Corona im Allgäu

Corona-Newsblog Teil 4: Alle Entwicklungen im Allgäu vom 23. März bis 30. März 2020

Auch im Allgäu steigt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus. An mehreren Schulen fällt die Schule aus, etliche Menschen sind in häuslicher Quarantäne. Lesen Sie hier die aktuellen News der Allgäuer Zeitung zu Corona im Allgäu.

Auch im Allgäu steigt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus. An mehreren Schulen fällt die Schule aus, etliche Menschen sind in häuslicher Quarantäne. Lesen Sie hier die aktuellen News der Allgäuer Zeitung zu Corona im Allgäu.

Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Auch im Allgäu steigt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus. An mehreren Schulen fällt die Schule aus, etliche Menschen sind in häuslicher Quarantäne. Lesen Sie hier die aktuellen News der Allgäuer Zeitung zu Corona im Allgäu.

Bild: Ralf Lienert (Symbolfoto)

Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen in Bayern, viele weitere Infizierte im Allgäu, steigende Zahl der Todesopfer in der Region: Lesen Sie hier Teil 4 unseres News-Blogs zur Corona-Krise im Allgäu (23. bis 29. März 2020).
26.05.2020 | Stand: 11:36 Uhr

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Sonntag, 29. März, 20 Uhr: Corona im Allgäu: Was heute passiert ist

Hier eine Zusammenfassung der Ereignisse am heutigen Sonntag im Allgäu:

Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Corona ist im Allgäu auf neun gestiegen. Das meldete heute das Landesamt für Gesundheit. Die Polizei im Allgäu geht rigoros gegen Menschen vor, die durch Spaziergänge mit Freunden, Spaßfahrten, oder Partys gegen die Ausgangsbeschränkungen im Freistaat verstoßen. Auch Jugendliche sind vielfach von Ermittlungsverfahren betroffen. Die Stichwahlen bei der Kommunalwahl 2020 haben am Sonntag wegen Corona als reine Briefwahlen stattgefunden.  

Sonntag, 29. März, 15.50 Uhr: Landesamt meldet neun Corona-Tote in der Region

Im Allgäu sind nach Angaben des bayerischen Landesamtes für Gesundheit nun insgesamt neun Tote mit einer Corona-Infektion zu verzeichnen. Stand Sonntag, 10 Uhr meldet das Amt drei Opfer im Ostallgäu, eines im Oberallgäu, eines im Kreis Lindau, zwei im Unterallgäu und zwei Tote im Stadtgebiet Kempten. Memmingen und Stadtgebiet Kaufbeuren haben demnach bislang keine Todesopfer zu beklagen.

Für Verwirrung sorgt mitunter die Frage, wann ein Verstorbener für die Behörden als Opfer der Corona-Pandemie zählt.

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Laut Robert Koch-Institut werden in den Meldedaten alle Todesfälle erfasst, die mit einer COVID-19-Erkrankung in Verbindung stehen: Sowohl Menschen, die direkt an der Erkrankung gestorben sind („gestorben an“), als auch Patienten mit Grundkrankheiten, die mit COVID-19 infiziert waren und bei denen sich nicht klar nachweisen lässt, was letzten Endes die Todesursache war („gestorben mit“).

Verstorbene, die zu Lebzeiten nicht auf COVID-19 getestet worden waren, aber in Verdacht stehen, an COVID-19 gestorben zu sein, können post mortem auf das Virus untersucht werden", so das RKI weiter. 

Sonntag, 29. März, 13.25 Uhr: Polizei greift durch - dutzende Anzeigen wegen Verstößen gegen Ausgangsbeschränkungen

Das schöne Wetter hat die Menschen am zweiten Wochenende der Ausgangsbeschränkungen in Bayern auf die Straßen getrieben - mit Folgen: Im gesamten Allgäu stellten Polizeibeamte immer wieder Verstöße gegen die Beschränkungen fest. Hier ein Überblick.

Sonntag, 29. März, 11.20 Uhr: RKI-Chef nennt zwei Gründe für niedrige Corona-Todesraten in Deutschland

In Deutschland sterben im Vergleich zu anderen Ländern relativ wenig Menschen an der Corona-Infektion. Das habe vor allem zwei Gründe, sagt RKI-Chef Lothar Wieler: "Das liegt in erster Linie daran, dass wir so viele Menschen testen. Dadurch haben wir auch die leichteren Verläufe in der Statistik", so Wieler im Interview mit der FAZ. "Außerdem hängt der Anteil der Verstorbenen maßgeblich von den betroffenen Menschen ab. Zunächst waren in Deutschland vornehmlich Menschen betroffen, die nicht zu den Risikogruppen zählen, denn viele Übertragungsketten standen in Verbindung zum Beispiel mit Skiurlauben. Wenn mehr Übertragungen in Altenheimen oder Krankenhäusern stattfinden, steht zu befürchten, dass der Anteil steigt."

Sonntag, 29. März, 09.22 Uhr: Senior spuckt offenbar in Warenregal - Coronatest angeordnet

Ein ungewöhnlicher Zwischenfall hat sich in Bodolz im Landkreis Lindau ereignet. Dort beobachtete eine Frau in einem Geschäft, wie ein Mann in ein Warenregal spuckte. Sie verständigte die Marktleitung, diese wiederum die Polizei. Beim Eintreffen der Streifen wurde ein 89-jähriger Lindauer durch Sicherheitsmitarbeiter des Geschäftes festgehalten. Aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen musste die Polizei den Einkaufsmarkt an diesem Tag für den Kundenverkehr schließen lassen. Sofort eingeleitete Ermittlungen ergaben, dass der Mann auf keiner Positivliste für Coronainfizierte steht. In enger Absprache mit dem Landratsamt Lindau wurde der 89-Jährige auf das Corona-Virus getestet. "Das Testergebnis steht noch aus", so die Polizei. Die Überwachungsaufnahmen des Geschäftes wurden sichergestellt und werden momentan ausgewertet. "Sollte sich der Sachverhalt bestätigen, erwartet den Mann ein empfindliches Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz."

Sonntag, 29. März 2020, 7.10 Uhr: Das ist heute wichtig

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Was ist heute Morgen wichtig?

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter, auch in Deutschland. Gegen Mittag erwarten wir die neuen Zahlen aus Bayern und Deutschland. In den USA hat sich Präsident Trump nun doch dagegen entschieden, besonders schwer betroffene Städte wie New York abzuriegeln. In den Vereinigten Staaten gibt es derteit über 2000 Todesopfer, die mit corona infiziert waren. Heute ist auch im Allgäu die Fortsetzung der Kommunalwahlen. Im Ober- und Unterallgäu werden die Landräte gewählt, in Füssen, Marktoberdorf, Buchloe, Bad Wörishofen, Lindau, Hergatz, Mauerstetten, Heimertingen und Bernbeuren die Bürgermeister. Zu den Urnen muss niemand, die Stichwahlen wurden per Briefwahl gemacht. die Auszählung beginnt denoch erst um 18 Uhr. Wir berichten hier live am Abend über die Ergebnisse.

 Samstag, 28. März, 21.35 Uhr: Das war heute wichtig

Die Zahl der Infizierten steigt - im Allgäu und deutschlandweit. Die Lage ist nach wie vor sehr ernst.Bundeskanzlerin Merkel betonte heute, dass es noch keinen Grund gebe, die Regeln zu lockern. "Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig." Das Wichtigste des Tages im Überblick:

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist morgen wieder ab 8 Uhr für Sie da.

Eine kleine Erinnerung: Vergessen Sie nicht, heute Nacht die Uhren umzustellen. Sie werden von 2 auf 3 Uhr vorgestellt.

Samstag, 28. März, 21.05 Uhr: Stichwahl morgen nur per Brief

Es ist eine historische Stichwahl in Bayern: Zum ersten Mal überhaupt findet die Wahl um die Spitzenposten in den Kommunen des Freistaats ausschließlich per Brief statt. Damit nichts schiefgehen kann und die Wahl an diesem Sonntag auch rechtssicher ist, hat der Landtag eigens eine gesetzliche Regelung hierzu beschlossen. Laut Innenministerium finden in ganz Bayern rund 750 Stichwahlen um die Posten der ersten Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte statt - überall dort, wo im ersten Durchgang vor zwei Wochen keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen holte. Im Allgäu werden im Ober- und Unterallgäu die Landräte gewählt, in Füssen, Marktoberdorf, Buchloe, Bad Wörishofen, Lindau, Hergatz, Mauerstetten, Heimertingen und Bernbeuren die Bürgermeister.

Samstag, 28. März, 18.35 Uhr: Mehr als 10.000 Tote in Italien

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldet 889 neue Todesfälle. Damit steigt die Gesamtzahl der Toten auf 10.023.

In Europa ist auch Spanien besonders schwer vom Coronavirus betroffen: Dort wurden innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet wurden.

Samstag, 28. März, 17.40 Uhr: Zahl der Infizierten im Allgäu steigt

In der Region sind mittlerweile 498 Menschen am Coronavirus erkrankt. Das ergeben die neuesten Zahlen des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der Behörden. Am Vortag waren es noch 434 Fälle.

In Deutschland sind bis Samstagnachmittag mehr als 52.100 Infektionen registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.700 nachgewiesenen Fällen und 105 Toten sowie Bayern mit mindestens 11.800 Fällen und 85 Toten.

Samstag, 28. März, 16.30 Uhr: Merkel bittet alle: "Seien Sie geduldig"

Mit einer persönlichen Nachricht hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel aus der häuslichen Quarantäne gemeldet und die Menschen in Deutschland um Geduld in der Corona-Krise gebeten. Der Mensch sei "nun mal auf Kontakt und Nähe eingestellt, und darauf freue ich mich dann auch wieder", sagte die CDU-Politikerin, die nach Kontakt zu einem infizierten Arzt derzeit zu Hause bleibt, in ihrem Wochenend-Podcast. Klar sei aber: "Niemand kann heute mit gutem Gewissen sagen, er wisse, wie lange diese schwere Zeit anhält." Noch gebe es keinen Grund, die Regeln zu lockern. "Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig." 

Samstag, 28. März, 15.35 Uhr: Vereinzelt noch Flieger am Flughafen Memmingen

Der Flugbetrieb am Allgäu Airport ist fast komplett eingestellt. Wie berichtet, hatte Ryanair alle Flüge bis zum 8. April gestrichen und auch Wizzair, die zweite wichtige Airline, setzt fast alle Flüge aus.

"Heute werden wir neben einem planmäßigen Flug aus Sofia (Bulgarien) auch einen Rescue Flight aus Skopje haben. Dieser findet im Auftrag der Nordmazedonische Regierung statt", teilt Flughafen-Sprecherin Marina Siladji auf Nachfrage der Allgäuer Zeitung mit. Auf diesem Flug würden sowohl ankommende Passagiere aus Skopje sein als auch Passagiere von Memmingen nach Skopje fliegen. "Genauere Informationen zu den Reisemotiven liegen uns aber nicht vor", heißt es weiter. Auf den planmäßig stattfindenden Flügen der Wizz Air seien vermutlich auch immer Pflegekräfte sowie Familien/Menschen, die in ihre Heimat fliegen.

Das Auswärtige Amt hat wegen der Corona-Pandemie eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Klaus Holetschek, Abgeordneter im Bayerischen Landtag für den Stimmkreis Memmingen, bedankte sich bei Facebook gestern für einen Flug nach Rumänien: "Danke an alle, die in diesen schwierigen Zeiten helfen, Familien wieder zu vereinen und die Wirtschaft so gut es geht aufrechtzuerhalten!" 

Wie der Flughafen auf Nachfrage der Allgäuer Zeitung mitteilt, wurde der gestrige Flug nach Rumänien doch noch kurzfristig gecancelt.

Samstag, 28. März, 13.30 Uhr: Allgäuerinnen fertigen Schutzmasken und schenken sie Pflegekräften

In der Region gibt es gerade viel Solidarität und Hilfe in Zeiten der Krise - ein Beispiel ist die Gruppe "Nähen für Helden". 30 Allgäuer Frauen nähen Behelfsmasken und verschenken sie - zum Beispiel an Pflegeheime. Wie die Gruppe entstand und wie viele Masken sie mittlerweile produzieren, lesen Sie hier.

Samstag, 28. März, 12.40 Uhr: Ministerin: Väter dürfen in Corona-Krise zur Geburt in den Kreißsaal

Gute Nachrichten für alle Schwangeren: Werdende Väter dürfen auch in der Corona-Krise bei der Geburt ihres Kindes im Krankenhaus dabei sein. Darauf hat heute erneut Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hingewiesen. Auch engste Angehörige dürften nicht von Besuchen in den Kliniken nach Geburten ausgeschlossen werden. Zuvor hatten vereinzelt Kliniken wegen des Ansteckungsrisikos mit dem neuartigen Coronavirus Väter nicht mehr in die Kreißsäle gelassen. "Die Geburt eines Kindes ist ein außergewöhnliches Ereignis. Deshalb haben wir hierfür eine Ausnahme vorgesehen", betonte Huml.

Samstag, 28. März, 11.30 Uhr: Markt in Neugablonz findet wie gewohnt statt

Wie jeden Samstag findet auch heute der Wochenmarkt im Kaufbeurer Stadtteil Neugablonz statt. Mit Schildern wird nochmals darauf hingewiesen, dass der Abstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen eingehalten werden muss. Auch zwischen den Ständen ist genügend Abstand.

Samstag, 28. März, 10.40 Uhr: Zelt als Anlaufstation an der Klinik Mindelheim

Nach Immenstadt und Kempten folgt jetzt Mindelheim: Vor der Notaufnahme der Klinik wird dort heute ein Zelt aufgebaut. Im Zelt werden künftig alle eintreffenden Patienten einer Sichtung unterzogen. "Das Ziel ist die COVID-19 infizierten Patienten frühzeitig zu identifizieren und von den anderen zu isolieren - noch bevor sie die Klinik betreten", heißt es in einer Mitteilung des Klinikverbund Allgäu.

Die Patienten mit einem begründeten Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung, erhalten zunächst im Zelt eine erste medizinische Versorgung. Dann wird entschieden, ob eine stationäre Aufnahme in die Klinik erforderlich ist, oder ob der Patient mit entsprechenden Verhaltensregeln wieder nach Hause entlassen werden kann. "Oberstes Ziel der Anlaufstation ist die Trennung von infektiösen und nicht infektiösen Patienten und damit die Aufrechterhaltung der regulären Patientenversorgung in der Klinik", schreibt der Klinikverbund Allgäu. Wann der Betrieb des Zeltes aufgenommen wird, steht noch nicht fest.

