Corona aktuell im Allgäu

RKI korrigiert nach Panne die aktuellen Zahlen - Einreise-Testpflicht soll neue Infektionswelle verzögern

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Bayern und der Welt: Laut einem Entwurf des Bundesgesundheitsministerium soll eine Corona-Testpflicht für Einreisen nach Deutschland am 1. August in Kraft treten.

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Bayern und der Welt: Laut einem Entwurf des Bundesgesundheitsministerium soll eine Corona-Testpflicht für Einreisen nach Deutschland am 1. August in Kraft treten.

Bild: Silvia Marks/dpa

Corona-News aktuell aus dem Allgäu, Bayern und der Welt: Laut einem Entwurf des Bundesgesundheitsministerium soll eine Corona-Testpflicht für Einreisen nach Deutschland am 1. August in Kraft treten.

Bild: Silvia Marks/dpa

Das RKI hat seine Angaben zu den Corona-Zahlen vom Donnerstagmorgen korrigiert: Die Zahl der Neuinfektionen ist deutlich niedriger. Mehr im Newsblog.
29.07.2021 | Stand: 14:59 Uhr

<< Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuellen Corona-News im Allgäu und in der Welt. >>

Donnerstag, 29. Juli, 15 Uhr: Kinder treffen die Corona-Regeln nach dem Urlaub hart

In Bayern beginnen die Sommerferien. Viele Familien wollen dann verreisen. Doch die meisten Kinder sind nicht gegen Corona geimpft. Was das bedeutet, lesen Sie hier.

Donnerstag, 29. Juli, 13 Uhr: Seehofer: Corona-Tests sollten während Pandemie kostenfrei bleiben

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist dagegen, Corona-Tests für Nicht-Geimpfte bald kostenpflichtig zu machen. "Solange die Pandemie anhält, würde ich nichts an der Kostenfreiheit ändern. Ich möchte, dass denen, die weder geimpft noch genesen sind, die Chance des Tests bleibt", sagte Seehofer der "Mittelbayerischen Zeitung". "Was glauben Sie, wie viele Leute den Test nicht mehr machen oder machen können, wenn er nicht kostenfrei ist? Damit könnte ein verstecktes Infektionsgeschehen stattfinden", warnte er.

Seehofer stellte sich damit gegen jüngste Überlegungen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) und auch von CSU-Chef und Bayerns Regierungschef Markus Söder. Diese hatten zuletzt dafür plädiert, Corona-Tests auf Dauer nicht mehr öffentlich zu bezahlen - wenn alle, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot erhalten haben.

Donnerstag, 29. Juli, 12.40 Uhr: Panne beim RKI: Corona-Zahlen vom Donnerstag falsch - deutlich weniger Infektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Angaben zu den Corona-Zahlen vom Donnerstagmorgen korrigiert: Die Zahl der Neuinfektionen ist deutlich niedriger. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt allerdings korrekt bei aktuell 16,0 - am Vortag betrug der Wert 15,0 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Zum Vergleich: Voriges Jahr lag die Inzidenz um die gleiche Zeit wie jetzt nur bei 4,5 (29. Juli), den Wert 15 überschritt sie erst Anfang Oktober. Allerdings hängt die Inzidenz sehr stark mit dem Vorgehen beim Testen zusammen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3142 Corona-Neuinfektionen und nicht 3520, wie das RKI noch am Morgen mitteilte. Vor einer Woche hatte der Wert bei 1890 Ansteckungen gelegen, wahrscheinlich fehlten damals jedoch 19 Neuinfektionen aus Brandenburg.

Die Zahlen für das Allgäu wurden heute Morgen korrekt wiedergegeben, das ergab eine Überprüfung unserer Redaktion.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 21 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 42 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.764.311 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.650.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.607.

Donnerstag, 29. Juli, 12 Uhr: Japans Regierungsberater warnt vor Überlastung des Gesundheitssystems

Der wichtigste Coronavirus-Berater der japanischen Regierung hat angesichts der rasant gestiegenen Infektionszahlen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems gewarnt. "Wenn das Krisenbewusstsein nicht geteilt wird, wird der Druck auf das Gesundheitssystem früher oder später noch gravierender", warnte der Mediziner Shigeru Omi am Donnerstag bei einer Ausschusssitzung im Parlament. Am Donnerstag stieg die Zahl der registrierten Neuinfektionen am dritten Tag in Serie auf einen Höchststand von 3.865 Fällen.

"Außer Impfungen gibt es nicht viele andere Faktoren, die Infektionen zu senken", sagte Omi. Viele Bürger hätten sich inzwischen an die Corona-Lage gewöhnt, was zum Anstieg der Infektionen beitrage. Andere Faktoren seien neben der Delta-Variante des Virus die Ferienzeit sowie die Olympischen Spiele. Tokios Gouverneurin Yuriko Koike rief die jüngeren Bürger auf, sich impfen zu lassen, zu Hause zu bleiben und die Corona-Maßnahmen zu befolgen. "Die Aktivitäten junger Menschen sind der Schlüssel (um die Infektionen einzudämmen)."

Donnerstag, 29. Juli, 10.53 Uhr: Einreise-Testpflicht soll neue Infektionswelle verzögern

Die vorgesehene generelle Testpflicht bei Einreisen nach Deutschland soll nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums eine neue raschere Corona-Ausbereitung bremsen. Es sei notwendig, "die Eintragung zusätzlicher Infektionen einzudämmen und die Infektionszahlen gering zu halten, um in dieser Zeit weiter die Impfquoten steigern zu können", heißt es in einem Verordnungsentwurf aus dem Ministerium, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Die nach aktuellen Prognosen zu erwartende nächste Welle an hohen Infektionszahlen soll möglichst weit nach hinten verzögert werden."

Der Referentenentwurf mit Stand von Mittwochabend wurde nach dpa-Informationen mit anderen Ressorts vorabgestimmt, darüber soll nun noch weiter beraten werden. Der Entwurf sieht ein Inkrafttreten der Verordnung am 1. August vor. Die Bundesregierung hatte den Starttermin der Neuregelung aber zuletzt offen gelassen und auf noch nötige interne Abstimmungen verwiesen.

Grundsätzlich sollen laut dem Entwurf künftig alle Einreisenden ab sechs Jahren über einen negativen Testnachweis, Genesenennachweis oder Nachweis einer vollständigen Impfung verfügen müssen - egal von wo und auf welchem Weg sie nach Deutschland kommen. Bei Einreise aus einem Gebiet mit besorgniserregenden Virusvarianten soll immer ein Testnachweis nötig sein - Nachweise als Geimpfter oder Genesener sollen dann nicht reichen.

Generell sollen die Nachweise bei der Einreise mitzuführen und bei "stichprobenhaften" Überprüfungen durch die Behörden vorzulegen sein. Reist man mit einem "Beförderer" wie einer Fluggesellschaft, sollen die Nachweise vor dem Start auf Anforderung vorgelegt werden müssen - so ist es für Flugpassagiere schon bisher. Im grenzüberschreitenden Bahnverkehr soll dies auch während der Fahrt möglich sein.

Geplant sind dem Entwurf zufolge auch Änderungen bei der Einstufung von Regionen mit höherem Risiko. Künftig soll es statt drei nur noch zwei Kategorien geben: Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete. Die bisherige Stufe eines "einfachen" Risikogebiets soll entfallen.

Donnerstag, 29. Juli, 10.50 Uhr: Virologe: Pooltests für Reiserückkehrer "durchaus überlegenswert"

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat dafür plädiert, Reiserückkehrer im Falle einer Testpflicht nach ihrem Urlaub mit einer sogenannten Pooltestung auf das Coronavirus zu kontrollieren. Dabei werden mehrere Abstriche zusammengefasst und geprüft. "Wir kennen die ganzen Nachteile auch der Schnellteste, und sie kosten ja auch nicht unerheblich. Insofern wäre hier sicherlich eine Pooltestung mittels PCR-Verfahren durchaus überlegenswert."

Eine Testpflicht für Reiserückkehrer sei dabei "nicht prinzipiell schlecht". Man müsse den Nutzen allerdings genau abwägen und die Details - wo und wie wird getestet - genau klären. Aus Praktikabilitätsgründen sollte eine Testpflicht dann so einfach wie möglich gestaltet sein, auch wenn dadurch einige Reisende benachteiligt würden. Der Test aller sei aber erstmal besser, "als ein sehr kompliziertes Regelwerk, das vielleicht dann wenig Effekt hat".

Hintergrund sei auch, dass die Qualität der Tests in den Urlaubsländern unterschiedlich sei, so der Tropenmediziner des Bernhard-Nocht-Instituts. "Da wird viel Schindluder getrieben." Man könne nicht sicher sein, ob die Tests so gut wie beispielsweise in Deutschland durchgeführt werden. "Und wir müssen uns dann die Frage stellen: Ist es zum Schluss eh nicht eine Alibimaßnahme, weil damit ist dann sicherlich niemandem geholfen."

