Landkreis Donau-Ries

Berufsverbot für Hausarzt wegen mutmaßlich falscher Corona-Impfungen

Ein Hausarzt aus dem Landkreis Donau-Ries soll hunderten Menschen Impfbescheinigungen ausgestellt haben ohne sie tatsächlich geimpft zu haben.

Ein Hausarzt aus dem Landkreis Donau-Ries soll hunderten Menschen Impfbescheinigungen ausgestellt haben ohne sie tatsächlich geimpft zu haben.

Bild: Stefan Puchner, dpa

Ein Hausarzt aus dem Landkreis Donau-Ries soll hunderten Menschen Impfbescheinigungen ausgestellt haben ohne sie tatsächlich geimpft zu haben.

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Ohne sie in Wirklichkeit gegen Corona geimpft zu haben, soll ein Hausarzt in Schwaben Hunderten Menschen Impfbescheinigungen ausgestellt haben.
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dpa
18.11.2021 | Stand: 16:37 Uhr

Wegen hunderter mutmaßlich falscher Corona-Impfungen darf ein Hausarzt aus Nordschwaben vorerst seinem Beruf nicht mehr nachgehen. Das Amtsgericht Nürnberg habe gegen den Mann ein vorläufiges Berufsverbot verhängt, weil er Patienten zwischen Mitte April und Ende September Impfungen vorgetäuscht haben soll, teilte die Zentralstelle zur Bekämpfung von Kriminalität im Gesundheitswesen bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg am Donnerstag mit.

Das Amtsgericht gehe davon aus, dass der Mediziner damit grob pflichtwidrig gehandelt habe - und deshalb auch in der noch ausstehenden Hauptverhandlung ein Berufsverbot erhalten werde.

Hausarzt soll wohl mehrere Straftaten begangen haben

Nach Auffassung der Ermittler soll der Hausarzt durch die mutmaßlich falschen Impfungen und das Vernichten von Impfstoff gleich mehrere Straftaten begangen haben: vorsätzliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Betrug und absichtlich falsche Dokumentation von Schutzimpfungen gegen das Coronavirus.

Die Praxis des Mediziners im Landkreis Donau-Ries ist schon seit Oktober geschlossen. Damals war bekannt geworden, dass er seinen Patienten Impfausweise über Corona-Schutzimpfungen ausgestellt haben könnte, ohne tatsächlich einen Impfstoff gespritzt zu haben. Manche Betroffene seien nur für einen Stempel im Impfbuch in die Praxis gegangen. Andere seien davon ausgegangen, korrekt geimpft worden zu sein, obwohl dies wohl nicht der Fall gewesen sei.

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Corona-Impfung: Das unterscheidet die Impfstoffe

Hunderte Patienten betroffen

Knapp 300 Menschen ließen sich in der Folge nach Angaben des Landratsamts in Donauwörth auf Covid-19-Antikörper testen. Bei etwa zwei Dritteln fiel der Test negativ aus: Die Betroffenen hatten keinen ausreichenden Impfschutz gegen das Coronavirus. (Lesen Sie auch: Donauwörth: Hunderte Patienten von mutmaßlich falschen Impfungen betroffen)

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Unabhängig von der Entscheidung in Nürnberg ermittelt die Kriminalpolizei in Dillingen weiter zu den mutmaßlich falschen Impfungen. An der Ermittlungsgruppe sind nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg elf Polizisten beteiligt.

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