Samstag, 28. März, 10.10 Uhr: Corona-Krise: Manche Ärzte in der Region haben jetzt sogar weniger Patienten

Die Krise wirkt sich auf den Alltag niedergelassener Mediziner aus: Die Patientenzahlen sinken, weil viele Menschen Angst haben, sich anzustecken. Manche Fachärzte müssen Kurzarbeit beantragen. „Manchmal ist es gespenstisch leer in der Praxis, dafür könnten wir aber fünf Telefone aufstellen“, sagt Dr. Sabine Sprich. Sie ist Hausärztin in Biessenhofen und Zweite Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbands Ostallgäu. Zu Beginn der Krise seien sehr viel mehr Menschen als üblich in die Gemeinschaftspraxis gekommen, die sie mit ihrem Mann führt. Mittlerweile aber sei die Stimmung gekippt. Das Gespräch mit der Ärztin finden Sie hier.

Samstag, 28. März, 9.25 Uhr: Kinder in der Corona-Krise: 5 Dinge, die Eltern jetzt unbedingt beachten sollten

Die Corona-Krise führt in vielen Familien zu Fragen und teils auch zu Spannungen. Die Kinder dürfen ihre Feunde nicht sehen, die Großeltern nicht besuchen, nicht auf dem Spielplatz toben. Auf was sollen Eltern im Umgang mit ihrem Nachwuchs jetzt besonders achten? Wir haben bei Michael Blechert nachgefragt. Der 56-jährige Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie betreibt eine Praxis in Kempten. Hier gibt er fünf Tipps.

Samstag, 28. März, 8.30 Uhr: Kanzleramtschef: Maßnahmen bleiben bis 20. April bestehen

Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geben werde. "Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen", sagte der CDU-Politiker dem Tagesspiegel. "Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen." Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen.

Als Messlatte für eine Trendwende und als Entscheidungsgrundlage für eine Lockerung der Einschränkungen sieht Braun die Entwicklung der Infektionsgeschwindigkeit. "Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann wissen wir, "dass wir auf dem richtigen Weg sind." Zuletzt verdoppelten sich die Fallzahlen in etwa alle drei Tage. "Unmittelbar nach Ostern werden wir sagen können, wie es generell nach dem 20. April weitergeht."

Samstag, 28. März, 7.45 Uhr: Trump als "Kriegspräsident" im Kampf gegen das Coronavirus

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. US-Präsident Donald Trump hat eine Pressekonferenz im Weißen Haus gehalten: Nach anfänglichem Zögern scheint er im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie durchzugreifen. Er will den am schlimmsten betroffenen Bundesstaaten inzwischen die geballte Macht der Bundesregierung zur Verfügung stellen. Die Zeit drängt: inzwischen haben die USA mit mehr als 100 000 bestätigten Infektionen mehr Fälle als jedes andere Land der Welt; rund 1600 Menschen sind gestorben.Trump zufolge befindet sich das Land nun "im Krieg" gegen einen "unsichtbaren Feind", das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2. Deswegen hat Trump jetzt erstmals ein ursprünglich für Kriegszeiten gedachtes Gesetz angewandt und dem Autobauer General Motors befohlen, dringend benötigte Beatmungsgeräte zu produzieren. Auch die Produktion von Schutzkleidung für den Gesundheitssektor und die Fertigung von Atemmasken soll nun angekurbelt werden.

Starten Sie gut in den sonnigen Samstag und genießen Sie das Wetter - natürlich nur im eigenen Garten, auf dem Balkon oder bei einem Spaziergang. Morgen soll es im Allgäu nämlich regnen und schneien.

Freitag 27. März, 21.30 Uhr: Das wichtigste des Tages zur Corona-Krise im Überblick

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung wünscht Ihnen eine gute Nacht. Bleiben Sie gesund! Wir sind morgen ab etwa 8 Uhr wieder für Sie da.

Freitag, 27. März, 20 Uhr: Papst spricht Segen "Urbi et Orbi" - Petersplatz menschenleer

Wegen der Corona-Krise gibt in Italien strenge Ausgangssperren. Versammlungen sind verboten. Deshalb war heute der Petersplatz menschenleer als Papst Franziskus dort betete und den Segen "Urbi et Orbi" sprach. 

Freitag, 27. März, 19 Uhr: Italien: Fast 1.000 Corona-Tote in nur einem Tag

Die Lage in Italien wird immer dramatischer. Innerhalb eines Tages meldete der Zivilschutz in Rom 969 Corona-Todesfälle. Wie die dpa heute Abend berichtet, stieg die Gesamtzahl der Infizierten um fast 6.000 auf 86.498.

Freitag, 27. März, 18.30 Uhr: Aspirin nicht einfach so absetzen

Patienten mit Herz- und Gefäßerkrankungen sollen auch bei der Gefahr einer Corona-Infektion den Blutverdünner ASS („Aspirin“) nicht absetzen. Das sagte Dr. Franz Heigl der Allgäuer Zeitung. Er ist Facharzt für Innere Medizin und Ärztlicher Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Dres. Heigl, Hettich in Kempten.

Zum Hintergrund: In letzter Zeit wurde in verschiedenen Medien über mögliche schädliche Wirkungen von ASS im Zusammenhang mit Corona-Infektionen berichtet. Heigl sagt jedoch: ASS sei in der 100-Milligramm-Dosis für praktisch alle Herz- und Gefäßpatienten als Blutverdünnung eine unverzichtbare Dauermedikation, um Gefäßverschlüssen vorzubeugen.

Beim Absetzen von ASS drohe je nach Vorerkrasolnkung ein Herzinfarkt, Schlaganfall oder Gefäßverschluss am Bein. Eine solche Komplikation wäre in den meisten Fällen viel bedrohlicher als das Risiko einer Corona-Infektion. Wer sich Sorgen mache, solle das Thema mit seinem Hausarzt besprechen.

Freitag, 27. März, 17.30 Uhr: "go to Gö" abgesagt.

LaBrassBanda waren angekündigt, auch Django3000. Ballermann-Star Mia Julia ebenfalls. Doch heute wurde entschieden: Das beliebte Allgäuer Festival "go to Gö", geplant für Ende April, kann 2020 nicht stattfinden. Das teilte der Veranstalter bei Facebook mit.

"Die Gesundheit aller Mitwirkenden steht an oberster Stelle, demzufolge zweifeln wir trotz der großen Enttäuschung keine Sekunde an der Richtigkeit dieser Entscheidung", schreibt der Festival-Betreiber. Für dieses Jahr gebe es keinen Ersatztermin. Das nächste mal wollen die Görisrieder 2021 "go to Gö" feiern. Am 23., 24. und 30. April.

Freitag, 27. März, 17.10 Uhr: Allgäuer hamstern Paracetamol - Apotheker gerüstet für Corona-Ansturm

Was im Supermarkt das Toilettenpapier ist, ist in den Apotheken das fiebersenkende und schmerzlindernde Medikament Paracetamol: Viele Menschen wollen sich damit vorsorglich eindecken und kaufen, was sie kriegen können. Das berichten Apotheker im Allgäu - und denken über eine weitere Begrenzung der Abgabe nach. Denn: Wie auch in den normalen Supermärkten seien Hamsterkäufe in Apotheken überhaupt nicht nötig. Alles dazu lesen Sie hier. 

Freitag, 27. März, 16.45 Uhr: Memminger Firma spendet 1.000 Atemschutzmasken an medizinische Einrichtungen vor Ort

Die Firma Pfeifer Seil- und Hebetechnik GmbH aus Memmingen hat Atemschutzmasken für medizinische Einrichtungen in der Stadt gespendet. In einer Mitteilung des Unternehmens heißt es, dass 1.000 Masken des Typs FFP2, die normalerweise für betriebliche Zwecke genutzt würden, ans örtliche Gesundheitswesen verteilt werden. „In Krisenzeiten müssen wir als Gesellschaft zusammenhalten. Solidarität und Nachbarschaftshilfe sind uns sehr wichtig“, wird Firmeninhaber Gerhard Pfeifer zitiert.

Am Vormittag hatten Stadt Memmingen, das Klinikum Memmingen und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben die dringende Bitte an örtliche Unternehmen und Betriebe veröffentlicht, Schutzausrüstung aus den Beständen zur Verfügung zu stellen. Die Spende von Pfeifer erfolgte bereits zuvor - jetzt sollen sich weitere Betriebe anschließen. 

Freitag, 27. März, 16.15 Uhr: Bei Verstoß gegen Corona-Regeln - Bayern veröffentlicht Bußgeldkatalog mit teilweise drakonischen Strafen

Das bayerische Gesundheitsministerium hat heute einen Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus erlassen. Er steht allen Kreisverwaltungsbehörden in Bayern als Richtschnur zur Verfügung. Sie sind für den Erlass der einschlägigen Bußgeldbescheide zuständig. Die Bayerische Polizei sei ebenfalls informiert, heißt es in einer Mitteilung.

Die unerlaubte Öffnung eines Gastronomiebetriebes wird demnach mit einem Regelsatz von 5.000 Euro sanktioniert. Die Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels für Kunden (ausgenommen solche des täglichen Bedarfs): 5.000 Euro. Personen, die gegen das allgemeine Abstandsgebot verstoßen und den Mindestabstand nicht einhalten, können mit 150 Euro bestraft werden. Wer unerlaubt ein Krankenhaus, Altenheim, Pflegestation oder eine ähnliche Einrichtungen betritt und gegen das derzeitige Besuchsverbot verstößt: 500 Euro Verlassen der eigenen Wohnung ohne Vorliegen triftiger Gründe: 150 Euro. Abhalten von Unterricht, Veranstaltungen, Studienbetrieb: 1.500 Euro usw.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann dazu: "Verstöße werden wir konsequent sanktionieren. Dort, wo notwendig, wird die Bayerische Polizei die Kontrollen noch weiter verstärken."  

Freitag, 27. März, 15.35 Uhr: Corona-Drive-in in Memmingen: Hausärzte können Testtermine für Risikopatienten vereinbaren

Schon seit einer Woche gibt es in der Memminger Stadionhalle ein "Drive-In" zum Testen auf Corona-Infektionen. Testen lassen kann sich dort nur, wer auf Anordnung des Gesundheitsamtes bei begründetem Corona-Verdacht hingeschickt wurde. Nun können auch die Memminger Hausärzte Testtermine an der zentralen Abstrich-Station vereinbaren.

Aufgrund der limitierten Abstrichkapazität werden vorwiegend Personen mit Risikoprofil getestet, also Menschen mit relevanten Vorerkrankungen wie Herz-, Atemwegs- oder Krebserkrankungen. Jan Henrik Sperling, der ärztliche Koordinator der Hausarzt-Tests, erklärt: „Junge, fitte Menschen müssen definitiv nicht getestet werden. Wenn sie Erkältungssymptome zeigen, sollten sie mit ihren Familienangehörigen zwei Wochen in häuslicher Quarantäne bleiben." Neben der eigenen Hausärztin/dem Hausarzt ist auch weiterhin der hausärztliche Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 Ansprechpartner für diejenigen, die Erkältungssymptome haben.

Freitag, 27. März, 14.55 Uhr: Feuerwehren bitten: Wir müssen uns auf Kernaufgaben konzentrieren

In vielen Gemeinden haben sich in der Corona-Krise Hilfsdienste gebildet, die zum Beispiel für ihre Mitbürger einkaufen. „Hier werden oft die freiwilligen Feuerwehren gefragt, ob sie unterstützen können“, berichtet Kreisbrandrat Alexander Möbus. Er betont: „Solche Hilfsdienste sind eine tolle Sache. Aber wir bitten um Verständnis, dass unsere Feuerwehren hier nicht unterstützen können.“

Denn: Gerade in Krisenzeiten muss die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr gewährleistet sein - die Feuerwehr-Kameraden müssen außer für den Brandschutz, der technischen Hilfeleistung auch im Katastrophenfall einsatzbereit zur Verfügung stehen. "Wir müssen uns jetzt auf unsere Kernaufgaben konzentrieren", bittet Kreisbrandrat Möbius um Verständnis. 

Freitag, 27. März, 13.23 Uhr: Kaufbeurer Künstler SEOM singt Corona-Song "Neue Brücken"

Patrick Kammerer alias SEOM hat einen Song zur Corona-Krise verfasst, in der er auch jede Menge Chancen sieht. Davon handelt "Neue Brücken": "In Anbetracht der aktuellen Lage habe ich mich spontan entschieden einen Song zu produzieren! Er soll Hoffnung machen und bei all den negativen Nachrichten einen Blick auf positive Seiten zeigen!", schreibt er auf Facebook. Der Song solle in Zeiten der Krise als Leuchtturm dienen.

Freitag, 27. März, 12.45 Uhr: LKA warnt: Betrüger nutzen Corona-Pandemie aus!

Das Telefon klingelt und es meldet sich ein vermeintlicher Mitarbeiter des Gesundheitsamtes. Er teilt Ihnen mit, dass man Sie dringend einem Corona-Virustest unterziehen und Ihre Wohnung desinfizieren müsse. Kurze Zeit später stehen zwei Männer in Schutzanzügen vor Ihrer Türe und wollen nun in Ihre Wohnung, um die angekündigten Maßnahmen durchzuführen. Mit dieser perfiden Methode machen sich derzeit Betrüger die Corona-Krise zu Nutze und versuchen sich so Zugang zu Ihrer Wohnung zu verschaffen, um an Ihre Wertgegenstände wie Schmuck und Bargeld zu gelangen. Dieses Beispiel beschreibt jedoch nur eine Variante von verschiedenenBetrugsmaschen. Das LKA rät: Verständigen Sie bei verdächtigen Feststellungen oder Kontaktaufnahmen umgehend die Polizei über den Notruf 110.

Freitag, 27. März, 12.31 Uhr: Boris Johnson positiv auf Corona getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson (55) ist mit Covid-19 infiziert. Das teilte er am Freitag auf Twitter mit. Er habe innerhalb der letzten 24 Stunden milde Symptome entwickelt und sich daraufhin testen lassen, schrieb der konservative Politiker. Er habe sich in häusliche Quarantäne begeben, werde die Regierungsgeschäfte aber dennoch weiterführen.

Freitag, 27. März, 12.19 Uhr: Bayerische Theatertage im Mai in Memmingen abgesagt

Mit größtem Bedauern hat sich das Landestheater Schwaben entschieden die 37. Bayerischen Theatertage wegen der Corona-Pandemie abzusagen. Die Theatertage sollten vom 20. bis 31. Mai 2020 in Memmingen stattfinden - erstmals als kuratiertes Festival des bayerischen Gegenwartstheaters mit 25 eingeladenen Produktionen und einem großen Beiprogramm zum Motto „Wir können auch anders“.

Es wird derzeit geprüft, ob die Bayerischen Theatertage möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden können, heißt es in einer Mitteilung. Laut Intendantin Kathrin Mädler wäre dies frühestens Anfang 2021. Als Hauptgrund für die Absage nennt sie die fehlende Planungssicherheit aufgrund der aktuellen Corona-Krise. Ausführliche Informationen dazu hier.

