Verkehr

Gefährdet eine Ampel Schulkinder in Weiler?

Die Schulweghelfer sind an der Ampel in Weiler kurzfristig eingesprungen.

Die Schulweghelfer sind an der Ampel in Weiler kurzfristig eingesprungen.

Bild: Daniel Boscariol

Die Schulweghelfer sind an der Ampel in Weiler kurzfristig eingesprungen.

Bild: Daniel Boscariol

Der Bau einer wichtigen Ampel in Weiler verzögert sich. Wie die Behörde das erklärt - und warum die aktuelle Lösung Probleme macht.
12.09.2020 | Stand: 11:59 Uhr

„Chaotisch und gefährlich“, so beschreibt Brigitte Rief, Chefin der Schulweghelfer in Weiler, die Zustände auf einem Teil des Schulweges. Es geht um die Ampel in der Bregenzer Straße auf Höhe der Sparkasse. Ausgerechnet zum Start des Schuljahres ist dort eine Baustelle. Das zuständige Staatliche Bauamt erklärt das mit Lieferschwierigkeiten.

Jeden dutzende Schüler auf dem zur Grund- und Mittelschule Weiler

Den Überweg nutzen jeden Tag Dutzende Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Schule. Normalerweise ist das dank einer Ampel gefahrlos möglich. Derzeit aber baut das Staatliche Bauamt den Überweg behindertengerecht um. Absperrgitter, Baumaschinen und eine provisorische Ampel bestimmen das Bild. Brigitte Rief ärgert sich vor allem über den Termin der Arbeiten. „Mehrere Monate war Zeit“, sagt sie mit Blick auf Sommerferien und den zuvor wegen Corona teils eingeschränkten Schulbetrieb. Sie spricht von „gefährlichen Situationen“, Kindern, die ungesichert über die Straße und die hinter Baumaschinen laufen müssen. Sie hat spontan reagiert und Helfer ihres Teams organisiert. Sie sichern den Weg für die Kinder jetzt.

Eigentlich hätte der Überweg längst umgebaut sein sollen, sagt Paul Hill vom zuständigen Staatlichen Bauamt. Als Grund für die Verzögerung nennt er „unfassbar lange Lieferzeiten“. So hat die Behörde Probleme, das Steuergerät für die Ampel zu bekommen. Das gibt es in Deutschland nur bei zwei Firmen. Normalerweise sei das Teil nach zwei, drei Wochen da. Im Moment dauere es aber rund zwei Monate. „Uns wäre es auch lieber gewesen, es in den Ferien fertig zu bekommen“, sagt Hill. Aber selbst Behelfsampeln seien derzeit kaum zu bekommen.

Am Freitag hat die beauftragte Baufirma die Fundamente für die Ampel gesetzt. Diese müssen rund zwei Wochen aushärten. Bis dahin, hofft Hill, sollte auch das noch fehlende Material für die Ampel da sein. Ende nächste Woche kommt auch noch das Pflaster.

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