Coronavirus im Allgäu

Newsblog: Ausschreitungen in Belgrad wegen Corona-Beschränkungen - Landratsamt Unterallgäu meldet 12 aktuelle Corona-Fälle

dpatopbilder - 08.07.2020, Serbien, Belgrad: Demonstranten stoßen bei Protesten mit Polizisten zusammen. Nach massiven Protesten in der Nacht zum Mittwoch hat Serbiens Präsident Vucic eine von ihm angekündigte Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie zurückgenommen. Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Belgrad lieferten sich militante Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei. Als Anlass nannten sie die Corona-Politik der Regierung.

Bild: Darko Vojinovic/AP/dpa

In Belgrad lieferten sich militante Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei. Als Anlass nannten sie die Corona-Politik der Regierung.

Bild: Darko Vojinovic/AP/dpa

Das Coronavirus bestimmt seit März das Leben im Allgäu und der Welt. Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung über die aktuelle Situation.

09.07.2020 | Stand: 19:17 Uhr

<< Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Entwicklung in der Region und in der Welt. >>

 

Donnerstag, 9. Juli, 19.15 Uhr: Österreich plant Corona-Ampel-Warnsystem 

Österreich will ein landesweites Corona-Ampelsystem einführen. In vier Farben von grün bis rot soll darin die Infektionslage auf Ebene der Bezirke (entsprechend etwa der Kreisebene in Deutschland) eingestuft werden. Neben den Ansteckungszahlen sollen auch die Nachverfolgbarkeit der Fälle, die Testzahlen und die örtlichen Kapazitäten der Krankenhäuser eine Rolle spielen, erklärte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag in Wien. Ziel sei ein einheitliches Vorgehen, das trotzdem regionalen Handlungsspielraum zulasse. "Wir wollen uns österreichweite Maßnahmen so lange wie möglich ersparen", so Kurz.

Zudem sollen die Screening-Programme etwa in Risikobetrieben oder dem Tourismus verstärkt werden. Für die Nachverfolgung von Kontakten und die Überwachung verhängter Quarantänemaßnahmen will die Regierung außerdem 300 Soldaten und 500 Polizisten abstellen.

In Österreich gibt es aktuell rund 1150 aktiv an Covid-19 Erkrankte, mit Abstand die meisten von ihnen in Oberösterreich und in Wien. 78 Patienten liegen in Krankenhäusern, zwölf von ihnen auf der Intensivstation.

 

Donnerstag, 9. Juli, 18.12 Uhr: Wegen Corona-Politik in Serbien: Militante Demonstranten liefern sich in Belgrad Straßenschlachten mit der Polizei

Den zweiten Tag in Folge haben sich militante Demonstranten in der serbischen Hauptstadt Belgrad Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Daneben protestierten Tausende Bürger in Belgrad und anderen serbischen Städten friedlich gegen die Corona-Maßnahmen des mächtigen Präsidenten Aleksandar Vucic. Was genau hinter den Ausschreitungen steckt, lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 9. Juli, 17.30 Uhr:  Landratsamt Unterallgäu: Derzeit zwölf Corona-Infizierte 

Derzeit sind zwölf Unterallgäuer am Coronavirus erkrankt. Das meldet das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu. Neun Fälle stehen vermutlich in Zusammenhang mit einer privaten Feier. Betroffen ist auch ein Kind, das den Kindergarten in Hawangen besucht, und ein Kind, das in Markt Rettenbach zur Schule geht. Zur Sicherheit hat das Gesundheitsamt am Landratsamt Unterallgäu umgehend alle Kinder, die die Kindertageseinrichtung in Hawangen besuchen, und die Erzieherinnen getestet und isoliert. Zudem wurden die Schüler einer halben Schulklasse aus Markt Rettenbach getestet und isoliert. Inzwischen liegen alle 60 Testergebnisse aus dem Kindergarten und alle zehn Testergebnisse aus der Schule vor. Diese sind alle negativ. 

 

Donnerstag, 9. Juli, 16.23 Uhr: Kein weiterer Corona-Fall in Hawanger Kindergarten

Das Unterallgäuer Gesundheitsamt hat die Ergebnisse der Tests bekannt gegeben, die wegen eines Corona-Falls in einem Kindergarten in Hawangen durchgeführt werden mussten, da sich eines der Kinder bei einer privaten Geburtstagsparty infiziert hat. Das Testergebnis fiel bei allen Personen negativ aus. Dennoch bleibt die Einrichtung sicherheitshalber bis mindestens Ende nächster Woche geschlossen. Die Kinder und Erzieher müssen weiterhin in Quarantäne. Insgesamt hat das Gesundheitsamt in diesem Zusammenhang rund 60 Personen auf Covid-19 getestet. Das vollständige Update zu Hawangen lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 9. Juli, 12.00 Uhr: Corona-Fälle in Hawangen/Markt Rettenbach: Auch halbe Schulklasse muss in Quarantäne

Im Zuge der neuen Coronafälle im Unterallgäu muss auch eine halbe Schulklasse aus Markt Rettenbach in Quarantäne. Das teilt das Unterallgäuer Landratsamt auf Anfrage mit. Denn unter den acht Personen, die sich bei einer privaten Geburtstagsparty angesteckt hatten, war auch ein Schüler, der die Grund- und Mittelschule in Markt Rettenbach besucht. Bis wann die Testergebnisse der Kinder erwartet werden, lesen Sie hier.

 

 Donnerstag, 9. Juli, 11.15 Uhr: Erstmals kein Corona-Fall auf der Intensivstation in Bergamo

In Bergamo hat das Krankenhaus Papa Giovanni XXIII nach rund dreieinhalb Monaten Corona-Krise den ersten Tag ohne Covid-19-Patienten auf der Intensivstation gefeiert. Dafür gab es beim Personal "befreienden Applaus", aber auch eine Gedenkminute für die Toten, wie italienische Medien am Mittwoch schrieben. Die Stadt Bergamo in der Lombardei stand seit Februar im Zentrum des Virus-Ausbruchs in Italien. Das große Hospital Papa Giovanni XXIII gehört zu den symbolischen Orten für die Corona-Krise in dem Land. Drastische Bilder von Covid-19-Kranken in überfüllten Sälen und Gängen gingen um die Welt.

"Dies ist ein äußerst wichtiger Tag", sagte Abteilungsdirektor Luca Lorini bei der Feier nach Angaben der Agentur Adnkronos. Es seien zwar noch Corona-Patienten in der Klinik in Behandlung, doch diese seien bereits negativ getestet, hieß es. Die Viruswelle hatte das Krankenhaus seit dem 23. Februar mit dem Patientenansturm überrollt. Kurz zuvor waren auch in anderen Orten in der Lombardei Corona-Fälle publik geworden, auch Venetien war früh betroffen. Inzwischen gehen Fachleute davon aus, dass das Virus Sars-CoV-2 schon mindestens seit Jahresbeginn oder gar seit Dezember 2019 in Italien kursierte.

In ganz Italien wurden bis Mittwoch offiziell mehr als 34 900 Tote mit oder durch Covid-19 gezählt. Die Zahl der bislang registrierten Menschen mit dem Virus liegt bei mehr als 240 000. Zuletzt waren in 24 Stunden knapp 200 neue Fälle dazu gekommen.

 

Donnerstag, 9. Juli, 10.15 Uhr: Polizei nutzt Gästedaten aus Restaurants für Ermittlungen

In Hamburg und Augsburg hat die Polizei Corona-Daten aus Restaurants für Ermittlungen genutzt. Doch ist das erlaubt? Mehr zu den Hintergründen und wie das rechtlich geregelt ist, lesen Sie hier exklusiv mit AZ Plus.

 

Donnerstag, 9. Juli, 8 Uhr: Nach Corona-Fällen: So läuft es jetzt im Seniorenheim Waal

Das Waaler Heim war vor wenigen Wochen von einem Tag auf den anderen zu dem geworden, was man heute auf Neudeutsch als Hotspot aus den Nachrichten kennt. Unbarmherzig hatte das Corona-Virus zugeschlagen, 20 Tote galt es am Ende zu beklagen, die an Covid-19 gestorben waren. Jetzt kehrt ein wenig Normalität ein - und doch hat sich vieles geändert. Wie ist die Lage vor Ort? Wie geht es Bewohnern und Mitarbeitern? Unser Reporter hat das Heim besucht. Lesen Sie seine Reportage exklusiv mit AZ Plus. 

 

Donnerstag, 9. Juli, 7.15 Uhr: Kein Klo wegen Corona - Bolsterlang macht Toiletten dicht

Daniela Kertersz hatte ein dringendes Bedürfnis. „Ein wirklich dringendes“, wie sie schildert. Damit stand sie vor den öffentlichen Toiletten der Bolsterlanger Gästeinformation. Aber sie durfte sich dort nicht erleichtern. Denn das stille Örtchen ist wegen Corona geschlossen.

„Wir können und wir dürfen die öffentlich genutzte Toilette am Rathaus im Moment nicht öffnen“, sagt Bürgermeister Rolf Walter. Kein Klo wegen Corona? Nein. In den Oberallgäuer Tourismushochburgen sind fast alle öffentlichen WCs offen, ergab eine Umfrage unserer Redaktion. Warum sind nun die Toilettten in Bolsterlang zu

 

Donnerstag, 9. Juli, 6.30 Uhr: Über 400 Neuinfektionen in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 442 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 197 783 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete. In Deutschland starben nach RKI-Angaben 9048 mit dem Virus infizierte Menschen. Bis Dienstag hatten etwa 183 100 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert gestern Nacht bei 0,83 (Vortag: 0,84). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Donnerstag, 9. Juli, 5.45 Uhr: Anstieg von Corona-Fällen in Tulsa nach Trump-Kundgebung

Die Gesundheitsbehörden in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma führen den Anstieg der Coronavirus-Infektionen im Bezirk auch auf einen Wahlkampfauftritt von US-Präsident Donald Trump zurück. Der Auftritt sowie andere Veranstaltungen hätten "mehr als wahrscheinlich" zu der Zunahme beigetragen, sagte Behördenchef Bruce Dart am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Tulsa. Als Dart auf die Trump-Kundgebung angesprochen wurde, sagte er: "In den vergangenen Tagen hatten wir fast 500 Fälle und wir wissen, dass wir mehrere große Veranstaltungen vor etwas mehr als zwei Wochen hatten." Er denke, man könne da einen Zusammenhang herstellen.

Trumps Kundgebung am 20. Juni war die erste seit Beginn der anhaltenden Pandemie und wurde von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt begleitet. Der Präsident war dafür kritisiert worden, Tausende Menschen in einer Halle zu versammeln, in der das Tragen von Masken nicht verpflichtend waren. Auch Trump trägt in der Öffentlichkeit keine Maske. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, begründete das am Mittwoch erneut damit, dass der Präsident regelmäßig auf das Coronavirus getestet werde.

An diesem Samstag will Trump auf dem Flughafen von Portsmouth im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire vor Tausenden Anhängern sprechen - diesmal im Freien. Alle Gäste müssen bei der Anmeldung zustimmen, dass sie "freiwillig alle Risiken" übernehmen, die aus einer Corona-Infektion resultieren könnten, wie seine Kampagne erklärte. Trumps Wahlkampflager haftet dafür nicht. Teilnehmer würden aber "stark ermuntert", bereitgestellte Masken zu tragen, hieß es.

 

Mittwoch, 8. Juli, 21.30 Uhr: 48 938 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2604 Menschen bislang gestorben 

 In Bayern sind bisher 48 938 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch auf seiner Website mit. Gestorben sind bislang im Freistaat 2604 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten rund 45 450 Menschen.

 

Mittwoch, 8. Juli, 19.45 Uhr: Drei Koblenzer Studentenwohnheime wegen Corona unter Quarantäne

Wegen einiger Corona-Fälle sind drei Koblenzer Studentenwohnheime unter Quarantäne gestellt worden. Drei Bewohner hätten Symptome gespürt und sich ins Krankenhaus begeben, ein Schnelltest sei positiv ausgefallen, teilte die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz am Mittwoch mit. Auch Kontaktpersonen zeigten nach den Angaben Symptome und wurden getestet. Die Ergebnisse lagen vorerst noch nicht vor.

Zwei nachweislich Infizierte leben in einem Wohnheim, der dritte in einem anderen. Das dritte Wohnheim sei wegen Kontakten von Bewohnern zu den anderen beiden Gebäuden ebenfalls unter Quarantäne gestellt worden.

Die drei Wohnheime bieten insgesamt Platz für rund 350 Bewohner. "Es sind nicht alle da", sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung. Alle Bewohner würden auf das hochansteckende Coronavirus getestet.

Zahlreiche Polizisten kontrollierten am Mittwochnachmittag alle Ausgänge der drei Studentenwohnheime. Rot-weißes Flatterband versperrte die Zugänge. Mitarbeiter vom Deutschen Roten Kreuz und von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft kamen in weißer Schutzkleidung und mit Masken, um Abstriche von den Bewohnern zu nehmen.

 

Mittwoch, 8. Juli, 18.05 Uhr: Export bricht in Corona-Krise ein - Bundesamt gibt Daten bekannt

Die Corona-Krise macht Deutschlands Exportunternehmen schwer zu schaffen. Wie sich die Ausfuhr von Waren "made in Germany" im Mai nach dem Absturz im April entwickelt hat, gibt das Statistische Bundesamt am Donnerstag (8.00 Uhr) bekannt. Grenzschließungen, Störungen in der Logistik und Unterbrechungen der Lieferketten hatten tiefe Spuren hinterlassen. Der Wert der Warenausfuhren war im April nach Angaben der Wiesbadener Behörde gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro eingebrochen.

Es war der stärkste Rückgang gegenüber einem Vorjahresmonat in der Nachkriegsgeschichte. Der Außenhandelsverband BGA sprach von "Horrorzahlen". Ökonomen hoffen, dass damit der Tiefpunkt erreicht ist. Die Stimmung in den Exportunternehmen hatte sich nach Daten des Ifo-Institutes zuletzt aufgehellt.

Trotz der erhofften Erholung rechneten der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zuletzt mit einem Rückgang der Ausfuhren im Gesamtjahr um 15 Prozent. Neben dem Privatkonsum zählt der Export zu den Stützen der deutschen Konjunktur.

 

Mittwoch, 8. Juli, 17 Uhr: Verwaltungsgerichte entscheiden über zahlreiche Corona-Maßnahmen 

Die Corona-Krise hält die Verwaltungsgerichte in Bayern weiter in Atem: Noch mehr als 60 sogenannte Normenkontrollverfahren und sieben Eilverfahren laufen momentan beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH). "Das sind alles Verfahren, die sich direkt mit Maßnahmen im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes auseinandersetzen", erklärte VGH-Sprecherin Franziska Haberl am Mittwoch in München. Die Verwaltungsgerichte seien noch mit mehr als 50 Klagen und zehn Eilverfahren wegen der Corona-Maßnahmen beschäftigt.

Über die Erfahrungen in der Corona-Krise wollen sich am Donnerstag die Präsidenten der Verwaltungsgerichte mit der Präsidentin des Verwaltungsgerichtshofs austauschen. Bei der Jahrestagung in Bayreuth werde auch die Einführung von Videoverfahren und mobiles Arbeiten diskutiert. "Das sind alles Themen, mit denen sich die Gerichte durch die Corona-Krise jetzt unweigerlich beschäftigen müssen." 

 

Mittwoch, 8. Juli, 16.30 Uhr: Landrat schreibt Länderchefs: Reise-Hürden für Gütersloher aufheben  

Mit einer E-Mail an die Ministerpräsidenten der Küstenländer Niedersachsen und Schleswig-Holstein hat sich Güterslohs Landrat Sven-Georg Adenauer für die Aufhebung der Reisebeschränkungen für Menschen aus seiner Heimat eingesetzt. "Die Menschen aus dem Kreis Gütersloh sind die Ausgrenzung und Stigmatisierung satt", schrieb der CDU-Politiker laut Mitteilung an Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) sowie dessen schleswig-holsteinischen Amtskollegen Daniel Günther (CDU).

Auch wenn der Kreis Gütersloh offiziell nicht mehr als Corona-Risikogebiet gilt, können Reisende von dort vorerst nicht ohne weiteres nach Schleswig-Holstein kommen, wie das Kieler Gesundheitsministerium bereits am Dienstag klarstellte. Wer sich in dem Kreis in der Zeit aufhielt, in der dieser als Risikogebiet eingestuft war, dürfe weiterhin nur mit negativem Testergebnis einreisen oder müsse unverzüglich in Quarantäne. Zudem müsse sich derjenige beim Gesundheitsamt melden. Erst wenn der letztmalige Aufenthalt in einem Risikogebiet länger als 14 Tage zurückliegt, hat das dem Kieler Gesundheitsministerium zufolge keine Auswirkung mehr auf die Einreise nach Schleswig-Holstein.

Niedersachsen hebt die Einschränkungen für Übernachtungsgäste aus dem Kreis Gütersloh erst am Montag auf. Bis dahin müssen sie einen negativen Coronatest vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist. In anderen Bundesländern dagegen waren die Beschränkungen aufgehoben worden, nachdem die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage unter den Grenzwert von 50 gesunken war.

 

Mittwoch, 8. Juli, 13.10 Uhr: Landtag erleichtert Kommunen in Corona-Krise Weg zu frischem Geld 

Bayerns Kommunen können sich ab der Sommerpause coronabedingt leichter frisches Geld beschaffen. Der Landtag machte am Mittwoch in München mit großer Mehrheit den Weg frei, damit klamme Städte und Gemeinden leichter Kredite oder Kassenkredite aufnehmen können. Die Gesetzesänderung tritt zum 1. August in Kraft, die zur Umsetzung erforderliche Verordnung soll noch in der ersten Augusthälfte kommen.

"Gepaart mit finanziellen Unterstützungen des Freistaats stellen wir sicher, dass die Kommunen trotz akuter finanzieller Herausforderungen kurzfristig handlungsfähig bleiben", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Mittel- und langfristig bleibe es aber das Ziel, wieder zu soliden Kommunalfinanzen zurückzukehren.

Bayerns Kommunen stehen wegen weggebrochener Steuereinnahmen und hoher Ausgaben in der Pandemie finanziell unter großem Druck. Viele fürchten angesichts der Finanzlage, ihre Handlungsfähigkeit zu verlieren und etwa notwendige Investitionen nicht mehr leisten zu können. Die Staatsregierung hatte daher vor Wochen beschlossen, dass bereits vereinbarter Leistungen aus dem Finanzausgleich 2020 vorzeitig ausgezahlt werden.

 

Mittwoch, 8. Juli, 12.30 Uhr: Kindergarten in Hawangen wegen Corona geschlossen

Nachdem heute Morgen bekannt wurde, dass es im Unterallgäu mehrere Corona-Fälle gibt, wurde jetzt der Kindergarten in der Gemeinde Hawangen geschlossen. Eines der Kinder hat sich mit dem Coronavirus bei einer privaten Geburtstagsfeier infiziert.