Donnerstag, 29. Juli, 10.24 Uhr: Grüner Pass soll steigende Corona-Zahlen bremsen

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Israel seit Donnerstag wieder der sogenannte Grüne Pass. Bei Versammlungen von mehr als 100 Menschen müssen Teilnehmer, die älter als zwölf Jahre alt sind, eine Bescheinigung für Geimpfte oder Genesene vorzeigen oder ein negatives Corona-Testergebnis. Dies gilt unter anderem für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants, Konferenzen und Gebetshäuser.

Der Grüne Pass, der Erleichterungen für Geimpfte und Genesene brachte, war in Israel im Februar eingeführt worden. Nach einem deutlichen Rückgang der Infektionszahlen waren die meisten Beschränkungen jedoch wieder aufgehoben worden.

Ein Expertenteam empfahl eine dritte Auffrischungsimpfung für Erwachsene, wie es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums hieß. Uneinigkeit habe allerdings über die Altersgruppe geherrscht, welche die Impfung erhalten solle - entweder über 60-Jährige oder über 70-Jährige. In den kommenden Tagen werde das Ministerium eine endgültige Entscheidung über eine dritte Impfung und die entsprechende Altersgruppe treffen, hieß es.

Donnerstag, 29. Juli, 9.21 Uhr: Gesamtes australisches Leichathletik-Team in Quarantäne

Bei den Olympischen Spielen in Tokio ist das komplette australische Leichtathletik-Team Medienberichten zufolge vorerst in Quarantäne. Demnach dürfen mehr als 60 Mitglieder der Delegation aktuell ihre Zimmer im olympischen Dorf nicht verlassen. Mehr dazu hier.

Donnerstag, 29. Juli, 7.29 Uhr: Google und Facebook verhängen Impfpflicht für Mitarbeiter

Die Mitarbeiter der Internetriesen Google und Facebook in den USA müssen sich vor einer Rückkehr in die Büros gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilten die Unternehmen unabhängig voneinander mit. Google-Chef Sundar Pichai erklärte, die Regelung betreffe zunächst die USA, werde in den kommenden Monaten aber auch für andere Regionen gelten, sobald dort Impfungen weithin verfügbar seien. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 29. Juli, 7.25 Uhr: Corona: Testpflicht für Reiserückkehrer soll schnell starten

Die Bundesregierung kommt bei der geplanten generellen Corona-Testpflicht für Urlaubsheimkehrer unter Zeitdruck. Einen Starttermin ließ die stellvertretende Sprecherin Ulrike Demmer zwar noch offen, sie wies auf noch laufende interne Abstimmungen hin. Doch es soll jetzt schnell gehen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) planen, dass bei der Einreise grundsätzlich ein negativer Test nötig sein soll, wenn man keinen Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung hat. So eine generelle Testpflicht besteht schon für Flugpassagiere. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 29. Juli, 7.12 Uhr: Höchstwert bei Olympia: 24 neue Corona-Fälle im Umfeld der Spiele

Parallel zu den stark steigenden Corona-Zahlen in Tokio ist auch bei den Olympischen Spielen ein neuer Tages-Höchstwert an positiven Fällen registriert worden. Insgesamt 24 weitere Personen sind im Umfeld der Spiele positiv getestet worden. Das gaben die Organisatoren der Spiele am Donnerstag bekannt. So viele Fälle sind seit Beginn der Erfassung am 1. Juli nicht an einem Tag verzeichnet worden. Unter den Positivfällen sind auch drei Athleten. Die Namen der Sportler werden von den Organisatoren nicht veröffentlicht.

Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 193. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 20 Athletinnen oder Athleten mit dem Coronavirus. Im deutschen Team hatte es am vergangenen Freitag in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben. Die Hauptstadt Tokio hatte am Vortag mit 3177 Neuinfektionen einen Höchstwert in der Corona-Pandemie vermeldet.

Das IOC sieht bislang keinen Zusammenhang mit den Olympischen Spielen. Soweit ihm bewusst sei, sei keine Infektion von Beteiligten an den Sommerspielen auf die japanische Bevölkerung übergegangen, sagte IOC-Sprecher Mark Adams. Bei den Spielen seien bislang 310 000 Tests durchgeführt worden, nur ein kleiner Bruchteil davon waren positiv. "Ich bin sicher, dass die Olympischen Spiele keine Auswirkungen auf die Situation in den Krankenhäusern in Japan haben werden", ergänzte IOC-Chefmediziner Richard Budgett. Aktuell werden zwei Olympia-Fälle im Krankenhaus behandelt, keiner davon schwer.

Donnerstag, 29. Juli, 6.15 Uhr: Vermehrt Infekte bei Kindern erwartet: Wenn Husten und Fieber zu erheblichem Störfaktor in der Schule werden

Mit der geplanten Rückkehr zu mehr Normalität mit Präsenz an Schulen in diesem Herbst und Winter rechnen Fachleute damit, dass Kinder und Jugendliche Infekte nachholen - vor denen sie im Homeschooling eher geschützt waren. Zum befürchteten Corona-Anstieg gerade in diesen oft ungeimpften Gruppen dürften demnach einige Erkältungen und Grippe hinzukommen. "Da man bei Husten und Fieber erst einmal an Corona denken muss, sich sicherheitshalber in Quarantäne begeben und das Testergebnis abwarten muss, dürfte das ein erheblicher Störfaktor für den Schulbetrieb werden", erwartet der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 29. Juli, 5.54 Uhr: Kaufbeuren nun im Allgäu Inzidenz-Spitzenreiter

Kaufbeuren steht mit einer Inzidenz von 15,8 auf Platz 1 der Allgäuer Inzidenztabelle. Oberallgäu und Unterallgäu hatten gestern noch mit 17,9 die Tabelle angeführt, sind nun allerdings gesunken. Alle Inzidenzwerte aus dem Allgäu finden Sie hier.

Donnerstag, 29. Juli, 5.41 Uhr: RKI registriert 3520 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 16,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in gut drei Wochen auf mehr als das Dreifache gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 16,0 – am Vortag betrug der Wert 15,0 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3520 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus den Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.19 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 1890 Ansteckungen gelegen, wahrscheinlich fehlten damals jedoch 19 Neuinfektionen aus Brandenburg.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 10 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 42 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.769.608 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.655.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91 702.

Mittwoch, 28. Juli, 21.10 Uhr: Silber-Skaterin Leal sagt Empfang ab und ruft zum Impfen auf

Drei Tage nach ihrer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio hat die 13 Jahre alte Skateboarderin Rayssa Leal in ihrer brasilianischen Heimat zum Impfen gegen das Coronavirus aufgerufen. Nach der Ankunft in der Millionenmetropole São Paulo drehte sie am Mittwoch im Flughafen ein paar Runden auf dem Skateboard. Die geplante Zeremonie auf der Skateboardanlage in der nordöstlichen Stadt Imperatriz ließ Leal aber absagen und fuhr im offenen Wagen der Feuerwehr durch die Stadt.

Dies sei noch nicht der Moment für Menschenansammlungen, sagte sie in einem Video, in dem sie zudem dazu aufforderte, Schutzmaske zu tragen, Alcogel zum Desinfizieren der Hände zu benutzen und sich impfen zu lassen.

Leal hatte in Tokio im ersten Skateboard-Wettbewerb der Frauen Silber hinter der ebenfalls erst 13 Jahre alten Japanerin Momiji Nishiya gewonnen und damit Brasilien verzaubert. Sie ist die jüngste Athletin in der Geschichte des südamerikanischen Landes, die bei Olympischen Spielen auf dem Podium stand. Auch Fußball-Legende Pelé gratulierte dem Teenager.

Mittwoch, 28. Juli, 20.25 Uhr: Berliner Polizei verbietet zwei "Querdenken"-Demos am Wochenende

Zwei für das Wochenende in der Hauptstadt geplante "Querdenken"-Kundgebungen gegen die Corona-Politik sind verboten worden. Das teilte ein Sprecher der Berliner Polizei am Mittwochabend mit. Um welche Demonstrationen genau es sich dabei handelt, sagt die Polizei auch auf Nachfrage nicht. Welche Veranstaltungen in Berlin geplant sind, lesen Sie hier.

Mittwoch, 28. Juli, 20.05 Uhr: Scholz: Corona-Tests kostenpflichtig, aber günstig machen

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Tests in absehbarer Zeit für viele Bürger kostenpflichtig zu machen. Wenn sich alle hätten impfen lassen können, werde man Tests irgendwann selbst bezahlen müssen, sagte der Vizekanzler am Mittwoch in der Gesprächsreihe "Brigitte live". Das dürfe aber nicht für diejenigen gelten, die sich aus gesundheitlichen Gründen sich nicht impfen lassen könnten oder für die es - wie für Kinder - keine Impfempfehlung gebe.