Freitag, 27. März, 11.58 Uhr: An Einreise gehindert: Mann (71) fährt mit Auto auf Polizist los

Die Nerven blank lagen aufgrund der Corona-Einreisebestimmungen bei einem 71-jährigen, der in der Schweiz lebt, und zum Einkaufen nach Österreich einreisen wollte. Als ihm Grenzübergang Lustenau-Au die Einreise untersagt wurde, beschimpfte er einen Beamten. Damit nicht genug: Als er zur Identitätsfeststellung aufgefordert wurde, fuhr er mit seinem Auto auf den Beamten zu, der sich nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen konnte. Als der Beamte ihn durch Handzeichen aufforderte, sein Fahrzeug abzustellen, fuhrt er erneut los - und verletzte den Beamten mit dem anfahrenden Fahrzeug an der Hand. Der 71-Jährige wurde angezeigt.

Freitag, 27. März, 11.45 Uhr: Über 100 Infizierte im Ostallgäu und in Kaufbeuren

Von einem "traurigen Meilenstein" schreibt das Landratsamt Ostallgäu in seiner jüngsten Mitteilung: Im Ostallgäu und in der kreisfreien Stadt Kaufbeuren übersteigt die Zahl der Corona-Infizierte erstmals die Marke von 100. Aktuell seien 109 Personen positiv getestet. 94 im Ostallgäu, 15 in der Stadt Kaufbeuren.

Freitag, 27. März, 11.15 Uhr: Aufruf aus Memmingen: Schutzausrüstungen dringend gesucht

Die Stadt Memmingen, das Klinikum Memmingen und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben richten gemeinsam eine dringende Bitte an örtliche Unternehmen und Betriebe zur Spende vorrätiger Schutzausrüstung. Gesucht werden Schutzausrüstungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums und der Gesundheitseinrichtungen in Memmingen wie Arztpraxen, Senioren- und Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste und das Gesundheitsamt. Wer Atemschutzmasken (FFP2 oder FFP3), Mundschutze, Einmalhandschuhe, Schutzkittel oder Desinfektionsmittel vorrätig hat und diese spenden kann, wendet sich an das städtische Amt für Brand- und Katastrophenschutz. Telefonnummer: 08331/ 850-390. Oder per Email an sandra.schneider@memmingen.de

Freitag, 27. März, 10.20 Uhr: Handwerkskammer Schwaben mit eindringlichem Appell: Aufträge jetzt nicht stornieren

Auch viele Handwerker in der Region blicken unsicheren Zeiten entgegen. In der neuen Situation inmitten der Corona-Pandemie geht zumindest für einige von ihnen der Betrieb weiter - und das muss auch so bleiben, bittet die Handwerkskammer Schwaben (HWK) jetzt in einem Aufruf. Für die Betriebe sei es jetzt wichtig, dass die Kunden ihnen die Treue halten und die bestehenden Angebote nutzen, heißt es in einer Mitteilung. "In dieser extremen Situation Aufträge zu stornieren, wäre ein völlig falsches Signal." Sonst seien bald auch die Notdienste nicht mehr gewährleistet.

Der Appell richtet sich nicht nur an Privatleute, sondern auch an öffentliche Auftraggeber. "Gerade in Schulen oder Bürogebäuden, die jetzt weitgehend leer stehen, können Aufträge abgearbeitet werden", heißt es. Die Betriebe seien in der Lage, auch bei Arbeiten in Wohnungen und Häusern die gebotenenen Abstandsregeln einzuhalten.

Freitag, 27. März, 9.07 Uhr: Musiker gibt Seniorenheim-Konzert vor offenem Fenster

Ein Konzertbesuch - in Zeiten der Corona-Krise undenkbar, erst recht für Senioren. Trotzdem wollte Thomas Dressel den Bewohnern des Kreis-Seniorenwohnheims "Am Anger" in Bad Wörishofen mit seiner Musik eine Freude bereiten. In Absprache mit den Mitarbeitern der Einrichtung musizierte er draußen vor der Tür. Die Bewohner konnten - natürlich in gebührendem Abstand - im Haus dem Konzert lauschen. Heimleiter Robert Hoffmann sagt: „Gerade jetzt, wo unsere Bewohner auf den Besuch ihrer Liebsten verzichten müssen, sind solche Lichtblicke wichtig und werden ganz besonders genossen.“

Freitag, 27. März, 8.21 Uhr: Krankenhausgesellschaft: Vorerst keine "italienischen Verhältnisse"

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es zumindest für die nächsten zwei Wochen schaffen werden, italienische Verhältnisse zu vermeiden", sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dem ZDF-"Morgenmagazin" am Freitag. Allerdings appellierte er, die Ausgangsbeschränkungen einzuhalten: "Wir müssen Anfang, Mitte nächster Woche sehen, dass sich die Kurve abflacht, damit die Zahl der Patienten nicht ins Unendliche wächst, denn dann ist auch ein so gutes System wie in Deutschland bei allem Engagement der Krankenhäuser überfordert."

Freitag, 27. März, 7.49 Uhr: Brief an alle, die noch im Büro sind

Schon was vor fürs Wochenende? Wie wär's mal wieder mit einem schönen (Liebes-)Brief? In Corona-Zeiten freut sich wohl jeder von uns über aufmunternde Zeilen. Mit gutem Beispiel voran geht AZ-Redaktionsleiter Uli Hagemeier. In seiner Kolumne "Brief an..." wendet er sich heute an alle, die noch im Büro sind - und vergisst dabei jene nicht, die im Homeoffice oder irgendwo in einer Rumpelkammer ihre Schicht schieben. Den ganzen Brief lesen Sie hier.

Freitag, 27. März, 7.22 Uhr: Merkel: Debatte über Lockerung der Corona-Maßnahmen verfrüht

Kanzlerin Angela Merkel hält es für viel zu früh, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Sie wolle «sehr klar sagen, dass im Augenblick nicht der Zeitpunkt ist, über die Lockerung dieser Maßnahmen zu sprechen», sagte sie laut dpa in Berlin.

Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppele. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden, «in Richtung von zehn Tagen». Das Ziel der Maßnahmen sei es, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Freitag, 27. März, 6.52 Uhr: Frage an die Polizei: Sind Bergtouren oder Motorrad-Ausflüge noch erlaubt?

Das Wochenende steht vor der Tür und die Wetterprognosen im Allgäu sind zumindest für Samstag gut. Doch was darf man in Corona-Zeiten überhaupt noch? Sind beispielsweise Bergtouren oder Motorrad-Ausfahrten weiterhin erlaubt? Unser Kollege Michael Munkler hat mit der Polizei gesprochen. Die Antworten finden Sie hier.

Freitag, 27. März, 6.20 Uhr: In den USA gibt es nun die meisten Infizierten

Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung , wir informieren auch heute über die Auswirkungen des Coronavirus auf das Allgäu, Deutschland und die Welt.

Wie sehr die Krise zuschlägt, zeigt sich dieser Tage in den Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump sah im Coronavirus anfangs keine allzu große Bedrohung. Doch die jüngsten Zahlen sind alamierend: Die USA haben nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität inzwischen die weltweit meisten Coronavirus-Infektionen. Am heutigen Freitagmorgen sind knapp 86.000 Personen in den USA infiziert. Das entspricht fast einer Verdopplung im Vergleich zum Wochenstart. In China sind es 81.000, in Italien 80.000, in Spanien 57. 000 und in Deutschland knapp 44.000.

Donnerstag, 26. März, 21.50 Uhr: Die Entwicklungen der Corona-Pandemie im Überblick

Zwei weitere Corona-Todesfälle gab es heute im Allgäu. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Toten in der Region auf sechs.

Kommen Sie gut durch die Nacht und bleiben Sie gesund. Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung ist morgen Früh wieder für Sie da.

Donnerstag, 26. März, 21.15 Uhr: Wie schön! Kinder schicken über hundert Bilder an Ostallgäuer Pflegeheim-Bewohner

Was für eine tolle Idee: Kinder haben über hundert Kunstwerke nach einem Facebook-Aufruf ins Steinholzer Pflegeheim geschickt. Um den Bewohnern, die jetzt nicht mehr besucht werden dürfen, eine Freude zu machen. „Mit dieser Resonanz habe ich tatsächlich nicht gerechnet“, sagt Heimleiterin Christiane Manthey.

Wie wichtig die Bilder jetzt für die Heimbewohner sind und an welche Adresse weitere Kunstwerke geschickt werden können.

Donnerstag, 26. März, 20.30 Uhr: „Wir haben weiter offen“: Wie Allgäuer Metzger und Bäcker der Corona-Krise trotzen

Sie haben täglich geöffnet, bieten frische Backwaren, Imbisse, Wurst und Fleisch. Aber derzeit fehlen die Kunden. Denn wegen der Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verlassen zahlreiche Menschen kaum noch das Haus.

Viele decken sich mit Lebensmitteln nur noch einmal in der Woche in einem Supermarkt ein. Trotzdem haben Bäckerein und Metzgerein in der Region geöffnet. So wollen sie der Krise trotzen.

Donnerstag, 26. März, 19 Uhr: Senior stirbt in Kaufbeurer Klinik an Covid-19

Am Donnerstag ist ein Corona-Patient in Kaufbeuren gestorben. Das teilte der Kaufbeurer Oberbürgermeister Stefan Bosse in seinem täglichen Corona-Update per Facebook mit. Der über 85-jährige Mann litt laut Bosse an Vorerkrankungen. Inzwischen gibt es in Kaufbeuren zwölf bestätigte Corona-Fälle. Alle seien Quarantäne, schreibt Bosse weiter.

Donnerstag, 26. März, 18 Uhr: Corona-Test-Station in Lindau

In Lindau gibt es jetzt eine zentrale Corona-Test-Station. Gegenüber der Asklepios Klinik Lindau können sich Patienten auf Covid-19 testen lassen - wenn sie eine Überweisung ihres Hausarztes oder der 116117 haben. Einen Termin gibt es für diejenigen, die akute Symptome aufweisen und es damit konkrete Hinweise auf eine Infektion gibt, schreibt das Landratsamt Lindau in einer Presseerklärung.

Landrat Elmar Stegmann, der die Einrichtung der Corona-Sprechstunde unterstützt hat, erläutert die Struktur: „Die Corona-Sprechstunde ist als Entlastung für die niedergelassenen Ärzte gedacht. Patienten, die nicht so schwer erkrankt sind, dass sie die Wohnung nicht verlassen können, können hier getestet werden.“

Donnerstag, 26. März, 16.45 Uhr: Statt Corona-Hamsterkäufe: Allgäuer Familie zeigt auf Youtube, wie man selbst Toilettenpapier herstellt

Folgende Meldung erreichte uns heute aus Nordrhein-Westfalen: Nach einem Streit um Klopapier musste die Polizei eine 54-jährige Frau in Handschellen aus einem Supermarkt in Bergneustadt abführen. Die Frau wollte mehrere Packungen Toilettenpapier "hamstern". Als ihr dies an der Kasse nicht gestattet wurde, setzte sie sich auf das Kassenband und ließ sich auch von den herbeigerufenen Polizisten nicht mehr beruhigen.

Wie gut, dass die meisten Allgäuer da wesentlich entspannter und vor allem kreativer sind: Eine Familie aus Memmingen hat jetzt ein Do-It-Yourself-Video auf Youtube veröffentlicht, wie man Toilettenpapier einfach selbst in den eigenen vier Wänden herstellen kann. Den witzigen Clip und wie es dazu kam - das sehen Sie hier.

Donnerstag, 26. März, 16.15 Uhr: Bayern will Künstlern und Kulturschaffenden unter die Arme greifen

Künstler, Schauspieler, Musiker - sie alle trift die Corona-Krise bis ins Mark. An Auftritte oder Ausstellungen ist bis auf weiteres nicht zu denken, Einnahmen brechen teilweise komplett weg. Zur Existenzsicherung sollen Kunst- und Kulturschaffende in Bayern während der Corona-Pandemie deshalb "umfassende Unterstützung vom Freistaat" bekommen, heißt es in einer Mitteilung aus dem zuständigen Ministerium heute. Kunstminister Bernd Sibler kündigt darin „faire und pragmatische Lösungen“ für staatliche Förderverfahren im Kulturbereich an. 

Auf die Rückforderung bereits ausgezahlter und zweckentsprechend verwendeter Fördermittel soll verzichtet werden, wenn der Zuwendungszweck aufgrund der Corona-Pandemie nicht erreicht werden konnte. Bei institutionellen Förderungen werden auch Mindereinnahmen aufgrund der Corona-Pandemie sowie nicht zu vermeidende Ausgaben (insbesondere Fixkosten wie Personalausgaben oder Miete) in den laufenden Förderverfahren berücksichtigt werden. Auch bei Projektförderungen ohne Bewilligungsbescheid, bei denen Ausgaben zulässig waren, wird es bei Corona-bedingten Einnahmeausfällen zu Härtefallprüfungen kommen. Dies gilt auch für Projekte, die etwa unter Nutzung von virtuellen Möglichkeiten in veränderter Form durchgeführt werden. Auch Aufstockungen des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld können bei einer Förderung der Personalausgaben durch das Ministerium als zuwendungsfähige Kosten anerkannt werden.

Das "Soforthilfe-Corona"-Programm der Staatsregierung, das kleinen Unternehmern, Freiberuflern und Kulturveranstaltern mit Beträgen zwischen 5.000 und 30.000 Euro unter die Arme greift, stünde außerdem auch freiberuflichen Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturvermittlern offen. Infos dazu hier.

Informationen zur Hilfe für Künstler und Kreative mit Hinweisen auch zum Sozialschutz, zur Künstlersozialversicherung, zu steuerlichen Hilfsmaßnahmen und zum Kurzarbeitergeld sind hier zu finden.

Donnerstag, 26. März, 15.20 Uhr: "Infektomobil" am Füssener Festspielhaus soll Arztpraxen entlasten

in Füssen hat der Ärztliche Kreisverband ein sogenanntes Infektmobil aufstellen lassen. In dem Anhänger des Roten Kreuzes können sich Menschen mit Erkältungssymptomen nach vorheriger Rücksprache mit ihrem Hausarzt untersuchen lassen. Medizinerin Katharina Straub und ihre Kollegen untersuchen die Patienten dann, wenn Symptome vorliegen auch auf die Krankheit Covid-19. 

Donnerstag, 26. März, 14.35 Uhr: Allgäu-Brennerei stellt Ethanol zur Verfügung

Aufgrund steigender Corona-Infektionen werden auch im Allgäu die Vorräte an Desinfektionsmittel knapp. Aus diesem Grund stellt die Allgäu-Brennerei in Sulzberg hochprozentigen Neutralalkohol Apotheken in der Region zur Verfügung.