Insgesamt hat das Unterallgäuer Landratsamt am Mittwoch 60 Personen auf Covid-19 getestet – die große Mehrheit davon Kindergartenkinder und Erzieher aus Hawangen. Genauere Zahlen waren von der Behörde nicht zu erfahren. Erste Testergebnisse werden für Donnerstag erwartet. 

 

Mittwoch, 8. Juli, 11.45 Uhr: Rekord an Corona-Neuinfektionen in Israel

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium des Landes am Mittwoch mitteilte, wurden für Dienstag 1320 Fälle gemeldet - so viele wie nie zuvor an einem Tag seit Ausbruch der Pandemie. Insgesamt wurden in Israel bislang mehr als 32.700 Infizierte registriert. Verteidigungsminister Benny Gantz begab sich nach einem möglichen Kontakt mit einem Infizierten vorsorglich in Quarantäne. Ein Lockdown im Westjordanland wurde wegen der auch in diesem Gebiet steigenden Zahlen derweil bis Montagmorgen verlängert.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hatte in Israel bereits in den vergangenen Tagen bei mehr als 1000 gelegen. Zum Vergleich: Im gesamten Monat Mai waren in dem Land nur etwa 1200 neue Infektionen gemeldet worden. In Deutschland haben die Gesundheitsämter nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch innerhalb eines Tages 397 neue Corona-Infektionen gemeldet. Deutschland hat etwa neun Mal mehr Einwohner als Israel.

 

Mittwoch, 8. Juli, 10.15 Uhr: Rekordhoch in den USA - 60 000 neue Fälle in 24 Stunden

Mit rund 60.000 Corona-Infektionen binnen 24 Stunden haben die USA einen Höchststand bei den Neu-Ansteckungen erreicht. Das geht aus Zahlen hervor, die die Johns-Hopkins-Universität am Mittwochmorgen veröffentlichte. Den zuvor höchsten Wert verzeichnete Johns-Hopkins mit gut 54 000 Fällen am vergangenen Donnerstag.

Insgesamt zählt das Land demnach mehr als 2,996 Millionen Fälle (Stand: 8.7.; 9.57 Uhr). Mehr als 131 000 Menschen starben an oder im Zusammenhang mit dem Virus.

Die Zahl der Neuansteckungen in den USA mit seinen 320 Millionen Einwohnern ist seit Mitte Juni im Zuge der Lockerung der Corona-Auflagen dramatisch angestiegen - vor allem in den Bundesstaaten Florida, Texas, Georgia, Arizona und Kalifornien. Der Immunologe Anthony Fauci - der zur Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses gehört - hatte sich zuletzt angesichts des raschen Anstiegs der Neuinfektionen im Süden und Westen des Landes besorgt gezeigt.

 

Mittwoch, 8. Juli, 9.50 Uhr: Neue Corona-Fälle im Unterallgäu - Tests im Kindergarten

Nachdem am Montag ein neuer Corona-Fall im Unterallgäu bekannt geworden war, wurden weitere Kontaktpersonen ermittelt. Wie das Landratsamt Unterallgäu berichtet, stellte sich heraus, dass die infizierte Person eine private Veranstaltung besucht hatte. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamts ermittelten daraufhin 30 Kontaktpersonen, die unverzüglich isoliert und getestet wurden. Bei acht dieser Personen, die alle dem gleichen familiären Umfeld angehören, fiel das Testergebnis positiv aus. Damit hat sich inzwischen eine größere Anzahl weiterer Kontakte ergeben, die nun schnellstmöglich vom Gesundheitsamt isoliert und getestet werden. Da ein Kind den Kindergarten in Hawangen besucht, werden hier sicherheitshalber die Kinder aller Gruppen und die Mitarbeiterinnen getestet.

Aktuell gibt es damit zehn aktive Corona-Fälle im Unterallgäu, wobei ein Fall eine Person betrifft, die sich derzeit nicht im Landkreis aufhält und auch nicht in Zusammenhang mit den anderen Fällen steht.

 

 Mittwoch, 8. Juli, 8.30 Uhr: Kreative Lösung gegen Verschwörungstheorien

Der Kaufbeurer Stadtjugendring hat sich etwas einfallen lassen, um gegen Verschwörungstheorien aufmerksam zu machen: Eine Plakataktion soll zeigen, wie absurd diese Theorien oft sind. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

>> Das sind die wildesten Corona-Verschwörungstheorien - und wie man ihnen begegnet <<

 

Mittwoch, 8. Juli, 7.30 Uhr: Ausgehen in Corona-Zeiten: Ganz Paris ist eine Terrasse

Essen und Trinken im Freien: Paris ist nun ein einziges Freiluft-Café mit XXL-Terrassen. Möglich macht das eine Regelung der Stadt Paris. Damit die Menschen genügend Abstand voneinander halten können, dürfen die Restaurants und Kneipen ihre Terrassen erweitern. Sie können einen Antrag bei der Stadt stellen, um etwa den Parkstreifen vor ihrem Laden mit als Terrasse nutzen zu dürfen. Erlaubt ist das Ganze vorerst bis Ende September.

"Um die öffentliche Ruhe zu gewährleisten, können diese temporären Räume täglich von 8 bis 22 Uhr genutzt werden", so die Stadt. Sie können mit Tischen, Stühlen und Sonnenschirmen ausgestattet werden - allerdings, so die Vorgabe: Die Möbel müssen "diskret und einheitlich sein, um sich harmonisch in das Stadtbild zu integrieren". In der Corona-Krise haben die Pariser Gastronominnen und Gastronomen ganz besonders gelitten. Ihre Läden waren fast drei Monate lang geschlossen.

Seit der Corona-Pandemie ist ganz Paris wie ein einziges Freiluft-Café - einige Läden haben sich mit ein paar Holz-Paletten eine richtige kleine Oase mitten auf der Straße geschaffen.
Seit der Corona-Pandemie ist ganz Paris wie ein einziges Freiluft-Café - einige Läden haben sich mit ein paar Holz-Paletten eine richtige kleine Oase mitten auf der Straße geschaffen.
Bild: Julia Naue, dpa

 

Mittwoch, 8. Juli, 6.05 Uhr: 397 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 397 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 197.341 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete.

9036 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 12 im Vergleich zum Vortag. Bis Montag hatten etwa 182.700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen inzwischen überstanden. Das waren etwa 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 7.7., 0.00 Uhr, bei 0,81 (Vortag: 0,97). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

 

Dienstag, 7. Juli, 20.08 Uhr: Wegen Corona: Maxi Schafroth organisiert ein Autokabarett im Allgäu

Der Unterallgäuer Kabarettist und Musiker Maxi Schafroth organisiert am kommenden Wochenende ein Autokabarett. Corona ist natürlich ein Thema. Wer dabei sein möchte, braucht nur ein funktionierendes Autoradio. Wann und wo die Kabarett-Abende mit dem Unterallgäuer stattfinden, lesen Sie hier (AZ Plus).

 

Dienstag, 7. Juli, 18.59 Uhr: Corona-Regeln in den Allgäuer Freibädern werden größtenteils eingehalten

Am "Tag des Freibads" freuen sich wohl viele Allgäuer auf einen Besuch im Freibad. Doch dort gelten strenge Corona-Regeln: Hinein kommen Badegäste nur mit vorheriger Anmeldung im Internet. Oder sie hinterlassen ihre Kontaktdaten an der Kasse. Drinnen heißt es dann: Schwimmen immer nur in eine Richtung. Was früher bei dem Gewusel in Schwimmbecken unvorstellbar war, funktioniert seit Wiedereröffnung der Freibäder nach der Lockerung des Corona-Lockdowns erstaunlich gut. Welche Regeln es vor und während des Freibad-Besuchs im Allgäu zu beachten gilt, lesen Sie hier.

 

Dienstag, 7. Juli, 17.45 Uhr: Brasiliens Präsident Bolsonaro mit Coronavirus infiziert

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der Staatschef am Dienstag nach einem positiven Test in einem Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Brasília mit. Medienberichten zufolge hatte der Staatschef zuvor Symptome gezeigt: Er habe Fieber und Gliederschmerzen gehabt. Am Montag trug er entgegen seiner Gewohnheit eine Maske und riet einem Anhänger, sich ihm nicht zu nähern.

Brasilien ist neben den USA derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas 1,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 64 867 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen, da in Brasilien nur recht wenig getestet wird.

Die brasilianische Regierung hat die Pandemie von Anfang an heruntergespielt. Präsident Bolsonaro bezeichnete das Coronavirus immer wieder als "leichte Grippe" und stemmte sich gegen Schutzmaßnahmen. Der rechte Staatschef fürchtete die wirtschaftlichen Schäden eines Lockdowns. Immer wieder zeigte er sich ohne Mundschutz in der Öffentlichkeit, löste Massenaufläufe aus und machte Selfies mit Anhängern.

Im Streit um den richtigen Umfang mit der Pandemie warfen bereits zwei Gesundheitsminister das Handtuch. Zuletzt legte Bolsonaro sein Veto gegen eine Maskenpflicht in geschlossenen Räumen wie Kirchen, Geschäften und Schulen ein.

 

Dienstag, 7. Juli, 15.58 Uhr: Bayern erlaubt wieder normales Fußball-Training mit Kontakt

In Bayern dürfen von Mittwoch an wieder alle Männer, Frauen, Buben und Mädchen Fußball spielen und das volle Trainingsprogramm absolvieren. Das Kabinett beschloss am Dienstag, dass Sport mit Körperkontakt wieder erlaubt ist. Bislang durften nur Profis auf dem Platz mit Zweikämpfen trainieren. Amateure, Jugendliche und Kinder mussten sich auf kontaktlose Übungen beschränken. Ab Mittwoch ist Körperkontakt im Training wieder erlaubt, doch es müssen Voraussetzungen erfüllt sein.

 

Dienstag, 7. Juli, 15.21 Uhr: AfD-Fraktion scheitert mit Eilantrag gegen Maskenpflicht im Landtag

Die AfD-Fraktion ist am Verwaltungsgericht München mit ihrem Eilantrag gegen die Maskenpflicht im bayerischen Landtag gescheitert. Das Gericht erklärte sich in der Frage für nicht zuständig, da es sich um eine verfassungsrechtliche Streitfrage handelt, teilte ein Sprecher des Gerichts am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Gegen die Entscheidung kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt werden. (Aktenzeichen M 30 S 20 2940)

Konkret begründete das Gericht seine Entscheidung damit, dass die Beteiligten der Streitigkeit "von der Verfassung selbst unmittelbar eine besondere verfassungsrechtliche Stellung/Rolle eingeräumt wird". Dadurch sei das streitige Rechtsverhältnis maßgeblich vom Verfassungsrecht geprägt, weshalb Verwaltungsgerichte nicht zuständig seien. "Vielmehr wäre der Bayerische Verfassungsgerichtshof mit der Streitsache zu betrauen."

 

Dienstag, 7. Juli, 13.23 Uhr: Lufthansa streicht Stellen in Verwaltung und Führungsetagen 

Die von der Corona-Krise hart getroffene Lufthansa setzt weiter den Rotstift an. In der Verwaltung der Lufthansa AG sollen 1000 Stellen gestrichen werden, wie die Fluggesellschaft am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Anzahl der Führungskräftestellen soll konzernweit um 20 Prozent reduziert werden. Nach der Verkleinerung des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG sollen auch die Vorstands- und Geschäftsführungsgremien der Töchter schrumpfen. Im ersten Schritt wurde die Anzahl der Gremienmitglieder bei Lufthansa Cargo AG, LSG Group und Lufthansa Aviation Training um jeweils eine Position verringert. Nach Zustimmung der Lufthansa-Aktionäre zu dem milliardenschweren staatlichen Rettungspaket sowie den Zusagen der Regierungen in Österreich und der Schweiz, sei die Finanzierung der Gruppe zunächst gesichert, erklärte Lufthansa. "Die vollständige Rückführung der staatlichen Kredite und Einlagen inklusive der Zinszahlungen wird das Unternehmen jedoch in den kommenden Jahren zusätzlich belasten, so dass nachhaltige Kostensenkungen auch aus diesem Grund unausweichlich werden." Rein rechnerisch hat die Lufthansa nach eigenen Angaben in der Corona-Krise konzernweit 22.000 Vollzeitstellen zuviel an Bord. Das Unternehmen will weiterhin betriebsbedingte Kündigungen nach Möglichkeit vermeiden. Lufthansa verhandelt derzeit mit Verdi und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit über Sparbeiträge der Beschäftigten zur Bewältigung der Corona-Flaute. Für die Kabine hat die Gewerkschaft Ufo bereits eine Vereinbarung getroffen.

 

Dienstag, 7. Juli, 13.07 Uhr: OECD: Corona-Krise steigert Arbeitslosigkeit bis Jahresende 

Die Corona-Krise wird Experten zufolge bis zum Jahresende für einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit in vielen Industrieländern sorgen. Ohne eine zweite Infektionswelle könnte die Arbeitslosigkeit in den Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auf durchschnittlich 9,4 Prozent steigen, wie aus dem am Dienstag präsentierten OECD-Beschäftigungsausblick hervorgeht. Käme es zu einer zweiten Infektionswelle, rechnen die Experten sogar mit einem Anstieg auf 12,6 Prozent. Ende 2019 lag die Zahl bei durchschnittlich 5,3 Prozent. Aus den Daten gehe zudem hervor, dass die Arbeitslosigkeit Geringqualifizierte, junge Menschen, Migranten und Frauen am stärksten getroffen habe, heißt es in der Studie. Die OECD-Länder hätten in historisch beispiellosem Umfang Maßnahmen ergriffen, um den drohenden wirtschaftlichen Schaden durch die Corona-Krise möglichst gering zu halten. Doch auch wenn die Wirtschaft sich erhole, müsse die Politik weitere Unterstützung leisten, weil die Krise möglicherweise noch andauern werde, heißt es.

 

Dienstag, 7. Juli, 12.13 Uhr: Mehr als 40 Kinder mit Fieber am Bodensee - Keine Hinweise auf Corona-Infektion 

In Friedrichshafen am Bodensee sind 40 Kinder in einem Kindergarten an Fieber erkrankt - das Gesundheitsamt sieht aber keine Hinweise auf eine Corona-Infektion. Das teilte Amtssprecher Robert Schwarz am Dienstag mit. Die Kinder waren am Montag von ihren Eltern krankgemeldet worden. Der Träger der Einrichtung hatte den Kindergarten daraufhin für zwei Tage geschlossen. Am Donnerstag sollen beschwerdefreie Kinder demnach wieder kommen dürfen. Corona-Tests bei den Kindern sind laut Gesundheitsamt derzeit nicht geplant. Sie stellten einen erheblichen Eingriff für die Kinder dar. Eltern müssten selbst entscheiden, ob sie ihr Kind beim Hausarzt testen lassen wollen. Die häufigsten gemeldeten Symptome einer Erkrankung sind Husten (49 Prozent), Fieber (41 Prozent) und Schnupfen (21 Prozent). Bereits in der Vorwoche habe es vereinzelte Fieber-Erkrankungen unter den insgesamt 67 Kindern des Kindergartens gegeben.

 

Dienstag, 7. Juli, 12 Uhr: Die Ergebnisse der Kabinettssitzung im Live-Stream

Um 12 Uhr informieren Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Umweltminister Thorsten Glauber in einer Pressekonferenz über die wesentlichen Ergebnisse der Kabinettssitzung zur Corona-Pandemie. Diese finden Sie zudem in unserer Zusammenfassung.

 

Dienstag, 7. Juli, 11.36 Uhr: FDP: Maskenpflicht unter Umständen nicht mehr verhältnismäßig

Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster zu den coronabedingten strengen Auflagen im Kreis Gütersloh fordert die FDP im Bundestag ein Überprüfen aller Beschränkungen in Deutschland. Bundesregierung und Landesregierungen müssten alle Maßnahmen erneut auf ihre Verhältnismäßigkeit abklopfen, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Theurer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Das gelte auch für die Maskenpflicht. "Das Urteil macht nochmals deutlich, dass alle Einschränkungen von Grundrechten verhältnismäßig und nachvollziehbar sein müssen", sagte Theurer. "Wo es regional über einen längeren Zeitraum gar kein akutes Infektionsgeschehen gibt, ist sogar der sehr geringfügige Eingriff einer Maskenpflicht nicht mehr verhältnismäßig."

Dagegen hatten die 16 Ländergesundheitsminister erst am Montag beschlossen, an der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in Geschäften sowie in Zügen und Bussen vorerst festzuhalten. Das Gericht hatte am Montag die von der nordrhein-westfälischen Landesregierung nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies verfügten Einschränkungen im Kreis Gütersloh gekippt. Das zuständige Gesundheitsministerium hätte inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen, ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, lautete die Begründung. Theurer sagte, die Bundesregierung brauche eine Gesamtstrategie, die eine regionale Ausdifferenzierung aller Maßnahmen auf der Basis transparenter Kriterien ermögliche. "Das ist schon allein deshalb notwendig, weil sonst ständig Maßnahmen von den Gerichten gekippt werden und die Bevölkerung zunehmend verunsichert wird, was denn nun gilt."

 

Dienstag, 7. Juli, 11.22 Uhr: Nach Corona-Verschiebung: In China beginnt größte Prüfung der Welt

Mit knapp elf Millionen Teilnehmern hat am Dienstag in China der nach eigenen Angaben größte Uni-Aufnahmetest der Welt begonnen. Wie der Staatssender CCTV berichtete, stellten sich 10,71 Millionen Schüler der mehrtägigen "Gaokao" (Große Prüfung), die maßgeblich über das zukünftige Leben der Schulabgänger entscheidet. Wie das Staatsfernsehen berichtete, wird die Prüfung in diesem Jahr an über 7000 Schulen und anderen Einrichtungen abgehalten. Knapp eine Million Lehrer helfen bei der Organisation des Massentests, der wegen des Coronavirus-Ausbruchs um einen Monat verschoben werden musste.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurden im Vorfeld strenge Schutzmaßnahmen angeordnet. Demnach müssen Schüler und Aufsichtspersonen beim Betreten der Prüfungsräume Schutzmasken tragen. Schüler, bei denen Symptome wie eine erhöhte Temperatur oder Atemwegserkrankungen festgestellt werden, können die Prüfung nach einem Gesundheitscheck in speziellen Isolationsräumen ablegen. Wer bei der "Gaokao" eine hohe Punktzahl holt, kann sich für die besten Hochschulen in China bewerben. Wer schlecht abschneidet, dem bleibt in der Regel bloß der Gang zu Mittelklasse-Hochschulen, was später oft Auswirkungen auf Job-Angebote hat.

 

Dienstag, 7. Juli, 10.40 Uhr: Leiter von Allgäuer Pflegeheimen öffnen die Türen - aber nur ein bisschen

Berührung und Kontakt mit den Angehörigen sowie anderen Besuchern fehlen vielen Bewohnern von Pflegeheimen. Die Regierung gibt den Leitern nur noch eine Handlungsempfehlung. Wie die Chefs damit umgehen, liegt in deren Verantwortung. So tun das die Leiter von Allgäuer Pflegeheimen.