In den Schulen und Betrieben müssten Tests weiter kostenlos sein, sagte Scholz. Für alle anderen müssten die Tests "so billig wie möglich sein". "Ich finde nicht, dass es da um Strafe geht", betonte Scholz. Es sei aber auch nicht einzusehen, dass der Staat Tests bezahle, wenn es die bessere Alternative des Impfens gegeben hätte. Denn die Impfung schütze nicht nur einen selbst, sondern auch andere.

In der Debatte über eine geplante generelle Corona-Testpflicht für Urlaubsheimkehrer soll es laut Scholz eine praktikable Lösung geben. Derzeit werde nach einem möglichst pragmatischen Weg für Tests etwa für die Rückkehrer aus dem Sommerurlaub gesucht, sagte der Finanzminister.

Mittwoch, 28. Juli, 19.45 Uhr: Wieder Masken tragen: Die USA ziehen die Corona-Notbremse

Angesichts steigender Infektionszahlen fordert die US-Regierung Geimpfte zum Maskentragen auf. Zudem müssen sich 200.000 Bundesbedienstete wohl impfen lassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kostenlose U-Bahntickets bekommt in New York, wer sich für eine spontane Einmalimpfung im U-Bahnhof entscheidet.
Kostenlose U-Bahntickets bekommt in New York, wer sich für eine spontane Einmalimpfung im U-Bahnhof entscheidet.
Bild: Wang Ying, dpa

Mittwoch, 28. Juli, 18.10 Uhr: Kempten sagt Tag der Senioren ab

Die Stadt Kempten hat den Tag der Senioren erneut wegen Corona abgesagt. "Aufgrund der unvorhersehbaren Lage im Herbst und nach gründlicher Abwägung möglicher anderer Formen der Informationsveranstaltung", kann der Tag der Senioren im Oktober nicht stattfinden, teilte Andreas Weber, Leiter des OB-Büro, mit. Der nächste Tag der Senioren findet voraussichtlich im Herbst 2022 statt.

Mittwoch, 28. Juli, 17.40 Uhr: Bund plant Testpflicht für Urlaubsheimkehrer

Viele Bundesbürger kommen nach und nach aus den Ferien in aller Welt wieder - deswegen sollen Corona-Tests auf breiter Front zur Pflicht werden. Doch wie schnell kommt der zusätzliche Schutz zustande? Mehr dazu hier.

Mittwoch, 28. Juli, 17.30 Uhr: Fazit zu Gurgel-Studie: "Tests funktionieren und sind kinderleicht"

Die Macher einer Studie zu Corona-Gurgeltests an Schulen ziehen nach sechs Monaten ein positives Fazit. Ziel sei gewesen, zu zeigen, dass das Pool-System der Gurgel-PCR-Tests nicht nur funktioniere, sondern auch flächendeckend eingesetzt werden könne, sagte am Mittwoch Professor Michael Kabesch, der Leiter der WICOVIR-Studie. Die Abkürzung steht für "Wo ist das Coronavirus". Darüber hinaus schlügen die Gurgeltests bereits in einem frühen Infektionsstadium an, seien "kinderleicht" in der Anwendung und sparten Plastikmüll.

Neben rund 400.000 Tests an Schulen gab es etwa 100.000 Tests in Kindergärten, Betrieben und Behörden. Beteiligt waren Einrichtungen in Erlangen, Nürnberg, Tirschenreuth, Schwandorf, Regensburg und Cham. Das Projekt läuft mit Ende des Schuljahres aus. Im nächsten Schuljahr soll es den Angaben nach Regeltestungen an Grundschulen auf Basis der Pool-PCR-Tests geben.

Zweimal wöchentlich ließen sich die Teilnehmer für die Studie testen. Dafür mussten sie morgens Leitungswasser gurgeln und die Flüssigkeit in zwei Röhrchen füllen. In der Schule - oder anderen Einrichtungen - kippten sie den Inhalt eines der beiden Röhrchen in einen "Pool". Die gesammelte Flüssigkeit der Gruppe wurde getestet. Wenn sich dabei Hinweise auf eine Corona-Infektion ergaben, müssen die Kinder und Jugendlichen ihr zweites Röhrchen für Einzeltests abgeben, so dass der oder die infektiösen Schüler herausgefiltert werden konnten. Das Ergebnis gab es am selben Tag.

"Mit der zweimaligen Pool-PCR-Testung pro Woche können wir praktisch alle Fälle so früh erkennen, dass es fast nie zu weiteren Ansteckungen in den Schulen oder Betrieben kommt", sagte Kabesch. Im Laufe der Studie habe es in den Schulen insgesamt knapp 30 positive Tests gegeben. Fast alle Ansteckungen bei den Schülern stammten demnach aus dem familiären Umfeld. Das Projekt wurde von der Klinik St. Hedwig der Barmherzigen Brüder in Regensburg und der Uniklinik Erlangen gemeinsam durchgeführt und vom Gesundheitsministerium gefördert.

Mittwoch, 28. Juli, 16.55 Uhr: So erklärt Wirtschaftsminister Aiwanger die eigene Impfskepsis

Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger hat seine Skepsis gegenüber Corona-Impfungen erneut gegen Kritik verteidigt. Wie der Wirtschaftsminister das erklärt, lesen Sie hier.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sagt, man müsse auch kein Geheimnis daraus machen, dass auch er aus seinem privaten Umfeld von Impfnebenwirkungen höre, bei denen einem "die Spucke wegbleibe".
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sagt, man müsse auch kein Geheimnis daraus machen, dass auch er aus seinem privaten Umfeld von Impfnebenwirkungen höre, bei denen einem "die Spucke wegbleibe".
Bild: Matthias Balk, dpa

Mittwoch, 28. Juli, 16.30 Uhr: Welchen Inzidenzwert können wir uns leisten?

Die Politik wird zunehmend nervös angesichts steigender Corona-Infektionen. Vor allem der Blick nach Großbritannien macht Sorgen. Was wir von England lernen können – und was nicht, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 28. Juli, 16.15 Uhr: SPD dringt auf rechtssichere Regelung zu Rückkehrer-Tests

In der Debatte um verpflichtende Corona-Tests für alle Reise-Rückkehrer aus dem Ausland dringt die SPD-Fraktion auf rechtssichere Lösungen. Solche Testpflichten seien sinnvoll, müssten aber auch vor Gericht Bestand haben, sagte der rechtspolitische Sprecher der Fraktion, Johannes Fechner, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Der Bundestag sollte schnell, notfalls in einer Sondersitzung noch im August, die Voraussetzungen für neue Testpflichten schaffen." Bisher ist im Infektionsschutzgesetz eine pauschale Testpflicht nur für Flugreisende vorgesehen.

Der Bundestag müsse im August voraussichtlich ohnehin zusammenkommen, um den Fond für die Hochwasserhilfen zu beschließen, sagte Fechner. "Dabei könnte dann auch die dringend notwendige Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen werden, die die Einführung von Corona-Auflagen künftig an weitere Kriterien neben dem Inzidenzwert bindet."

Es sei völlig unverständlich, dass Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erst jetzt konkrete Testpflichten für alle Reiserückkehrer vorgeschlagen habe. "Wir haben einen Gesetzesvorschlag des Gesundheitsministeriums dafür schon vor Wochen gefordert."

Mittwoch, 28. Juli, 15.45 Uhr: Mann soll Impfpässe gefälscht und angeboten haben

Ein 42-jähriger Mann soll gefälschte Impfpässe hergestellt und über einen Messenger-Dienst zum Verkauf angeboten haben. Er stehe in dringendem Tatverdacht und habe ein umfassendes Geständnis abgelegt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Nun muss er sich wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung verantworten.

Die Ermittler hatten eigenen Angaben zufolge bereits Ende Mai bemerkt, dass jemand unter Pseudonym gefälschte Impfpässe anbot. Daraufhin habe man den 42-Jährigen aus Unterfranken identifizieren können. Bei einer Durchsuchung fanden die Ermittler unter anderem einen gefälschten Impfpass. Außerdem habe der Mann eingeräumt, weitere Pässe gefälscht und verkauft zu haben.

Nicht nur die Herstellung und der Verkauf, auch die Nutzung gefälschter Impfpässe sei strafbar, betonte die Polizei. Die Ermittler warnten, keine Bilder von Impfausweisen bei Messenger-Diensten oder in sozialen Medien zu veröffentlichen. Betrüger könnten die Bilder für Fälschungen verwenden oder dem Paul-Ehrlich-Institut unter Angabe falscher Personendaten erfundene Nebenwirkungen melden.

