Nominierung als Kandidat

Oberbürgermeister-Wahl 2023 in Memmingen: CSU und FDP wollen Manfred Schilder

Karin und Manfred Schilder.

Karin und Manfred Schilder.

Bild: Andreas Berger

Karin und Manfred Schilder.

Bild: Andreas Berger

Manfred Schilder soll eine weitere Amtszeit Oberbürgermeister Memmingens bleiben. CSU und FDP machten ihn nun zu ihrem Kandidaten für die OB-Wahl im März 2023.
03.07.2022 | Stand: 13:32 Uhr

Memmingen „Ich würde es gern erleben, dass ich in das neue Klinikum als Oberbürgermeister einziehe.“ Seine Zuhörer lachen. „Nein, nicht einziehen“, sagt Manfred Schilder, und lacht auch. Also nicht als Patient, sondern als Stadtoberhaupt, um die Klinik zu eröffnen. Freitagabend, Autohaus Reisacher: Schilder wirbt vor dem CSU-Kreisverband Memmingen für sich. Er möchte von den Mitgliedern als CSU-Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl am 5. März 2023 in Memmingen gewählt werden. Und in diesem Amt noch erleben, wie 2029 die neue Klinik am Autobahnkreuz Memmingen ihren Betrieb aufnimmt.

Sein Wunsch ging in Erfüllung: Manfred Schilder wurde mit 36 von 37 Stimmen zum OB-Kandidaten gewählt. Und nicht nur von der CSU. Im Anschluss wählte auch der FDP-Kreisverband Memmingen den 64-Jährigen einstimmig zum OB-Kandidaten.

Das sagt die FDP: „Manfred Schilder ist für uns die beste Wahl“, sagte Marco-André Fürst, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Memmingen, unserer Redaktion. Die nächsten sechs Jahre würden geprägt sein von Haushaltsmittelknappheit, hohen Verwaltungskosten, auf den Klimawandel müsse reagiert werden, mehr Wohnraum müsse geschaffen werden. Es stünden viele Herausforderungen an. „Da brauchen wir einen erfahrenen Mann, das ist Manfred Schilder.“ Im Stadtrat ergänzten sich CSU und FDP gut, dort bilden sie eine Fraktionsgemeinschaft. So sei es ein richtiger Schritt, Manfred Schilder in seiner Kandidatur zu unterstützen.

Das sagt die CSU: „Du bist ein OB mit Leib und Seele“, sagte Klaus Holetschek, CSU-Kreisvorsitzender und Bayerns Gesundheitsminister, am Freitagabend. Schilder gehe auf die Menschen zu, rede mit ihnen auf Augenhöhe, stelle sich Diskussionen. Er habe schon viel in Memmingen erreicht, sagte Holetschek und nannte „einige Meilensteine“ als Beispiele: Der Klinikum-Neubau sei auf einem guten Weg, ebenso die Pläne für das Rosenviertel, es gebe bald ein neues Kombibad für die Stadt, er beziehe die Stadtteile mit ein und treibe die Gesundheitsregion voran. Deshalb habe er Schilder dem Kreisverband als OB-Kandidaten vorgeschlagen.

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So warb Manfred Schilder für sich: „Wer bin ich? Ich bin 64 Jahre alt, mit der weltbesten und liebenswertesten Ehefrau verheiratet.“ Seit 38 Jahren. „Ich freue mich ganz besonders, dass meine Familie heute in Mannschaftsstärke anwesend ist.“ Seine Frau, die beiden Töchter, deren Partner und die vier Enkelkinder. „Das tut mir sehr, sehr gut.“ Seit seiner Wahl 2017 zum OB habe sich sein Leben verändert. „Aber trotz des enormen Arbeitspensums und der großen Verantwortung empfinde ich die Aufgabe als ungemein bereichernd. Deshalb würde ich gern eine zweite Amtszeit angehen.“

Was ihn für das Amt befähige? „Ich bin in Memmingen geboren und zur Schule gegangen und lebe hier. Ich weiß, welche Erwartungen, Vorstellungen, Sorgen und Nöte die Menschen in der Stadt haben. Nicht zuletzt, weil ich mit ihnen rede.“ Er sei ein Gestalter, er wolle etwas bewegen. „Beharrlichkeit und Geradlinigkeit zeichnen mich aus.“ Er denke konzeptionell und sei leistungsorientiert. „Und außerdem bin ich Realist.“

Er habe dafür gekämpft, die Corona-Lage in den Griff zu bekommen. „Und gleichzeitig musste das Leben in der Stadt weitergehen.“ Das sei eine schwierige Situation. Er habe das Kinder- und das Jugendparlament gegründet. Die Busverbindungen – auch in die Stadtteile – werden ausgebaut. Er lasse die Einwohner in wichtigen Entscheidungen wie zum Rosenviertel mitentscheiden. Er wolle den Klimaschutz in Memmingen voranbringen und gleichzeitig die Stadt auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten. Schilder nannte als weitere Beispiele für seine Arbeit Schulsanierungen und Schulausstattung, den neuen Integrationsbeirat und das Ziel, Memmingen als die Stadt der Freiheitsrechte bekannter zu machen.

Manfred Schilder war 2017 zum OB gewählt worden, nachdem OB Markus Kennerknecht nach nur 38 Tagen im Amt mit 46 Jahren überraschend gestorben war.