240.000 Menschen in Bayern betroffen

Mehr Demente - Bayern will mit Pakt gegensteuern

In Bayern erkranken immer mehr Menschen an Demenz - der Freistaat will sich darauf vorbereiten.

In Bayern erkranken immer mehr Menschen an Demenz - der Freistaat will sich darauf vorbereiten.

Bild: Ruth Ploessel (Archivbild)

In Bayern erkranken immer mehr Menschen an Demenz - der Freistaat will sich darauf vorbereiten.

Bild: Ruth Ploessel (Archivbild)

Bayern will sich mit einem sogenannten Demenzpakt besser auf eine deutliche Zunahme Demenzkranker vorbereiten.
In Bayern erkranken immer mehr Menschen an Demenz - der Freistaat will sich darauf vorbereiten.
dpa
21.09.2020 | Stand: 06:46 Uhr

"Derzeit sind rund 240.000 Menschen in Bayern von Demenz betroffen. Experten schätzen, dass die Zahl bis zum Jahr 2030 auf rund 300.000 steigen wird", erklärte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) vor der Vorstellung des Paktes am Montag. "Darauf müssen wir trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie Antworten finden." Nötig sei eine "demenzfreundliche Gesellschaft".

Die Staatsregierung versucht seit längerem, Demente und Alzheimer-Erkrankte besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. 2013 hatte die Regierung eine Demenzstrategie beschlossen; diese beinhaltet unter anderem die Förderung bestimmter Projekte und eine Demenzwoche. Oppositionspolitiker kritisierten die Strategie als Symbolpolitik mit vielen runden Tischen und wenig tatsächlicher Veränderung.

An dem Demenzpakt nehmen Vertreter von Kommunen, Kirchen, Zivilgesellschaft, Wohlfahrts- und Betroffenenverbänden teil. Er sollte ursprünglich im März vorgestellt werden, wurde wegen Corona aber verschoben.

Telefonaktion im Westallgäu

Eine Telefonaktion zum Thema Demenz gibt es im Westallgäu: Die Sozialstationen Westallgäu und Lindau bieten mit einer Telefonaktion Angehörigen und Betroffenen rund um das Thema Demenz Unterstützung. Durch Corona sind pflegende Familienangehörige besonders stark getroffen.