Mittwoch, 28. Juli, 15.30 Uhr: Bei der WHO gemeldete Corona-Todeszahlen stark gestiegen

Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Toten weltweit ist innerhalb einer Woche stark angestiegen: um 21 Prozent auf 69.000 in sieben Tagen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf berichtete. Die WHO bezieht sich auf Regierungsangaben für die Woche vom 19. bis 25. Juli. Insgesamt seien bislang mehr als vier Millionen Menschen weltweit nach einer Infektion gestorben. Experten verweisen darauf, dass nicht alle Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus an Covid-19 sterben, gemeldet werden. Andererseits hatten einige Gestorbene schwere Vorerkrankungen.

Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Toten weltweit ist innerhalb einer Woche stark angestiegen: um 21 Prozent auf 69 000 in sieben Tagen.
Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Toten weltweit ist innerhalb einer Woche stark angestiegen: um 21 Prozent auf 69 000 in sieben Tagen.
Bild: Fernando Souza, dpa

Die Zahl der in der vergangenen Woche gemeldeten Infektionen lag bei 3,8 Millionen, das waren acht Prozent mehr als in der Vorwoche. Auf dem amerikanischen Kontinent stiegen sowohl Infektions- als auch Totenzahlen deutlich. Ebenso starben mehr Menschen in Südostasien. Seit Beginn der Pandemie Anfang 2020 sind fast 194 Millionen Infektionen gemeldet worden.

Mittwoch, 28. Juli, 14.30 Uhr: Inzidenz: Kaufbeuren wieder Spitzenreiter im Allgäu

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Kaufbeuren ist von 13,51 auf 18,02 gestiegen - das vermeldet das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Mittwochnachmittag. Dieser Wert ist damit im Allgäu am höchsten. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Mittwoch, 28. Juli, 13.55 Uhr: Start für generelle Corona-Testpflicht bei Einreisen vorerst offen

ie Bundesregierung lässt den Start der geplanten generellen Corona-Testpflicht für Urlauber bei der Rückkehr nach Deutschland vorerst offen. Die stellvertretende Sprecherin Ulrike Demmer nannte am Mittwoch in Berlin keinen Termin und wies auf noch laufende interne Abstimmungen hin. Regelungen für Reiserückkehrer stünden auch auf der Themenliste der Corona-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am 10. August. Was schon vorher geklärt werden könne, werde selbstverständlich geklärt. Es gelte: "Je schneller, desto besser."

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) streben an, dass künftig grundsätzlich ein negativer Test nötig sein soll - egal, von wo und mit welchen Verkehrsmitteln man kommt. Eine generelle Testpflicht bei der Einreise besteht schon für alle Flugpassagiere. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CDU) hatte am Dienstagabend in der ARD gesagt, der Bund habe zugesichert, er werde bis zum 1. August alles probieren, um eine einheitliche Testpflicht einzuführen, "nicht nur für Flugreisen, sondern auch beispielsweise für alles, was an normalem Autoweg oder Bahnweg kommt".

Mittwoch, 28. Juli, 12.50 Uhr: Kleine Änderung bei Quarantäne-Vorgaben bei Einreise

Bei den Corona-Regeln für Einreisen nach Deutschland gilt bereits ab Mittwoch eine kleinere Änderung bei den Quarantäne-Vorgaben. Wer aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten kommt, kann die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne nun mit einem negativen Test vorzeitig beenden, wenn die Region noch während der Quarantänezeit herabgestuft wird - zu einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet mit hohen Infektionszahlen. Grundsätzlich ist vorzeitiges "Freitesten" für Einreisende aus Virusvariantengebieten sonst nicht möglich.

Welche Regionen die Bundesregierung als Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiete mit Vorgaben zu Tests und Quarantäne erklärt, veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) im Internet. Derzeit sind unter anderem Südafrika und Brasilien Virusvariantengebiete. Mehr zu geplanten Änderungen bei der Einreise lesen Sie hier.

Mittwoch, 28. Juli, 12.40 Uhr: Bayern spendet Corona-Schutzausrüstung an Tunesien

Für den Kampf gegen das Coronavirus hat Bayern medizinisches Schutzmaterial im Wert von 880.000 Euro an Tunesien gespendet. "Bayern und Tunesien verbindet eine langjährige Partnerschaft. Aufgrund der aktuell kritischen Entwicklung der Corona-Pandemie in Tunesien besteht ein akuter Bedarf an medizinischer Ausstattung", sagte Bayerns Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales, Melanie Huml (CSU), am Mittwoch in München. Die Spende enthalte vor allem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe, Corona-Antigentests und fünf Beatmungsgeräte.

Die Länderpartnerschaft zwischen Bayern und Tunesien besteht bereits seit 2012. Das tunesische Gesundheitssystem gerate derzeit an seine Belastungsgrenze. Angesichts der Verschärfung der Pandemielage in Tunesien habe der Ministerrat am 20. Juli beschlossen, aktuell nicht benötigte medizinische Ausstattung aus dem Bestand des Freistaats Bayern an Tunesien abzugeben. Huml: "Die Pandemie werden wir weltweit bekämpfen müssen. Sie ist eine gemeinsame Herausforderung der internationalen Gemeinschaft. Bayern steht seinen Partnern in der Welt bei und unterstützt, wo dies möglich ist."

Mittwoch, 28. Juli, 12.15 Uhr: Tokios Corona-Infektionen auf neuem Höchststand - Appell an Junge

Während der Olympischen Spiele ist die Zahl der Neuinfektionen in Tokio am zweiten Tag in Serie auf einen Höchststand gestiegen. Am Mittwoch meldete die Hauptstadt 3177 neu Infizierte binnen eines Tages. Am Vortag waren es 2848 Fälle gewesen. Damit tritt ein, was Experten bereits vor Beginn des Sportspektakels prophezeit hatten. Die Lage könne "kritisch" werden. Tokios Gouverneurin Yuriko Koike rief die jüngeren Bürger auf, sich impfen zu lassen, möglichst zu Hause zu bleiben und die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Virus zu befolgen. "Die Aktivitäten junger Menschen sind der Schlüssel (um die Infektionen einzudämmen)", sagte sie.

Mittwoch, 28. Juli, 11.05 Uhr: Mehr als die Hälfte der Bürger in Deutschland vollständig geimpft

Bei den Corona-Impfungen hat jetzt mehr als die Hälfte der Bürger in Deutschland den kompletten Schutz. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Mittwoch 41,8 Millionen Menschen oder 50,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Dosis erhalten haben demnach inzwischen 50,9 Millionen Menschen oder 61,1 Prozent der Bevölkerung. Minister Jens Spahn (CDU) rief erneut dazu auf, Impfangebote zu nutzen. "Je mehr sich jetzt impfen lassen, desto sicherer werden Herbst und Winter!", schrieb er bei Twitter.

Mittwoch, 28. Juli, 10 Uhr: Biden: US-Regierung prüft Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter

Die US-Regierung erwägt, für ihre mehr als zwei Millionen Mitarbeiter eine Corona-Impfpflicht einzuführen. "Das wird zur Zeit geprüft", sagte US-Präsident Joe Biden auf die Frage einer Journalistin nach einer Impfpflicht für Angestellte des Bundes. "Aber falls Sie nicht geimpft sind, dann sind Sie nicht annähernd so intelligent wie ich dachte", sagte Biden jetzt bei einem Besuch des Büros der Geheimdienstkoordinatorin (ODNI) weiter.

Der Demokrat Biden hat sich gegen eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Die Impfkampagne in den USA tritt inzwischen jedoch auf der Stelle - und das trotz einer Fülle an Impfstoffen und vielen Impfanreizen.

Mittwoch, 28. Juli, 8.55 Uhr: SPD unterstützt generelle Testpflicht für Reiserückkehrer

Die SPD befürwortet eine generelle Testpflicht für Reiserückkehrer. "Ich bin unbedingt dafür, dass wir Reisende uns genau anschauen", sagte Parteichefin Saskia Esken am Mittwochmorgen im RTL/ntv-"Frühstart". "Es ist ganz deutlich ja zu sehen, dass Reisen ins Ausland Risiken mit sich bringen." Rückkehrer würden möglicherweise die Delta- oder andere Varianten mitbringen. "Deswegen müssen wir ganz genau hinschauen, dass wir uns auch davor beschützen, dass die große Welle über Deutschland wieder hereinschwappt."

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin": "Auch wir als SPD - inklusive der Justizministerin - wollen, dass das Reisen sicherer wird. Und das bedeutet die Testpflicht auszuweiten." Aber das müsse rechtlich sauber und verhältnismäßig sein. Es sei jetzt am Bundesgesundheitsminister, eine rechtssichere Grundlage zu schaffen. "Und dann sind wir aber auch sehr schnell handlungs- und umsetzungsfähig, dass diese erweiterten Tests für Reiserückkehrer auch kommen." Erste Entwürfe seien nicht ordentlich gewesen. Da müsse jetzt schnell nachgearbeitet werden.

