Ermittlungen

Söder, Spahn, Sauter, Nüßlein: Prominente Zeugen in Masken-Ausschuss

Der Untersuchungsausschuss zur Maskenaffäre im bayerischen Landtag will prominente Zeugen befragen.

Der Untersuchungsausschuss zur Maskenaffäre im bayerischen Landtag will prominente Zeugen befragen.

Bild: Daniel Karmann, dpa (Symbolbild)

Der Untersuchungsausschuss zur Maskenaffäre im bayerischen Landtag will prominente Zeugen befragen.

Bild: Daniel Karmann, dpa (Symbolbild)

Im Masken-Untersuchungsausschuss des Landtags steht nun eine ganze Reihe prominenter Zeugen fest. Unter anderem sind Markus Söder und Jens Spahn geladen.
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dpa
11.03.2022 | Stand: 11:13 Uhr

Am Freitag verständigte sich das Gremium auf die Ladung einiger weiterer Personen - darunter sind mit den langjährigen CSU-Politikern Alfred Sauter und Georg Nüßlein zwei zentrale Figuren der Masken-Affäre. Die Zeugenliste ist damit allerdings weiterhin noch nicht abschließend fertig, vielmehr könnten in den kommenden Monaten noch weitere hinzukommen.

Ausschuss zur Masken-Affäre: Unter anderem Söder und Spahn auf der Zeugen-Liste

Als Zeugen vernehmen will der Untersuchungsausschuss unter anderem Ministerpräsident Markus Söder, die frühere Gesundheitsministerin Melanie Huml und deren Nachfolger Klaus Holetschek (alle CSU). Ebenfalls geladen werden soll der ehemalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Auch die CSU-Europapolitikerin Monika Hohlmeier, der bisherige bayerische Innenstaatssekretär Gerhard Eck, der neue CSU-Generalsekretär Stephan Mayer - bis zur Bundestagswahl Staatssekretär im Bundesinnenministerium - sowie Andrea Tandler, Tochter des früheren CSU-Generalsekretärs Gerold Tandler, sollen als Zeugen erscheinen, ebenso die Geschäftsführer von Masken-Lieferanten.

Insgesamt wurden damit bis jetzt schon mehrere Dutzend Zeugen benannt, darunter viele Mitarbeiter von Ministerien und Behörden. Für Freitag war bereits die erste Runde an Zeugenvernehmungen geplant. Sie sollen unter anderem zur Beschaffungssituation in der Pandemie und den Qualitätskontrollen für die Masken befragt werden.

Ausschuss untersucht Maskengeschäfte der Staatsregierung in der Corona-Pandemie

Ziel des Ausschusses ist es, Maskengeschäfte der Staatsregierung in der Corona-Pandemie, mögliche Beteiligungen von Abgeordneten und teilweise hohe Provisionszahlungen an Parlamentarier aufzuklären. Das Gesundheitsministerium hat wiederholt betont, in keinem Fall seien Provisionen seitens des Ministeriums an Mandatsträger gezahlt worden. Zudem soll geklärt werden, ob die Masken, von denen viele unter anderem an medizinisches Personal verteilt wurden, auch die notwendige Qualität hatten, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren.

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Dazu hat der Untersuchungsausschuss ein Institut in Rosenheim beauftragt. Die Experten sollen die Qualität der umstrittenen Corona-Schutzmasken, die die Staatsregierung im Jahr 2020 gekauft hatte und die sich noch in aktuellen Beständen finden, untersuchen. (Lesen Sie auch: Maskenaffäre: Razzia bei Tandler-Tochter und ein schwerer Verdacht)

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