Über 50 verschiedene Sorten an Edelobstbränden, Likören, Whiskys und Gin stellt die Allgäu-Brennerei normalerweise her. „Wir möchten unbedingt helfen und die angespannte Situation ein wenig mildern“, sagt Stephan Günther, Geschäftsführer der Allgäu-Brennerei. Auch der Allgäu-Brennerei stehen nur begrenzte Mengen an Ethanol zur Verfügung. „Es ist für uns jedoch selbstverständlich, dass wir einen Großteil der Kapazitäten für die Region zur Verfügung stellen“, erklärt der Seniorchef Kurt Günther weiter. Normalerweise gehören Apotheken nicht zur Zielgruppe von Schnapsbrennereien. In der aktuellen Notlage lässt dies das Finanzministerium aber zu. 

Donnerstag, 26. März, 12.56 Uhr: Corona-Infizierter stirbt in Mindelheimer Klinik

Zweiter Corona-Todesfall im Landkreis Unterallgäu: In der Klinik Mindelheim starb am Dienstag ein Mann Mitte 70, wie das Landratsamt Unterallgäu am heutigen Donnerstag mitteilt. Der Patient litt an zahlreichen und schwersten Vorerkrankungen, heißt es weiter. Aufgrund eines Sturzes war er am 16. März zur stationären Behandlung in die Klinik eingewiesen worden. Der Patient wurde im Rahmen der Behandlung auf das neuartige Corona-Virus positiv getestet. Derzeit würden vier an COVID-19 erkrankte Patienten stationär in der Klinik Mindelheim behandelt, teilt das Landratsamt Unterallgäu mit. Die Zahl der Corona-Todesfälle im Allgäu erhöht sich auf fünf.

Donnerstag, 26. März, 12.40 Uhr: Experte: "Immer mehr Kinder vermissen Schule"

Die Einstellung vieler Kinder und Jugendlicher zur Schule verbessert sich in der Coronakrise. Dieses Phänomen beobachtet Michael Blechert, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie, in seiner Praxis in Kempten. "Anfangs waren manche Kinder froh, keine Schule mehr zu haben. Mittlerweile wird sie selbst von Schülern vermisst, die normal nicht gerne zur Schule gehen." Schule sei schließlich auch ein Treffpunkt mit Freunden und ein Ort für soziale Beziehungen. Manche Schüler sorgten sich zudem um ihre Abschlussprüfungen.

Donnerstag, 26. März, 12.07 Uhr: Ökumenische Telefonseelsorge rund um die Uhr

Gerade in der jetzigen Lage sehnen sich viele Menschen nach Hilfe, Rat und Trost. Die zentralen Seelsorgeeinrichtungen im Bistum Augsburg sind während der Corona-Pandemie telefonisch und per Mail zu erreichen. Dies gilt auch für Pfarrbüros und diözesane Dienststellen: Sie sind mit eingeschränktem Personal besetzt, stehen jedoch für Anfragen, Rat und Hilfe in gewohnter Weise zur Verfügung. Einen Ansprechpartner, der rund um die Uhr zuhört, finden Menschen etwa bei der Ökumenischen Telefonseelsorge. In Einsamkeit, bei Sorgen und Problemen stehen die ehrenamtlichen Mitarbeiter den Anrufern mit Rat und Hilfe zur Seite. Die Telefonseelsorge ist unter folgender Rufnummer zu erreichen (ohne Vorwahl): 0800 111 0 111. Weitere Informationen gibt es hier.

Donnerstag, 26. März, 12.05 Uhr: Mann klagt gegen Kontaktverbot in NRW

Ein Mann aus Aachen klagt gegen das von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen wegen der Corona-Krise erlassene Kontaktverbot. Der Kläger wolle sich auch weiterhin mit seinen Freunden in der Öffentlichkeit treffen, sagte Gerichtssprecherin Gudrun Dahme der Nachrichtenagentur dpa. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster müsse jetzt prüfen, ob die Rechtsverordnung der Landesregierung verhältnismäßig ist und ob es eine Rechtsgrundlage gibt. Der Kläger greift die Vorgabe an, dass Menschen sich in Gruppen mit mehr als zwei Personen nicht in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Das OVG will in der nächsten Woche entscheiden.

Donnerstag, 26. März, 11.40 Uhr: Diese Allgäuer Sehenswürdigkeiten kann man sich jetzt trotzdem anschauen

Wegen der Corona-Pandemie ist derzeit nicht daran zu denken, im Allgäu unterwegs zu sein. Zum Glück gibt es ein Alternativprogramm, um die Region von Zuhause aus zu erkunden: virtuelle Rundgänge ermöglichen interaktive 3D-Erlebnisse. Von Memmingen bis Oberstdorf über das Schloss Neuschwanstein und die Breitachklamm - wir zeigen Ihnen hier, wie Sie Allgäuer Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele auch während der Coronakrise besichtigen können.

Donnerstag, 26. März, 10.45 Uhr: Bosch erfindet Corona-Schnelltest

Der Autozulieferer Bosch hat einen Schnelltest für Corona-Infektionen entwickelt. Innerhalb von zweieinhalb Stunden kann damit eine Infektion festgestellt werden - und zwar direkt vor Ort, ohne Transportwege, die Zeit und Geld kosten. Das berichtet unter anderem die FAZ.

Donnerstag, 26. März, 10.18 Uhr: Hefe ausverkauft?! So stellen Sie sie selbst her

"Hefe ist das neue Klopapier - in Zeiten von Corona ebenso begehrt und schnell ausverkauft", bringt unsere Kollegin Sibylle Mettler die Erfahrungen vieler Backbegeisterter auf den Punkt. In den Wochen vor Ostern ist der "Run" auf die Hefe offenbar besonders groß. Noch dazu verbringen die Menschen durch die Ausgangsbeschränkungen viel Zeit zu Hause: Backen steht da bei vielen hoch im Kurs. Doch was tun, wenn die Hefe ausverkauft ist? Dann probieren Sie doch mal, selbst Hefe herzustellen. Wie das geht, hat Kollegin Mettler selbst erfolgreich getestet und für ihre Familie anschließend leckeres Weißbrot gebacken. Hier geht's zu ihrem Erfahrungsbericht.

Donnerstag, 26. März, 9.40 Uhr: Ifo-Umfrage: Exporterwartungen brechen ein

Die Stimmung in der deutschen Exportwirtschaft hat sich durch die Corona-Krise laut einer Umfrage des Ifo-Instituts im März rapide verschlechtert. Der Index für die Exporterwartungen sei um 18,7 Punkte auf minus 19,8 Punkte gefallen, teilte das Forschungsinstitut am Donnerstag in München mit. Laut Ifo-Präsident Clemens Fuest ist dies der stärkste Rückgang seit der Wiedervereinigung und der niedrigste Wert seit Mai 2009.

Die weltweiten Beschränkungen zur Eindämmung der Epidemie würden den Handel bremsen und die Logistik erschweren, sagte Fuest lauf dpa weiter. Die Ifo-Exporterwartungen basieren auf einer Umfrage unter etwa 2.300 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes. Als Exportnation ist Deutschland von einem Rückgang des Welthandels stark betroffen. 

Donnerstag, 26. März, 9.24 Uhr: Allgäuer Bauarbeiter packen trotz Corona an

Die Republik geht ins Home-Office, aber auf Baustellen laufen viele Arbeiten weiter: Trotz drastischer Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie arbeitet die Baubranche mit einem Großteil ihrer Kapazität weiter. „Viele haben in den letzten Tagen zugepackt und machen das auch weiterhin. Natürlich trifft Corona auch den Bau hart. Das Abstandhalten macht die Hand-in-Hand-Arbeit nicht leichter, ist aber ein Muss. Trotzdem zeigt sich die Bauwirtschaft bislang insgesamt deutlich immuner gegen die Krise als viele andere Branchen“, teilt Michael Jäger von der IG BAU Schwaben mit. Zugleich pocht die Gewerkschaft auf die genaue Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Frühstücksrunden im Baucontainer seien derzeit ebenso tabu wie Fahrten im vollbesetzten Bulli.

Donnerstag, 26. März, 9.02: Olympische Spiele verschoben: So reagieren Allgäuer Sportler

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden, wurden die Olympischen Spiele um ein Jahr verlegt und sollen nun 2021 in Tokio stattfinden. Reaktionen von sechs Allgäuer Athleten, Trainern und Kampfrichtern lesen Sie hier.

Donnerstag, 26. März, 8.18 Uhr: Krisenstäbe haben auch im Allgäu das Sagen

Im derzeit ausgerufenen Katastrophenfall übernehmen Landratsämter oder Rathäuser staatliche Aufgaben. Sie können zum Beispiel Parks oder Spielplätze sperren. Stadträte oder Kreisräte haben dabei kein Mitspracherecht. Die Leitung der Krisenstäbe hat in der Regel der jeweilige Oberbürgermeister oder Landrat. Wie Krisenstäbe im Allgäu funktionieren und organisiert sind, hat unser Kollege Stefan Binzer zusammengetragen. Seinen spannenden Blick hinter die Kulissen lesen Sie hier.

Donnerstag, 26. März, 7.46 Uhr: New York baut Zelte für Corona-Leichen auf

Im Staat New York stieg die Zahl der Infizierten auf 30.000, die Zahl der Toten auf beinahe 300, die meisten davon in New York City. Vor dem Krankenhaus Bellevue wurde nun eine behelfsmäßige Leichenhalle, bestehend aus weißen Zelten, aufgebaut. Die Zahl der Toten in den USA stieg inzwischen auf über 1000, wie Zahlen der John-Hopkins-Universität zeigten. Die Behörden in New York City befürchten, dass die Zahl der Kranken in den kommenden Wochen explodieren könnte.

Donnerstag, 26. März, 7.27 Uhr: Expertin: Gefahr durch häusliche Gewalt steigt

Die Coronakrise ist eine Extremsituation. Das Leben vieler Menschen spielt sich fast nur noch zu Hause ab. Experten befürchten nun, dass Frauen und Kinder zu leichten Opfern werden. Das ungewohnte enge Zusammensein, die Sorgen um die eigene Gesundheit oder den Job, der fehlende Kontakt zu anderen - all das kann problematisch werden, sagt Alexandra Schreiner-Hirsch von der Pädagogischen Leitung im Landesverband Bayern des Kinderschutzbundes: "Extremsituationen haben immer Auswirkungen, Stress kann zu Aggressionen führen." Vor allem Kinder von Familien seien gefährdet, in denen es schon im normalen Alltag Probleme gebe, berichtet die Expertin im Interview mit der Augsburger Allgemeinen/Allgäuer Zeitung. Die derzeitige Isolation könne sich nun zusätzlich negativ auswirken. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Hilfe gibt es zum Beispiel telefonisch bei den Ehe-/Familie- und Erziehungsberatungsstellen vor Ort. Kinder können sich an die "Nummer gegen Kummer" wenden: 116 111.

Donnerstag, 26. März, 7.10 Uhr: Meckatzer-Brauerei bietet Pächtern Stundung an

Das Corona-Virus legt zunehmend den Alltag lahm und bedroht dadurch auch massiv die Existenz von Gastronomen. Die Meckatzer Löwenbräu aus Heimenkirch (Westallgäu) legt deshalb ein Solidaritäts-Paket mit verschiedenen Maßnahmen auf. Dazu gehört beispielweise die Stundung der Pacht für zunächst April und Mai sowie die Stundung von offenen Rechnungen aus Bierlieferungen bis zum Jahresende. „Nur miteinander sind wir stark“, schreibt Michael Weiß, Geschäftsführender Gesellschafter der Familienbrauerei, in einer Mitteilung.

Donnerstag, 26. März, 6.43 Uhr: AZ-Kommentar zu Corona im Allgäu: Es hilft nur Offenheit!

Die Verunsicherung wegen des Coronavirus ist auch im Allgäu groß. Deshalb fordert Helmut Kustermann, Leiter der Allgäu-Rundschau, in seinem heutigen Kommentar: "Es hilft nur Offenheit." Konkret geht es dabei um das Klinikum Memmingen und das Landratsamt Ostallgäu. Den ganzen Kommentar lesen Sie hier.

Donnerstag, 26. März, 6.24 Uhr: Über 200 Corona-Tote in Deutschland

Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Eine traurige Nachricht begleitet unseren Start in den Tag: In Deutschland sind laut Statistik der amerikanische Johns-Hopkins-Universität mittlerweile über 200 Corona-Todesfälle zu beklagen. Bis Donnerstag in der Früh sei die Zahl auf 206 Tote und mehr als 37.323 Infizierte gestiegen. Am Dienstagabend hatte die Johns-Hopkins-Universität noch 157 Todesfälle in Deutschland gemeldet. Vier Menschen aus dem Allgäu starben bislang am neuartigen Coronavirus.

Mittwoch, 25. März, 22.30 Uhr: Corona-Fälle steigen weiter - Kliniken im Allgäu suchen Freiwillige - Keine Flüge mehr am Allgäu Airport

Im Allgäu sind inzwischen 317 Menschen an Covid-19 erkrankt. Die Kliniken im Allgäu suchen dringend nach freiwilligen Helfern. Auch Menschen ohne medizinische Kentnisse können unterstützen. Am Allgäu Airport gibt es am heutigen Mittwoch zum ersten Mal seit der Corona-Krise keine Starts und Landungen mehr. Viel Support für den Hygiene-Artikel-Hersteller Franz Mensch GmbH in Buchloe. Nach einem Online-Aufruf meldeten sich über 850 Menschen und boten Unterstützung an. Die Abitur-Prüfungen 2020 werden trotz der Schulschließungen stattfinden. Die Feuerwehr im Unterallgäu möchte unnötige Einsätze vermeiden. Auf Mottfeuer soll dieses Jahr im Allgäu verzichtet werden.

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung wünscht Ihnen eine gute Nacht. Bleiben Sie gesund. Wir sind morgen ab etwa 6.30 Uhr wieder für Sie da und berichten über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie im Allgäu und in der Welt.

Mittwoch, 25. März, 21.30 Uhr: Corona-Krise: Wie erklärt man das seinen Kindern? Eine Kaufbeurer Psychologin gibt Rat

Schule und Kindergarten sind zu, Freunde treffen ist nicht mehr erlaubt, Oma und Opa besuchen auch nicht. Die Straßen sind weitgehend leer, die Einkaufswagen in den Supermärkten dafür voll, wie sonst nur vor Feiertagen. Fast nichts ist mehr wie gewohnt.

Kinder verunsichern die Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders – sie verstehen oft nicht, was los ist, warum das Leben so plötzlich ganz anders ist als noch vor ein paar Wochen. Auch nicht einfach - vor allem für die größeren Kids: Die Eltern arbeiten oft im Home-Office, sind also ständig zu Hause. Die Kaufbeurer Psychologin gibt in unserem Interview Tipps, wie Familien die Situation stemmen können. Am wichtigsten: "Am besten ist es immer, offen und ehrlich zu sagen, was los ist. Dabei sollten Eltern aber darauf achten, die Informationen ans Alter angepasst zu vermitteln."