Mittwoch, 28. Juli, 7.10 Uhr: Die Allgäuer Inzidenzwerte im Überblick

Wie entwickeln sich die Corona-Zahlen in Kempten, Kaufbeuren, Memmingen und den Allgäuer Landkreisen? Fast alle Städte und Kreise liegen am Mittwochmorgen unter der bundesweiten Inzidenz von 15,0. Nur das Oberallgäu liegt mit 17,9 darüber und hat die höchste Inzidenz in der Region. Die niedrigste hat das Ostallgäu mit 4,2. Alle aktuellen Inzidenzwerte hier im Detail.

Mittwoch, 28. Juli, 6.40 Uhr: Söder: Bund plant erweiterte Testpflicht für Einreisen ab 1. August

Nicht nur Flugreisende, sondern auch Urlauber, die mit Auto oder Zug im Ausland waren, werden sich künftig vor der Einreise wohl auf das Coronavirus testen lassen müssen. Die Regelung könnte nun deutlich früher kommen als ursprünglich geplant - und zwar ab Sonntag.

Der Bund habe zugesichert, er werde bis zum 1. August alles probieren, um eine einheitliche Testpflicht einzuführen, "nicht nur für Flugreisen sondern auch beispielsweise für alles, was an normalem Autoweg oder Bahnweg kommt", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstagabend in den ARD-"Tagesthemen". Weitere Infos dazu hier.

Mittwoch, 28. Juli, 6 Uhr: RKI registriert 2.768 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 15,0

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir starten den Tag wie immer mit den aktuellen RKI-Zahlen: Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit drei Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 15,0 - am Vortag betrug der Wert 14,5, beim jüngsten Tiefststand vom 6. Juli waren es 4,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2.768 Corona-Neuinfektionen, wie aus den Zahlen weiter hervorgeht.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 21 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.761.169 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.649.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.586.

Dienstag, 27. Juli, 20.55 Uhr: In Kempten gibt's die "Spritze im Vorbeigehen"

Montag öffnet ein Impfpunkt in Kempten. Obwohl Impfdosen ablaufen, gibt es noch keine Auffrischung für zweifach Geimpfte. Das sagt dazu Minister Holetschek.

Dienstag, 27. Juli, 17.35 Uhr: Nach Äußerungen zu Corona-Regeln: Nena-Konzert in Wetzlar abgesagt

Nach den umstrittenen Äußerungen der Popsängerin zu den Corona-Regeln bei einem Konzert nahe Berlin, strich der Veranstalter ein Nena-Konzert in Wetzlar. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 27. Juli, 17.15 Uhr: Jetzt wird auch in Hotels im Oberallgäu geimpft

Die Johanniter starten eine Aktion in Zusammenarbeit mit Hotels in der Region: Auftakt ist am Donnerstag in Oberstaufen. Mehr Informationen zur Anmeldung und Öffnungszeiten finden Sie hier.

Dienstag, 27. Juli, 15.45 Uhr: Die Sicht der "Generation Corona" - Kemptener Schüler schreiben Buch über die Pandemie

Jugendliche der Kemptener Mittelschule bei der Hofmühle schreiben ein Buch über die Pandemie. Es geht um Verzicht, Medizin und Desinformation. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 27. Juli, 15.40 Uhr: Israel erlaubt in Ausnahmefällen Corona-Impfung von Kindern

Israel will in extremen Ausnahmefällen eine Impfung von Fünf- bis Elfjährigen gegen das Coronavirus erlauben. Solche Ausnahmen könnten für Kinder gelten, die besonders gefährdet seien, im Falle einer Corona-Infektion schwer zu erkranken oder zu sterben, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Dies könne zum Beispiel bei extremer Fettleibigkeit, schweren chronischen Lungenkrankheiten oder Herzproblemen der Fall sein.

Grundsätzlich sei eine Impfkampagne für Kinder in dem Alter derzeit kein Thema, hieß es in einer Anweisung an die Krankenkassen. Es gehe darum, die Zahl der Genehmigungen in solchen Fällen niedrig zu halten. Die Gruppe der bis Neunjährigen hat inzwischen im Altersvergleich den höchsten Anteil der registrierten Neuinfektionen. Laut Ministerium stellt sie mehr als zehn Prozent der Infizierten.

Bilderstrecke

Corona-Impfung: Das unterscheidet die Impfstoffe

Dienstag, 27. Juli, 14.30 Uhr: Kretschmann sagt Einschränkungen für Ungeimpfte voraus

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat kurz vor einer Schalte mit den unionsgeführten Ländern zum Kampf gegen die Corona-Pandemie Einschränkungen für Nicht-Geimpfte in Aussicht gestellt. "Die, die sich nicht impfen lassen, müssen damit rechnen, dass der Zugang zu Veranstaltungen, Institutionen, erschwert ist", sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart.

Ungeimpfte müssten außerdem damit rechnen, dass sie sich an den Kosten für Tests beteiligen müssen, sobald allen Bürgern ein Impfangebot gemacht wurde. Vollständig Geimpften werde man hingegen maximale Freiheiten geben, soweit das möglich sei. Allerdings werde man von der Einhaltung der AHA-Regeln nicht abrücken können.

Dienstag, 27. Juli, 13.36 Uhr: Söder: Brauchen im Corona-Kampf klare Linien für den Herbst

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Politik in Bund und Ländern aufgefordert, mit einer klaren Strategie gegen eine vierte Corona-Welle in den Herbst zu gehen. Anfang August werde es eine Ministerpräsidentenkonferenz geben, sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. "Dafür brauchen wir klare Linien", sagte er. Es dürfe in der Pandemiebekämpfung kein Zögern geben und die Hoffnung, "in die Bundestagswahl zu stolpern", sagte Söder.

Söder sprach sich dafür aus, geimpften Menschen ihre Freiheitsrechte zurückzugeben, Ungeimpften dagegen nicht ohne weiteres. Es gehe nicht um die Benachteiligung Ungeimpfter oder um einen Impfdruck durch die Hintertür. Jedoch sei das Vorenthalten von Grundrechten für Geimpfte nicht zu rechtfertigen. Er sprach sich dafür aus, das Impfen für Minderjährige deutlich voranzubringen. Ziel müsse es sein, bei den Schülerinnen und Schülern im neuen Schuljahr die Quarantänezeiten so weit wie möglich zu reduzieren, sagte Söder. In Großbritannien, wo die Infektionszahlen deutlich in die Höhe gegangen sind, befänden sich derzeit 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Quarantäne.

Das Robert Koch-Institut erarbeite gerade eine neue Berechnungsweise als Messlatte für die Schwere der Pandemie. Sie solle Impffortschritt und Sieben-Tage-Inzidenz unter einen Hut bringen. Die Grenze von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz müsse wohl nach oben angepasst werden, mit Ausnahme der Schulen. "Ist das alte 50 noch das neue 50? In der Schule ja, weil da gibt es noch zu wenig Impfung", sagte Söder. In den Schulen Bayerns werde nach den Ferien zudem zumindest in den ersten Wochen Maskenpflicht gelten. Auch eine Testpflicht soll es geben, möglichst schon vor dem ersten Schultag.

Dienstag, 27. Juli, 13.22 Uhr: Bericht: Spahn will Testpflicht für Reiserückkehrer ausweiten

Einem Bericht zufolge plant das Gesundheitsministerium, die Regeln für die Einreise nach Deutschland zu verschärfen - doch die Regierung ist sich nicht einig. Mehr über die Pläne lesen Sie hier.

Dienstag, 27. Juli, 13.06 Uhr: Keine speziellen und strikteren Auflagen für Kneipen

Kneipen und Bars dürfen im Freistaat unter den gleichen Voraussetzungen öffnen wie Restaurants - weitergehende Einschränkungen wie ein zeitlich begrenztes Alkoholausschankverbot gibt es aber nicht. Die entscheidende Regel ist: Auch in reinen Schankwirtschaften muss die Bedienung am Tisch erfolgen - Theke und Tresen sind tabu. Das erklärte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München.

Mit der Entscheidung reagierte das Kabinett auf ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, der die Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften am Freitag gekippt hatte. Auf weitergehende Einschränkungen, etwa eine gesonderte Sperrstunde oder ein Alkoholausschankverbot ab einer bestimmten Uhrzeit, wie sie das Gericht als Möglichkeit angedeutet hatte, verzichtete das Kabinett.

Dienstag, 27. Juli, 12.55 Uhr: Jetzt im Live-Stream: Die Ergebnisse der Kabinetts-Sitzung

Der Live-Stream zur Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung im Hofgarten: Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann informieren über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen.

