Corona-Krise

Masken-Affäre in der Union: Söder fordert von Löbel und Nüßlein "umgehend reinen Tisch"

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert Konsequenzen im Masken-Skandal um Löbel und Nüßlein.

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert Konsequenzen im Masken-Skandal um Löbel und Nüßlein.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Symbolbild)

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert Konsequenzen im Masken-Skandal um Löbel und Nüßlein.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Symbolbild)

Löbel und Nüßlein waren in dubiose Geschäfte zur Beschaffung von Corona-Masken verwickelt. Das wirft kein gutes Licht auf die Union. Söder fordert Aufklärung.
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dpa
07.03.2021 | Stand: 16:50 Uhr

Die Rückzugsankündigungen der in Geschäfte mit Corona-Masken verwickelten Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel (CDU) und Georg Nüßlein (CSU) reichen CSU-Chef Markus Söder nicht aus. "Alle Betroffenen sollten umgehend reinen Tisch machen und grundlegende Konsequenzen ziehen. Alles andere beschädigt das Vertrauen in die Politik", twitterte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag. "Es ist nicht zu tolerieren, wenn Volksvertreter die Krise zum Geschäft machen. Das ist mit den Grundwerten der Union unvereinbar."

Masken-Affäre wirft schlechtes Licht auf die Union

Die Affären um Profite von Bundestagsabgeordneten bei der Beschaffung von Corona-Masken setzen die Union unter Druck. Nach dem bereits angekündigten Rückzug des bisherigen Fraktionsvizechefs Georg Nüßlein (CSU) beendete am Sonntag auch der CDU-Parlamentarier Nikolas Löbel vorerst seine politische Karriere. Der 34-Jährige kündigte an, sein Bundestagsmandat Ende August niederzulegen und nicht mehr für den nächsten Bundestag zu kandidieren.

Zugleich werde er seine Mitgliedschaft in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sofort beenden. Löbel gestand ein, die Ansprüche an seine Ämter verletzt zu haben. "Dafür möchte ich mich bei allen Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes entschuldigen."

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