 

Dienstag, 7. Juli, 10.07 Uhr: EU-Kommission: Wirtschaft bricht noch stärker ein als erwartet

Die Rezession wegen der Corona-Pandemie wird nach der neuesten Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr noch stärker ausfallen als angenommen. Die Wirtschaftsleistung in der Eurozone könnte demnach 2020 um 8,7 Prozent einbrechen, zuvor lag die Prognose bei minus 7,7 Prozent, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte. Dennoch könnte das Schlimmste bereits vorbei sein.

 

Dienstag, 7. Juli, 10 Uhr: Melbourne geht nach Corona-Anstieg wieder in den Lockdown 

Australiens zweitgrößte Stadt Melbourne geht wegen eines drastischen Anstiegs der Corona-Infektionen erneut in einen sechswöchigen Lockdown. Mehrere Wochen, nachdem die rund fünf Millionen Einwohner zählende Hauptstadt des Bundesstaates Victoria die Wirtschaft wieder geöffnet hatte, werde man ab Mittwoch um Mitternacht (Ortszeit) wieder strikte Ausgangssperren in Kraft setzen, teilte der regionale Regierungschef Daniel Andrews am Dienstag mit. Am selben Tag hatten die Gesundheitsbehörden 191 Neuinfektionen bestätigt, einer der höchsten Anstiege innerhalb eines Tages in Australien seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

"Wir müssen realistisch über die Umstände, mit denen wir konfrontiert sind, sein", sagte Andrews. Die Frustration habe scheinbar zu einer gewissen Nachlässigkeit geführt. "Ich denke, jeder von uns weiß, dass wir keine andere Wahl haben als diese sehr sehr schwierigen Schritte zu ergreifen", fügte der Regierungschef hinzu. Die Bürger dürfen unter dem erneuten Lockdown nicht das Haus verlassen, außer zum Einkaufen von Lebensmitteln, zu Arzt- und Pflegebesuchen, zur Ausübungen körperlicher Fitness oder um zu arbeiten. Gäste dürfen zu Hause nicht empfangen werden. Außerdem bleiben Schulen in den betroffenen Gebieten, die nächste Woche öffnen sollten, geschlossen. Die rund fünf Millionen Bewohner Melbournes können außerdem ihre Stadt nicht verlassen. Das Militär ist mobilisiert, um die Polizei bei der Durchsetzung der Ausgangsbeschränkungen zu unterstützen. Man müsse die Situation so ernstnehmen wie man in Australien auch Buschfeuer ernstnehme. Es gehe um "Leben und Tod", sagte Andrews.

 

Dienstag, 7. Juli, 9.53 Uhr: Deutsche Industrie erholt sich etwas von Corona-Einbruch 

Die deutsche Industrie hat sich im Mai etwas von dem scharfen Einbruch in der Corona-Krise erholt. Die Produktion des verarbeitenden Gewerbes stieg gegenüber dem Vormonat um 7,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten jedoch mit einem stärkeren Zuwachs um durchschnittlich 11,1 Prozent gerechnet. Im März und April war die Produktion massiv gefallen. Dass die Krise immer noch schwer wiegt, zeigt der Jahresvergleich. Gegenüber dem Vorjahresmonat war die Gesamtherstellung um 19,3 Prozent rückläufig. Das Vorkrisenniveau wird immer noch klar unterschritten: Gegenüber Februar liegt die Gesamtproduktion 19 Prozent tiefer, die Autoproduktion ist sogar nur halb so hoch. Im Februar waren die massiven Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie noch nicht in Kraft.

 

Dienstag, 7. Juli, 9.38 Uhr: Ausländern droht bei Online-Semester an US-Universitäten Ausweisung

Wegen der Coronavirus-Pandemie kündigen US-Hochschulen wie die Elite-Uni Harvard an, im Wintersemester Vorlesungen nur online anzubieten. Schlechte Nachrichten sind das für ausländische Studenten - sie könnten deswegen gezwungen werden, die USA zu verlassen.

 

Dienstag, 7. Juli, 8.50 Uhr: Ende der Corona-Auflagen: Gericht kippt Anordnung der Landesregierung für Kreis Gütersloh

Die Einschränkungen für die Menschen im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh sind aufgehoben. Ein Gericht hat die Anordnung der Landesregierung gekippt. Nach etlichen Coronavirus-Fällen beim Fleischverarbeiter Tönnies im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh deutlich unter den Grenzwert gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 35,4. Als Grenzwert gilt der Wert 50.

Am Vortag lag diese Infektions-Kennziffer noch bei 50,5 und damit knapp über der Grenze. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies lag der Wert bei 270,2. Bereits am Montag hatte das Oberverwaltungsgericht Münster die von der Landesregierung verfügten Corona-Einschränkungen im Kreis Gütersloh gekippt. Das zuständige Gesundheitsministerium hätte nach der Verbreitung des Virus bei Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen, die Einschränkung des öffentlichen Lebens für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, erklärte das Gericht. Die Beschränkungen wären ohnehin in der Nacht zum Mittwoch ausgelaufen - die Landesregierung hatte die Auflagen bis Mittwoch 00.00 Uhr befristet. Eine Verlängerung wäre möglich gewesen, galt angesichts der rückläufigen Infektionszahlen aber als unwahrscheinlich.

 

Dienstag, 7. Juli, 8.33 Uhr: Wie Fernsehserien mit der Corona-Krise umgehen

Seit Monaten ist die Corona-Krise das vorherrschende Thema nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. In Fernsehserien ist davon bislang aber nicht viel zu merken. "GZSZ", "Sturm der Liebe" und Co. haben eine sehr konsequente Art gefunden, mit der Pandemie umzugehen.

 

Dienstag, 7. Juli, 7.59 Uhr: Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen erholen sich weiter 

Die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen haben sich in der vergangenen Woche weiter etwas verbessert, bleiben aber wegen der Corona-Krise auf sehr niedrigem Niveau. In der Woche vom 29. Juni bis 5. Juli zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport rund 251.000 Fluggäste und damit 83,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie aus einer Aufstellung auf der Internetseite des Frankfurter Konzerns hervorgeht. Das waren gut 78.000 Fluggäste mehr als eine Woche zuvor, als der Rückgang noch 89,3 Prozent betragen hatte.

Die Zahl der Flugbewegungen ging in der vergangenen Woche im Vergleich zum Vorjahr um 71,2 Prozent auf 3074 Starts und Landungen zurück. Auch dieser Wert verbesserte sich im Wochenvergleich. In der Vorwoche hatte der Rückgang noch fast 80 Prozent auf 2365 betragen. Etwas schwächer fiel dagegen im Vergleich zur vorangegangenen Woche das Frachtgeschäft aus. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost fiel in den den sieben Tagen bis zum 5. Juli im Vergleich zur entsprechenden Woche des Vorjahres um fast ein Fünftel auf 34.155 Tonnen. In der 26. Kalenderwoche hatte der Rückgang bei 17,8 Prozent gelegen. Viele Fluggesellschaften bieten seit Juni wieder mehr Flüge an, nachdem der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen seit Ende März weitgehend zusammengebrochen war. Seit dem 15. Juni hat das Auswärtige Amt die Reisewarnungen für die meisten EU-Mitgliedsstaaten, den Schengen-Raum und Großbritannien aufgehoben. Branchenvertreter erwarten jedoch, dass der Passagierverkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau aus der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie erreicht.

 

Dienstag, 7. Juli, 6.56 Uhr: Söder diskutiert mit Kabinett über Probleme mit Corona und Fleischfabriken

Drohende Folgen der Corona-Krise und aktuelle Lehren aus der Debatte um Billigfleisch stehen am Dienstag (9 Uhr) in der Sitzung des Kabinetts ganz oben auf der Tagesordnung. Mit Blick auf die weltweite Pandemie hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sich bereits am Montag gegen ein Ende der Maskenpflicht in Bayern ausgesprochen und zugleich Nachjustierungen bei den Hilfen für die Zulieferbranche angekündigt.

"Solange aus den USA kein deutliches Signal der Besserung kommt, und unser Gefühl ist, dass es da eher schwieriger wird, (...) so lange wird es ein ernsthaftes Problem werden", hatte Söder am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München gesagt. Da alle großen Branchen etwa die Automobilwirtschaft oder die Luft- und Raumfahrt an den weltweiten Exportketten hingen, müssten die Hilfen gerade für die Zulieferer beschleunigt werden. In Bayern werde sich die Regierung um jeden Fall kümmern". Bereits am Wochenende hatte sich Söder angesichts von Protesten gegen große Fleischfabriken für kleinere Landwirtschaftsbetriebe stark gemacht: "Agrar-Ökologie statt Agrar-Kapitalismus - das könnte doch ein Weg sein für die Zukunft", sagte er in einer Videobotschaft. Er forderte mehr Geld für die Landwirtschaft, "aber für eine Wende hin zu mehr Agrar-Ökologie". Die Landwirte müssten mehr Möglichkeiten bekommen, ihre Ställe und das Tierwohl zu organisieren und trotzdem wirtschaftlich zu bleiben. Viele Bürger seien auch bereit, dann mehr Geld auszugeben. "Es soll so sein, dass Fleisch nicht unendlich teuer wird, es soll für jeden erschwinglich sein."

 

Dienstag, 7. Juli, 6.46 Uhr: Drei Corona-Fälle in Allgäuer Ferienanlage

In einer Ferienlage im Allgäu wurden drei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Einige Fragen sind noch offen. Die Verantwortlichen betonen: Mit einem größeren Ausbruch ist nicht zu rechnen.

 

Dienstag, 7. Juli, 6.36 Uhr: Corona-Krise: Wie steht es um die Finanzen in Kempten?

Welche bereits jetzt absehbaren Folgen hat die Corona-Pandemie auf den Haushalt der Stadt Kempten? Um diese Frage geht es am Mittwoch, 8. Juli, während der nächsten Sitzung des Kemptener Haupt- und Finanzausschusses. Beginn ist um 16 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses. Darüber hinaus geht es um den Einzelhandel. Denn mittlerweile liegt das Gutachten zum Einzelhandelskonzept der Stadt auf dem Tisch. Außerdem entscheiden die Ausschuss-Mitglieder am Donnerstag unter anderem, ob die geplante Mountainbike-Strecke am Mariaberg umgesetzt wird (wir berichteten) . Zur Diskussion steht ebenfalls das weitere Vorgehen bei der Förderung von Altbausanierungen. Auch über eine Bewerbung für die „Smart-City“-Förderprogramme macht sich der Ausschuss Gedanken

 

Dienstag, 7. Juli, 6 Uhr: 390 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Einen guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 390 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 196.944 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen meldete (Datenstand 7.7., 0.00 Uhr). 9024 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 8 im Vergleich zum Vortag. Bis Sonntag hatten etwa 182.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das waren etwa 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 6.7., 0.00 Uhr, bei 0,97 (Vortag: 0,96). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel in etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 6.7., 0.00 Uhr, bei 0,89 (Vortag: 0,94). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Montag, 6. Juli, 21.11 Uhr: Drei Corona-Fälle in Ferienanlage in Leutkirch

In einer Ferienanlage in Leutkirch sind drei Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Etwa 120 Kontaktpersonen seien bislang getestet worden, teilte das Landratsamt Ravensburg am Montagabend mit. Die bisher ausgewerteten Ergebnisse seien negativ ausgefallen. Daher sei nicht mit einem weiteren Corona-Ausbruch zu rechnen.

Ob es sich bei den Betroffenen um Gäste oder Mitarbeiter der Anlage mit Ferienwohnungen in Leutkirch handelt, war zunächst nicht bekannt. Da werde nicht unterschieden, sagte eine Sprecherin. Die drei Personen seien Ende vergangener Woche positiv getestet worden.

Eine Stellungnahme des Ferienparks steht noch aus.

 

Montag, 6. Juli, 21.05 Uhr: Maskenpflicht in Mecklenburg-Vorpommern wird verlängert

Wer in Mecklenburg-Vorpommern seinen Urlaub verbringen will, muss weiterhin eine Maske einpacken. Denn das Bundesland an der Ostsee verlängert seine Maskenpflicht. Regierungssprecher Andreas Timm teilte am Montagabend nach einer Beratung innerhalb der Landesregierung unter Beteiligung der Regierungsfraktionen mit: "Wir sind uns einig, dass die Maskenpflicht bei uns in Mecklenburg-Vorpommern wie geplant verlängert wird. Die entsprechende Verordnung wird morgen im Kabinett verabschiedet."

 

Montag, 6. Juli, 20.01 Uhr: Keine neuen Maßnahmen im Kreis Gütersloh

Nach der gerichtlichen Aufhebung der strengen Auflagen, um das Coronavirus im Kreis Gütersloh einzudämmen, will die NRW-Landesregierung keine gesonderten neuen Maßnahmen verfügen - auch nicht für einzelne Gemeinden. Das machte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montagabend in Düsseldorf deutlich. Es sei nicht zu einem Übertritt der Infektionen auf die übrige Bevölkerung des Kreises Gütersloh gekommen. Vor diesem Hintergrund erwartet die NRW-Landesregierung nach eigenen Angaben, "dass nunmehr auch alle Beherbergungsverbote in Urlaubsorten aufgehoben werden".

 

 Montag, 6. Juli, 16.37 Uhr: Lockdown im Kreis Gütersloh nicht verhältnismäßig: Gericht hebt Corona-Einschränkungen auf

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht hat laut der Deutschen Presseagentur die Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Land Nordrhein-Westfalen hätte nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies inzwischen eine differenziertere Regelung erlassen müssen - ein Lockdown für den ganzen Kreis sei nicht mehr verhältnismäßig, teilte das Gericht am Montag mit. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

 

Montag, 6. Juli, 15.51 Uhr: Neuer Corona-Fall im Unterallgäu 

Im Unterallgäu gibt es eine Neuinfektion mit dem Coronavirus. Das teilt das Gesundheitsamt am Unterallgäuer Landratsamt mit. Der Betroffene befindet sich in Quarantäne, auch seine Kontaktpersonen wurden isoliert.

Damit sind aktuell zwei Unterallgäuer am Coronavirus erkrankt. Wie berichtet war in der vergangenen Woche bereits eine Unterallgäuerin positiv auf das Virus getestet worden. Sie hält sich derzeit jedoch außerhalb des Landkreises auf und ist auch dort isoliert.

 

Montag, 6. Juli, 15.50 Uhr: Erstmals wieder mehr als 1000 aktive Corona-Fälle in Österreich

In Österreich sind erstmals seit Mai wieder mehr als 1000 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl stieg am Montag auf 1012, wie das Gesundheitsministerium in Wien mitteilte. Für eine spürbare Zunahme sorgt weiterhin der regionale Ausbruch rund um Linz in Oberösterreich, wo die Zahl der Fälle seit Sonntag um 57 auf 414 stieg. 347 aktive Fälle waren aus der Hauptstadt Wien gemeldet. Vier der neun Bundesländer in Österreich wiesen dagegen keine Neuinfektionen auf.

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) teilte mit, dass es sich um deutlich abgegrenzte regionale Ausbreitungen handle, die gut nachverfolgt werden könnten. Es liege bislang kein einziger Cluster ohne Klarheit über Entstehung und Hintergrund vor. Zuletzt hatten die Behörden am 20. Mai gemeldet, dass die Zahl der aktiv Erkrankten unter die Marke von 1000 gesunken war.

 

Montag, 6. Juli, 15.45 Uhr: Verfassungsgerichtshof: NRW-Kommunalwahl wie geplant am 13. September 

Die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen können wie geplant am 13. September stattfinden. Der Verfassungsgerichtshof des Landes in Münster hat die Verfassungsbeschwerden einer lokalen Wählervereinigung zurückgewiesen und einen Eilantrag der Familien-Partei abgelehnt. Antragsteller und Klägerin hatten mangelnde Chancengleichheit während der Corona-Pandemie beklagt und einen späteren Wahltermin durchsetzen wollen (Az.: VerfGH 63/20.VB-2 und VerfGH 76/20, Beschlüsse vom 30. Juni 2020).

Nach Ansicht der NRW-Verfassungsrichter hat der Gesetzgeber aber auf die durch die Corona-Krise bedingten Probleme genügend Rücksicht genommen. So sei die Frist für das Sammeln von Unterschriften verlängert und auch die Zahl der nötigen Unterstützer gesenkt worden. Eine Verschiebung des Wahltermins über den 31. Oktober hinaus sei wegen der gesetzlichen Vorgaben nicht möglich, eine Verschiebung auf die Zeit nach dem 27. September sei problematisch. Hauptwahltermin oder Stichwahlen würden dann in die Herbstferien fallen. "Ferienbedingte Abwesenheiten wirkten sich nachteilig sowohl auf die Wahlorganisation als auch auf die Wahlteilnahme aus", erklärte der Gerichtshof am Montag.

 

Montag, 6. Juli, 15.15 Uhr Langzeitstudie zu Corona-Ansteckungsgefahr bei Kindern startet 

 Eine flächendeckende Langzeitstudie in Bayern soll die Corona-Ansteckungsgefahr bei Kindern klären helfen. "Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie setzen wir auf die Strategie der Umsicht und Vorsicht. Die Infektiosität von Kindern ist dabei eine der Schlüsselfragen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag bei der Vorstellung des Forschungsprojekts "COVID Kids Bavaria" in München. Sechs Universitätskinderkliniken begleiten bis voraussichtlich Januar 2021 die Öffnung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen im Freistaat wissenschaftlich.

Für den Betrieb von Krippen, Schulen und Kitas sei die Klärung der Frage, ob in diesen Einrichtungen die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus bestehe, von großer Bedeutung, hieß es. Außerdem soll die Studie Aufschluss über die Auswirkungen der Pandemie auf die allgemeine Kindergesundheit geben. "Ich erhoffe mir von dieser Studie ein weiteres, großes Puzzlestück im Covid-19-Bild", sagte Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU).

Über die Corona-Ansteckungsgefahr bei Kindern und ihren Einfluss auf die Ausbreitung des Virus ist noch recht wenig bekannt. Einige Analysen weisen darauf hin, dass sie das Virus seltener an andere Menschen weitergeben als Erwachsene und nicht zu den Hauptträgern der Ausbreitungswelle gehören. Es gibt aber auch Analysen, die in eine gegenteilige Richtung weisen.

 

Montag, 6. Juli, 13.44 Uhr: Merkel: Tragen von Masken bleibt wichtiges und unverzichtbares Mittel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt die seit dem Wochenende diskutierte Abschaffung der coronabedingt eingeführten Maskenpflicht in Geschäften strikt ab. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist strikt gegen Abschaffung oder Lockerung der Maskenpflicht. Ins selbe Horn stößt auch SPD-Vorsitzender Norbert Walter-Borjans.

 

Montag, 6. Juli, 12.46 Uhr: Nach Corona-Erkrankung von Lehrer: Testergebnisse von Kaufbeurer Schule liegen vor

Ein Lehrer an der Berufsschule in Kaufbeuren hatte sich vergangene Woche mit dem Corona-Virus infiziert. Zwei Klassen waren daraufhin auf das Coronavirus getestet worden. Die Ergebnisse liegen nun vor.