Mittwoch, 25. März, 20.30 Uhr: Sechs Allgäuerinnen sitzen in Kambodscha fest

Auf den ersten Blick sehen sie aus wie eine muntere Reisegruppe: Sechs Frauen in T-Shirts und Sandalen, einige sind braun gebrannt. Sie stehen vor einem glänzendem Messingschild „Botschaft der Bundesrepublik Deutschland“. Allein ihr Mundschutz weist auf eine ungewöhnliche Situation hin. Mit diesem Foto verschickt eine Westallgäuerin per Whatsapp die Nachricht: „Wir sitzen in Phnom Penh fest, vielleicht für Wochen.“

Karin Schmidt wollte sich mit ihren Töchtern treffen. Seit Anfang Februar reisen Tilila und Hannah durch Südostasien, ihre Mutter ist mit drei Freundinnen nachgekommen. Am 14. März sind sie in Kambodscha gelandet – und jetzt kommen die sechs Frauen zwischen 20 und Mitte 50 nicht mehr weg. Ihr Flug ist gestrichen, die Botschaft vertröstet Hilfesuchende. Wie es den Frauen geht und wie sie versuchen, nach Hause zu kommen.

Mittwoch, 25. März, 19.15 Uhr: Allgäuer Kliniken: Freiwillige Helfer dringend gesucht

Um der Corona-Pandemie besser begegnen zu können brauchen die Allgäuer Krankenhäuser Personal. Freiwillige sollen unterstützen. Dafür starten die Kliniken Aufrufe im Internet, Verwaltungs-Chefs durchforsten Listen von Mitarbeitern im Ruhestand und in Elternzeit.

Manche Menschen melden sich auch von selbst. Wer jetzt besonders gefragt ist - und wo sich Freiwillige melden können.

Mittwoch, 25. März, 18.15 Uhr: Mit Kommissar Kluftinger gegen Corona

Dem Corona-Alltag entkommen, gemeinsam lachen, auch mal abschalten. Die beiden Kluftinger-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr (alles zum Allgäuer Kult-Kommissar hier) wollen das ihren Fans ermöglichen. Jeden Abend lesen sie zehn Minuten aus ihren Allgäu-Krimis vor und verraten dabei das ein oder andere unbekannte Detail. 

Mittwoch, 25. März, 17 Uhr: Oberallgäuer Arbeitsagentur stellt sich auf Antragsflut ein

Die Agentur für Arbeit organisiert sich um, damit in der Corona-Krise die zu erwartende Flut von Kurzarbeitanträgen und möglicherweise auch ein gravierender Anstieg der Arbeitslosigkeit so schnell wie möglich bearbeitet werden können. Gerade jetzt, wo persönlicher Kontakt nicht möglich ist.

Wo sich Betroffene melden können - und wann Arbeitnehmer und Arbeitgeber telefonisch die besten Chancen haben, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 25. März, 16 Uhr: Allgäuer Skisprung-Weltmeisterin näht Mundschutzmasken

Normalerweise stürzt sie sich von den großen Skisprungschanzen dieser Welt. Doch jetzt hat Katharina Althaus eine wichtigere Aufgabe im Visier: Zuhause in Oberstdorf näht die Doppel-Weltmeisterin Mundschutzmasken für Arztpraxen. Die Allgäuerin hat viele Freunde, die derzeit im Gesundheitswesen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie kämpfen. Alles zu dem tollen Engagement hier.

Mittwoch, 25. März, 15.15 Uhr: Kultusminister einig - Abitur-Prüfungen 2020 finden statt

Erst wurden sie verschoben, dann wollten sie einige Bundesländer ganz absagen und zwischendurch starteten Schüler noch eine Petition, 2020 ein Durchschnittsabitur aus den bislang erbrachten Leistungen zu ermitteln. Doch jetzt steht fest: Die Abitur-Prüfungen 2020 werden trotz der Schulschließungen wegen Corona stattfinden.

Darauf haben sich die 16 Kultusminister der Bundesländer in einer Schaltkonferenz am Mittwoch geeinigt. Bayern hatte den Start der Prüfungen bereits zuvor auf den 20. Mai verschoben, damit alle Schülerinnen und Schüler genügend Vorbereitungszeit haben. Für den Fall, dass dieser Fahrplan aufgrund aktuell noch nicht absehbarer Entwicklungen nicht eingehalten werden könne, gebe es verschiedene alternative Lösungen, die dann geprüft werden müssten, so Bayerns Kultusminister Michael Piazolo.

Mittwoch, 25. März, 14.50 Uhr: Unterallgäuer Kreisbrandrat bittet wegen Corona: Auf Mottfeuer im Allgäu heuer verzichten

Mottfeuer sind eigentlich eine gebräuchliche Sache im Allgäu. Doch wegen der Corona-Pandemie ruft der Unterallgäuer Kreisbrandrat Alexander Möbus alle Waldbesitzer auf, auf Mottfeuer im Wald derzeit so weit wie möglich zu verzichten. „Stattdessen sollten die Gemeinden einen zentralen Platz festlegen, an dem Waldbesitzer Forstabfälle verbrennen können“, empfiehlt er. „Das hilft, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren aufrechtzuerhalten.“

Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern, müssten zusätzliche Einsätze der Feuerwehr vermieden werden, so Möbus. Wird im Frühjahr Schadholz in den Wäldern verbrannt, sorgt der aufsteigende Rauch nach seinen Worten häufig zu Verunsicherung. Das führe immer wieder dazu, dass die Feuerwehr alarmiert wird, um nach dem Rechten zu sehen. Um solche Einsätze zu vermeiden, sollten die Feuer an einem offiziell dafür festgelegten Ort abgebrannt werden, heißt es in einer Mitteilung.

Mittwoch, 25. März, 13.40 Uhr: Heimatfeste im Allgäu - Kann das Tänzelfest 2020 in Kaufbeuren stattfinden?

Seit der Wiederaufnahme nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Tänzelfest in Kaufbeuren noch nie komplett ausgefallen. Doch 2020 ist seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie alles anders. Wir haben bei den Organisatoren nachgefragt, wie der aktuelle Stand ist, ob die Planungen weiterlaufen und was eine Absage für Veranstalter, Vereine und Schausteller bedeuten würde. Alles dazu hier.

Mittwoch, 25. März, 13.05 Uhr: Buchloer Hersteller von Atemschutzmasken findet neues Personal und erwartet Millionenlieferung an Schutzausrüstung

Die Franz Mensch GmbH aus Buchloe stellt unter anderem Mundschutz-Masken her. Aufgrund der extrem hohen Nachfrage wegen der Corona-Epidemie stieß die Logistik des Ostallgäuer Unternehmens an ihre Grenzen - vergangenen Freitag sendete die Firma einen Hilferuf nach neuem Personal an die Öffentlichkeit. Über 850 Menschen meldeten sich daraufhin und boten Unterstützung an.

Inzwischen starteten elf neue Mitarbeiter, die beim Verpacken von Overalls, Atemmasken und anderen wichtigen Waren für das Gesundheitswesen anpacken, teilt das Unternehmen mit. Weitere acht Neueinstellungen seien geplant. "Wir brauchten Hilfe, damit wir helfen können", bedankt sich Geschäftsführer Axel Theiler.

In Buchloe hofft man nun dringend auf Nachschub der aktuell vergriffenen Schutzkleidung: Knapp 60 Millionen Mundschutzmasken und zwei Millionen Atemschutzmasken würden in den kommenden Wochen erwartet, heißt es in einer Mitteilung. Und weiter: "Normalerweise würde ein Bestand an Mundschutz in dieser Größenordnung für 6 Jahre reichen. Aktuell entspricht das dem Bedarf für nur einen Monat."

Geschäftsführer Theiler hatte in der vergangenen Woche die Bundesregierung stark kritisiert, weil sie nach seinen Worten Warnungen nach mehr Schutzausrüstung lange überhört hätte.

Mittwoch, 25. März, 12.10 Uhr: Erstmals überhaupt kein Flugbetrieb mehr am Allgäu Airport

Tristesse am Allgäu Airport: Am Flughafen Memmingen gibt es am heutigen Mittwoch zum ersten Mal keine Starts und Landungen mehr. Nachdem zunächst Ryanair alle Flüge gestrichen hatte, setzt nun auch die zweite wichtige Airline ab Memmingen fast alles aus: Etliche Wizzair-Verbindungen nach Osteuropa sind abgesagt. Aktuell steht nur noch ein Flug nach Sofia/Bulgarien am morgigen Donnerstag auf dem Programm.

Ryanair hat zunächst bis 8. April alle Flüge ab Memmingen gestrichen. Wegen der Corona-Pandemie muss die Billigfluglinie fast ihren kompletten Europa-Flugplan aussetzen. Wie es danach weitergeht, ist völlig unklar. „Wir müssen die Lage jeden Tag neu bewerten“, sagte Flughafen-Sprecherin Marina Siladji auf Nachfrage unserer Redaktion. Sollte der Betrieb im April wieder starten, gilt am Allgäu Airport der Sommerflugplan 2020. Es könnte jedoch sein, dass die Fluggesellschaften ihre bereits veröffentlichten Pläne nach Corona überarbeiten und ausdünnen.

Aktuell reagiert der Flughafen Memmingen auf die Flugausfälle mit verkürzten Betriebszeiten von 6.45 Uhr bis 16 Uhr. Die Mitarbeiter befinden sich bereits in Kurzarbeit.

Mittwoch, 25. März, 11 Uhr: RKI: Zu früh für Bewertung der Eindämmungsmaßnahmen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hält sich mit einer Bewertung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland zurück. "Wir müssen weiter abwarten, um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen", sagte Institutschef Lothar Wieler heute in Berlin. Im Moment sei es zu früh, um diese Aussagen belastbar treffen zu können. Deutschland stehe erst am Anfang der Epidemie, bekräftigte Wieler. Wie sie sich weiter entwickle, sei völlig offen. Die Zahl der gemeldeten Fälle steige weiter an. Am Montag hatte er von dem ersichtlichen Trend gesprochen, dass die exponentielle Wachstumskurve etwas abflache, dies aber noch nicht bewerten wollen. 

Mitttwoch, 25. März, 10.40 Uhr: Auch Vierbeiner leiden unter Coronakrise

Weniger Spenden, keine Vermittlung: Die Tierheime in der Region bekommen die Coronakrise auch zu spüren. Das Tierheim Memmingen beispielsweise hat seinen Betrieb angesichts der Ausnahmesituation anders organisiert: Das Personal arbeitet im Schichtdienst, der Gassi-Gänger-Programm mit externen Helfern wurde eingestellt, Besucher müssen derzeit draußen bleiben. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die Zahl der Schützlinge in den kommenden Wochen deutlich wachsen könnte. Mehr dazu hier.

Mittwoch, 25. März, 9.45 Uhr: Unterallgäuer Landratswahl-Kandidaten können wegen Corona fast nur im Internet für sich werben

Statt Wahlveranstaltungen mit zahlreichen Zuschauern, dem Verteilen von Flyern und Händeschütteln bestimmen nun Homeoffice und Gartenarbeit den Alltag der Unterallgäuer Landratskandidaten: Für Alex Eder (Freie Wähler) und Rainer Schaal (CSU) ist der Wahlkampf-Endspurt wegen des Coronavirus ausgefallen. Die beiden Kandidaten, die am Sonntag in die Stichwahl gehen, werben dafür im Internet und den sozialen Medien für sich.  

Mittwoch, 25. März, 09.20 Uhr: Wahlbriefe im Oberallgäu - wer noch keinen hat, soll sich bei Kommune melden

Wegen der Corona-Pandemie erfolgt die Abstimmung bei der Stichwahl über den Oberallgäuer Landrat ausschließlich per Briefwahl. Dafür werden die Unterlagen jedem Stimmberechtigten im Landkreis zugesandt. Wer seine Wahlunterlagen bis Mittwoch, 25. März, nicht erhalten hat, sollte sich umgehend beim Einwohnermeldeamt seiner Kommune melden. Laut Landratsamt muss der Wahlbrief spätestens am Wahltag, Sonntag, 29. März, bis 18 Uhr bei der zuständigen Stadt oder Gemeinde eingegangen sein.

Sollte der Wahlbrief über die Deutsche Post oder Allgäu Mail erst ab Freitag erfolgen, sei ein rechtzeitiger Eingang nicht mehr gewährleistet. Um den Eingang bis Sonntag 18 Uhr sicher zu stellen, müssen die Wahlbriefe ab Freitag in den Briefkasten des jeweiligen Rathauses eingeworfen werden.

Bereits am gestrigen Dienstag hatten die Verantwortlichen im Unterallgäu, wo am Sonntag ebenfalls die Stichwahl stattfindet, darauf hingewiesen, dass der Gang zum Briefkasten oder zur Wahlbehörde, um die Wahlunterlagen einzuwerfen, erlaubt sei - trotz Ausgangsbeschränkungen. 

Mittwoch, 25. März, 8.45 Uhr: Allgäuer Psychiater erklärt: Darum hamstern jetzt viele Klopapier

Die Corona-Krise schränkt den Alltag aller Menschen ein. Für manche ist das einfach ungewohnt, andere sind ängstlich und fangen an, zu hamstern. Im Interview erklärt Prof. Dr. Markus Jäger, Psychiater und ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Kempten, welche Vor- und Nachteile die derzeitigen Einschränkungen haben, warum die Corona-Krise aus psychologischer Sicht so interessant ist und weshalb jetzt alle Klopapier kaufen.

Mittwoch, 25. März, 8.15 Uhr: Hotlines in Allgäu stehen nicht still

Wer wird getestet? Wie läuft die Quarantäne ab? Die Telefone der Corona-Hotlines der Landkreise und Städte klingeln ohne Unterlass. Die am häufigsten gestellten Fragen haben die Landratsämter Unter-, Ober- und Ostallgäu samt Antworten zusammengestellt. Hier gibt es die Fragen und Antworten.

Mittwoch, 25. März, 7.25 Uhr: Um 19 Uhr läuten die Kirchenglocken im Allgäu

Der neue Bischof von Augsburg, Diözesanadministrator Dr. Bertram Meier, wird am Mittwoch, 25. März, am Tag des Hochfestes der Verkündigung des Herrn, das Bistum Augsburg der Gottesmutter Maria weihen. Aus diesem Anlass werden am Mittwochabend im Bistum, zu dem auch das gesamte bayerische Allgäu gehört, um 19 Uhr die Kirchenglocken läuten.