Dienstag, 27. Juli, 12.45 Uhr: ADAC: Mehr Stau als vor Corona in den Sommerferien

Der ADAC Südbayern rechnet in den anstehenden Sommerferien mit mehr Staus als vor Corona im Freistaat. "Es wird wieder voll", sagte Alexander Kreipl, Verkehrsexperte des ADAC Südbayern am Dienstag. Bereits an den ersten Wochenenden der Sommerferien in anderen Bundesländern habe man deutschlandweit rund 15.000 Staumeldungen gehabt - etwa 2000 mehr als 2019.

Wichtigster Treiber ist Kreipl zufolge das veränderte Reiseverhalten. Die Menschen würden häufiger in mit dem Auto zu erreichende Gebiete reisen - auch um nicht fliegen zu müssen. Besonders auf den Autobahnen Richtung Süden, an den neuralgischen Punkten rund um München und auf der Autobahn A8 Richtung Salzburg werde es wesentlich mehr Verkehr geben, sagt Kreipl. Darüber hinaus bremsen Baustellen den Verkehr - unter anderem auf der A3 bei Regensburg und Passau, auf der A9 am Dreieck Holledau, auf der A95 bei Schäftlarn, der A96 bei Memmingen und der B2 zwischen Oberau und dem Tunnel Farchant.

Zudem erwartet er auch an den Grenzübergängen nach Österreich längere Wartezeiten, wegen der dortigen Corona-Kontrollen. Am Übergang Passau - Suben habe es am vergangenen Wochenende bereits zwei Stunden Wartezeit gegeben - ohne Sommerferien in Bayern. Weil der letzte Schultag in Bayern auf den kommenden Donnerstag fällt, erwartet Kreipl bereits an diesem Tag den Beginn des Reiseverkehrs. Am Freitag werde er weiter ansteigen und am Samstag seinen ersten Höhepunkt erreichen.

Dienstag, 27. Juli, 12.10 Uhr: Regierung berät über weitere Testpflichten für Reiserückkehrer

Die Bundesregierung berät über erweiterte Testpflichten für Reiserückkehrer als Corona-Schutz zum Ende der Sommerferienzeit. Das Gesundheitsministerium ist für "eine schnellstmögliche Ausweitung der Testpflichten bei Einreise", wie eine Sprecherin auf Anfrage am Dienstag sagte. Die Abstimmungen innerhalb der Regierung dazu liefen. Zunächst berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) darüber. Minister Jens Spahn (CDU) hatte bereits in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass eine Ausweitung der Testpflicht aus seiner Sicht wie der des Bundesinnenministeriums sehr schnell kommen solle.

Eine generelle Testpflicht besteht bisher für alle Flugpassagiere. Der Nachweis eines negativen Ergebnisses muss bereits im Urlaubsland gemacht und vor dem Start nach Deutschland vorgezeigt werden - oder aber ein Nachweis als Genesener oder vollständig Geimpfter. Die Funke-Zeitungen berichteten, es könnte künftig grundsätzlich ein Test verlangt werden, unabhängig davon, aus welchen Gebieten und mit welchen Verkehrsmitteln Reisende nach Deutschland kommen.

Spanien und die Niederlande sind seit Mitternacht als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft. Im Bild: Der Strand von Paguera auf Mallorca.

Spanien und die Niederlande sind seit Mitternacht als Corona-Hochinzidenzgebiete eingestuft. Im Bild: Der Strand von Paguera auf Mallorca.

Bild: Clara Margais, dpa

An diesem Mittwoch tritt bereits eine vom Kabinett beschlossene neue Einreiseverordnung in Kraft. Im Wesentlichen werden die bestehenden Regelungen bis vorerst 10. September verlängert. Eine Erleichterung gibt es für Einreisende aus Virusvariantengebieten, in denen neue, besorgniserregende Virusformen kursieren. Bisher müssen auch Genesene und Geimpfte, die von dort zurückkommen, für 14 Tage in Quarantäne. Künftig kann diese vorzeitig beendet werden, wenn die betroffene Region noch während der Quarantänezeit nicht mehr als Virusvariantengebiet eingestuft wird. Welche ausländischen Regionen die Bundesregierung als Risiko-, Hochinzidenz- oder Virusvariantengebiete mit besonderen Vorgaben einstuft, veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Internetseite.

Dienstag, 27. Juli, 11 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Tokio steigt auf Rekord

Während der Olympischen Spiele ist die Zahl der Neuinfektionen in Tokio auf einen Rekordstand gestiegen. Am Dienstag meldete die Hauptstadt 2848 Neuinfektionen binnen eines Tages. Damit wurde der vorherige Höchststand vom 7. Januar mit 2520 Fällen übertroffen. Experten hatten schon vor dem Beginn der Spiele gewarnt, dass die Neuinfektionen binnen eines Tages während des Spektakels auf über 3000 steigen könnten. Die Lage könnte "kritisch" werden, hieß es. Tokio befindet sich im mittlerweile vierten Corona-Notstand.

Nicht die Olympia-Teilnehmer seien das Hauptproblem, hatte der Politikprofessor Koichi Nakano von der Sophia University in Tokio kürzlich der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Vielmehr sei es der Umstand, dass die Spiele überhaupt stattfinden zu einem Zeitpunkt, da die Bevölkerung über den immer wieder verlängerten Corona-Notstand zunehmend "frustriert" sei. "Die Leute werden ungeduldig und hören nicht mehr auf die Regierung". Das durch Japans Medien geschürte Interesse an den Spielen trage dazu bei, dass viele Bürger ungeachtet der Appelle der Regierung nicht zu Hause blieben, sondern wie bei den Radrennen so nah wie möglich etwas von Olympia mitbekommen wollten.

Dienstag, 27. Juli, 10.40 Uhr: 70 Prozent der Menschen in der EU sind mindestens einmal gegen Corona geimpft

70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union haben mindestens eine Impfdosis gegen Corona bekommen. Wie die EU im weltweiten Vergleich da steht, lesen Sie hier.

Dienstag, 27. Juli, 10.30 Uhr: Bericht: Italien prüft Corona-Impfpflicht für Lehrer

In Italien erwägt die Regierung nach einem Zeitungsbericht eine Corona-Impfpflicht für Lehrer und anderes Personal an den Schulen. Noch in dieser Woche könnte dazu ein Dekret erlassen werden, hieß es am Dienstag in der Zeitung "Corriere della Sera". Zuvor solle es noch ein Treffen mit den Gewerkschaften geben. Gesundheitsminister Roberto Speranza sagte im Fernsehen, es werde geprüft, was das wirksamste Mittel sei, um Präsenzunterricht wieder zu ermöglichen.

Nach offiziellen Angaben sind 85 Prozent der Lehrer zumindest einmal gegen Covid-19 geimpft. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen. Ministerpräsident Mario Draghi betonte in der Vergangenheit immer wieder, wie wichtig normaler Unterricht in den Klassen sei. Derzeit sind in Italien Ferien, noch bis September. Wegen der Pandemie mussten viele Mädchen und Jungen vergangenes Jahr zu Hause via Internet am Unterricht teilnehmen.

Dienstag, 27. Juli, 10.10 Uhr: Mehr als 2000 Neuinfektionen in Israel

In Israel steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter deutlich an: Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 2112 Fälle - so viele wie seit Mitte März nicht mehr. Dem Fernsehen zufolge handelt es sich bei etwa jedem zehnten neuen Fall um Rückkehrer aus dem Ausland. Die Zahl der Corona-Patienten mit schwerem Verlauf stieg auf 138 - am Montag vor einer Woche waren es noch 61. Die meisten neuen Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus.

Eine israelische Frau wird in einer provisorischen Einrichtung des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom gegen das Coronavirus geimpft.
Eine israelische Frau wird in einer provisorischen Einrichtung des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom gegen das Coronavirus geimpft.
Bild: Tomer Neuberg/JINI, XinHua, dpa

Unter den Neuinfizierten sind viele jüngere Menschen und auch zweifach Geimpfte. Mehr als 57 Prozent der 9,3 Millionen Bewohner Israels sind bereits vollständig geimpft. Die dortige Impfkampagne war besonders zu Beginn sehr erfolgreich. Allerdings gibt es nach Angaben von Ministerpräsident Naftali Bennett immer noch mehr als eine Million Israelis, die sich impfen lassen könnten, dies aber nicht tun.

Dienstag, 27. Juli, 9.50 Uhr: Sonder-Impfaktion am Mittwoch in Füssen

In Füssen können sich Ostallgäuer an diesem Mittwoch, 28. Juli, gegen Corona impfen lassen: zwischen 16 und 20 Uhr im Haus der Gebirgsjäger (Kemptener Straße 68). "Im letzten Jahr sind unsere Schüler zuhause geblieben, um unsere älteren zu schützen. Jetzt ist es wichtig, dass sich auch die 18 bis 30 jährigen impfen, um die jüngeren zu schützen", sagt Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter. Man müsse alles dafür tun, um eine vierte Welle zu verhindern. Eichstetter appelliert, "nicht nur sich selbst zu schützen, sondern auch die „liebsten“ um einen herum."