 

Montag, 6. Juli, 12.29 Uhr: Umfragen: Corona-Krise trifft Selbstständige und Kurzarbeiter 

Die finanziellen Folgen der Corona-Krise sind für viele Verbraucherinnen und Verbraucher noch unabsehbar. Bislang ist nur eine Minderheit getroffen. Sparen die Menschen oder konsumieren sie künftig mehr?

 

Montag, 6. Juli, 12.13 Uhr: Corona: Australien schließt Grenze zwischen Bundesstaaten

Wegen zunehmender Corona-Fälle wird in Australien die Grenze zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Bundesstaaten geschlossen. Die Schließung des Verkehrs zwischen Victoria und New South Wales tritt am Mittwoch in Kraft, wie der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews, am Montag mitteilte. Am Sonntag waren in Victoria 127 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Pandemie. Davor hatte der Bundesstaat mit rund 7,5 Millionen Einwohnern täglich fast drei Wochen lang zweistellige Zahlen von Neuinfektionen erfasst. Im Rest des Landes hatte es zuletzt nur wenige bekannte Fälle gegeben.

Die steigende Zahl sei eine Herausforderung, sagte Andrews. Er sei sich einig mit dem australischen Premierminister Scott Morrison und der Premierministerin von New South Wales, Gladys Berejiklian, dass es das Beste sei, die Grenze zu schließen. Zwischen anderen Bundesstaaten und Regionen hatte es bereits Schließungen gegeben. Wie lange die Maßnahme andauern soll, gaben die Behörden zunächst nicht bekannt. Für Menschen, die dringende Gründe für eine Reise haben, soll es Sondererlaubnisse geben. Mit der Schließung kommt auch der Verkehr zwischen den beiden größten Städten Australiens, Sydney (New South Wales) und Melbourne (Victoria), zum Erliegen. Die Flugroute zwischen den beiden Städten gehört eigentlich zu meistfrequentierten der Welt. Australien (etwa 25 Millionen Einwohner) ist mit rund 8500 Corona-Fällen und 105 Todesopfern weniger stark von der Pandemie betroffen als viele andere Länder.

 

Montag, 6. Juli, 11.55 Uhr: Söder: Corona-Krise in USA ist ernsthaftes Problem für Deutschland

Ohne eine Entspannung der Corona-Krise in den USA sieht CSU-Chef Markus Söder keine Chance auf eine dauerhafte Entspannung für die deutsche Wirtschaft. "Solange aus den USA kein deutliches Signal der Besserung kommt, und unser Gefühl ist, dass es da eher schwieriger wird, (...) so lange wird es ein ernsthaftes Problem werden", sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München. Er betonte, die weltweite Entwicklung bei der Pandemie mache ihm große Sorgen - alle großen Branchen sei es Automobil oder Luft- und Raumfahrt hingen an den weltweiten Exportketten. Deutschland müsse daher nicht nur seine Soforthilfen und Bürgschaftsprogramme beschleunigen, die Europäische Kommission müsse zudem dringend Staatsbeteiligungen an kriselnden Unternehmen über Sonderfonds genehmigen. Darüber hinaus müsse sich Deutschland besser um die Zulieferer der großen Unternehmen kümmern. "Es reicht nicht, nur die Lufthansa zu retten", sagte Söder. Die großen Unternehmen auch im Automobilbereich seien derzeit stabil, "aber der Zuliefersektor wird in der zweiten Jahreshälfte massiv unter Druck kommen". Hierfür brauche es schnell eine "entsprechende Wirtschaftsstrategie". Für Bayern werde die Staatsregierung das schnell angehen und sich um jeden Fall kümmern.

 

Montag, 6. Juli, 11.34 Uhr: Rostocker Mediziner für Beibehaltung der Maskenpflicht im Handel

In der Diskussion um ein Ende der coronabedingten Maskenpflicht im Handel hat sich der Rostocker Infektiologe Emil Reisinger für eine Beibehaltung der bisher geltenden Regelung ausgesprochen. "Die Gefahr einer zweiten Welle ist noch nicht gebannt. Ich hoffe, dass wir da herumkommen, aber wir müssen vorsichtig sein", sagte Reisinger am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Maskenpflicht sei ein Ausdruck dieser Vorsichtsmaßnahmen. Das bestehende Abstandsgebot und die Maskenpflicht seien die besten Möglichkeiten zur weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie. Reisinger verwies auf aktuelle Entwicklungen beispielsweise in Oberösterreich, wo nach einer Zeit der Lockerungen wieder Schulen geschlossen und weitere strenge Regelungen wieder eingeführt wurden. Hintergrund sei die starke Zunahme von Neuinfektionen mit Sars-CoV-2. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte sich am Wochenende für ein baldiges Ende der Maskenpflicht in seinem Bundesland ausgesprochen. Andere Länder hatten verhalten darauf reagiert.

 

Montag, 6. Juli, 10.52 Uhr: Tourismus-Beauftragter sieht Chancen für Türkei-Reisen 

Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht wachsende Chancen für ein Aufheben der coronabedingten Reisewarnung für die Türkei. "Wenn die Lage gut ist - und letzte Woche war die Lage gut - können wir relativ schnell die Öffnungen vorbereiten", sagte der CDU-Politiker am Montag. Man sei mittendrin in Überlegungen, "was tun wir die nächsten Tage, um auch hier Reisen zu gewährleisten". Voraussetzung sei neben niedrigen Infektionszahlen, dass das türkische Gesundheitssystem Virusausbrüche so bewältigen könne, dass Urlauber wieder gesund nach Hause kommen. Die Gespräche mit der Regierung der Türkei seien gut gewesen. "Man merkt, da wird sicherlich auch viel gemacht, dass vor Ort gewährleistet ist, dass der Schutz da ist." Die Türkei müsse genauso beurteilt werden wie andere Urlaubsländer: "Mit jedem Land müssen wir fair und gerecht umgehen."

Erst am vergangenen Donnerstag hatte eine hochrangige türkische Regierungsdelegation in Berlin vergeblich versucht, eine Aufhebung der Reisewarnung zu erreichen. Außenminister Heiko Maas sagte seinem Kollegen Mevlüt Cavusoglu lediglich zu, neue Daten zur Infektionslage und Gesundheitsversorgung in der Türkei zu prüfen. Angestrebt sei ein abgestimmtes Vorgehen in der EU. Cavusoglu warf der Europäischen Union vor, Reisebeschränkungen für die Türkei aus "politischen Motiven" aufrechtzuerhalten. Die Türkei sei ein sicheres Reiseland. Die Bundesregierung hat die im März wegen der Corona-Pandemie verhängte weltweite Reisewarnung inzwischen für 32 europäische Länder aufgehoben. Für die Türkei und etwa 160 weitere Länder gilt sie aber nach jetzigem Stand bis zum 31. August weiter. Die Türkei trifft das als drittbeliebtestes Urlaubsland der Deutschen nach Spanien und Italien besonders hart. Außerdem hat die Bundesregierung die Türkei zusammen mit 125 anderen Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft.

 

Montag, 6. Juli, 10.49 Uhr: In CDU-Spitze Forderungen nach EU-einheitlichen Corona-Urlaubsregeln

Angesichts eines sorglosen Verhaltens von Menschen im Urlaub wird in der CDU-Spitze die Forderung nach EU-weiten einheitlichen Regelungen etwa zum Masken-Tragen in Flugzeugen laut. Mehrere Teilnehmer hätten große Sorgen wegen des Verhaltens vieler Menschen im Urlaub geäußert, hieß es aus Teilnehmerkreisen der letzten CDU-Präsidiumsschalte vor der Sommerpause am Montag. Einige Menschen würden sich so bewegen, als sei Corona nicht mehr da. Die Situation in Flugzeugen sei derzeit unbefriedigend. Es bestehe die Gefahr, dass die Ansteckungszahlen nach der Rückkehr von Urlaubern aus den Ferien stark ansteigen könnten, wurde demnach in der Runde gewarnt. Dabei sei auch über den geringen Abstand in Flugzeugen zwischen Passagieren und die uneinheitlichen Regeln, was das Tragen von Masken angeht, gesprochen worden. Hier sei eine einheitliche europäische Regelung notwendig.

 

Montag, 6. Juli, 10.10 Uhr: Söder strikt gegen Abschaffung oder Lockerung der Maskenpflicht

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder lehnt ein Ende der Maskenpflicht strikt ab. Man werde die Maskenpflicht auf keinen Fall lockern oder abschaffen, sagte Söder am Montag vor einer Videokonferenz des CSU-Vorstands in München. Dies sei eines der ganz wenigen Instrumente, wenn es um den Schutz vor dem Coronavirus gehe. In dem Punkt sei man sich auch mit der CDU einig, darüber habe man sich am Morgen noch einmal abgestimmt. Die Maskenpflicht habe sich im Alltag auch bewährt, betonte Söder, die Abschaffung wäre ein Fehler.

 

Montag, 6. Juli, 9.57 Uhr: Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh nah am Grenzwert

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh weiter gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 50,5. Am Vortag lag diese Infektions-Kennziffer noch bei 56,0 und am Freitag bei 76,6. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies lag der Wert bei 270,2. Als Grenzwert für das Ende der regionalen Kontaktbeschränkungen im Kreis gilt der Wert 50. An diesem Montag soll zudem über ein von Tönnies vorgelegtes Hygienekonzept für die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs bei einem Abstimmungstermin beraten werden. Nach Angaben der Stadt Rheda-Wiedenbrück, dem Standort des geschlossenen Tönnies-Betriebs, sind dabei Vertreter des Unternehmens und alle Fachbehörden eingebunden. Ein Konzept zum Gesundheits- und Arbeitsschutz ist Voraussetzung dafür, dass Tönnies den Betrieb schrittweise wieder hochfahren kann. Nach der Ausbreitung des Coronavirus bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte es die ersten regionalen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den Kreisen Gütersloh und Warendorf gegeben. Im Kreis Gütersloh gelten sie bis einschließlich Dienstag (7. Juli). Im Kreis Warendorf, in dem ebenfalls viele Tönnies-Mitarbeiter wohnen, waren die Einschränkung bereits vergangene Woche aufgehoben worden

 

Montag, 6. Juli, 9.22 Uhr: Erstmals Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr in der Schweiz

Erstmals seit Beginn der Corona-Krise gilt in der Schweiz seit Montag landesweit eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Das betrifft auch Flüge der Swiss, wie ein Sprecher im Radio bestätigte. Bislang hatten Behörden und Verkehrsbetriebe nur das Maskentragen in Stoßzeiten empfohlen. Nach dem Augenschein in Genf ignorierten das in den vergangenen Wochen praktisch alle Fahrgäste. Am Montag war es anders. "Es sieht erfreulich aus", sagte der Direktor der Verkehrsbetriebe von Zürich, Guido Schoch, dem Sender SRF am Hauptbahnhof von Zürich. "Über 95 Prozent der Leute haben eine Maske an." Wichtig für Touristen: Mund-und Nasenschutz sind auch in Seilbahnen vorgeschrieben, nicht aber in Geschäften. Die gemeldeten Infektionen waren in jüngster Zeit stark gestiegen. Der "Tages-Anzeiger" verglich am Wochenende für mehrere Länder die Zahl der Neuansteckungen über sieben Tage mit der Vorwoche. Unter den Ländern mit dem markantesten Anstieg lag die Schweiz hinter Luxemburg, Paraguay, Australien und Serbien an fünfter Stelle, mit plus 134 Prozent. Im Kanton Jura an der Grenze zu Frankreich wurden am Wochenende wegen neuer Infektionen alle Lehrer und Schüler von zwei weiterführenden Schulen in Quarantäne geschickt, 410 Personen. Seit Montag müssen sich zudem Einreisende aus 29 Risikoländern in der Schweiz zehn Tage in Quarantäne begeben. Dazu gehören etwa Russland, Serbien, Schweden und die USA.

 

Montag, 6. Juli, 8.57 Uhr: Deutsche Industrie erhält nach Corona-Einbruch wieder mehr Aufträge

Die deutsche Industrie hat im Mai nach dem Einbruch in der Corona-Krise wieder deutlich mehr Aufträge erhalten. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, lag der Auftragseingang 10,4 Prozent über dem Niveau des Vormonats. Im Jahresvergleich gingen die Bestellungen dagegen immer noch drastisch um 29,3 Prozent zurück. Trotz der Erholung wurden die Markterwartungen enttäuscht. Analysten hatten im Schnitt einen höheren Anstieg im Monatsvergleich und einen geringeren Rückgang im Jahresvergleich erwartet.

 

Montag, 6. Juli, 8.07 Uhr: Indien überholt Russland bei Zahl der Corona-Fälle

Indien hat Russland bei der Zahl der Corona-Fälle überholt - nur Brasilien und die USA haben nun mehr gemeldete Infektionen. Das zeigen Zahlen der Johns Hopkins Universität. Indien hatte demnach am Montag mehr als 697.000 Fälle, Russland mehr als 680.000. Die Zahlen in Indien steigen schneller an, seit die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie deutlich gelockert wurden, um die Wirtschaft anzukurbeln. Während des strikten Lockdowns waren Millionen Menschen arbeitslos geworden, viele hatten Angst zu verhungern. Inzwischen werden in der indischen Hauptstadt und Millionenmetropole Neu Delhi die Krankenhausbetten knapp. Die Regierung lässt temporäre Corona-Krankenhäuser einrichten - unter anderem in Zügen, Hotels und in einem großen Zentrum, in dem zehntausend Betten aus Karton stehen.

 

Montag, 6. Juli, 7.40 Uhr: Kaufbeurer feiern „Little LivingRoom“: So lief das Festival in Corona-Zeiten

Ein „Little LivingRoom“ war es tatsächlich, was die Besucherinnen und Besucher am gleichnamigen Benefiz-Festival, das am Freitag und Samstag stattfand, erwartete. Gute Bands, gutes Essen und eine wohl einmalige Atmosphäre - in Zeiten von Corona

 

Montag, 6. Juli, 6.40 Uhr: Handel sieht langsame Verbesserung - kaum Effekt durch Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuersenkung soll die Konjunktur anschieben. Zumindest im bayerischen Einzelhandel hat sie bisher keinen großen Effekt. Doch insgesamt geht es langsam aufwärts für die Geschäfte. Wie die aktuelle Lage ist, erfahren Sie hier.

 

Montag, 6. Juli, 6 Uhr: 219 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Einen wunderschönen Morgen und einen guten Wochenstart wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 219 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mindestens 196.554 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Montagmorgen meldete. 9016 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 4 im Vergleich zum Vortag. Etwa 182.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 5.7., 0.00 Uhr, bei 0,96 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel in etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 5.7., 0.00 Uhr, bei 0,94 (Vortag: 0,94). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Sonntag, 5. Juli 21.57 Uhr: Region mit 70.000 Bewohnern wird in Spanien wegen Corona abgeriegelt

Nach der katalanischen Region Segrià wird im einstigen Corona-Hotspot Spanien wieder ein größeres Gebiet wegen steigender Infektionszahlen unter Quarantäne gestellt. Der Landkreis A Mariña in der galicischen Provinz Lugo im Nordwesten des Landes soll zwischen Montag und Freitag fünf Tage lang abgeriegelt werden, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, wie die Regionalregierung von Galicien am Sonntag mitteilte. Betroffen sind etwas mehr als 70 000 Menschen. Am Sonntag gab es in A Mariña nach amtlichen Angaben insgesamt 106 Infizierte.

 

Sonntag, 5. Juli, 18.45 Uhr: Coronavirus auch in Fleischfabriken in Österreich 

 Auch in Österreich sind in drei Großbetrieben zur Fleischverarbeitung mehrere Corona-Fälle aufgetaucht. Zwei der Betriebe liegen nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Insgesamt seien zehn Mitarbeiter sowie 13 Personen aus deren Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden, berichtete die Nachrichtenagentur APA am Sonntag unter Berufung auf den Krisenstab des Bundeslandes Oberösterreich. Es war zunächst von zwölf Infektionen die Rede.

Bei einem Schlachthof im Bezirk Ried im Innkreis südlich der deutsch-österreichischen Grenze bei Bad Füssing gab es drei Fälle unter Mitarbeitern sowie elf weitere in deren Umfeld, so der Krisenstab. Im Bezirk Braunau gegenüber dem deutschen Simbach am Inn waren zwei Mitarbeiter und eine weitere Person betroffen. Im Bezirk Wels-Land gut 50 Kilometer südöstlich von Ried wurden fünf Mitarbeiter sowie ein Kontakt positiv getestet. Tests bei anderen Mitarbeitern und in ihrem Umfeld waren am Sonntag im Gange.

 

Sonntag, 5. Juli, 16.40 Uhr: Anstieg bei Corona-Zahlen: Italien prüft Zwangseinweisung von Kranken

Italien prüft die Möglichkeit von Zwangseinweisungen ins Krankenhaus für Covid-19-Patienten, die durch falsches Verhalten neue Ansteckungen auslösen können. Dazu sagte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza der Zeitung "La Repubblica" vom Sonntag: "Ich erwäge mit meinen Juristen die Möglichkeit einer zwangsweisen medizinischen Behandlung in Fällen, in denen eine Person behandelt werden muss und sich weigert." Hintergrund ist der Fall eines Covid-19-Patienten in Venetien, der laut Medien trotz Fiebers und eines positiven Tests nicht ins Hospital wollte.

Der Ende Juni von einer Balkanreise zurückgekehrte Unternehmer wird für einen Corona-Herd mit mehreren Positiven und Dutzenden Quarantäne-Fällen in der Stadt Vicenza verantwortlich gemacht. Der Mittsechziger wurde Anfang Juli nach einer Verschlechterung doch ins Krankenhaus gebracht und kam auf die Intensivstation. Da Italien seit Februar von der Pandemie besonders hart getroffen ist und rund 35 000 Todesfälle zählt, sorgt der leichte Anstieg der Neuinfektionen in zahlreichen Regionen für Sorgen im ganzen Land. Zuletzt zählten die Behörden landesweit 235 neue Fälle in 24 Stunden. 

 

Sonntag, 5. Juli, 14 Uhr: Einzelne Bundesländer wollen Maskenpflicht beim Einkaufen abschaffen

Mehrere Bundesländer erwägen eine Abschaffung der Maskenpflicht im Handel. "Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten", sagte beispielsweise Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) der "Welt am Sonntag". Er gehe davon aus, dass das Kabinett in Schwerin am 4. August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen werde. Welche Bundesländer sich dann unter Umständen anschließen könnten, erfahren Sie hier.

 

Sonntag, 5. Juli, 13.15 Uhr: Coronavirus auch in Fleischfabriken in Österreich

Auch in Österreich sind in drei Großbetrieben zur Fleischverarbeitung Corona-Fälle aufgetaucht. Zwei der Betriebe liegen nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Insgesamt seien zwölf Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, bestätigte der Krisenstab des Bundeslandes Oberösterreich am Sonntag der Nachrichtenagentur APA. Zuvor hatte die "Kronen Zeitung" darüber berichtet.