Mittwoch, 25. März, 6.50 Uhr: Dachser-Vorstandschef Bernhard Simon über Herausforderungen für die Logistik

Sind die Lieferketten in Gefahr? Nein, sagt Dachser-Vorstandschef Bernhard Simon. Er rechnet aber mit weniger Transporten für die Automobil-Branche: „Der gesamte Wirtschaftskreislauf in Deutschland wird in den kommenden Wochen abnehmen.“ Für sein Unternehmen schließt er Kurzarbeit nicht aus, dennoch glaubt er, dass Dachser stabil durch die Krise kommt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 25. März, 6.25 Uhr: Bundestag will Rettungspaket gegen Corona-Krise beschließen

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir hoffen, Sie starten gerade gut in den Tag. Auch heute berichten wir für Sie über die aktuellen Entwicklungen des Coronavirus - im Allgäu und darüber hinaus.

Im Bundestag steht heute ein gewaltiges Hilfspaket zur Abstimmung, das die schmerzlichen Folgen des wirtschaftlichen Stillstands für Bürger und Unternehmen lindern soll. Dafür soll sogar die Schuldenbremse ausgesetzt werden - ein Zeichen, wie schlimm es ökonomisch für das Land werden kann.

Dienstag, 24. März, 22.15 Uhr: Zwei weitere Allgäuer sterben an Corona - Zahl der Infizierten steigt - AGCO/Fendt und Dethleffs setzen Produktion aus - Nobelpreisträger-Tagung verschoben

Zwei Allgäuer sind am Dienstag infolge einer Corona-Infektion gestorben. Es handelt sich um Personen aus dem Ost- und Unterallgäu mit Vorerkrankungen. Die Zahl der Infizierten steigt weiter an: Am Dienstag gelten 273 Menschen im Allgäu als positiv getestet. Landmaschinenhersteller Fendt stoppt an seinem Stammsitz Marktoberdorf die Traktorenproduktion. Auch bei Reisemobil- und Caravan-Hersteller Dethleffs in Isny steht die Produktion still. Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und Landratskandidat im Oberallgäu, ist vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Sein ältester Sohn ist erkrankt. Die Lebenshilfe Kempten benötigt zum Schutz vor Corona in ihren Einrichtungen etwa 700 Mund-Nasen-Schutze. Die Nobelpreisträgertagung in Lindau ist wegen der Pandemie auf kommendes Jahr verschoben worden.

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung berichtet morgen ab etwa 6.30 Uhr wieder über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie in der Welt und die Auswirkungen auf das Allgäu. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch die Nacht.

Dienstag, 24. März, 21.30 Uhr: Allgäuer Möbel für Impfstoff-Labor Curevac

Das Unternehmen Curevac, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeitet, baut aktuell ein neues, rund 1.400 Quadratmeter großes Forschungslabor. An der Entstehung sind auch zwei Unternehmen aus dem Westallgäu beteiligt: Fünf Monteure der Firma Wagner aus Heimenkirch sind derzeit in Tübingen vor Ort und bauen Labormöbel des Wangener Unternehmens Waldner ein. Geplant wurde das Labor bereits lange vor der Corona-Pandemie. Etwa Mitte Mai soll der Möbeleinbau abgeschlossen sein.

Curevac geriet vor wenigen Tagen in die Schlagzeilen, weil US-Präsident Donald Trump versucht haben soll, sich für die USA exklusiven Zugang zu dem möglichen Corona-Impfstoff zu sichern. Hauptinvestor des Unternehmens ist SAP-Mitgründer Dietmar Hopp.

Dienstag, 24. März, 20.45 Uhr: Mit dem Auto in die Werkstatt? Auch in Corona-Zeiten erlaubt

Die Ausgangsbeschränkungen sorgen für Verunsicherung und Fragen bei vielen Menschen. Was ist nun eigentlich noch erlaubt – zum Beispiel die Fahrt zur Autowerkstatt? "Ja, die Werkstätten dürfen geöffnet bleiben", sagt Martin Osterberger-Seitz vom Allgäuer Autohaus Seitz. Denn: "Werkstattbesuche zählen zu sogenannten Versorgungsgängen, deshalb haben wir fast alle unsere 23 Filialen unter verkürzten Öffnungszeiten weiterhin geöffnet." Wartungs- und Reparaturarbeiten seien jederzeit möglich.

Autos dürften in Autohäusern derzeit aber nicht mehr vor Ort verkauft werden - ebenso wenig wie Zubehörartikel wie eine Dachbox oder einen Fahrradträger. Vieles laufe deshalb online und über das Telefon ab, so Osterberger-Seitz.

Dienstag, 24. März, 20.35 Uhr: Allgäuer sagt Expedition zum Nordpol ab

Er wollte Forscher des Alfred-Wegener-Instituts auf einem Eisbrecher unterstützen, die klimatischen Bedingungen der Arktis zu messen. Doch wegen der Corona-Krise hat Uwe Berg aus Trunkelsberg (Unterallgäu) seine Reise zum Nordpol abgesagt. Der 40-Jährige wollte diese Woche dorthin fliegen. „Es ist ein Traum, der da geplatzt ist – definitiv“, sagt Berg. Letztlich bewogen ihn seine Frau und seine zwei Kinder dazu, daheim zu bleiben: Es sei ihm „zu heiß“ gewesen, seine Familie während der Krise allein zu lassen.

Dazu komme, dass er als ehemaliger Rettungsdienstler über medizinisches Wissen verfüge. Damit wolle er notfalls zum Beispiel in Kliniken helfen. „Man braucht mich hier mehr als dort.“Dennoch hofft Berg, dass er noch zum Nordpol kommt: „Ich wünsche dem Institut alles Gute – und vielleicht nehmt ihr mich später mal mit.

Dienstag, 24. März, 20 Uhr: Reisemobil- und Caravan-Hersteller Dethleffs in Isny setzt Produktion aus

Wegen der Auswirkungen der Corona-Krise auf Zulieferbetriebe und Logistikketten setzt der Reisemobil- und Caravan-Hersteller Dethleffs ab heute bis einschließlich Ostermontag in Isny die Produktion seiner Fahrzeuge aus. Betroffen sind davon alle Fertigungsbänder und alle produktionsbeteiligten Abteilungen. Das Ausstellungszentrum wird ebenfalls in diesem Zeitraum die Pforten schließen. Das Servicecenter für Händler und Endkunden bleibt mit einem Notbetrieb weiterhin geöffnet.

Dienstag, 24. März, 18.55 Uhr: Vorarlberg: Feuerwehrler messen Temperatur an der Grenze

Blick zu den Nachbarn: Seit dem heutigen Dienstag hilft in Vorarlberg auch die Feuerwehr an den Grenzen zu Deutschand, Schweiz und Lichtenstein aus. Die Vorarlberger Feuerwehren unterstützen dabei hauptsächlich bei der Durchführung von Gesundheitskontrollen an den Landesgrenzen. Unter anderem überprüfen sie Gesundheitszeugnisse und Heimquarantäne-Bestätigungen und messen stichprobenartig die Temperatur von einreisenden Personen.

Landeshauptmann Markus Wallner geht davon aus, dass vorläufig pro Grenzübergang neben den für die Grenzkontrollen zuständigen Polizeikräften ein Feuerwehrler zum Einsatz kommt.

Dienstag, 24. März, 17.50 Uhr: Corona-Patient Ende 60 stirbt in Mindelheimer Krankenhaus

Im Allgäu gibt es den zweiten Corona-Todesfall am heutigen Dienstag: Ein Corona-Patient aus dem Unterallgäu ist heute im Krankenhaus in Mindelheim verstorben. Der Mann Ende 60 wurde am 9. März in die Klinik eingeliefert und isoliert. Nach Angaben der behandelnden Ärzte litt der Patient an mehreren schwersten Vorerkrankungen und wurde deswegen auf der Intensivstation behandelt.

Derzeit gibt es im Unterallgäu 59 bestätigte Corona-Fälle. Vier der Personen werden laut Gesundheitsamt stationär behandelt.

Dienstag, 24. März, 17.10 Uhr: Erster Todesfall im Ostallgäu wegen Covid-19

In der Region Ostallgäu-Kaufbeuren gibt es den ersten Todesfall aufgrund der durch das Corona-Virus ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19. Das teilt das Landratsamt Ostallgäu soeben mit. Die verstorbene Person litt unter Vorerkrankungen.

Zudem gibt es weitere Fälle von Coronavirus-Infektionen: Insgesamt sind derzeit 77 Menschen im Landkreis Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren positiv auf das Virus getestet. 69 im Ostallgäu, acht in der Stadt Kaufbeuren.

Dienstag, 24. März, 17.05 Uhr: Freistaat will Kosten für Essen und Trinken von Pflegern übernehmen

Der Freistaat Bayern will ab 1. April die Kosten für Essen und Trinken der Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Altenheimen, aber auch Behinderteneinrichtungen übernehmen. "Wir wollen einfach ein Signal setzen, des Dankeschöns, schon jetzt für die Arbeit, die dort geleistet wird", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

Dienstag, 24. März, 16.30 Uhr: Glauben: Ewige Anbetung in Pfarrei St. Anton in Kempten läuft trotz Corona-Krise weiter

Die Klosterkirche St. Anton in Kempten ist als Anbetungs- und Beichtkirche bekannt. 1986 begann in St. Anton auf Anregung von Kapuzinerpater Konrad Heidrich die Ewige Anbetung des Allerheiligsten. Seit 2015 ist die Kapelle der Göttlichen Barmherzigkeit im ehemaligen Refektorium des Kapuzinerklosters ein Ort zum Gebet. Dort gibt es seit Mai 2016 die Ewige Anbetung. Diese läuft ununterbrochen, 24 Stunden an 7 Tagen. Die Gläubigen tragen sich in einen Plan ein und wechseln sich ab. Einer ist immer in der Kapelle und übernimmt eine Anbetungsstunde, auch in Zeiten der Corona-Krise.

Dienstag, 24. März, 15.55 Uhr: Probleme bei Zusendung der Briefwahlunterlagen im Unterallgäu

Am Sonntag finden wo nötig noch Stichwahlen in Bayern statt - unter anderem bei der Landratswahl im Oberallgäu und im Unterallgäu. Wegen der Corona-Krise wird ausschließlich per Briefwahl abgestimmt, die Unterlagen werden unaufgefordert per Post zugesandt. Im Unterallgäu kann es dabei in einzelnen Gemeinden Probleme geben. Dort habe sich die Lieferung der Wahlbriefkuverts verzögt, teilt das Landratsamt in Mindelheim mit.

„Wer keine Unterlagen erhalten hat, kann sich bis Samstag, 12 Uhr, an das Wahlamt der Gemeinde oder der Verwaltungsgemeinschaft wenden und sich Unterlagen ausstellen lassen“, sagt Frank Rattel, Leiter der Kommunalaufsicht. Er weist auch ausdrücklich darauf hin: „Der Gang zum Briefkasten oder zur Wahlbehörde, um die Wahlunterlagen einzuwerfen, ist erlaubt.“ Dies sei von den Ausnahmen zur Ausgangsbeschränkung abgedeckt.

Beim ersten Wahlgang hatte Alex Eder (Freie Wähler) die absolute Mehrheit nur um 13 Stimmen verpasst. Er tritt deshalb am Sonntag in der Stichwahl gegen Rainer Schaal (CSU) an.

Dienstag, 24. März: 14.45 Uhr: Fendt stoppt wegen Corona-Pandemie die Produktion

Der Marktoberdorfer Landtechnikhersteller AGCO/Fendt setzt als Folge der Corona-Pandemie ab Mittwoch die Produktion in seinen Werken Marktoberdorf und Asbach-Bäumenheim aus. Dem Unternehmen fehlen die notwendigen Teile für die Produktion. Denn wichtige europäische Zulieferer von AGCO/Fendt haben Produktionsstandorte komplett geschlossen. Trotz guter Auftragslage sah sich das Unternehmen daher gezwungen, für seine Belegschaft der Traktorenproduktion vorsorglich bis Ende Juni Kurzarbeitergeld zu beantragen. In Marktoberdorf sind von dem Produktionsstopp gut 3.000 Mitarbeiter betroffen.

Wann Fendt wieder mit der Traktorenproduktion starten könne, sei von der Teileverfügbarkeit der Zulieferer abhängig. „Sobald die Lieferketten wieder intakt sind, legen wir los“, sagte Christoph Gröblinghoff, Vorsitzender der AGCO/Fendt Geschäftsführung. An den anderen Fendt-Standorten Feucht, Waldstetten, Hohenmölsen und Wolfenbüttel ist die Teileversorgung laut Unternehmen vorerst noch gewährleistet. Deshalb kann dort noch weiter produziert werden. Weitere Infos hier.

Dienstag, 24. März, 14.05 Uhr: 20 Pizzen für Klinikbelegschaft in Kempten

Gastronom Donato Olivieri lieferte heute mittag gratis 20 Pizzen an die Klinikbelegschaft in Kempten. „Ich musste einfach etwas tun. Die Pizzen sollen die hart arbeitende Belegschaft unterstützen. Ich würde mich freuen, wenn mir andere das nachmachen“, sagte der Wirt, der kürzlich das italienische Restaurant "Rossini zur alten Bleiche" in Kempten eröffnet hat.

Dienstag, 24. März, 13.17 Uhr: Alfons Hörmann vorsorglich in häuslicher Quarantäne

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und Landratskandidat im Oberallgäu, hat sich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Der Sohn des 59 Jahre alten Sportfunktionärs war auf das Coronavirus positiv getestet worden. „Am Montagnachmittag erhielt mein ältester Sohn sein Ergebnis mit positivem Testergebnis“, bestätigte Hörmann am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Aufgrund unserer räumlichen Nähe vor einer Woche bin ich somit bis zum 30. März in vorsorglicher Quarantäne.“

Eine Beeinträchtigung der Amtsgeschäfte für den DOSB gebe es dadurch nicht. „Nein, weil alle operativen Themen wie immer vom Vorstandsteam unter der Führung von der Vorstandsvorsitzenden Veronika Rücker erledigt werden“, erklärte Hörmann. Im Homeoffice gehe es ihm nun „wie derzeit vielen anderen Menschen in unserem Land.“

Keine Auswirkungen habe seine Quarantäne auf die Landratsstichwahl im Oberallgäu, bei der Hörmann antritt. Dazu hätten ohnehin seit zwei Wochen keinerlei Termine mehr stattgefunden. Der DOSB-Präsident hatte als CSU-Kandidat am 15. März 44,3 Prozent der Stimmen erhalten. Am Sonntag muss er nun nochmals gegen die Freie-Wähler-Bewerberin Indra Baier-Müller antreten, die 23,3 Prozent der Stimmen bekam.

Dienstag, 24. März, 13.05 Uhr: Krebsgesellschaft berät weiter am Telefon

Um die Infektionen durch das Corona-Virus einzudämmen, ist der Rückzug aus dem sozialen Leben für ältere und chronisch kranke Menschen absolut notwendig. Auch Krebspatienten gehören zur Risikogruppe. Für sie wird die Isolation aber auch zu einer enormen psychischen Belastung, denn sie verstärkt Ängste und Einsamkeit.

