Mehr Zuschauer für Kultur, Kinos und beim Sport

Corona-Lockerungen in Bayern: Kabinett beschließt nur wenige Änderungen

Markus Söder leitete am Dienstagvormittag die Kabinetts-Sitzung zu Corona-Lockerungen bei Sport und Kultur in Bayern. Bei der Pressekonferenz überließ er die Ankündigung der Änderungen seinen Ministern.

Markus Söder leitete am Dienstagvormittag die Kabinetts-Sitzung zu Corona-Lockerungen bei Sport und Kultur in Bayern. Bei der Pressekonferenz überließ er die Ankündigung der Änderungen seinen Ministern.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Markus Söder leitete am Dienstagvormittag die Kabinetts-Sitzung zu Corona-Lockerungen bei Sport und Kultur in Bayern. Bei der Pressekonferenz überließ er die Ankündigung der Änderungen seinen Ministern.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Lockerungen der Corona-Regeln in Bayern: In einer Pressekonferenz werden aktuell neue Beschlüsse verkündet. Sport, Kultur und Jugendarbeit stehen im Fokus.
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dpa
25.01.2022 | Stand: 12:46 Uhr

Das bayerische Kabinett hat heute am Dienstag über Corona-Lockerungen für Sport- und Kulturveranstaltungen beraten. Staatskanzlei-Leiter Florian Herrmann verkündete die neuesten Beschlüsse in einer Pressekonferenz aus München am Mittag.

Diese Änderungen der Corona-Regeln in Bayern kommen - gültig ab 27. Januar 2022:

  • Bei Kulturveranstaltungen in Bayern sind künftig wieder doppelt so viele Zuschauer erlaubt wie bisher: In Theatern, Kinos und bei anderen kulturellen Events wird eine Zuschauer-Auslastung von bis zu 50 Prozent erlaubt - bisher waren es 25 Prozent.
  • Zugleich wird das Komplett-Verbot für große überregionale Kulturveranstaltungen aufgehoben: Werden mehr als 1000 Zuschauer erwartet, darf die Zuschauer-Kapazität zu maximal 25 Prozent ausgelastet werden. Wie bei großen Sport-Events gilt, etwa für Konzerte, eine absolute Personenobergrenze von 10.000 Zuschauern.
  • Die Zugangsregeln (2G plus beziehungsweise 2G) gelten bei alledem unverändert, zudem gilt bei Veranstaltungen eine FFP2-Maskenpflicht.
  • Bayern erlaubt wieder bis zu 10.000 Zuschauer in der Fußball-Bundesliga und im weiteren Profisport. Neben dieser absoluten Obergrenze gilt, dass maximal 25 Prozent der Zuschauer-Kapazitäten genutzt werden dürfen.
  • Erleichterungen beim Zugang zur außerschulischen Jugendarbeit: Minderjährige Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in der Schule getestet werden, müssen nun keinen Impfnachweis und keinen weiteren Test mehr vorlegen.
  • Meisterprüfungen, Fahrschulprüfungen etc. künftig mit 3G-Nachweis.

Der Freistaat wagt sich damit in der heiß diskutierten Zuschauerfrage vor dem Hintergrund hoher Corona-Zahlen überraschend weit vor. Die Länderchefs hatten sich am Montag darauf verständigt, dass die Staats- und Senatskanzleien bis zum 9. Februar eine einheitliche Regelung für überregionale Großveranstaltungen vereinbaren sollen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte allerdings schon zuvor angekündigt, dass er notfalls einen Alleingang Bayerns wagen würde.

(Lesen Sie auch: FC Bayern: Rumenigge hofft auf Zuschauer)

Corona-Regeln: Lockerungen für Sport und Kultur in Bayern

Söder argumentierte am Montagabend im BR Fernsehen: "Die Mehrzahl der Bundesländer, denken wir beispielsweise an den Fußball, hat die ganze Zeit Zuschauer, und zwar zum Teil viele." Es gehe um den Fußball, aber auch um Eishockey, Handball oder Basketball. "Einige der Vereine sind möglicherweise kurz vor der Existenzgefährdung", sagte Söder. Deshalb müsse man hier nun einen "vernünftigen Weg" finden.

Söder rechtfertigt die Möglichkeit zu Lockerungen trotz massiv steigender Neuinfektionszahlen damit, dass die Omikron-Welle das Gesundheitssystem weit weniger belaste als die Delta-Variante zuvor.

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Corona-Regeln: Zuschauerzahl beim Sport je nach Bundesland unterschiedlich

Für die Zulassung von Zuschauern gelten unterschiedliche Höchstgrenzen in den Ländern: Wie bislang in Bayern dürfen in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen derzeit überhaupt keine Fans in die Arenen. Dagegen spielte beispielsweise der Drittliga-Tabellenführer 1. FC Magdeburg am vergangenen Sonntag gegen den TSV Havelse vor 13.385 Zuschauern. Das ließ die Verordnung in Sachsen-Anhalt zu, nach der die Stadien bis zu 50 Prozent gefüllt werden dürfen. Beim Sieg des FC Bayern am Wochenende bei Hertha BSC durften 3000 Zuschauer ins Berliner Stadion.

Zuletzt hatten die wichtigsten deutschen Profiligen aus Fußball, Handball, Basketball und Eishockey in einem Schreiben an das Kanzleramt und die Ministerpräsidenten ein Ende von Pauschalverboten gefordert. Den Sportclubs fehlen die wichtigen Zuschauereinnahmen, was vor allem abseits des Fußballs prozentual bei den Erlösen einen hohen Stellenwert hat.

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