Bei einem Schlachthof im Bezirk Ried im Innkreis südlich der deutschen Grenze bei Bad Füssing gab es sieben Fälle. Im Bezirk Braunau gegenüber dem deutschen Simbach am Inn waren es zwei, und im Bezirk Wels-Land gut 50 Kilometer südöstlich von Ried drei Fälle. Tests bei anderen Mitarbeitern waren am Sonntag im Gange.

Beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen waren im Juni mehr als 1.400 Mitarbeiter positiv getestet worden. Der Vorfall hat eine große Debatte über die Arbeits- und Lebensbedingungen der dort angestellten Arbeiter ausgelöst.

 

Sonntag, 5. Juli, 10 Uhr: WHO verzeichnet neuen Corona-Rekord: Mehr als 212.000 Neuinfektionen

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation auf einen neuen Rekordwert von 212.326 Fällen geklettert. Das geht aus dem WHO-Situationsbericht zur Corona-Pandemie von Samstag hervor. Die meisten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden wurden in Nord- und Südamerika (129.772) gemeldet. Davon entfielen allein mehr als 53.000 Fälle auf die USA und mehr als 48.000 auf Brasilien.

Insgesamt geht die WHO bisher von 10,9 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus weltweit aus sowie von 523.011 Todesfällen infolge von Covid-19-Erkrankungen. In absoluten Zahlen verzeichneten demnach die USA (2.724.433), Brasilien (1.496.858) und Russland (674.515) zuletzt die meisten Infektionen insgesamt. Unter den europäischen Ländern hat Großbritannien mit 284.280 Fällen derzeit die meisten Infektionen.

Die WHO-Zahlen weichen wegen unterschiedlicher Zählweisen und zeitlicher Verzögerungen immer etwas von den Zahlen der Johns Hopkins Universität in den USA ab. Die WHO hat mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, dass die Pandemie nichts von ihrer Dynamik eingebüßt habe.

 

Sonntag, 5. Juli, 08.10 Uhr: Nächste Corona-Lockerungen in New York - wann kommen Touristen?

New York war in den USA lange das Zentrum der Corona-Pandemie. Inzwischen steht die Metropole besser da, so dass die nächste Lockerungsphase startet. Aber bis die mehr als 60 Millionen Touristen pro Jahr an ihren Sehnsuchtsort zurückkehren, dauert es wohl noch.

Zehn Jahre in Folge konnte die New Yorker Tourismusbehörde einen Rekord nach dem anderen verkünden. Die Zahl der Besucher der US-Ostküstenmetropole kletterte in immer neue Höhen, 2019 auf fast 67 Millionen. Für dieses Jahr hatte NYC & Company einen neuen Rekord erwartet, doch dann kam die Coronavirus-Pandemie. Die Tourismusbehörde musste nicht nur alle Prognosen für 2020 nach unten korrigieren, sondern auch mehr als die Hälfte ihrer eigenen Mitarbeiter freistellen.

Die Pandemie hat den Sehnsuchtsort von Millionen Menschen weltweit besonders hart getroffen. Mehr als 210.000 der rund 8,4 Millionen Einwohner New Yorks haben sich bereits mit dem Virus infiziert, rund 23.000 sind nach einer Infektion gestorben. Inzwischen aber sinken die Zahlen beständig - auch dank umfangreicher Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Am Montag (6. Juli) kann deshalb die dritte Phase der Lockerungen starten: Nach unter anderem Bauarbeiten in der ersten Phase und Friseursalons, Geschäften und Außenbereichen von Restaurants in der zweiten, dürfen dann auch beispielsweise Nagelstudios und Tattoo-Läden ihre Türen wieder öffnen. Abstands- und Hygieneregeln gelten weiter.

Viele Attraktionen wie die Theater des Broadway oder die Metropolitan Oper haben schon angekündigt, vor 2021 gar nicht erst wieder aufzumachen. In der Stadtverwaltung gibt es erste Überlegungen, Hotelzimmer in bezahlbaren Wohnraum für Bedürftige umzuwandeln.

Wie eine Allgäuerin erst die dramatische Corona-Lage und dann die "Black Lives Matter"-Proteste in New York erlebt hat, lesen Sie hier exklusiv mit AZ Plus.

 

Sonntag, 5. Juli, 07.40 Uhr: 239 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 239 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 196.335 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Sonntagmorgen meldete.

9.012 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 2 im Vergleich zum Vortag. Etwa 181.700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 300 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 4.7., 0.00 Uhr, bei 0,93 (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 4.7., 0.00 Uhr, bei 0,94 (Vortag: 0,85). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Samstag, 4. Juli, 20.30 Uhr: Gedenkminute für Corona-Opfer vor Pokalfinale in Berlin

Vor dem Endspiel um den DFB-Pokal haben die Finalisten von Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München in einer Gedenkminute der Opfer der Corona-Pandemie gedacht. Die Spieler reihten sich rund um den Mittelkreis auf und hielten für 60 Sekunden inne. "Wir Gedenken der Opfer der Corona-Pandemie. Unser Mitgefühl gilt ihren Familien", stand auf den Anzeigentafeln. Als Folge der Pandemie wird auch das Endspiel in diesem Jahr zum ersten Geister-Finale im DFB-Pokal.

 

Samstag, 4. Juli, 17.55 Uhr: Söder: Agrar-Ökologie statt Agrar-Kapitalismus

Markus Söder schwenkt in der Corona-Pandemie in Sachen Landwirtschaft auf die Linie der Grünen:  Bayerische Ministerpräsident machte sich in einer Videobotschaft für kleinere Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland stark. "Agrar-Ökologie statt Agrar-Kapitalismus - das könnte doch ein Weg sein für die Zukunft", sagte Söder. Er forderte derweil mehr Geld für die Landwirtschaft. Die Landwirte müssten mehr Möglichkeiten bekommen, ihre Ställe und das Tierwohl zu organisieren und trotzdem wirtschaftlich zu bleiben, so Söder. Viele Bürger seien auch bereit, dann mehr Geld auszugeben. "Es soll so sein, dass Fleisch nicht unendlich teuer wird, es soll für jeden erschwinglich sein."

 

 Samstag, 4. Juli, 15.50 Uhr: Weitere Infizierte nach Corona-Ausbruch im Landkreis Starnberg

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg sind zwei Mitarbeiter eines Essens-Lieferanten positiv auf das Virus getestet worden. Sie hätten Essen des Caterers in das Klinikum Großhadern gebracht, teilte das Landratsamt Starnberg am Samstag mit. Es sei äußerst unwahrscheinlich, dass das Coronavirus auf diesem Wege in das Krankenhaus gelangt sei, sagte eine Sprecherin. Das Essen sei kontaktlos geliefert worden. Trotzdem werde man das überprüfen.

Auch bei zwei Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Weßling wurden nach Auskunft des Landratsamtes am späten Freitagabend Infektionen bestätigt. Damit gibt es in dieser Unterkunft vier Infizierte. Sie waren alle gemeinsam in einem Wohncontainer untergebracht und wurden nun isoliert.

 

Samstag, 4. Juli, 13.50 Uhr: Freundin von Trump-Sohn positiv auf Corona getestet

Die Freundin des US-Präsidentensohns Donald Trump Jr., Kimberly Guilfoyle, hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert. Guilfoyle sammelt Spenden für Trump, der sich im November um eine Wiederwahl bewirbt. "Es geht ihr gut", hieß es weiter - sie zeige keine Symptome. Alles dazu lesen Sie hier.

 

Samstag, 4. Juli, 13.10 Uhr: Angela Merkel: Wir alle schulden den Älteren Dank

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei den älteren Menschen in Deutschland für ihr Durchhaltevermögen in der Corona-Pandemie bedankt. "Ich weiß, dass für Sie der Alltag, der ohnehin oft schwierig und einsam ist, noch schwieriger und einsamer wurde", sagte die CDU-Politikerin in ihrer wöchentlichen Videobotschaft am Samstag. "Trotz all dieser Härten habe ich bei vielen Älteren nicht Zorn, sondern häufig Verständnis für unsere Politik der notwendigen Kontaktbeschränkungen gefunden. Dafür danke ich sehr."

Merkel verwies unter anderem auf viele neugegründete Initiativen, bei denen jüngere Menschen Älteren helfen - etwa indem sie sich um Besorgungen kümmern oder anderweitig das tägliche Leben erleichtern. "Ich würde mich freuen, wenn diese Initiativen lange erhalten blieben. Der Bedarf für solche Unterstützung über Generationen hinweg wird sicher noch da sein, wenn wir das Virus eines Tages nicht mehr so fürchten müssen", sagte die Kanzlerin.

 

Samstag, 4. Juli, 11.25 Uhr: WHO: Steigende Corona-Zahlen sind kein Anzeichen einer zweiten Welle

Die jüngst wieder steigenden Zahlen an nachgewiesenen Corona-Infektionen in vielen Ländern sind nach Meinung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kein Anzeichen einer zweiten Welle. Vielmehr handele es sich um einen zweiten Höhepunkt der ersten Welle. Weshalb dennoch das Potenzial für eine zweite Welle da sei und wann die WHO diese befürchtet, lesen Sie hier.

 

Samstag, 4. Juli, 11 Uhr: Sauna in der Corona-Krise: So lief der Neustart im Sonthofer Wonnemar

Wacholder, Kiwi, Eukalyptus – die Aromen erinnern an früher. Masken, Einlassbänder, Wegweiser – etliches aber ist neu. Neu, anders, ja weniger idyllisch als es noch war, als das Wonnemar in Sonthofen vor 109 Tagen das bisher letzte Mal Saunagäste empfangen hatte. Es ist der Tag der Neuöffnung nach der Corona-Krise. Eine Woche nach der Öffnung des Aquarias in Oberstaufen steht in Sonthofen um 8.57 Uhr exakt ein Dutzend Autos auf dem Parkplatz vor der Anlage – nicht mehr als sieben Gäste haben sich für die Eröffnung am Morgen angemeldet.

Wie der erste Tag nach der langen Corona-Pause im Freizeitbad Wonnemar in Sonthofen verlief, lesen Sie hier exklusiv mit AZ Plus.

 

Samstag, 4. Juli, 09.55 Uhr: Aktivisten besetzen Tönnies-Schlachtbetrieb in NRW

Aktivisten haben am Standort Rheda-Wiedenbrück des Fleischverarbeiters Tönnies protestiert. Sie forderten ab dem frühen Samstagmorgen auf Plakaten etwa "Schluss mit der Ausbeutung von Mensch und Tier", wie ein Polizeisprecher sagte. Vier Aktivisten hätten auf dem Dach des Betriebes ein Plakat gezeigt, weitere Demonstranten hätten Zelte in der Einfahrt des Fleischbetriebs aufgebaut und diese blockiert, hieß es. Nach Angaben eines dpa-Reporters hatten sich einige der Protestierenden mit Fahrradschlössern zusammengekettet. Die Polizei sprach von insgesamt etwa 25 Aktivisten.

In dem Tönnies-Standort hatte sich das Coronavirus so weit verbreitet, dass regional strenge Beschränkungen für die Bevölkerung der Kreise Gütersloh und Warendorf verhängt wurden. Die Fälle von Infektionen in Schlachtbetrieben warfen ein Schlaglicht auf die Arbeitsbedingungen und Werksverträge in der Branche.

Nach Angaben der Stadt Rheda-Wiedenbrück waren bei einer Reihenuntersuchung unter den 6.139 Betriebsangehörigen von Tönnies (Stand 21. Juni) mit 1.413 etwa 23 Prozent positiv auf Corona getestet worden. Die Stadt spricht vom größten einzelnen Ausbruchsgeschehen in Deutschland.

Aktivisten vom "Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie" haben ein Dach der Firma Tönnies besetzt und hingen von dort ein Transparent mit der Aufschrift: "SHUT DOWN TIERINDUSTRIE" auf.
Aktivisten vom "Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie" haben ein Dach der Firma Tönnies besetzt und hingen von dort ein Transparent mit der Aufschrift: "SHUT DOWN TIERINDUSTRIE" auf.
Bild: Guido Kirchner/dpa

 

Samstag, 4. Juli, 09.40 Uhr: 422 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 422 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 196.096 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Samstagmorgen meldete.

9.010 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 7 im Vergleich zum Vortag. Etwa 181.300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 3.7., 0.00 Uhr, bei 0,84 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 3.7., 0.00 Uhr, bei 0,85 (Vortag: 0,83). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Samstag, 4. Juli, 07 Uhr: Bolsonaro legt Veto gegen Maskenpflicht in Kirchen und Geschäften ein

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Starten wir ins Wochenende mit einem Blick nach Brasilien. Dort hat der umstrittene Jair Bolsonaro sein Veto gegen eine Maskenpflicht auch in geschlossenen Räumen wie Kirchen, Geschäften und Schulen eingelegt. Zwar stimmte er für ein Gesetz zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit, schwächte es aber ab, indem er sich gegen entsprechende Klauseln aussprach. Dies ging aus einer Veröffentlichung im "Diário Oficial", einer Art Amtsblatt, am Freitag hervor.

Aus dem Präsidentenpalast hieß es, die Formulierung "weitere geschlossene Orte, an denen sich Personen versammeln" könne zu Rechtsverletzungen führen. Bolsonaro argumentierte, es bestehe die Möglichkeit, dass jemand ohne Maske in seinem eigenen Haus zu einer Geldstrafe verurteilt werden könnte. Weil sich nicht nur eine Formulierung streichen lasse, habe er ganze Klauseln blockiert.

Der Kongress wird Bolsonaros Einsprüche prüfen und hat 30 Tage Zeit, um diesen zu folgen oder sie zu Fall bringen. Lokale Vorschriften zum Tragen der Maske werden damit nicht aufgehoben.

Mehr als 1,5 Millionen Menschen haben sich in Brasilien mit dem Coronavirus infiziert, 63.174 sind im Zusammenhang mit dem Virus bislang gestorben. Bolsonaro hatte das Coronavirus als "kleine Grippe" verharmlost und Verwirrung in der Bevölkerung erzeugt. Maßnahmen zur Eindämmung wollte er nicht treffen.

Nachdem Gouverneure und Bürgermeister Einschränkungen erlassen hatten, wurden diese vielerorts zuletzt wieder gelockert. In Rio de Janeiro etwa öffneten Restaurants und Bars am Donnerstag wieder, in die Besucher strömten, als ob die Pandemie nicht existieren würde.

 

Freitag, 3. Juli, 21.30 Uhr: Das Wichtigste des Tages  

  • Gegen den Bonner Virologen Hendrik Streeck wurde Anzeige erstattet: Die Staatsanwaltschaft lehnt die Ermittlungen gegen ihn allerdings ab. 
  • Mitarbeiter des Landratsamts sollen angeblich Corona-Regeln gebrochen und dann abkassiert haben. Die Behörde widerspricht den Gerüchten.
  • 350.000 Pflege- und Rettungskräfte im Freistaat haben Anträge den Corona-Pflegebonus gestellt. Bislang seien knapp 80 Millionen Euro ausgezahlt worden, sagt Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU). 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht. Bleiben Sie gesund. Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch morgen wieder für Sie da und berichtet über die aktuelle Corona-Situation im Allgäu und in der Welt. 

 

Freitag, 3. Juli, 18.30 Uhr: Meldepflicht für Haustiere mit Corona

Hunde, Katze oder Goldhamster, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, müssen künftig den Behörden gemeldet werden. Einer entsprechenden Verordnung stimmte der Bundesrat am Freitag zu. Ziel ist, dass die Ansteckung von Haustieren besser erforscht werden kann. Die Tierärzte übernehmen die Meldung bei den zuständigen Veterinärämtern.

Bisher ist nur bekannt, dass sich Tiere, vor allem Katzen, mit dem Virus anstecken können. Es gibt aber keine Hinweise, dass sie die Krankheit auch an ihre Halter weitergeben. Eine Pflicht, mit Hund oder Katze bei einem Verdacht zum Tierarzt zu gehen, gibt es nicht. Nur, wenn ein Veterinäramt den Test anordnet, werden die Kosten übernommen. Wer sein Haustier freiwillig testen lassen will, muss das selbst bezahlen.

 

Freitag, 3. Juli, 15 Uhr: Bei Gesundheitskontrollen abkassiert? Landratsamt wehrt sich gegen "Fake News"

Das Landratsamt widerspricht Gerüchten und Behauptungen im Zusammenhang mit Corona, die derzeit in der Region kursieren. So sollen Personen beispielsweise verschiedene Metzgereien oder Einzelhandelsgeschäfte ohne Mundschutz in provozierender Art und Weise betreten haben. Angeblich hätten sie dort ungehindert einkaufen können, ohne vom Personal auf die Mundschutzpflicht hingewiesen worden zu sein.

Später am Tag seien diese Personen zurückgekehrt, um als angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ein Bußgeld einzufordern. Doch an den Behauptungen ist nichts dran, teilt die Kreisbehörde jetzt mit. Was das Landratsamt darauf antwortet. 

 

Freitag, 3. Juli, 13 Uhr: Spahn weist Verantwortung für Versäumnisse in der Corona-Krise zurück

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine persönliche Verantwortung für Versäumnisse zu Beginn der Corona-Krise zurückgewiesen. Auf den Vorwurf, er habe zu Beginn der Krise zu "Gelassenheit" aufgerufen entgegnete Spahn: "Dem Wort "Gelassenheit" hatte ich ein Adjektiv vorangestellt: "aufmerksame Gelassenheit"." Zwar würde er heute eher das Wort "Besonnenheit" benutzen, so Spahn. Dennoch habe er vom ersten Tag an gesagt, dass er das Virus sehr ernst nehme. Wie er über die Frage denkt, ob rechtzeitig mehr Schutzmasken für Deutschland hätten beschafft werden müssen, lesen Sie hier.

 

Freitag, 3. Juli, 10.40 Uhr: Staatsanwaltschaft lehnt Ermittlungen gegen Virologen Streeck ab

Nach Eingang einer Strafanzeige gegen den Bonner Virologen Hendrik Streeck im Zusammenhang mit der sogenannten Heinsberg-Studie werden keine Ermittlungen aufgenommen. "Wir haben die Aufnahme von Ermittlungen abgelehnt", sagte der Bonner Staatsanwalt Sebastian Buß am Freitag. Man habe das Schreiben "unter jedem denkbaren strafrechtlichen Gesichtspunkt" geprüft und sei dann zu dieser Entscheidung gekommen.

Die Anzeige war nach Angaben der Behörde am Vortag eingegangen. Sie habe sich vor allem gegen Streeck, aber auch gegen andere Menschen gerichtet. Unter anderem seien Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Arbeit an der Heinsberg-Studie formuliert worden.

Streeck hatte für die Studie die Ausbreitung des Coronavirus im Kreis Heinsberg untersucht, einem der ersten deutschen Corona-Hotspots. Sie sorgte für Aufsehen aber auch Kritik an der Methodik und der Begleitung durch eine PR-Agentur. Über die Ablehnung von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft hatte zuvor auch die "Rheinische Post" berichtet.