Dienstag, 27. Juli, 8.50 Uhr: Wieder Maskenpflicht im Klassenraum nach den Sommerferien

Nach den Sommerferien müssen die bayerischen Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer in den ersten Wochen wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dadurch sollen Infektionen durch Reiserückkehrer verhindert werden, schrieb Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in einem Brief an die Erziehungsberechtigten in Bayern. Der Schulstart im Herbst könne für den weiteren Verlauf des Schuljahres entscheidend sein. Wie lange die Maskenpflicht bestehen bleiben soll, sagte er nicht.

Außerdem rief Piazolo dazu auf, alle Kinder in der letzten Ferienwoche auf das Coronavirus in einem Testzentrum, an einer Teststation oder einer Apotheke testen zu lassen. "Jede Infektion, die schon vor Schulbeginn erkannt wird, erhöht die Sicherheit für die Mitschülerinnen und Mitschüler in den ersten Unterrichtstagen, verhindert Infektionen und Quarantäneanordnungen", erklärte Piazolo.

Dienstag, 27. Juli, 8 Uhr: Bayerisches Kabinett diskutiert über Öffnung der Bars und Kneipen

Nach dem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs droht am Dienstag im Kabinett (10.00 Uhr) ein neuer Streit der Koalitionäre zur Öffnung von Bars und Kneipen. Denn im Kabinett gehen die Meinungen darüber auseinander. Wer welche Position vertritt, lesen Sie hier.

Dienstag, 27. Juli, 7.20 Uhr: Spanien und die Niederlande sind nun Corona-Hochinzidenzgebiete

Wer aus dem Spanien-Urlaub zurück nach Deutschland kommt und weder genesen noch geimpft ist, muss nun in Quarantäne. Die USA halten derweil an ihren Einreisebeschränkungen für Europäer fest - wegen der Delta-Variante. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 27. Juli, 6.30 Uhr: Die aktuellen Inzidenz-Werte für das Allgäu

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die aktuellen Werte zur Sieben-Tage-Inzidenz für die Allgäuer Städte und Landkreise veröffentlicht. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Dienstag, 27. Juli, 6 Uhr: RKI registriert 1545 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 14,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit knapp drei Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 14,5 - am Vortag betrug der Wert 14,3, beim Tiefststand vom 6. Juli 4,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 1545 Corona-Neuinfektionen, wie aus den Zahlen vom Dienstagmorgen weiter hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.37 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1183 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 38 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 34 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.758.401 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.647.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.565.

Montag, 26. Juli, 19.25 Uhr: USA wollen Corona-Reisebeschränkungen vorerst nicht lockern

Die USA wollen die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Reisende aus Europa und anderen Staaten vorerst nicht aufheben. "Wegen der Delta-Variante werden wir die bestehenden Reisebeschränkungen an dieser Stelle beibehalten", sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Montag.

Montag, 26. Juli, 16.45 Uhr: Impfbus hält in Memmingen

Der Impfbus des Impfzentrums Memmingen ist am kommenden Wochenende im Industriegebiet Nord unterwegs. Das berichtet die Pressestelle der Stadt. Er steht am Freitag, 30. Juli, von 14 bis 20 Uhr und am Samstag, 31. Juli, von 10 bis 18 Uhr auf dem Parkplatz Illerpark (Fraunhoferstraße). Mit an Bord sind die Impfstoffe von Johnson & Johnson und von BioNTech. Impfwillige über 18 Jahre können ohne Termin geimpft werden. "Bitte einen Personalausweis mitbringen und, falls dabei, auch den Impfpass", heißt es vonseiten der Stadt. Eine Vorabregistrierung unter www.impfzentren.bayern ist zwar nicht zwingend erforderlich, beschleunigt aber den Ablauf im Impfbus. Da es keine Terminvergabe gibt, kann es auch zu Wartezeiten kommen. Geimpft wird, solange der Impfstoff-Vorrat im Bus reicht.

Montag, 26. Juli, 16.35 Uhr: Bundesregierung will über zusätzliche Corona-Maßnahmen beraten

Die Bundesregierung will angesichts rasch steigender Corona-Infektionszahlen über ein stärkeres Gegensteuern beraten. Die aktuelle Lage biete trotz der niedrigen Inzidenzen durchaus Anlass zur Sorge, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin. Stand heute seien die Fallzahlen binnen einer Woche um 75 Prozent gestiegen. "Wenn sich diese Entwicklung so fortsetzt, müssen wir zusätzliche Maßnahmen ergreifen." Es gelte alles zu tun, um eine Situation wie im Frühjahr zu vermeiden, sagte sie mit Blick auf die zurückliegende dritte große Corona-Welle.

Gemeinsam mit den Ländern solle daher in den kommenden Tagen und Wochen überlegt werden, was möglich und zu machen sei, sagte Demmer. Dies solle auch Thema einer Runde mit den Ministerpräsidenten sein. Einen Termin dafür nannte sie noch nicht. Im Fokus stünden Bemühungen für eine höhere Impfquote, der Umgang mit Reiserückkehrern und mögliche konkrete Maßnahmen gegen die steigenden Zahlen.

Demmer hob hervor, dass vollständig Geimpfte sowie Genesene mit einer einmaligen Impfung - im Unterschied zu per Schnelltest Getesteten - nicht mehr relevant zum Infektionsgeschehen beitrügen. Tests seien auch nicht zu 100 Prozent sicher und aussagekräftig. Sie betonte, die Bundesregierung wolle "keine Impfpflicht durch die Hintertür".

Montag, 26. Juli, 15.55 Uhr: Inzidenzwerte für das Allgäu (LGL)

Hier finden Sie die aktuellen Inzidenzwerte des LGL für das Allgäu.

Montag, 26. Juli, 14.50 Uhr: Öffentliche Impfaktion am Dienstag auf dem Campus der Hochschule Kempten

Am Dienstag, 27. Juli, findet von 9 bis 17 Uhr eine öffentliche Impfaktion des Impfzentrums Kempten auf dem Campus der Hochschule Kempten statt. Jeder kann sich ohne Termin impfen lassen, es stehen alle Impfstoffe zur Verfügung. Erst - und Zweitimpfung sind möglich. Es wird gebeten, den Personalausweis mitzubringen.

{element10}

Montag, 26. Juli, 14.15 Uhr: Dehoga will Gleichstellung für Geimpfte und Getestete in Gastronomie

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) lehnt eine Bevorzugung von Geimpften gegenüber auf das Coronavirus Getesteten beim Zugang zur Gastronomie ab. "Wir fordern die Gleichstellung von Negativ-Getesteten mit Geimpften und Genesenen, um Anreize für freiwillige Testungen und Impfungen zu schaffen", heißt es in einem Positionspapier. Bayerns Verbandspräsidentin Angela Inselkammer kritisierte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) für seinen Vorschlag, Geimpften den Vortritt auch in der Gastronomie zu geben. Stattdessen brauche es die "unverbrüchliche Zusage", dass es keiner weiteren Schließung mehr für die Gastronomiebetriebe bedarf. "Wir werden die Schließung der Branche nicht mehr mittragen", sagte Inselkammer. Es bestehe nun keine Notwendigkeit mehr für einen Lockdown. "Wir können uns zur Wehr setzen mit den 3 Gs. Wir haben die ausgeklügelsten Hygienekonzepte in ganz Europa", sagte Inselkammer. An die Branche gerichtet sagte sie: "Die Hygienekonzepte müssen eingehalten werden." Wer eklatant dagegen verstoße, müsse bestraft werden.

Montag, 26. Juli, 12.11 Uhr: Motorradstreife macht im Oberallgäu Corona-Tests

Die Fahrer der Motorradstreife der BRK-Bereitschaften im Oberallgäu fahren nicht nur von Mai bis September Patrouille. Sie betreiben zudem an einem Tag in der Woche die Covid-Schnellteststelle. Diese befindet sich in der Burgberger Grüntenhalle. Dort können sich Einheimische und Urlauber auch ohne Termin auf das Corona-Virus testen lassen. Die Termine sind jeden Montag und Freitag von 17.30 Uhr bis 19 Uhr. Am Freitag übernehmen dann die Mitglieder der Motorradstreife diese Aufgabe. „Nach einem Rückgang in den vergangenen Wochen steigen die Testzahlen aktuell wieder an“, sagt der Leiter der Motorradstreife, Thomas Keck. (sf)

Montag, 26. Juli, 12.07 Uhr: Delta-Variante dämpft Stimmung in der deutschen Wirtschaft

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli überraschend eingetrübt. Der Ifo-Index für das Geschäftsklima sank um 0,9 Punkte auf 100,8 Zähler, wie das Münchner Institut am Montag bekanntgab. Das führende deutsche Konjunkturbarometer, das auf einer Umfrage unter etwa 9.000 Unternehmen basiert, fiel damit erstmals seit Beginn des Jahres. Analysten wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 102,5 Punkte gerechnet.