Um die Fragen und Sorgen der Betroffenen in dieser Ausnahmesituation aufzufangen, bietet die Bayerische Krebsgesellschaft in ihren Psychosozialen Krebsberatungsstellen weiterhin telefonische Beratung an. Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle Kempten ist für Betroffene und Angehörige zur telefonischen Beratung wie folgt erreichbar:

Montag bis Freitag: 9 bis 12 Uhr sowie Montag und Mittwoch: 14-17 Uhr

Telefon: 0831 /52 62 27 - 0

E-Mail: kbs-kempten@bayerische-krebsgesellschaft.de

Dienstag, 24. März, 12.20 Uhr: Lebenshilfe benötigt Mund-Nasen-Schutz

Die Lebenshilfe Kempten benötigt zum Schutz vor Corona in ihren Einrichtungen etwa 700 Mund-Nasen-Schutze. "Wir benötigen für unsere betreuten erwachsenen Menschen in unseren Wohnheimen, für unsere Kinder und Jugendlichen in der eingerichteten Notgruppe in unserer Heilpädagogischen Tagesstätte sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Schutz vor dem Corona-Virus dringend sogenannte Behelf-Mund-Nasen-Schutz (BMNS)", heißt es in einer Mitteilung. Bürgerinnen und Bürger könnte helfen, in dem sie Behelf-Mund-Nasen-Schutze nähen. Wie das funktioniert, gibt es hier in einem Youtube-Turtorial zu sehen.

Der Behelf-Mund-Nasen-Schutz könne das Risiko der Übertragung des Corona-Virus reduzieren, da er die Verteilung von Tröpfchen verhindert, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Um den Mund-Nasen-Schutz selbst herzustellen, benötigt man kochfeste Baumwolle und einen biegsamen Draht sowie eine Nähmaschine, eine Schere und ein Bügeleisen. Der Mundschutz ist wiederverwendbar und muss dementsprechend nach der Nutzung gewaschen und getrocknet werden. Wer einen Behelf-Mund-Nasen-Schutz für die Lebenshilfe bastelt, kann ihn in der Geschäftsstelle Kempten (St.-Mang-Platz 5) abgeben. Weitere Infos telefonisch unter 0831/52354-23.

Dienstag, 24. März, 11.56 Uhr: Deutsche telefonieren deutlich mehr

In der Corona-Krise greifen die Deutschen wieder verstärkt zum Telefon: Alle drei großen Telekommunikationsnetzbetreiber berichten laut dpa von einem deutlichen Anstieg und einer längeren durchschnittlichen Dauer der Telefonate. Vodafone verzeichnete in der vergangenen Woche im Festnetz rund 45 Prozent mehr Telefonate, im Mobilfunk rund 38 Prozent mehr Gespräche im Vergleich zu üblichen Tagen. Auch bei Telekom und Telefónica verzeichneten deutliche Zuwächse.

Dienstag, 24. März, 10.01 Uhr: Memmingen meldet 18 Infizierte

In der Stadt Memmingen gibt es zwei neue Corona-Infizierte im Vergleich zum Vortag. Insgesamt sind nun 18 Coronafälle bestätigt, meldet die Stadt in einer Mitteilung. Rund 200 Personen seien im Stadtgebiet derzeit in häuslicher Quarantäne.

Dienstag, 24. März, 9.55 Uhr: Tagung der Nobelpreisträger in Lindau verschoben

Wegen der Coronakrise wird die traditionelle Tagung der Nobelpreisträger in Lindau heuer nicht stattfinden kommen. Die beiden geplanten Treffen sind um ein Jahr verschoben. „Bis zuletzt hatten wir die Hoffnung, an unserer Planung festhalten zu können, aber die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus betreffen gerade die Teilnehmer unserer Tagungen besonders, die Nobelpreisträger und Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt“, erklärt Bettina Gräfin Bernadotte, die Präsidentin des Kuratoriums, in der Schwäbischen Zeitung.

Auch das Kuratorium für die Nobelpreisträgertagungen hat zuletzt auf persönliche Treffen verzichtet und sich per Video-Konferenz abgestimmt, die Treffen heuer abzusagen.

Die 70. Lindauer Nobelpreisträgertagung soll als Jubiläumstagung mit Forschern aus den Bereichen Medizin, Physik und Chemie vom 27. Juni bis 2. Juli 2021 stattfinden. Einen Termin für die 7. Lindauer Tagung der Wirtschaftswissenschaften im Sommer 2021 gibt es noch nicht.Dienstag, 24. März, 9.20 Uhr: Stadt Memmingen zieht im April keine Kita-Gebühren ein

Für den Monat April wird die Stadt Memmingen keine KiTa-Gebühren einziehen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Darüber hinaus wird Hilfe für finanziell angeschlagene Betriebe in Aussicht gestellt: "Gerät ein Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage, kann es auf die Kämmerei zugehen. Eine Stundung der Gewerbesteuer kann gewährt werden." Ausgeweitet wird die Erreichbarkeit des Infotelefons der Stadt Memmingen: Es ist künftig auch am Wochenende.

Erreichbarkeit Infotelefon der Stadt Memmingen: Montag bis Freitag: 8-16 Uhr Samstag/Sonntag: 8-12 Uhr.Telefonnummer: 08331/850970

Dienstag, 24. März, 9.06 Uhr: Folie schützt Geistlichen: Beichte in Pfarrei St. Anton möglich

Durch die Coronakrise sind die Gottesdienste in den christlichen Kirchen und das Freitagsgebet bei den Muslimen ausgesetzt. Täglich gibt es um 17.10 Uhr in Kempten ein ökumenisches Gebetläuten. Das ist der Aufruf zum Gebet in Zeiten der Corona-Pandemie. Anschließend spendet der katholische Dekan Bernhard Hesse einen eucharistischen Segen in der Pfarrei St. Anton in Kempten. Die Klosterkirche ist als Anbetungs- und Beichtkirche bekannt. An dieser Tradition halten die Katholiken fest. Heute, Dienstag, um 16 und am Mittwoch um 8 Uhr gibt es jeweils 45 Minuten Beichtgelegenheit. Im Beichtstuhl sind die Besucher durch eine Schutzfolie vom Geistlichen getrennt.

Dienstag, 24. März, 8.22 Uhr: VHS bietet Kurse und Vorträge online an

Zur Überbrückung in den Zeiten der Ausgangsbeschränkungen richtet die vhs Memmingen zurzeit für bereits laufende Kurse, z. B. für Sprachkurse, ein. Zudem werden im Verbund mit den bayerischen Volkshochschulen folgende Online-Vorträge angeboten:

Mittwoch, 25. März, 19.30 Uhr: Christian Weidemann vom Institut für christliche Philosophie in Innsbruck geht der Frage nach: „Gibt es Gott und wenn ja, warum lässt er Unschuldige sterben? Die Theodizee Frage aus philosophischer Perspektive“. Samstag, 28. März, 19.30 Uhr: Dr. Matthias Hoesch von der Universität Münster führt mit dem Thema „Wie sollen wir handeln?“ in grundsätzliche Fragen der Ethik ein. Sonntag, 29. März, 19.30 Uhr: die freie Journalistin Felicitas Wilke (u.a. Zeit Online , Wirtschaftswoche, Süddeutsche Zeitung) beleuchtet das Thema „Wie gefährlich ist Corona für die Wirtschaft?“ Alle Veranstaltungen werden live übertragen, sind kostenlos und können ausschließlich im Internet mitverfolgt werden. Interessierte können im Live-Chat auch Fragen stellen. Eine vorige Anmeldung ist jedoch erfoderlich; per E-Mail an: vhs@memmingen.de oder zu den Geschäftszeiten telefonisch unter: 08331/850 139. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer einen Link zu Veranstaltung.

Dienstag, 24. März, 7.51 Uhr: Ist unsere Freiheit in Gefahr?

Das Coronavirus stellt Bürger und Staat vor große Herausforderungen. Sind durch Ausgangsbeschränkungen oder Kontaktverbote unsere Freiheit oder gar unsere Demokratie in Gefahr? Mit dieser Frage beschäftigt sich AZ-Redaktionsleiter Uli Hagemeier in seiner Kolumne "Brief an...". Heute ist sie an "Vernünftige und Zweifler" adressiert.

Dienstag, 24. März, 7.10 Uhr: Trump: Geschäfte bald wieder offen

In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es derzeit 42.000 Corona-Infizierte. Trotz dieser Zahl stellt US-Präsident Donald Trump eine baldige Rückkehr zur Normalität in Aussicht: „Wir können nicht zulassen, dass die Heilung schlimmer ist als das Problem“, sagte er. „Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte. Wir werden nicht zulassen, dass dies zu einem bleibenden finanziellen Problem wird.“

Dienstag, 24. März, 6.44 Uhr: Diskussion um Abitur-Prüfungen

Finden die Abitur-Prüfungen in Corona-Zeiten statt? Um diese Frage wird derzeit diskuziert. Zwei Hamburger Schüler haben angesichts der Corona-Pandemie eine Petition zur bundesweiten Absage der Abitur-Prüfungen gestartet. Stattdessen soll in diesem Jahr jede Schülerin und jeder Schüler deutschlandweit ein sogenanntes Durchschnittsabitur erhalten, bei dem Ergebnisse aus insgesamt vier Halbjahren einfließen. Die Vorsitzende des Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing, hat ein Abitur ohne Abschlussprüfungen nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich sehe sie das Abitur nicht in Gefahr, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Die Prüfungen könnten "auch einfach etwas später" gelegt werden.

Sollte das nicht möglich sein, gebe es Alternativen. Zwei Drittel der Abiturnote seien durch die Leistungen in den Kursen erbracht. Das letzte Drittel der Note solle eine Prüfungssituation abbilden. „Dafür brauchen wir die Abiturprüfungen aber nicht zwingend. Wir könnten diese Note nämlich auch aus vorherigen Klausurleistungen in den Prüfungsfächern berechnen“, sagte Lin-Klitzing. „Wir können, wenn es notwendig sein sollte, auch ein Abitur ohne eigene Abiturprüfungen hinbekommen.“

Den Schülern sollen keine Nachteile entstehen, betonte indes die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Stefanie Hubig (SPD). Schüler sollen in diesem Jahr ihr Abitur ablegen können, sagte sie dem Deutschlandfunk.

Die Abiturprüfungen in Bayern beginnen voraussichtlich am 20. Mai, statt wie geplant am 30. April.

Dienstag, 24. März, 6.20 Uhr: Japanisches Unternehmen testet Corona-Impfstoff an Tieren

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung.

Eine Meldung aus Japan sorgt heute Morgen für vorsichtigen Optimismus: Das Biopharmaunternehmen Anges erklärt, dass es mit der Universität Osaka die Entwicklung eines DNA-Impfstoffs gegen das neue Coronavirus abgeschlossen habe und bald mit den Tests an Tieren beginne. DNA-Impfstoffe werden mit einem inaktivierten Virus hergestellt und können schneller produziert werden als proteinbasierte Impfstoffe, so die Unternehmensmitteilung. Takara Bio sei verantwortlich für die Produktion des Impfstoffs und Daicel Gen-Transfer-Technologie würde ebenfalls Anwendung finden, erklärte das Pharmaunternehmen. Die Aktien von Anges stiegen im Vormittagshandel in Tokio um bis zu 17 Prozent - und das will in der derzeitigen Situation etwas heißen...

Montag, 23. März, 22.15 Uhr: Allgäuer Unternehmen stellen auf Kurzarbeit um - 800.000 neue Atemschutzmasken für Bayern - Polizei lobt Allgäuer für Umgang mit Ausgangsbeschränkungen - Flugbetrieb am Allgäu Airport fast vollständig eingestellt

Die Wirtschaftsriesen Deckel Maho in Pfronten und Bosch Immenstadt/Blaichach müssen in der Corona-Krise ihre Produktion drosseln und haben Kurzarbeit angemeldet. Auch am Allgäu Airport geht (fast) nichts mehr - nur noch je drei Starts am Dienstag und Mittwoch. Die Krise bringt die große Kreativität der Allgäuer zutage: Gastronomen kochen live im Internet, Kirchen wenden sich digital an Gläubige, die Gemeinde Pfronten ersetzt Veranstaltungshinweise auf Plakaten durch positive Botschaften. Bayerns Kliniken und Arztpraxen bekommen 800.000 neue Atemschutzmasken und 235.000 Flaschen Desinfektionsmittel neu geliefert. Die Allgäuer Polizei kontrolliert, ob Ausgangsbeschränkungen und Schließungen eingehalten werden: Bislang positives Fazit und Lob für Allgäuer Bevölkerung.

Das Digitalteam der Allgäuer Zeitung berichtet morgen ab etwa 6.30 Uhr wieder über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie in der Welt und die Auswirkungen auf das Allgäu. Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch die Nacht.

Montag, 23. März, 21.45 Uhr: Flugbetrieb am Allgäu Airport fast zum Erliegen gekommen - kaum mehr Flüge ab Memmingen

Es hatte sich angekündigt: Nachdem die Fluggesellschaft Ryanair vergangene Woche bekanntgegeben hatte, dass sie fast alle Europa-Flüge wegen der Corona-Krise canceln will, herrscht am Allgäu Airport nahezu gähnende Leere. Gerade einmal drei Verbindungen gibt es am morgigen Dienstag und am Mittwoch jeweils noch. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Wizzair-Verbindungen nach Osteuropa. Welche Flüge ab Memmingen noch gehen, lesen Sie hier.

Montag, 23. März, 21.05 Uhr: Allgäuer Corona-Patient geheilt - hier spricht er über die Zeit mit dem Virus und in Quarantäne

Ein Füssener gehörte zu den ersten Infizierten im Allgäu. Nach 13 Tagen Krankheit mit milden bis gar keinen Symptomen gilt er inzwischen als geheilt und sagt, sein Optimismus habe ihm geholfen. Gelernt habe er vor allem eines: Mediziner und Pflegepersonal – aber auch viele im Dienstleistungssektor, die Leute an der Supermarktkasse und die Logistiker: Sie alle verdienen viel mehr Wertschätzung!

Lesen Sie hier, wie der Ostallgäuer Quarantäne und Corona-Infektion erlebt hat.

Montag, 23. März, 20.25 Uhr: Restaurants dicht - Allgäuer Gastronomen wollen Kopf nicht in den Sand stecken

Sie trifft es besonders hart: In den Allgäuer Restaurants bleiben die Tische seit Samstag endgültig leer - per Allgemeinverfügung darf niemand mehr rein. Das kann existenzbedrohend sein für zahlreiche Gastronomen und deren Angestellte in der Region. Doch trotz Zukunftssorgen zeigt sich die Branche kreativ und hat manch neue Idee in den vergangenen Tagen entwickelt. Welche verraten wir hier.