 

Freitag, 3. Juli, 08.45 Uhr: Corona-Pflegebonus als Zeichen der Anerkennung: 80 Millionen Euro ausgezahlt

350.000 Pflege- und Rettungskräfte im Freistaat haben Anträge auf den wegen der Coronakrise gewährten Pflegebonus gestellt. Bislang seien knapp 80 Millionen Euro ausgezahlt worden, sagte Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) einer Mitteilung zufolge.

Bis Ende Juni konnten unter anderem Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, stationären Senioren-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten den Bonus beantragen. Berechtigt waren aber auch Rettungssanitäter, Rettungsassistenten, Notfallsanitäter und nichtärztliche Einsatzkräfte im Rettungsdienst. Die Einmalzahlung beträgt bei Beschäftigten mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 25 Stunden 500 Euro, ansonsten 300 Euro.

"Wir wissen nicht erst seit der Corona-Pandemie, dass der Pflegeberuf attraktiver werden muss", sagte Huml weiter. Die Staatsregierung arbeite deshalb kontinuierlich daran, die Situation für Pflegekräfte zu verbessern. Der Corona-Pflegebonus sei in diesem Zusammenhang ein Zeichen der besonderen Anerkennung in Zeiten der Pandemie.

 

Freitag, 3. Juli, 07.10 Uhr: "Winterschlaf" geht zu Ende: Pubs in England öffnen wieder

Trotz Kritik unabhängiger Wissenschaftler dürfen Pubs, Restaurants, Hotels, Kinos, Museen und viele andere Einrichtungen in England von Samstag an wieder öffnen. Gleichzeitig wird die Abstandsregel von zwei Metern auf einen Meter verringert, sofern andere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus getroffen werden. So müssen Pub-Besucher beim Betreten ihre Kontaktdaten hinterlassen. Menschenansammlungen am Tresen sind nicht erlaubt.

Bei der Vorstellung der Pläne hatte Premier Boris Johnson kürzlich gesagt: "Unser langer Winterschlaf kommt zu einem Ende." Viele Forscher halten die Lockerungen für verfrüht. Großbritannien ist das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in Europa.

 

Freitag, 3. Juli, 06.35 Uhr: 446 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung in Kempten. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 446 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 195.674 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Freitagmorgen meldete.

9.003 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 9 im Vergleich zum Vortag. Etwa 181.000 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 700 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 2.7., 0.00 Uhr, bei 0,83 (Vortag: 0,86). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 2.7., 0.00 Uhr, bei 0,83 (Vortag: 0,79). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Donnerstag, 2. Juli, 21.35 Uhr: Auch Kinder von Schlachthof-Arbeitern positiv auf Corona getestet

  Im Fall des geschlossenen Putenschlachthofes in Wildeshausen bei Oldenburg ist auch bei Kindern von Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden. Wie der Landkreis Oldenburg am Donnerstagabend mitteilte, wurden 43 Kinder von positiv getesteten Schlachthofarbeitern untersucht. Bei fünf von ihnen habe es positive Ergebnisse auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 gegeben. Eine Probe habe im Labor nicht ausgewertet werden können. Dieses Kind solle am Freitag erneut abgestrichen werden.

Am vergangenen Freitag wurde der zur Wiesenhof-Gruppe gehörende Schlacht- und Zerlegebetrieb Geestland Putenspezialitäten in Niedersachsen komplett heruntergefahren, nachdem für die rund 1100 Mitarbeiter und deren direkte Kontaktpersonen vom Landkreis Oldenburg Quarantäne angeordnet wurde. Bei 1183 Testergebnissen waren 46 positive Fälle einer Coronavirus-Infektion festgestellt worden.

 

Donnerstag, 2. Juli 20.30 Uhr: Wohl Tausende mangelhafte Schutzmasken an Ärzte in Bayern geliefert 

In Bayern sind offenbar zahlreiche Ärzte mit Tausenden mangelhaften Schutzmasken beliefert worden. Deutschlandweit lieferte das Bundesgesundheitsministerium mutmaßlich mindestens 800 000 unsichere Schutzmasken aus, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Anfrage des Bayerischen Rundfunks (BR) an alle Kassenärztlichen Vereinigungen ergab. Demnach entsprachen die betreffenden Masken nicht den Anforderungen an die europäische Norm.

"Wir haben rund 10 000 dieser Masken an Praxen ausgeliefert", sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Der KVB sei vorab versichert worden, die Masken seien im Auftrag des Bundes geprüft worden. Die Zahl der im Freistaat betroffenen Arztpraxen sei nicht klar zu beziffern, sagte der Sprecher weiter. Ob möglicherweise auch Kliniken entsprechende Lieferungen des Bundes erhalten hatten, wisse er nicht.

Recherchen des BR mit anderen internationalen Medien und einer Rechercheplattform zeigten außerdem, dass Behörden anscheinend in ganz Europa millionenfach mangelhafte Schutzmasken kauften. Vielfach sei dabei wohl mit falschen oder unzureichenden Zertifikaten betrogen worden.

 

Donnerstag, 2. Juli, 19.37 Uhr: Trauriger Corona-Rekord: USA mit mehr als 50 000 Neuinfektionen

Mit einer Rekordzahl von mehr als 50 000 Neuinfektionen an einem Tag spitzt sich die Corona-Pandemie in den USA dramatisch zu. Während US-Präsident Donald Trump die Gefahr herunterspielt, nahmen am Mittwoch mehrere Bundesstaaten kurz vor dem Nationalfeiertag am 4. Juli Lockerungen des Alltagslebens zurück. Demokraten werfen der Regierung Unfähigkeit vor.

Die Johns-Hopkins-Universität meldete für Mittwoch rund 50 700 neue Corona-Fälle an einem Tag. Schon in der vergangenen Woche hatte das Infektionsgeschehen stark angezogen, meist wurden mehr als 40 000 Fälle pro Tag verzeichnet. Das sind mehr als beim bisherigen Höhepunkt der Pandemie im April und Mai. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Florida, Texas, Arizona, Georgia und Kalifornien. Insgesamt verzeichneten die USA, die etwa 330 Millionen Einwohner haben, seit Beginn der Pandemie bisher rund 2,7 Millionen nachgewiesene Infektionen und mindestens 128 000 Tote.

US-Präsident Trump redete die Gefahr am Donnerstag bei einem Pressekonferenz klein und feierte zugleich die relativ guten Arbeitsmarktzahlen. Es gebe noch vereinzelte Corona-Brandherde, diese würden aber schnell bekämpft. "Wir löschen die Flammen oder Feuer", sagte er. "Wir verstehen diese schreckliche Krankheit jetzt." Die Öffnung des Landes gehe "viel schneller" als erwartet. Gleichzeitig forderte Trump, dass auch die Kirchen in den Vereinigten Staaten wieder geöffnet werden sollten. Am Mittwoch hatte er dem Fernsehsender Fox Business noch gesagt, das Virus werde "irgendwann gewissermaßen einfach verschwinden".

 

Donnerstag, 2. Juli, 19 Uhr: Corona: Gutschein-Lösung für Pauschalreisende beschlossen 

Reiseveranstalter, die ihren Kunden wegen einer coronabedingt geplatzten Pauschalreise Geld zurückzahlen müssen, dürfen diesen als Alternative einen Gutschein anbieten. Einem entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung hat der Bundestag am Donnerstag zugestimmt. Die Kunden können sich für eine Rückzahlung des gezahlten Geldes oder für den Gutschein entscheiden.

Dem Entwurf zufolge sollen Pauschalreisende ihr Geld zurückverlangen können, wenn der Urlaub wegen der Coronavirus-Pandemie ausfällt. Eine ursprünglich geplante Gutscheinpflicht, die helfen sollte, Insolvenzen in der Reisebranche zu vermeiden, soll es nicht geben. Sie scheiterte am Widerstand der Brüsseler EU-Kommission. Verbraucher, die ihre Pauschalreise vor dem 8. März gebucht haben, können aber freiwillig einen Gutschein wählen, dessen Wert auch dann staatlich abgesichert ist, wenn Anbieter Pleite gehen.

 

Donnerstag, 2. Juli, 18.30 Uhr: Bundesweite Studie: Homeschooling belastet Eltern-Kind-Beziehungen 

Das wochenlange Homeschooling in der Corona-Pandemie hat laut einer Studie die Beziehung von rund einem Viertel der befragten Eltern zu ihren Kindern belastet. Nach Einschätzung von Müttern und Vätern waren zwar 48,5 Prozent der Schüler sehr oder ziemlich motiviert, 51,1 Prozent aber eher wenig bis gar nicht. Das geht aus der bundesweiten Online-Befragung "Homeschooling 2020" der Universität Koblenz-Landau hervor, bei der zwischen dem 8. April und 4. Mai Eltern von Schülern allgemeinbildender Schulen 4320 Fragebögen vollständig ausgefüllt haben, vor allem Mütter.

48,1 Prozent gaben an, dass die Lehrer die Aufgaben in keinem erkennbaren Rhythmus übermittelten. Die Aufgaben wurden laut Studie insgesamt als wenig abwechslungsreich von den Eltern wahrgenommen. Eine Mehrheit wünschte sich mehr Rückmeldungen von den Lehrern. Immerhin fanden die Eltern mehrheitlich, dass die Aufgaben für zu Hause stets oder oft so klar formuliert seien, dass ihr Kind sie selbstständig bearbeiten könne.

Die stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Nadine Schön forderte am Donnerstag den Aufbau einer Schulcloud, um den Fernunterricht technisch zu verbessern, und eine Anpassung der Lehreraus- und Weiterbildung. "Die Studie untermauert, was wir in der Corona-Krise selbst erlebt haben: Die digitale Bildung steckt noch in den Kinderschuhen", kritisierte Schön.

 

Donnerstag, 2. Juli, 17.10 Uhr: WHO: Tests an Menschen mit 17 Impfstoff-Kandidaten gegen Coronavirus 

Im weltweiten Kampf gegen das Coronavirus werden inzwischen 17 Impfstoffkandidaten an Menschen getestet. Am weitesten fortgeschritten ist ein Impfstoff, den die Universität Oxford entwickelt hat, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag nach einer zweitägigen Corona-Forschungskonferenz berichtete. Selbst, wenn diese Kandidaten nicht erfolgreich sind, ist die WHO optimistisch: "Wir haben eine breite Pipeline mit vier verschiedenen Impfstofftypen", sagte Ana Maria Henao Restrepo, bei der WHO für Forschung und Entwicklung zuständig. Es werde an mehr als 150 Wirkstoffen geforscht.

Der Impfstoff AZD1222 aus Oxford gehe als erster in die Phase III einer klinischen Studie. Damit sind große Tests an vielen Menschen zu Wirksamkeit und Sicherheit gemeint. Fünf weitere Kandidaten seien in Phase II. Dabei wird eine kleinere Zahl von Patienten behandelt, bei denen aufgrund ihrer Gesundheit eine Wirkung angenommen wird. In Phase I werden Wirkstoffe in der Regel an gesunden Menschen getestet, um die Verträglichkeit zu prüfen.

Auch in Deutschland laufen erste klinische Studien zu Impfstoffen, unter anderem beim Mainzer Unternehmen Biontech und beim Tübinger Unternehmen CureVac.

 

 Donnerstag, 2. Juli, 15.50 Uhr: AfD kündigt Klage gegen Maskenpflicht für Abgeordnete im Landtag an

Die AfD-Fraktion will gegen die Maskenpflicht im bayerischen Landtag, die seit Donnerstag auch für Abgeordnete gilt, klagen. Man werde beim Verwaltungsgericht Klage einreichen, sagte der parlamentarische Geschäftsführer Christoph Maier am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Maskenpflicht bedeute eine "massive Einschränkung" des freien Mandats. Abgeordnete dürften bei ihrer Tätigkeit im Landtag nicht derart beeinträchtigt werden.

Die Abgeordnetenrechtskommission des Landtags ist der gegenteiligen Meinung - sie hält die Maskenpflicht für Abgeordnete für zulässig.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hatte am Mittwoch angeordnet, dass von Donnerstag an auch alle Abgeordneten verpflichtend einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Parlamentarier, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Zwangsgeld rechnen, bei wiederholten Verstößen auch mehrfach. Die schriftliche rechtliche Anordnung wurde noch für Donnerstag erwartet. Danach wollte die AfD Klage einreichen.

Seit Mitte Juni gilt für alle Mitarbeiter und Beschäftigte im Landtag eine Maskenpflicht. Für die Abgeordneten hatte es Aigner zunächst bei einer dringenden Empfehlung, einem Maskengebot, belassen. Weil sich die Mehrzahl der AfD-Abgeordneten nicht daran hielt, machte sie nun von ihrem Hausrecht Gebrauch und ordnete Maskenpflicht für alle an.

 

 Donnerstag, 2. Juli, 15.30 Uhr: Mike Krüger dichtet seinen "Nippel"-Song passend für Corona um

Der Hamburger Sänger Mike Krüger (68) hat sich von der Corona-Zeit inspirieren lassen und seinen berühmten "Nippel"-Song ("Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche zieh'n") umgedichtet. Ziemlich genau 40 Jahre nach der ersten Veröffentlichung des Liedes hat Krüger nun für die "Bild"-Zeitung zwei Strophen neu gedichtet und zum Maskentragen und Installieren der Corona-Warnapp aufgerufen.

"Wenn ich mich schon mal wieder nach Jahren zu irgendwas äußere, dann finde ich es ganz gut, wenn man sich in dieser Zeit dazu äußert, dass die Leute doch bitte ihre Masken tragen sollten, und es wäre sehr nett, wenn noch mehr Menschen sich diese App runterladen würden", sagte der 68 Jahre alte Komiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Und so dichtete der Musiker:

"Und heute trägt man Maske. Gegen Corona muss das sein. Denn die Maske schützt den Mensch und dämmt das Virus ein. Nur einigen von uns ist das Binden noch zu schwer, weshalb ich es noch einmal kurz erklär': Sie müssen nur die Maske aus der Tasche zieh'n, weil Viren dann quasi von alleine flieh'n. Auf Mund und Nase kommt das Tuch, das Band über die Ohren. Und dann hat Corona bald verlor'n!"

Weiter vermarkten oder veröffentlichen werde er das Lied nicht. Aber: "Wenn sich das Gesundheitsministerium dranhängen will, könnten die das gern verwenden!" Mike Krüger und seine Frau haben aus Vorsicht schon Masken getragen, als es hier noch nicht üblich war. "Da war ich noch der einzige im Laden und alle haben mich ziemlich dämlich angeguckt."

 

Donnerstag, 2. Juli, 14.30 Uhr: Mindestens sieben Corona-Infektionen bei Familienfeier in Kiel

Bei einer Familienfeier in Kiel haben sich mindestens sieben Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Dies sei am vergangenen Wochenende geschehen, sagte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" berichtet. Den Angaben zufolge arbeiten drei Infizierte in Einrichtungen der Altenhilfe. Ein infiziertes Kind besuche eine Kita, die laut "Kieler Nachrichten" am Mittwoch geschlossen wurde. Die Feier fand der Stadt Kiel zufolge im Freien statt. Sie sei im Rahmen der geltenden Corona-Regeln erlaubt gewesen.

 

Donnerstag, 2. Juli, 12 Uhr: Unfallforscher: Verkehr im Corona-Lockdown lebensgefährlicher

Auf Deutschlands Straßen ist trotz weniger Verkehrs im Corona-Lockdown das Risiko tödlicher Unfälle gestiegen. Im April lag nach Berechnungen der Allianz-Versicherung das "relative Getötetenrisiko" um fast die Hälfte höher als in den Vergleichsmonaten der Vorjahre. Demnach starben im April im statistischen Schnitt 11,1 von 1.000 Verunglückten. Im April 2019 dagegen waren rechnerisch von 1.000 Verunglückten nur 7,5 gestorben.

In absoluten Zahlen: Im April verunglückten in Deutschland laut amtlichen Zahlen 21.236 Menschen im Verkehr, davon starben 236. Ein Jahr zuvor waren insgesamt 31.592 Menschen verunglückt, fast 10.000 mehr. Doch die Zahl der Verkehrstoten war im Vorjahr keineswegs wesentlich höher gewesen, sondern quasi gleich: 239. "Die Gesamtzahl der Verunglückten ist niedriger, aber der Anteil der Getöteten signifikant höher", sagte Jörg Kubitzki, Verkehrssicherheitsforscher im Allianz Zentrum für Technik.

"Es wird zwar weniger gefahren, aber der Verkehr ist nicht sicherer geworden." Viele Fahrer hätten sich "wenig angepasst" an die Situation verhalten. "So hatten wir im Frühjahr schwere Motorradunfälle, obwohl es ein bundesweites Verbot von Spritztouren gab", sagte Kubitzki.

"Die geringere Verkehrsdichte führt dazu, dass Verkehrsregeln weniger beachtet werden. Man darf aber nicht nur die Autofahrer kritisieren, das gilt für alle Verkehrsteilnehmer."

Manche Fußgänger hätten die Ausgangsbeschränkungen - von vielen Menschen als Lockdown bezeichnet - als Einladung verstanden, in der Mitte der Straße zu spazieren. "Unfallforscher kennen diesen Effekt aus der Nacht", sagte Kubitzki. "Nachts wird weniger gefahren, aber die Regeln werden häufiger missachtet."

 

 Donnerstag, 2. Juli, 11.05 Uhr: Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh erneut leicht gesunken

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Kreis Gütersloh etwas weiter gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun bei 76,4. Am Vortag lag dieser Wert bei 78,0, am Dienstag bei 86,0 und am Dienstag vergangener Woche noch bei 270,2. Demnach sank diese Infektions-Kennziffer zuletzt langsamer.

Nach der Ausbreitung des Coronavirus bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte es die erste regionale Rückkehr zu strikten Beschränkungen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf gegeben. Im Kreis Gütersloh gelten sie noch bis zum 7. Juli. Im Kreis Warendorf, in dem ebenfalls viele Tönnies-Mitarbeiter wohnen, war die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage bereits am Freitag unter den Grenzwert von 50 gefallen.

 

Donnerstag, 2. Juli, 09.55 Uhr: USA melden erstmals über 50 000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag

In den USA sind erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 50.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einem Tag verzeichnet worden. Damit haben die Infektionszahlen einen neuen Höchststand erreicht, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Den Zahlen zufolge sind am Mittwoch rund 50 700 Neuinfektionen gemeldet worden. Die "Washington Post" zählt sogar rund 52 800 Fälle.

Seit einer Woche melden die USA regelmäßig mehr als 40.000 Neuinfektionen am Tag und liegen damit über den Zahlen vom bisherigen Höhepunkt der Pandemie im April und Mai. Die US-Staaten Kalifornien und Michigan nahmen am Mittwoch Lockerungen zurück, Pennsylvania führte eine Maskenpflicht ein. US-Präsident Donald Trump glaubt indes weiter an das Verschwinden des Virus. Seit Beginn der Pandemie haben sich in den USA über 2,6 Millionen Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Mindestens 128.000 sind an oder mit dem Virus gestorben.

