Taekwondo Team Buron

Endlich wieder im Wettkampf - Zwei Athleten des Team Buron wieder aktiv

Simon Kemmeter

Lang gemacht: Der Kaufbeurer Simon Schmid Kemmeter (in Rot) versucht, einen Kopftreffer zu erzielen.

Bild: Nikolina Schneider

Lang gemacht: Der Kaufbeurer Simon Schmid Kemmeter (in Rot) versucht, einen Kopftreffer zu erzielen.

Bild: Nikolina Schneider

Comeback von Simon Schmid-Kemmeter aus Kaufbeuren und Jakob Heinze aus Buchloe vom Team Buron nach langer Abstinenz. Trotz Niederlagen gab es auch etwas zu gewinnen.
23.09.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Zwei Athleten des Taekwondo Team Buron Kaufbeuren sind wieder in den Sport zurückgekehrt: Jakob Heinze, der auch für den VfL Buchloe antrat, pausierte coronabedingt eineinhalb Jahre, bei Simon Schmid-Kemmeter waren es gar vier Jahre. Beide wollten deshalb erst einmal wieder Wettkampfpraxis sammeln.

Druck vor dem ersten Kampf

Schmid-Kemmeter trat gegen vier Gegner im Round-Robin-System an – also jeder gegen jeden. Dabei waren die Gruppen nach Alter, Größe und Gewicht bestimmt. Sieger wurde, wer am Ende die meisten Trefferpunkte insgesamt hatte. Die Kämpfe gingen über drei Runden, die jeweils zwei Minuten Kampfzeit und eine Minute Pause hatten. Dass es ein anstrengender Tag werden würde, war dem Kaufbeurer klar. Doch bei Simon Schmid-Kemmeter war die Nervosität schon Tage zuvor recht hoch. Denn der Sportler hatte eine schwerwiegende Verletzung überwunden und stand vor dem ersten Schlagabtausch unter Druck.

Oldschool gegen den neuen Trand

Dem ersten Gegner unterlag der Kaufbeuren trotz guter Kickkombinationen knapp, da sein Kontrahent im Gegensatz zu Schmid-Kemmeter einen neuen Kampfstil benutzte. Bei diesem geht es darum, so viel und so schnell wie möglich verschiedene Kicks mit dem vorderen Bein zu kicken und das hintere Bein nur in Kick-Kombinationen einzusetzen.

Nach der Verletzung ist alles ein Fortschritt

Auch der zweite Kampf lief aus den gleichen Gründen ähnlich ab. Beim dritten Fight kämpfte der Gegner zwar eher einen etwas älteren Kampfstil, trotzdem verlor Schmid-Kemmeter – auch weil er langsam am Ende seiner mentalen und körperlichen Kapazitäten war und manchmal etwas unüberlegt handelte. Der vierte Kampf unterschied sich nicht viel von den anderen. Trotz der vier Niederlagen war es ein gelungener Einstieg für ihn – Schmid-Kemmeter sei glücklich, sich wieder als aktiven Wettkämpfer bezeichnen zu dürfen.

Buchloer hat gewichtigen Gegner

Da in der Gruppe von Jakob Heinze nur eine weitere Person war, ist es bei dem Turniersystem üblich, zwei Kämpfe gegen einen einzelnen Gegner zu kämpfen. Dabei besteht die Möglichkeit einer Taktikänderung, da der zweite Kampf in zeitlichem Abstand zum ersten stattfindet. Im ersten Kampf schlug sich Heinze wacker: Obwohl sein Gegner knapp zehn Kilo schwerer war, punktete der Buchloer durch viele verschiedene Kickkombinationen. Doch auch bei dem 16-jährigen zeigte sich ein klarer Unterschied zwischen seinem eher älteren und dem neueren Kampfstil seines Gegners, der durch viele schnelle Kicks zum Kopf mit dem vorderen Bein einen knappen Punktevorsprung erreichte. Trotz einiger Drehtechniken gelang es Heinze nicht, diesen wieder wettzumachen, und auch viele versuchte Kopftreffer blieben ergebnislos.

Zu viele Minuspunkte gesammelt

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Der Revanche-Kampf gegen den gleichen Gegner lief ähnlich wie der erste: Der Buchloer schaffte es erneut nicht gegen den um einiges schwereren Kontrahenten anzukommen. Der Kampf endete damit, dass Heinze zu viele Minuspunkte sammelte: Es gibt verschiedene Arten zu gewinnen – beispielsweise der seltene Fall Sieg durch k. o. oder durch Punkteunterschied, der passiert, wenn ein Kämpfer zum Ende der zweiten Runde einen Vorsprung von mehr als 20 Punkten hat. Und es gibt die Möglichkeit, dass ein Kämpfer zehn Minuspunkte erreicht. Diese Situation bestand bei Heinze kurz vor dem Ende der dritten Runde, da er zu viele Minuspunkte für Tiefschläge, Hinfallen oder Angriffe mit dem Knie bekam. So verlor Heinze zwei Mal, aber bekam trotzdem eine Silbermedaille.

Alles in allem war es für die beiden Sportler natürlich ärgerlich, keinen einzigen Kampf zu gewinnen, dennoch war es für sie ein gelungener Einstieg nach langer Pause – auch aufgrund des hohen Niveaus in dem Turnier. Gewonnen haben Schmid-Kemmeter und Heinze auch an Erfahrung. Nun wollen sie effektiver beim Team Buron trainieren und dabei auf ihre begangenen Fehler eingehen, um an diesen zu arbeiten.