Montag, 23. März, 19.55 Uhr: Ausgangsbeschränkungen: Polizei mit positiver Bilanz - Allgäuer verhalten sich gut - Bei Fragen zu Ausgangsregeln nicht Notruf wählen

Über 5.500 Kontrollen haben Beamte des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen bis Montagfrüh durchgeführt – und die Bilanz ist nach wie vor positiv. Die Polizisten kontrollierten, ob Veranstaltungen stattfanden oder Gastronomiebetriebe und Geschäfte geöffnet hatten. Das Hauptaugenmerk lag aber auf der Einhaltung der Ausgangsbeschränkung. Am Samstag und Sonntag waren jeweils etwa 200 Beamten für die Kontrollen im Einsatz. Allein im Hinblick auf die Ausgangsbeschränkungen gab es 750 Überprüfungen. Nach Angaben der Polizei war erfreulich, dass nur in knapp 100 Fällen Bußgeldverfahren eingeleitet werden mussten. Alles in allem liegt die Beanstandungsquote bisher bei drei Prozent.

Groß war das Informationsbedürfnis der Bürger. Vielfach gingen telefonische Anfragen ein, oft auch über den Notruf. Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang darum, sich bei Fragen zu den Ausgangsregeln bei den zuständigen Stellen oder im Internet zu informieren. Infos gibt es beispielsweise bei der Hotline der Bayerischen Staatsregierung unter 089/12 22 20.

Montag, 23. März, 19.25 Uhr: Auch Bosch in Immenstadt/Blaichach fährt Produktion herunter und setzt auf Kurzarbeit

Die nächste Hiobbotschaft aus der Allgäuer Wirtschaft: Auch Technologie-Konzern Bosch mit seinem Doppelstandort Immenstadt/Blaichach fährt wegen der Corona-Krise seine Produktion herunter. Als Grund wird die sinkende Nachfrage in der Automobil-Industrie genannt. Ab Mittwoch, 25. März, sollen Produktion und Verwaltung in allen deutschen Standorten kontrolliert heruntergefahren werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Am Doppelstandort Immenstadt/Blaichach arbeiten etwa 4.000 Mitarbeiter. Zunächst sollen Zeitkonten reduziert werden. Spätestens ab dem 5. April plant das Unternehmen dann Kurzarbeit.

Montag, 23. März, 18.40 Uhr: Warum gibt es so unterschiedliche Zahlen zu den Corona-Fällen - auch im Allgäu?

Wie viele Corona-Infizierte gibt es im Allgäu? In Bayern, Deutschland oder sogar weltweit? Dazu gibt es verschiedene seriöse Quellen, die in ihren Angaben jedoch zum Teil stark voneinander abweichen. Deshalb verweisen wir hier in diesem Blog immer auf die Herkunft unserer Information.

Jedoch, weshalb weichen die Zahlen so sehr ab? Und weshalb taucht die Stadt Kempten in der Statistik des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) überhaupt nicht auf? Zu diesen Fragen geben wir hier Antworten.

Montag, 23. März, 16.50 Uhr: Erster Corona-Test von Bundeskanzlerin Angela Merkel negativ

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel auf den SARS-CoV-2-Erreger ist keine Infektion festgestellt worden. „Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag auf dpa-Anfrage. Weitere Tests würden in den nächsten Tagen durchgeführt.

Wie berichtet, hatte sich Merkel am Sonntagabend in Quarantäne begeben, nachdem sie am Freitag Kontakt zu einem Arzt hatte, der inzwischen am Coronavirus erkrankt ist.

Montag, 23. März, 16.45 Uhr: Schüler starten Petition - 2020 soll es keine Abitur-Prüfungen geben

Für 350.000 Abiturienten in Deutschland würde es in den kommenden Wochen in die heiße Phase gehen. Eigentlich - denn an solch wichtige Prüfungen ist mitten in der Corona-Krise natürlich nicht zu denken. Die Schulen sind geschlossen, eine vernünftige Vorbereitung nicht möglich. Bayern hat den Start der Abi-Prüfungen deshalb auf den 20. Mai verschoben. Doch zwei Schülern aus Hamburg geht das nicht weit genug. Sie fordern: 2020 soll es abgesichts der Corona-Pandemie überhaupt keine Abitur-Prüfungen geben.

Im Online-Portal "change.org" haben sie Petition gestartet, die bis heute Nachmittag (16.45 Uhr) schon über 24.000 Unterzeichner fand. Darin heißt es, in diesem Jahr solle jede Schülerin und jeder Schüler deutschlandweit ein sogenanntes Durchschnittsabitur erhalten. Dazu soll ein Durchschnitt der erbrachten 32 bis 40 Semesterergebnisse der vergangenen vier Halbjahre errechnet und als Abiturnote festgelegt werden.

In der unter anderem an Kanzlerin Merkel gerichtetet Petition heißt es als Begründung, dass Abiturprüfungen in Corona-Zeiten für die Schüler gesundheitlich, psychologisch und gesellschaftlich nicht tragbar seien. 

Montag, 23. März, 15.40 Uhr: Temporäre Betriebsruhe bei DMG Mori - Werk in Pfronten hatte ersten Corona-Fall im Allgäu

Im "Deckel Maho"-Werk in Pfronten (rund 1.300 Mitarbeiter) wurde am 1. März der erste Corona-Fall im Allgäu bekannt. Nach der Infektion eines 36-jährigen Beschäftigten blieb der Standort über mehrere Tage geschlossen. Doch damit nicht genug: Aufgrund der massiven Auswirkungen der Corona-Krise soll es nun in allen europäischen Produktionswerken sowie ausgewählten Vertriebs- und Service-Gesellschaften von DMG Mori eine temporäre Betriebsruhe - also Kurzarbeit - vom 01. bis 30. April geben. Das teilte der Konzern am Montagnachmittag mit. Die vorübergehende Unterbrechung diene dem Schutz der Gesundheit von Mitarbeitern, Kunden, Partnern und Lieferanten sowie der Sicherung von Beschäftigung, heißt es.

Die Betreuung von Kunden sowie Vertrieb und Service sollen dennoch aufrechterhalten werden, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Montag, 23. März, 16.10 Uhr: Großveranstaltung "Memmingen blüht" findet dieses Jahr nicht statt

Die Großveranstaltung „Memmingen blüht“ wird wegen des Corona-Virus um ein Jahr auf den 8. Mai 2021 verschoben. Dazu hat sich der Stadtmarketing-Verein nicht nur aufgrund des derzeitigen Veranstaltungsverbots, sondern auch zur Verringerung der Gefährdungslage für Aussteller und Besucher entschieden. Eingegangene Anmeldungen zur Teilnahme behalten ihre Gültigkeit auch für die Durchführung im nächsten Jahr.

Montag, 23. März, 14.45 Uhr: 800.000 neue Atemschutzmasken werden in Bayern verteilt

In der Corona-Krise hat der Freistaat Bayern mit der Auslieferung von 800.000 Atemschutzmasken an Krankenhäuser und andere Einrichtungen begonnen. Das teilte die bayerische Staatsregierung am Montagmittag mit. Insbesondere Ärzte und Pflegekräfte, die im Kampf gegen die Krankheit an vorderster Front stehen, sollen nun aufgerüstet werden. Auch 235.000 Flaschen Desinfektionsmittel stünden dafür nun wieder zur Verfügung.

Für die Verteilung der Schutzausrüstung ist das Technische Hilfswerk (THW) zuständig, das zunächst bayernweit an seine 111 Ortsverbände liefert. Von dort aus erfolge die Weitergabe der Schutzmasken und Desinfektionsmittel an Arztpraxen und Krankenhäuser. "Die Reihenfolge wird durch die medizinische Notwendigkeit bestimmt", teilt Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml mit.

Interessant: Rund 100.000 der Atemschutzmasken wurden von Automobilhersteller BMW zur Verfügung gestellt. In den nächsten Tagen würden neue Lieferungen von Schutzmaterial erwartet, so die Staatsregierung abschließend. 

Montag, 23. März, 12.21 Uhr: Konzert-Collage: Buchloer Musikverein mit tollem Einsatz

Mit 60 Musikerinnen und Musikern aus allen Altersklassen beteiligte sich der Musikverein Buchloe am Sonntagabend an der Aktion "MusikerInnen für Deutschland". Um ein Zeichen der Hoffnung zu versenden, stimmten bundesweit Musiker Beethovens "Freude, schöner Götterfunke" an. Die Buchloer ließen sich bei ihren Balkon- oder Gartenauftritten von ihren Familien fotografieren. So entstand eine vierteilige Collage, die allgaeu.life gerne veröffentlicht. Übrigens: Nächsten Sonntag um 18 Uhr soll es eine Forsetzung der bundesweiten Aktion geben.

Montag, 23. März, 11.58 Uhr: Über 150 (!) Bewerbungen für Bahnhof-Apotheke

Eine überwältigende Resonanz verzeichnet die Bahnhof-Apotheke in Kempten auf ihr Hilfegesuch. Wie berichtet, stellt die Apotheke auf dringende Aufforderung der Gesundheitsbehörden Desinfektionsmittel her und suchte dafür Studenten zur Untersützung. Nachdem allgaeu.life auf diesem Newsblog und auf Facebook über das Hilfegesuch schrieb, erreichten innerhalb kurzer Zeit 150 Bewerbungen die Apotheke. "Mit so viel haben wir überhaupt nicht gerechnet. Das wird jetzt abgearbeitet", heißt es in einer Mitteilung.

 

Montag, 23. März, 11.40 Uhr: 4.062 neue Corona-Fälle am Sonntag; 2.800 Kranke geheilt

Laut Robert Koch-Institut (RKI) wurden in Deutschland am Sonntag 4.062 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Damit seien inzwischen 22.672 Fälle bekannt. Andere Statistiken weisen für Deutschland bereits über 25.000 Corona-Infizierte aus. "Von den bestätigten Fällen sind mindestens 2.809 genesen", sagte RKI-Chef Lothar Wieler. 86 Menschen seien an Covid-19 gestorben. Wieler betonte, dass nicht aus allen Gesundheitsämtern und Bundesländern Informationen an das RKI übermittelt worden seien. Die Zahlen dürften also höher sein. Das werde sich im Lauf der Woche angleichen.

Montag, 23. März, 11.30 Uhr: Seniorin (80) berichtet von Corona-Alltag im Pflegeheim: "Zum Glück hab' ich Youtube und Facebook"

Keine Besuche, keine Umarmung von Angehörigen: Senioren in Alten- und Pflegeheimen trifft die Corona-Krise besonders hart. Doch wie meistern sie ihren Alltag? Uroma Christa Raabe (80) und ihr Mann Walter (81) haben es uns im Telefoninterview verraten. Das Interview lesen Sie hier.

Montag, 23. März, 11 Uhr: Gemeinde Pfronten ersetzt Veranstaltungshinweise durch positive Botschaften

Normalerweise hängen an den Ortseingängen und auch in der Ortsmitte von Pfronten Hinweisschilder für kommende Veranstaltungen. Die Gemeinde hat sich jetzt eine kreative Alternative überlegt, da die Veranstaltungen ja alle abgesagt wurden: Auf den Tafeln stehen jetzt positive Botschaften wie „jetzt miteinander achtsam sein“ oder „miteinander CoV-2 meistern“. "Wir rufen dazu auf, verantwortungsvoll und zuversichtlich die Corona-Epidemie und deren Folgen zu bewältigen", schreibt die Gemeinde. Tolle Aktion!

Montag, 23. März, 10.05 Uhr: Memminger Kirchengemeinde mit neuem digitalen Angebot

Die evangelische Kirchengemeinde in Memmingen hat ein neues digitales Angebot: Seit dem Wochenende gibt es "UnserFrauen@Home - Daheim.Gott.Feiern.“ Auf der Internetseite werden neben Live-Übertragungen von Gottesdiensten auch kurze "live"-Begegnungen in Videos stattfinden, die gegenseitig Mut machen sollen. Online wird auch gemeinsam gebetet. "Damit wollen wir unseren Gemeindegliedern aber auch allen anderen Mitmenschen in und um Memmingen in dieser schwierigen Zeit zur Seite stehen", schreibt Klaus Buck, Kirchenvorsteher von "Unser Frauen Memmingen".

Montag, 23. März, 7:32 Uhr: Antwort auf Leserfragen zu Ausgangsbeschränkungen

Viele Leserinnen und Leser der Augsburger Allgemeinen/Allgäuer Zeitung und ihren Lokalausgaben fragen sich derzeit, was in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbot erlaubt ist und was nicht. Darf ich meinen Partner besuchen? Darf ich Fahrgemeinschaften bilden? Darf ich in meinen Schrebergarten? Die Antworten darauf finden Sie hier.

Montag, 23. März, 7.15 Uhr: Offener Brief an unsere Verkäufer/innen

Es gibt Menschen, die wachsen in der Corona-Krise über sich hinaus. Dazu zählen beispielsweise die Verkäufer/innen an den Supermarkt-Kassen. Den täglichen Wahnsinn voller Hamsterkäufer und gereizter Kunden zu meistern: Diese Leistung verdient großes Lob, findet unser Redaktionsleiter Uli Hagemeier. Seine Kolumne "Brief an..." addressiert er heute an alle Kassiererinnen und Verkäuferinnen: "Danke an alle, die dafür sorgen, dass wir versorgt werden." Den ganzen Beitrag lesen Sie hier.

Montag, 23. März, 6.30 Uhr: Olympische Spiele in Tokio wackeln

Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir halten Sie auch heute in Sachen Coronavirus und seine Auswirkungen auf das Allgäu und die Welt auf dem Laufenden.

Der Start in die neue Woche ist bei vielen mit Fragen verbunden. Wie lässt sich der Alltag organisieren, wenn Schulen und Kitas weiterhin geschlossen bleiben? Wie lange hält der Kampf gegen das Coronavirus noch an? Werden wir das Virus besiegen?

Warten wir ab, welche neuen Erkentnisse die Woche bringt.

Die Politik hat gestern drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Virus verhängt: Zur Eindämmung der Corona-Krise werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen in ganz Deutschland verboten. Ausgenommen werden Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Schließen müssen alle Restaurants und Friseure. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz am Sonntag.

Wo wir schon bei "Menschenansammlungen" sind: Japan erwägt die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu verschieben. Der japanische Premierminister Shinzo Abe (65) sagte vor dem Parlament in Tokio, dass damit gerechnet werden müsse. „Es ist schwierig, Spiele unter diesen Umständen abzuhalten, wir müssen über eine Verschiebung entscheiden, wobei die Gesundheit der Athleten oberste Priorität hat.“ Die endgültige Entscheidung liege beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Dieses will innerhalb der nächsten vier Wochen entscheiden. Die Spiele sind vom 24. Juli bis 9. August 2020 angesetzt. Experten halten eine Verschiebung für wahrscheinlich. Zu den Allgäuer Olympiahoffnungen zählt Radsportlerin Lisa Brennauer aus Durach.