 

Donnerstag, 2. Juli, 06.30 Uhr: 503 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge 503 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 195.228 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete.

8.994 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 9 im Vergleich zum Vortag. Etwa 180.300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 1.7., 0.00 Uhr, bei 0,86 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 1.7., 0.00 Uhr, bei 0,79 (Vortag: 0,67). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Mittwoch, 1. Juli, 21.40 Uhr: Späte Einigung: UN-Sicherheitsrat nimmt Corona-Resolution an 

Nach mehr als drei Monaten hat der UN-Sicherheitsrat doch noch eine heftig umstrittene Corona-Resolution angenommen. Alle 15 Mitglieder des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen stimmten am Mittwoch einem französisch-tunesischen Entwurf zu und sendeten damit ein diplomatisches Lebenszeichen in einer Zeit der Blockade. Der Text unterstützt vor allem die Aufforderung von UN-Generalsekretär António Guterres zu einer globalen Waffenruhe während der Pandemie.

"Wir beginnen unsere Ratspräsidentschaft diesen Monat mit einem Zeichen der Hoffnung", erklärte der deutsche UN-Botschafter, Christoph Heusgen, der seit Mittwoch für einen Monat den Vorsitz im Rat hat. Der Ruf nach einem weltweiten Waffenstillstand sei für alle Menschen in Kriegsgebieten rund um die Welt wichtig. "Es ist jetzt die Verpflichtung des Rats - und aller Beteiligten an bewaffneten Konflikten - diese Resolution in unserer Arbeit diesen Monat und darüber hinaus umzusetzen."

 

Mittwoch, 1. Juli, 21.00 Uhr: BMW verkauft in der Corona-Krise deutlich weniger Autos in USA 

 Der Autobauer BMW hat im von der Corona-Krise gezeichneten zweiten Quartal in den USA deutlich weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum. Die Absatzzahlen über die Marken BMW und Mini schrumpften um rund 40 Prozent auf gut 56 000 Autos, gab das Unternehmen am Mittwochabend bekannt. Durch die Pandemie hatten viele Autohändler geschlossen. Für die zweite Jahreshälfte gibt sich Nordamerika-Chef Bernhard Kuhnt "vorsichtig optimistisch".

 

Mittwoch, 1. Juli, 18.50 Uhr: New Yorker Restaurants weiterhin nur im Freien geöffnet 

 Weil es in vielen Teilen der USA zu Corona-Negativrekorden kommt, bleiben in der Millionenmetropole New York die Innenbereiche von Restaurants und Bars geschlossen. Das gab Bürgermeister Bill de Blasio am Mittwoch bekannt. "Innen wird mehr und mehr zum Problem", sagte de Blasio. "Wir können zu diesem Punkt nicht mit der Bewirtung in Innenbereichen loslegen."

In der Stadt sollte am Montag eine neue Phase der Corona-Lockerungen starten, die in anderen Teilen des Bundesstaates auch die Bedienung in Innenbereichen vorsah. Damit dürfen in New York weiter nur Außenbereiche der knapp 27.000 Restaurants der Stadt öffnen. Innen darf ausschließlich bestellt und abgeholt werden. Das sollte sich mit Beginn der dritten Phase der Lockerungen eigentlich ändern.

 

Mittwoch, 1. Juli, 18.10 Uhr: Aigner ordnet Maskenpflicht auch für Abgeordnete an

 Im Bayerischen Landtag müssen von diesem Donnerstag (2. Juli) an auch alle Abgeordneten verpflichtend einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ordnete die Maskenpflicht am Mittwoch an. Abgeordnete, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Zwangsgeld rechnen. Es sollen nach Mitteilung des Landtagsamts zunächst 150 Euro sein - das entspricht dem Bußgeld, das auch normalen Bürgern droht, wenn sie gegen die in vielen öffentlichen Bereichen geltende Maskenpflicht verstoßen. Wer sich mehrfach weigert, dem droht auch ein mehrfaches Zwangsgeld.

Seit Mitte Juni gilt für alle Mitarbeiter und Beschäftigte im Landtag eine Maskenpflicht, für die Abgeordneten hatte es Aigner zunächst bei einer dringenden Empfehlung, einem Maskengebot, belassen. Weil sich die Mehrzahl der AfD-Abgeordneten nicht daran hielt, machte Aigner nun von ihrem Hausrecht Gebrauch und ordnete auch für alle Parlamentarier eine Maskenpflicht an. Die AfD kündigte dem Vernehmen nach im Ältestenrat des Landtags an, rechtlich dagegen vorzugehen.

 

Mittwoch, 1. Juli, 17.30 Uhr: "Risikogebiete Deutschland" - Was Google-Nutzer interessiert

Nach dem Virus-Ausbruch beim Fleischproduzenten Tönnies haben die meisten Bundesländer Reise-Einschränkungen für Menschen aus Corona-Hotspots beschlossen. Kaum verwunderlich also, dass nach einer Auswertung der Suchmaschine Google vom Mittwoch die Anfragen "Corona Risikogebiete Deutschland" in den vergangenen sieben Tagen um 5000 Prozent gestiegen sind.

Zu den häufigsten Fragen beim Thema Coronavirus-Krise in der vergangenen Woche gehörten "Wie viele Coronavirus-Infizierte sind es in Deutschland?" und "Wo kann ich mich auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen?". Die Anfragen "Bayern Corona Test für alle" stiegen um 1700 Prozent. Die bayerische Staatsregierung hatte in dieser Woche kostenlose Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung beschlossen.

 

Mittwoch, 1. Juli, 17.15 Uhr: Tönnies-Personal: Ministerium verlängert Quarantäne um zwei Wochen 

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat die Quarantäne für Menschen, die beim Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück gearbeitet haben oder in einer der Gemeinschaftsunterkünfte leben, um zwei Wochen verlängert. In der entsprechenden Allgemeinverfügung wird häusliche Quarantäne bis zum 17. Juli angeordnet. Ausgenommen sind unter anderem Menschen, die schon erkrankt waren und als geheilt gelten. In dem Tönnies-Werk im Kreis Gütersloh hatte es einen massiven Corona-Ausbruch gegeben.

Eine Ministeriumssprecherin erläuterte am Mittwoch, dass die Verfügung nun für alle Kreise gelte. Entscheidend für die Quarantäne ist, ob eine Person zwischen dem 3. und 17. Juni "an mindestens einem Tag" auf dem Betriebsgelände von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gearbeitet hat - unabhängig davon, ob sie bei Tönnies selbst, einem Subunternehmer oder einer Leiharbeitsfirma angestellt war oder ist.

Auch alle Personen, die nicht auf dem Gelände waren, aber mit entsprechenden Menschen in Sammel- und Gemeinschaftsunterkünften oder Wohnungen leben, müssen laut Verfügung in Quarantäne bleiben.

Ausnahmen gelten unter anderem, wenn man seit dem 16. Juni positiv getestet wurde, als geheilt gilt oder in einer Unterkunft lebt, in der alle negativ getestet worden sind.

 

Mittwoch, 1. Juli, 15.45 Uhr: Regierung rechnet nicht mit Engpass bei Corona-Mittel Remdesivir

Die Bundesregierung rechnet auch nach dem Groß-Einkauf der USA nicht mit einem Engpass beim Corona-Mittel Remdesivir. Man habe sich das Medikament frühzeitig für die Therapie von Corona-Patienten gesichert, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch. Derzeit gebe es genügend Reserven. Mit der erwarteten Zulassung des Mittels für den europäischen Markt sei zudem die Verpflichtung für den Hersteller verbunden, "in angemessenem Umfang zu liefern". Man gehe davon aus, dass die Firma dieser Verpflichtung nachkommen werde.

Die US-Regierung hat sich einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge von Remdesivir gesichert. Laut US-Gesundheitsministerium wurde der Kauf von Wirkstoff-Dosen für mehr als 500 000 Behandlungen vereinbart. Das entspreche 100 Prozent der geplanten Produktionsmenge für Juli sowie jeweils 90 Prozent für August und September. Remdesivir gilt als eines der aussichtsreichsten Medikamente bei schweren Corona-Symptomen.

 

Mittwoch, 1. Juli, 15 Uhr: Landesamt: 48.454 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2.591 Tote

In Bayern sind inzwischen 48.454 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2.591 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 45.190 Menschen.

 

Mittwoch, 01. Juli, 13.40 Uhr: US-Regierung kauft große Teile der Remdesivir-Produktion auf

Die US-Regierung hat sich einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge des Corona-Mittels Remdesivir gesichert. Ein entsprechende Vereinbarung mit dem Biotech-Unternehmen Gilead Sciences sieht laut US-Gesundheitsministerium den Erwerb von Wirkstoff-Dosen für mehr als 500.000 Behandlungen vor. Das entspreche 100 Prozent der geplanten Produktionsmenge für Juli sowie jeweils 90 Prozent für August und September. Remdesivir gilt als eines der aussichtsreichsten Medikamente bei schweren Corona-Symptomen. Es kann Studien zufolge den Krankenhausaufenthalt bei Covid-19 verkürzen.

Zu der Frage, ob durch die Vereinbarung die Versorgung mit dem Wirkstoff in Europa gefährdet sei, wollte sich ein Gilead-Sprecher auf Anfrage am Mittwoch nicht äußern. Pharma-Experte Andrew Hill von der britischen Universität Liverpool sagte laut "Guardian": "Sie (die USA) haben Zugriff auf einen Großteil des Medikaments, also bleibt nichts für Europa."

Gilead vereinbarte nach eigenen Angaben mit der US-Regierung, dass nicht zugeteilte Teile der Produktion "für andere Verwendungszwecke, auch für Länder außerhalb der Vereinigten Staaten, bereitgestellt werden können". Dazu werde man die Bedarfsmeldungen der Krankenhäuser engmaschig beobachten und alle zwei Wochen evaluieren, hieß es weiter.

Gerade erst hatte Gilead den Preis für den US-Markt festgesetzt. Eine fünftägige Behandlung mit Remdesivir werde bei Bestellung durch die US-Regierung 2.340 Dollar (etwa 2.000 Euro) pro Patient kosten. Dieser Nettobetrag sei auch für Deutschland geplant, hatte der Sprecher von Gilead in Deutschland, Martin Flörkemeier, am Dienstag gesagt.

Erst vergangene Woche hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA eine Zulassung für das Mittel mit dem Handelsnamen Veklury unter Auflagen in Europa empfohlen. Eine Entscheidung durch die EU-Kommission wird noch diese Woche erwartet.

Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte aber eine zu geringe Wirkung. Es ist bislang in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen.

 

Mittwoch, 01. Juli, 12 Uhr: Corona-Krise sorgt für Rekord bei Kurzarbeit

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist wegen der Folgen der Corona-Krise erneut gestiegen. Im Juni waren 2,853 Millionen Menschen ohne Job, 40.000 mehr als im Mai und 637.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg binnen Monatsfrist um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit.

Im April waren außerdem 6,83 Millionen Menschen in Deutschland in Kurzarbeit. Im März hatte die Zahl noch bei 2,49 Millionen gelegen, wie die Behörde mitteilte. Damit war im April die höchste jemals ermittelte Zahl von Kurzarbeitern in der Bunderepublik erreicht.

 

Mittwoch, 01. Juli, 11.50 Uhr: 466 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 466 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 194.725 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete.

8.985 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 12 im Vergleich zum Vortag. Etwa 179.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 700 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 30.6., 0.00 Uhr, bei 0,83 (Vortag: 0,74). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 30.6., 0.00 Uhr, bei 0,67 (Vortag: 0,63). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

 

Mittwoch, 01. Juli, 11.10 Uhr: Deutschland hebt Einreisebeschränkungen für elf Nicht-EU-Staaten auf

Deutschland gewährt Menschen aus elf Staaten außerhalb der Europäischen Union wieder die unbeschränkte Einreise. Das gilt nach einem Kabinettsbeschluss vom Mittwoch für Reisende aus Australien, Georgien, Kanada, Montenegro, Neuseeland, Thailand, Tunesien und Uruguay. Für Japan, Südkorea und China gelten die Lockerungen der Mitte März in der Corona-Krise verhängten Beschränkungen unter Vorbehalt, wenn diese Länder auch Menschen aus Deutschland wieder die Einreise erlauben. Die Erleichterungen treten am Donnerstag in Kraft, wie das Bundesinnenministerium mitteilte.

Damit orientiert sich die Bundesregierung weitgehend an einem Beschluss der EU-Staaten vom Vortag. Demnach solle Menschen aus 14 Ländern wieder einreisen dürfen. Die Liste soll alle zwei Wochen überarbeitet werden.

Hinzu kommen erweiterte Einreisemöglichkeiten für Menschen aus allen Staaten außerhalb der Europäischen Union, die einen wichtigen Reisegrund haben. Das können Deutsche oder Menschen mit Aufenthaltsrecht hierzulande sein, Saisonarbeiter in der Landwirtschaft, Seeleute oder Passagiere im Transitverkehr.

Entscheidend für die Lockerung der Einreisebeschränkungen ist künftig vor allem die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen der vergangenen 14 Tage. Zudem sollen unter anderem der Trend im gleichen Zeitraum sowie der Umgang des jeweiligen Staates mit der Pandemie eine Rolle spielen.

Für Reisende aus Risikogebieten gilt weiterhin eine 14-tägige Quarantänepflicht, falls sie kein negatives Testergebnis für das Coronavirus vorweisen können.

 

Mittwoch, 01. Juli, 08.56 Uhr: Starke Unterschiede im Einzelhandel: Internethandel legt zu, Handel in Innenstädten leidet

Die deutschen Einzelhändler sind im Mai ganz unterschiedlich aus dem Corona-Tief gekommen. Im Vergleich zum April legten die Umsätze preisbereinigt (real) um starke 13,9 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch auf der Grundlage vorläufiger Zahlen berichtete. Das waren auch 3,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Dieser stärkste Anstieg seit Beginn der statistischen Zeitreihe im Jahr 1994 war aber höchst unterschiedlich verteilt. So verzeichnete der Internet- und Versandhandel gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 28,7 Prozent. Hingegen musste der gerade für die Innenstädte relevante Handel mit Textilien, Schuhen und Lederwaren starke Einbußen hinnehmen. Die Sparte verzeichnete im Mai einen um 22,6 Prozent verringerten Real-Umsatz. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres fehlen diesen Händlern 32,6 Prozent der Erlöse.

 

Mittwoch, 01. Juli, 07.55 Uhr: Merz über Laschet: Ich hätte mich enger mit Söder abgestimmt

Aus Sicht des CDU-Wirtschaftspolitikers Friedrich Merz hätte sich Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise enger mit Bayern abstimmen sollen. Auf die Frage von Moderator Markus Lanz, ob Merz "härter durchgezogen" hätte als NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), sagte der Mitbewerber um den CDU-Vorsitz am späten Dienstagabend im ZDF: "Ja, ich hätte vielleicht versucht, auch mit (Bayerns Ministerpräsident) Markus Söder viel enger zusammen und abgestimmt vorzugehen." Das sei aber "eine Geschmackssache, das muss auch jeder für sich allein entscheiden".

Laschet war in der Corona-Krise vorgeworfen worden, zu schnell die verhängten Maßnahmen gelockert zu haben - anders als Bayern, wo Söder einen strikteren Kurs fuhr. Nach dem Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies reagierte Laschet aus Sicht von Kritikern hingegen zunächst zu zaghaft. Die jeweilige Performance in der Krise ist auch ein Gradmesser für alle höheren Aufgaben, die eine Kanzlerschaft mit sich bringen würde. Als Bewerber um den CDU-Vorsitz liebäugelt auch Merz mit einer Kanzler-Kandidatur. Er verteidigte Laschet bei "Markus Lanz" auch: "Ich finde, er wird da teilweise unfair kritisiert."

Merz fügte hinzu: "So eine Krise ist für alle Beteiligten eine Riesenherausforderung und wirklich ein echtes Problem." Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mache auch Fehler, werde auch kritisiert, etwa dafür, "dass sie vielleicht auch spät reagiert", sagte Merz. "Wir können doch im Grunde genommen wirklich sagen, dass unsere Regierungen in Deutschland, die Bundesregierung und die Landesregierungen, für dieses Land die richtigen Entscheidungen treffen." Der CDU-Politiker betonte: "Also ich wollte zum jetzigen Zeitpunkt in keinem anderen Land leben."

Mit Blick auf Bayerns Landeschef sagte Merz, ein Kanzlerkandidat Söder sei "denkbar, klar". In Umfragen zur Kanzlerkandidatur der Union hat Söder derzeit die besten Karten.

 

Mittwoch, 01. Juli, 07 Uhr: Corona-Regeln, Rente, Mehrwertsteuer: Das ändert sich ab heute

Neuer Monat, neue Regeln: Zum heutigen 1. Juli ändert sich für Verbraucher wieder Einiges in Deutschland und auch speziell in Bayern. Die wohl wichtigste (vorübergehende) Neuerung: Ab heute gelten günstigere Mehrwertsteuer-Sätze. Ein Überblick, wie sie aussehen und was seit heute noch neu ist, bekommen Sie hier.

 

Mittwoch, 01. Juli, 06.35 Uhr: Corona-Krise trifft Flugzeugbauer Airbus - auch Stellenstreichungen in Augsburg geplant

Der Flugzeugbauer Airbus will wegen der Luftfahrt-Krise weltweit 15.000 Stellen streichen. Allein in Deutschland sollen etwa 5.100 Stellen betroffen sein, teilte der Flugzeugbauer mit Schaltzentrale im französischen Toulouse mit. "Die Branche befindet sich in einer beispiellosen Krise", hieß es in einer Mitteilung. Es werde erwartet, dass sich der Luftverkehr nicht vor 2023 erholen werde und möglicherweise erst 2025 wieder auf dem Niveau von vor Corona sein werde.

In Deutschland sollen von den Streichungen auch Stellen der Airbus-Tochter Premium Aerotec mit Sitz in Augsburg betroffen sein. Warum Deutschland besonders von den Streichungen betroffen ist und wie sich bereits Widerstand regt, lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 01. Juli, 06.15 Uhr: Müller warnt vor neuen Flüchtlingswellen wegen Corona-Pandemie

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung in Kempten. An dieser Stelle versorgen wir Sie auch am Mittwoch mit den neuen Entwicklungen rund um Corona im Allgäu und der Welt. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller warnt vor neuen Flüchtlingswellen, sollte die Corona-Pandemie nicht global erfolgreich bekämpft werden. "Besiegen wir das Virus nicht weltweit, kommt es zurück wie ein Bumerang. Dann werden auch unsere Erfolge bei der Corona-Bekämpfung wieder zunichte gemacht, ganz zu schweigen von neuen Flüchtlingswellen", sagte der CSU-Politiker aus dem Allgäu in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Vor allem brauche es nun zusätzliche Mittel der Europäischen Union für Entwicklungs- und Schwellenländer, in denen die Pandemie "eine schwere Wirtschafts- und Hungerkrise" ausgelöst habe. "Brüssel hat zwar Geld für Hilfsmaßnahmen umgeschichtet, aber bisher keinen einzigen Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt, um die dramatische Notlage zu bekämpfen. Das ist beschämend", sagte Müller.

