, sagt Revierleiter Tobias Kraus. Dann können Besucher wieder gefahrlos über die Hängebrücke wandern. Die Bäume, die nach unten über das Fischgewässer am Ufer hängen, werden mit einem speziellen Schnitt nach unten gefällt und als Brennholz verwendet. Aus dem noch vorhandenen Kronenmaterial sollen Hackschnitzel werden. Die Eschen, die sich im oberen Teil des Steilhangs befanden, verbleiben dort als „Totholz“ am Boden.

Nach der Fäll-Aktion, die „über der Fischtreppe so pfleglich wie möglich durchgeführt“ wird, zeigt sich, dass sich kein „Kahlschlag“ ergibt: Nachdem nun viel mehr Licht auf den Boden durchdringt, können Buche, Ahorn, Schwarzerle und Fichte als verbleibende Baumarten nun für eine Naturverjüngung sorgen.

„Da wird deutlich, dass es immer gut ist, wenn verschiedene Mischbaumarten vorhanden sind“, sagt Forstbetriebsleiter Walter: „Dann ist alles nicht so wild, wenn mal eine Baumart ausfällt.“

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