Ausschlaggebend für den Rückgang ist die Einschätzung der künftigen Geschäfte. "Lieferengpässe bei Vorprodukten und Sorgen um wieder steigende Infektionszahlen belasten die deutsche Wirtschaft", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Der Pandemieverlauf ist weiterhin ein Risikofaktor für die wirtschaftliche Entwicklung", sagte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Seiner Einschätzung nach deuten die Ergebnisse der Ifo-Umfrage darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft das Konjunkturhoch hinter sich lasse und im Herbst "vom Aufholmodus in den Normalmodus" wechseln werde.

Montag, 26. Juli, 12.02 Uhr: Lambrecht bekräftigt Absage an Corona-Impfpflicht

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat ihre Ablehnung einer Corona-Impfpflicht bekräftigt. "Es wird keine allgemeine Impfpflicht geben, sondern wir müssen dafür werben, dass ich mich mit dieser Impfung selbst und vor allen Dingen auch andere schütze", sagte Lambrecht am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Ihre Absage gelte auch für eine Impfpflicht bei einzelnen Berufsgruppen.

"Ich glaube, wir sollten bei dem Verfahren bleiben, dass Geimpfte, Genesene und auch negativ Getestete Zugänge haben", sagte Lambrecht. "Wenn alle, die sich Impfen lassen können, dass dann trotzdem nicht machen, dann muss man auch vielleicht darüber nachdenken, ob die Testmöglichkeiten dann eben auf deren Kosten gehen und nicht mehr auf Kosten der Allgemeinheit."

Dass beispielsweise ein Gastronom Nicht-Geimpfte nicht bewirtet, lasse das Grundgesetz zu, sagte Lambrecht. "Wir haben heute schon die Vertragsfreiheit. Und die Vertragsfreiheit lässt beispielsweise einem Gastronom selbstverständlich offen, ob er die Bewirtung in seinem Restaurant auf Geimpfte beispielsweise beschränkt."

Auf die Frage, ob eine Impfpflicht rechtlich möglich wäre, sagte die Justizministerin: "Ich vertrete da die Auffassung, dass das nicht möglich wäre. Das hat zum einen was damit zu tun, dass diese Impfung auch noch nicht so lange auf dem Markt ist. Und ich halte es auch nicht für geboten."

Montag, 26. Juli, 11.59 Uhr: Fast die Hälfte der Bevölkerung voll gegen Corona geimpft

Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland wurde vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag (Stand 9.45 Uhr) sind inzwischen 49,4 Prozent der Gesamtbevölkerung voll geimpft. Das sind rund 41,1 Millionen Menschen. 50,6 Millionen - 60,9 Prozent - haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Laut RKI wurden am Sonntag 119.376 Impfungen verabreicht.

Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle mit einem Anteil von 69,8 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen. Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 56,9 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,6 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (45,6 Prozent).

Montag, 26. Juli, 10.42 Uhr: Inzidenz erstmals seit fünf Wochen wieder in einem Landkreis über 50

Erstmals seit gut fünf Wochen liegt die Corona-Inzidenz in einem bayerischen Landkreis wieder über 50. Für das Berchtesgadener Land meldete das Robert Koch-Institut am Montagmorgen (Stand 3.13 Uhr) einen Wert von 58,5. Noch am Sonntag waren es 35,9. Zuletzt hatte am 19. Juni die Stadt Schweinfurt oberhalb der 50er-Grenze gelegen.

Direkte Konsequenzen hat das Überschreiten noch nicht. Maßnahmen greifen erst, wenn Inzidenzschwellenwerte an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten werden - und dann ab dem übernächsten Tag. Sollte die Inzidenz aber über 50 bleiben, würde das unter anderem bedeuten, dass bei diversen Veranstaltungen weniger Menschen zugelassen sind. Zudem müsste bei einigen Anlässen wieder ein negativer Corona-Test vorgewiesen werden - beispielsweise wenn Menschen aus mehreren Hausständen in der Gastronomie an einem Tisch sitzen.

Montag, 26. Juli, 7.54 Uhr: Kein Abschlussball: Wie die Schulen in Marktoberdorf trotzdem feiern

Das Schuljahr für die Abschlussklassen ist vorbei, doch die Corona-Maßnahmen lassen keine großen Feste zu. Welche Alternativen sich die Schulen in Marktoberdorf überlegt haben, lesen Sie hier (AZ Plus).

Montag, 26. Juli, 7.35 Uhr: Steigende Fallzahlen: Debatte um Einschränkungen für Nicht-Geimpfte

Mit Blick auf steigende Infektionszahlen ist eine Debatte um mehr Einschränkungen für Ungeimpfte in der Corona-Pandemie entfacht. "Das ist keine Diskriminierung der Nicht-Geimpften", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) im Interview mit RTL/ntv. Er achte es, wenn jemand sich aus persönlichen Gründen gegen eine Impfung entscheide. "Aber die nicht geimpfte Person muss auch einsehen, dass wir die Gesamtgesellschaft schützen müssen und deshalb nur die Geimpften zu größeren Gemeinschaftsveranstaltungen zulassen können."

Auch der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, befürwortet, Geimpften mehr Freiheiten im Alltag zuzugestehen. Es gebe keinen Grund, Geimpften und Immunen ihre Grundrechte weiter vorzuenthalten, "nur weil ein paar ewige Skeptiker sich der Impfung entziehen", sagte Montgomery. Es gehe nicht um Privilegien für Geimpfte, sondern um Grundrechtseinschränkungen.

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hatte am Wochenende mögliche Beschränkungen für Nicht-Geimpfte ins Gespräch gebracht, falls Deutschland eine hohe vierte Welle drohe. "Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist."

Linken-Chefin Janine Wissler wandte sich gegen Vorteile für Geimpfte. Menschen, die sich noch nicht haben impfen lassen, mit Benachteiligungen zu drohen, sei der falsche Weg, sagte sie der "Welt". Kritik kam unter anderem auch aus der FDP. Kubicki bezeichnete Brauns Vorschlag am Sonntag als "Einführung der Impfpflicht durch die Hintertür" und "klar verfassungswidrig". Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 26. Juli, 7.01 Uhr: Frankreichs Parlament billigt strengere Corona-Regeln

Das französische Parlament hat nach langen Debatten in der Nacht zum Montag eine Verschärfung der Corona-Regeln gebilligt. Damit wird eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen eingeführt. Zudem wird die Nachweispflicht über einen negativen Coronatest, eine Impfung oder Genesung ausgeweitet. Premierminister Jean Castex begrüßte die neuen Regelungen.

Die Änderungen sind umstritten. Am Samstag waren nach Angaben des Innenministeriums landesweit mehr als 160.000 Menschen dagegen auf die Straße gegangen. Am Rande von Demonstrationen gegen Impfpass und Impfpflicht kam es zu Ausschreitungen. Es gab zahlreiche Festnahmen.

Von August an wird nun ein "pass sanitaire" - also ein Nachweis über einen negativen Coronatest, eine Impfung oder Genesung - auch für Fernzüge, Bars oder Restaurants nötig sein. Frankreich kämpft derzeit gegen eine vierte Corona-Welle. Von den etwa 67 Millionen Einwohnern haben etwa 40 Millionen zumindest eine Impfung.

Montag, 26. Juli, 6.15 Uhr: Inzidenzwerte im Allgäu steigen - Memmingen und Oberallgäu Spitzenreiter

Im Oberallgäu ist der Inzidenzwert auf 18,6 gestiegen, in Memmingen bleibt er auf 18,1. Damit sind der Kreis und die Stadt die Spitzenreiter im Allgäu. Am niedrigsten ist der Inzidenzwert im Ostallgäu. Alle Details hier.

Montag, 26. Juli, 5.47 Uhr: RKI registriert 958 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 14,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit knapp drei Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montagmorgen lag sie bei 14,3 - am Vortag betrug der Wert 13,8 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 958 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.50 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 546 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden drei Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche war es ein Todesfall gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.756.856 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.646.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.527.

---------------------

Alle Entwicklungen vom 19. bis 25. Juli lesen Sie in Teil 68 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 13. bis 18. Juli lesen Sie in Teil 67 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 3. bis 12. Juli lesen Sie in Teil 66 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 25. Juni bis 2. Juli lesen Sie in Teil 65 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 17. bis 24. Juni lesen Sie in Teil 64 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 9. bis 16. Juni lesen Sie in Teil 63 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 1. bis 8. Juni lesen Sie in Teil 62 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 26. Mai bis 31. Mai lesen Sie in Teil 61 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 21. Mai bis 25. Mai lesen Sie in Teil 60 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 14. Mai bis 20. Mai lesen Sie in Teil 59 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 6. bis 13. Mai lesen Sie in Teil 58 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.