Europa dürfe nicht allein nach innen schauen, so der Minister. Zwar wolle die EU-Kommission in den kommenden sieben Jahren einen Haushalt von 1.100 Milliarden Euro beschließen und zusätzlich 750 Milliarden Euro zur Bewältigung der Pandemie-Folgen in der EU einsetzen. "Die Mittel zum Beispiel für Afrika sollen aber nur um 1 Milliarde Euro pro Jahr erhöht werden. Das ist ein krasses Missverhältnis", beklagte Müller. Er setze sich daher für ein 50 Milliarden Euro umfassendes Wiederaufbau- und Stabilisierungsprogramm für die betroffenen Länder ein.

 

Dienstag, 30. Juni, 21.45 Uhr: Das war heute wichtig 

  • Ein Lehrer in Kaufbeuren ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er und seine Schüler müssen in Quarantäne.
  • Neue Lockerungen und Corona-Tests für alle. Auf einer Pressekonferenz hat Markus Söder seinen Corona-Fahrplan ab dem 01. Juli vorgestellt.
  • Wegen der Corona-Krise sind viele Firmen in einer angespannten Lage. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags.

Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht und bleiben Sie gesund! Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch morgen wieder für Sie zur Stelle.

 

Dienstag, 30. Juni, 21 Uhr: Corona-Ausbruch in Starnberg: Ursachenforschung beim Caterer

Nach der Schließung seines Standorts in Gilching im Landkreis Starnberg wegen eines Corona-Ausbruchs sucht das Catering-Unternehmen apetito nach den Ursachen. "Es liegt noch keine Erkenntnis vor, wie es zu dem Ausbruch kommen konnte", teilte das überregional tätige Catering-Unternehmen am Dienstagabend mit. "Nach aktuellem Kenntnisstand haben sämtliche Mitarbeiter im Betrieb das bestehende Hygienekonzept mit Abstandsregelungen und Mundschutz eingehalten."

Bereits zu Beginn der Pandemie sei ein umfassendes Hygienekonzept erarbeitet worden, das an allen Standorten umgesetzt werde. "Neben erweiterten Hygienemaßnahmen, Abstandregelungen und dem Tragen von Mund-Nasenbedeckungen zählt dazu auch, den direkten Kontakt zwischen Mitarbeitern auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren. Kein Fahrer oder Mitarbeiter von anderen Standorten hatte direkten Kontakt zu den Mitarbeitern in Gilching." Die für 14 Tage vom Landratsamt angeordnete Schließung des Standortes befürworte das Unternehmen "im Sinne der Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden".

Das Verteilerzentrum diene ausschließlich der Belieferung des LMU-Klinikums Großhadern und des Innenstadt-Campus. Weitere Kunden wurden nicht versorgt." Über einen alternativen Plan werde die Versorgung der Patienten und Mitarbeiter sichergestellt.

Eine Infektionsgefahr durch Mahlzeiten, die vor Bekanntwerden der Corona-Fälle ausgeliefert wurden, sieht apetito nicht. "Sämtliche warm angebotenen Speisen werden bei apetito catering über 70 Grad erhitzt, so dass eine Übertragung durch eventuell vorhandene Viren nach aktuellem Forschungsstand ausgeschlossen ist. Gemäß Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine Übertragung von Corona-Viren über Lebensmitteln nicht nachgewiesen." Der Standort werde nun als weitere vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme gereinigt und desinfiziert.

 

Dienstag, 30. Juni, 17.30 Uhr: Kaufbeurer Lehrer positiv auf Corona getestet - eine Klasse muss in Quarantäne

Eine Lehrkraft an der Berufsschule in Kaufbeuren hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Wie das Landratsamt Ostallgäu mitteilt, wurde der Pädagoge positiv auf Covid-19 getestet. Er befindet sich nun, wie in solchen Fällen vorgesehen, vorübergehend in häuslicher Quarantäne. Wer nun getestet wird und wer in Quarantäne muss

 

Dienstag, 30. Juni, 15 Uhr: Neue Corona-Regeln und Tests für alle - die Pressekonferenz mit Markus Söder

Das bayerische Kabinett hat Corona-Massentests und weitere Lockerungen im Kulturbereich beschlossen.

  • Die Massentests für alle in Bayern kommen: "Schneller, kostenlos, für jedermann" - so lautet das bayerische Testkonzept, das ab 1. Juli greift. Wer mehr Lockerungen habe, müsse auch mehr testen, sagte Söder.
  • Nach Angaben Söders wird der Freistaat die Testkapazität von 20.000 auf 30.000 Tests pro Tag erhöhen. Der Freistaat übernimmt die Kosten in all den Fällen, in denen nicht ohnehin Krankenkassen in der Pflicht sind. Man stelle dafür aufs Jahr gerechnet 200 Millionen Euro bereit, sagte Söder.
  • Mehrfache Tests pro Person sind möglich.
  • Zuschauer können Kinofilme, Theatervorstellungen und Konzerte künftig ohne Mundschutz genießen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden. Beim Hineingehen und im Umfeld etwa im Garderobenbereich gelte die Maskenpflicht weiter

Alle weiteren Infos zur Pressekonferenz finden Sie hier.

 

Dienstag, 30. Juni, 13.03 Uhr: Ministerpräsident Söder informiert in Pressekonferenz über Corona-Massentests

 

Dienstag, 30. Juni, 12.40 Uhr: Memminger Naturheiltage 2020 abgesagt

Bis jetzt hatte der Naturheilverein Memmingen und Umgebung an den Planungen für die Naturheiltage 2020 festgehalten. Sie hätten vom 7. bis 8. November in der Memminger Stadthalle stattfinden sollen. Am Dienstag wurde die Veranstaltung nun doch abgesagt.

Auch wenn im November anderer Corona-Regeln als jetzt gelten sollten, sei es unmöglich, die Messe richtig zu planen. 2018 seien rund 11.000 Besucher in der Stadthalle gewesen. „So eine Besuchermenge können wir im November nicht unter den bisherigen Hygieneregeln in die Halle lassen“, schreibt der Naturheilverein in einer Mitteilung. „Auch bei vielen Ausstellern herrscht Unsicherheit. Darum wollen wir allen Beteiligten Planungssicherheit geben und sagen die Naturheiltage 2020 schweren Herzens ab.“

Die nächsten Naturheiltage in Memmingen sind dem Zweijahresrhythmus entsprechend am 5. und 6. November 2022 geplant.

 

Dienstag, 30. Juni, 11.30 Uhr: DIHK-Umfrage: Wegen Corona viele Firmen in angespannter Lage

Die Corona-Krise sorgt bei vielen Firmen in Deutschland für eine angespannte Lage. Mehr als 40 Prozent der Unternehmen berichteten von Liquiditätsengpässen, ergab eine am Dienstag vorgestellte Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags. Das schränke zusätzlich Raum für Investitionen in neue Technologien, Produkte und Märkte ein. Fast jedes zweite Unternehmen melde einen Rückgang des Eigenkapitals. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben forderte deswegen Nachbesserungen an den Hilfsprogrammen der Bundesregierung.

Nach der Umfrage unter rund 8.500 Unternehmen rechnet die Hälfte der Betriebe frühestens im nächsten Jahr mit einer Rückkehr zur geschäftlichen Normalität. Vier von fünf Betrieben erwarten für das gesamte Jahr einen Umsatzrückgang. Die Geschäftslage fällt demnach auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebungen 1985. Aus Sicht des DIHK bestätigt die Umfrage die Prognose eines Wirtschaftseinbruchs von 10 Prozent in diesem Jahr. Auch werde der Weg aus dem Tal eher länger als kürzer. Wegen der Corona-Einschränkungen im Welthandel rechnet der DIHK in diesem Jahr mit einem Exportrückgang von 15 Prozent.

 

Dienstag, 30. Juni, 7.41 Uhr: Kemptener und Oberallgäuer misten in der Corona-Krise aus: Second-Hand-Boom

Wegen Corona haben viele Oberallgäuer in den vergangenen Monaten mehr Zeit zu Hause verbracht, als ihnen vielleicht lieb war. Einige haben das genutzt und sind ihre Schränke und Kommoden durchgegangen, um die aussortierte Kleidung anschließend in Second-Hand-Geschäfte oder Kleiderdercontainer zu geben. So viel, dass Mitarbeiter und Helfer zeitweise nicht mehr nachgekommen sind. Weshalb eine Boutique kaum Trachten annimmt und was man lieber nicht spendet.

 

Dienstag, 30. Juni, 7.14 Uhr: Maskenpflicht im Kulturbereich soll gelockert werden

Bei Kulturveranstaltungen in Bayern soll die Maskenpflicht fallen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, kündigte Ministerpräsident Markus Söder in der "Augsburger Allgemeinen" an. Demnach solle die neue Regelung am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. 

 

Dienstag, 30. Juni, 5.54 Uhr: 313 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland 

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 313 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 194.259 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Dienstagmorgen meldete. 8973 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 12 im Vergleich zum Vortag. Etwa 179.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 1000 mehr als noch einen Tag zuvor.

 

Montag, 29. Juni, 22.15 Uhr: Das Wichtigste des Tages

  • Im Landkreis Starnberg wurde ein Corona-Ausbruch gemeldet. 44 Menschen sind infiziert. Die Menschen steckten sich offenbar bei der Arbeit in einem Catering-Unternehmen an.
  • Der Lockdown in Gütersloh wird um eine Woche verlängert. Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies bleibt das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh für eine weitere Woche eingeschränkt. 
  • Das Kino in Memmingen bleibt bis doch bis zum August geschlossen. Ab Donnerstag hätte das Cineplex öffnen dürfen.  

Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht und bleiben Sie gesund! Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist auch morgen wieder für Sie zur Stelle.

 

Montag, 29. Juni, 21 Uhr: Corona-Ausbruch im Landkreis Starnberg: 44 bestätigte Infizierte

 In einem am Samstag geschlossenen Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg haben sich mindestens 44 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das haben die Tests bislang ergeben, teilte das Landratsamt am Montag mit. Unter den bislang nachweislich Infizierten seien zehn Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf. Auf den Virus-Ausbruch bei dem Caterer war das Landratsamt durch Fälle in der Asylunterkunft aufmerksam geworden.

Die Behörde hatte die Schließung des Catering-Standorts am Samstag aus Infektionsschutzgründen angeordnet - für 14 Tage. Am Sonntag gab es eine große Testaktion bei den Mitarbeitern.

Die komplette Asylbewerber-Unterkunft ist unter Quarantäne gestellt worden. Die positiv getesteten Bewohner wurden in eine Isoliereinrichtung in Wackersberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) verlegt. Der erste positive Fall sei am Donnerstag bekannt geworden. 

 

Montag, 29. Juni, 19 Uhr: Neu-Ulm: Corona-Infektionen in Grundschule - Quarantäne für fast 100 Menschen

In drei Grundschulklassen und einer Kindergartengruppe im Landkreis Neu-Ulm sind Coronavirus-Infektionen festgestellt worden. Deswegen seien nun 98 Kinder und Erwachsene in Quarantäne geschickt worden, berichtete eine Sprecherin des Landratsamtes am Montag.

Neben den Schülern müssen vorläufig auch die Eltern und Lehrer zu Hause bleiben. Erstmals seitdem die Schulen wieder geöffnet wurden, wird in dem schwäbischen Landkreis nun zu dieser Maßnahme gegriffen - vor dem landesweiten Lockdown gab es solche Fälle häufiger. In der vergangenen Woche war die Zahl der Covid-19-Erkrankungen im Kreis Neu-Ulm leicht gestiegen.

 

Montag, 29. Juni, 16.30: Drei neue Corona-Fälle im Allgäu 

Im Allgäu sind drei neue Corona-Infektionen bestätigt worden. In Memmingen gibt es zwei neue Fälle von Covid-19 - das teilte die Stadt mit. Damit erkrankten insgesamt in Memmingen 53 Menschen am Coronavirus, 51 davon sind seit dem 16. Mai genesen. Ein weiterer bestätigter Covid-19-Fall wurde im Ostallgäu gemeldet. Das geht aus den Daten des LGL hervor

 

Montag, 29. Juni, 15.45: Laschet: Einschränkungen im Kreis Gütersloh eine Woche verlängert

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies bleibt das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh für eine weitere Woche eingeschränkt. Für den Nachbarkreis Warendorf dagegen laufen Einschränkungen um 0 Uhr in der Nacht zu Mittwoch aus, wie der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Montag in Düsseldorf sagte.

 

Montag, 29. Juni, 13.15 Uhr: Cineplex-Kino in Memmingen bleibt doch geschlossen

Nach langen Wochen des Wartens hätten Kino-Fans ab kommendem Donnerstag (2. Juli) in Memmingen wieder zum Filme-Gucken ins Cineplex-Kino gehen dürfen. Das hatten die Betreiber zumindest ursprünglich angekündigt. Doch nun die Rolle rückwärts: In einer Pressemitteilung am Montagmittag kündigen die Cineplex-Verantwortlichen an, dass ihre Kinos nun doch geschlossen bleiben.

Der Grund: Die beiden sehnlichst erwarteten Neustarts der Filme MULAN und TENET, die ursprünglich am 23. Juli und 30. Juli starten sollten, wurden bis mindestens Mitte August verschoben. "Unsere Kinos liegen eher in ländlichen Gebieten, in größeren Städten hat man noch eher eine Chance, dass aufgrund des größeren Besuchereinzugs auch ältere Repertoire- oder kleinere Nischen-Filme ausreichend besucht werden, aber darauf können wir nicht bauen. Nach den hohen Kosten durch die Komplettschließung der großen Räumlichkeiten, können wir es uns schlicht nicht leisten, noch mehr drauf zu zahlen und warten lieber noch einen Monat länger, bis zum Wiederanfahren aller Systeme“, so die Inhaberfamilie Rusch in der Mitteilung.

Das Cineplex-Kino in Memmingen öffnet demnach erst zu den Sommerferien im August. Außer Memmingen gibt es bayernweit sieben weitere Cineplex-Standorte.

 

Montag, 29. Juni, 11.41 Uhr: Griechenland rüstet sich für Tourismus-Start auf den Inseln 

Athen bereitet sich auf die Öffnung seiner Regionalflughäfen, Häfen und einiger Grenzübergänge auf dem Festland für den Tourismus vor. Ärzte des griechischen Militärs werden Coronavirus-Kontrollen in den Flughäfen der griechischen Inseln ab dem 1. Juli übernehmen. In fast allen Hotels der Inseln wurden Isolierzimmer eingerichtet, wo mögliche Infektionsfälle bleiben müssen. Auch gibt es auf den Inseln eigene Corona-Test- und Isolierstationen. Dies berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT) am Montag unter Berufung auf den Zivilschutz.

Zudem müssten sich alle Reisenden nach Griechenland mindestens 48 Stunden vor der Ankunft elektronisch anmelden und ein Formular ausfüllen, wo sie angeben müssen, wo sie vorher waren und wo sie sich in Griechenland aufhalten werden. Ein Algorithmus werde errechnen, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen, berichtete das Staatsfernsehen weiter.

Unterdessen wurde auf der Urlaubsinsel Kos der erste Charterflug aus Deutschland erwartet. Der griechische Tourismusminister Haris Theocharis will die Reisenden im Flughafen von Kos feierlich empfangen, teilte das Tourismusministerium am Montag mit. "Es ist ein Ereignis von zentraler Bedeutung für den Neustart des Tourismus", erklärte das Ministerium schriftlich. Griechenland hat verglichen mit anderen Staaten Europas eine sehr niedrige Infektionsrate.

 

Montag, 29. Juni, 11 Uhr: Spahn kritisiert Bayerns Pläne zu Corona-Tests für alle

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das geplante Angebot von Corona-Tests für jedermann in Bayern kritisiert. "Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend", schrieb er am Montag bei Twitter. "Denn es wiegt in falscher Sicherheit, erhöht das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belastet die vorhandene Testkapazität."

Bayern hatte angekündigt, als erstes Bundesland Corona-Tests für alle zu ermöglichen - auf Wunsch auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Dafür übernimmt das Land Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Spahn betonte: "Testen, testen, testen - aber gezielt." Das entspreche der mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) entwickelten nationalen Teststrategie. "Dies beinhaltet umfassendes präventives Testen im Gesundheitswesen und bei lokalen Ausbrüchen wie in Gütersloh." Auch wie in Nordrhein-Westfalen in Schlachthöfen zweimal die Woche zu testen, habe Sinn.

 

Montag, 29. Juni, 7.45 Uhr: Österreich nimmt generelle Reisewarnung für NRW zurück

Österreich hat die nach dem schweren Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies ausgesprochene generelle Reisewarnung für ganz Nordrhein-Westfalen zurückgenommen. Nach Informationen aus NRW-Regierungskreisen in Düsseldorf wurde die Reisewarnung auf die vom Infektionsgeschehen betroffenen Kreise beschränkt. In den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes in Berlin hieß es am späten Sonntagabend, laut Mitteilung des österreichischen Gesundheitsministeriums müssten Reisende aus Gütersloh ab Montag 00.01 Uhr bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen.

Aus NRW-Regierungskreisen hieß es, Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) habe am Wochenende mehrfach mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz telefoniert und die Lage mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen in der Corona-Pandemie erörtert. Laschet habe die Maßnahmen der betroffenen Kreise und des Landes zur Eindämmung des Ausbruchs sowie die Anstrengungen zur massiven Testung der Tönnies-Mitarbeiter, ihres Umfelds und der Gesamtbevölkerung erläutert. Kurz hat demnach seine Anerkennung dafür zum Ausdruck gebracht sowie das konsequente und umfassende Vorgehen begrüßt.

In diesen Kreisen wurde zu Beginn der Sommerferien in NRW betont, dass Österreich kein Beherbergungsverbot ausspreche. Vielmehr würden die generellen Einreisebeschränkungen für alle von hohen Infektionszahlen betroffenen Regionen in Europa nun auch auf Gütersloh angewandt. Kurz habe Laschet zugesichert, den Kreis Warendorf hier bereits nicht mehr einzubeziehen. Dies habe auch das österreichische Gesundheitsministerium der Deutschen Botschaft in Wien offiziell mitgeteilt. Sobald die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage auch in Gütersloh unter 50 falle, solle auch hier die Beschränkung aufgehoben werden.

Beim Fleischkonzern Tönnies hatte es einen massiven Corona-Ausbruch mit mehr als 1500 infizierten Arbeitern gegeben.

 

Montag, 29. Juni, 6.00 Uhr: 262 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland 

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 262 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 193.761 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Montagmorgen meldete.

8961 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 4 im Vergleich zum Vortag. Etwa 178.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 400 mehr als noch einen Tag zuvor. 

 

 

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