Identität aufgedeckt

Rechtsradikaler Rapper "Mr. Bond" in Österreich festgenommen

Der rechtsextreme Rapper "Mr. Bond" wurde in Österreich festgenommen. Seine Identität war lange Zeit unbekannt.

Der rechtsextreme Rapper "Mr. Bond" wurde in Österreich festgenommen. Seine Identität war lange Zeit unbekannt.

Bild: Boris Roessler, dpa (Symbolbild)

Der rechtsextreme Rapper "Mr. Bond" wurde in Österreich festgenommen. Seine Identität war lange Zeit unbekannt.

Bild: Boris Roessler, dpa (Symbolbild)

Der Rapper "Mr. Bond" hat anonym antisemitische, rassistische und die Nazi-Zeit verherrlichende Songs im Internet veröffentlicht. Nun wurde er festgenommen.
Der rechtsextreme Rapper "Mr. Bond" wurde in Österreich festgenommen. Seine Identität war lange Zeit unbekannt.
dpa
02.02.2021 | Stand: 16:19 Uhr

Der rechtsradikale Rapper "Mr. Bond" ist in Österreich festgenommen worden. Der 36-jährige Österreicher, dem es bisher gelungen war, seine wahre Identität zu verschleiern, hatte seit 2016 im Internet und auf CDs antisemitische, rassistische und die Nazi-Zeit verherrlichende Songs veröffentlicht, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag in Wien sagte.

Die Lieder seien in der rechtsextremen Szene äußerst beliebt gewesen. So habe der Attentäter von Halle bei seinem Anschlag eine Nummer von "Mr. Bond" gehört. Der Rapper soll auch das Hasspamphlet des Attentäters von Christchurch übersetzt und veröffentlicht haben.

"Mr. Bond" in Kärnten festgenommen

Nach Ermittlungen des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) und der Verfassungsschützer in Kärnten sei der Rapper am 20. Januar festgenommen worden. Er sitzt in Untersuchungshaft. Ihm wird die Verbreitung von NS-Gedankengut sowie Verhetzung vorgeworfen. Dem 36-Jährigen droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Waffen sichergestellt

Bei einer Hausdurchsuchung wurden bei ihm laut Innenministerium Waffen, eine Reichskriegsfahne, NS-Devotionalien und Liedtexte sichergestellt. Für seine Songs verwendete der Kärntner Musiktitel anderer Interpreten. Deshalb drohen ihm auch Konsequenzen wegen Urheberrechtsverletzungen.

Der Anschlag von Halle 2019 galt den Besuchern einer Synagoge. Wegen Mordes und versuchten Mordes in 62 Fällen wurde der rechtsextreme Attentäter im Dezember 2020 zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.