Biathlet Philipp Nawrath

Biathlon: Der Allgäuer Philipp Nawrath startet bei der Europameisterschaft

Nawrath stand beim IBU-Cup gleich viermal auf dem Podest.

Nawrath stand beim IBU-Cup gleich viermal auf dem Podest.

Bild: Ralf Lienert

Nawrath stand beim IBU-Cup gleich viermal auf dem Podest.

Bild: Ralf Lienert

Philipp Nawrath ist in Top-Form und will bei den Titelkämpfen in Polen glänzen. Reichen EM-Medaillen für die WM-Qualifikation in Pokljuka?
27.01.2021 | Stand: 08:25 Uhr

„Besser hätte es für mich nicht laufen können“, sagt Philipp Nawrath aus Nesselwang. Der 27-jährige Biathlet, der mittlerweile in Ruhpolding lebt, ist momentan in einer bestechenden Form. Dies zeigte er in den vergangenen beiden Wochen beim IBU-Cup am Arber: Bei insgesamt fünf Wettkämpfen stand der Allgäuer viermal auf dem Podium.

Nawrath überraschte mit sehr guten Ergebnissen beim IBU-Cup

„Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich gleich vorne reinlaufen kann. Das bedeutet mir unheimlich viel“, sagt Nawrath überglücklich. Denn nach seinen zwei Leistenbrüchen und einer Corona-Infektion war seine Saisonvorbereitung nicht einfach. Doch am Schießstand und in der Loipe zählt Nawrath momentan trotzdem zu den besten Athleten der zweithöchsten Serie nach dem Weltcup.

Was sich Nawrath für die EM in Duszniki Zdroj vornimmt

Aufgrund seiner Leistungen qualifizierte er sich für die Europameisterschaft, die am heutigen Mittwoch im polnischen Duszniki Zdroj startet. „Das ist ein Highlight für mich. Die Form passt und ich freue mich, dabei zu sein“, sagt er. Insgesamt stehen für ihn fünf Rennen auf dem Programm. Los geht es mit dem Einzel über 20 Kilometer. Am Freitag folgt der Sprint, dann stehen Verfolgung und die Staffel an. Der Nesselwanger hat ein klares Ziel: „Ich möchte mich für den Verfolger qualifizieren. Auch sonst will ich mich möglichst weit vorn einreihen.“ Medaillen sind das Ziel.

Für die Weltmeisterschaft in Pokljuka sind noch Startplätze frei

Schließlich habe ihm sein Trainer Isidor Scheurl bei einem Anruf in Aussicht gestellt, dass ihm Edelmetall bei der EM sogar noch zu einer Teilnahme bei der Weltmeisterschaft im slowenischen Pokljuka vom 10. bis 21. Februar verhelfen könnte. „Mit so etwas hätte ich nie gerechnet. Das waren super Nachrichten.“ Scheurl habe angedeutet, dass noch nicht endgültig entschieden sei, wer nach Slowenien darf. Schließlich fehlt auch den Weltcup-Startern Johannes Kühn (Ruhpolding) und Philipp Horn (Oberhof) noch die WM-Norm. Sollte sich Nawrath bei den EM-Rennen gegen Kühn und Horn durchsetzen, könnte es also gut sein, dass der Nesselwanger noch auf den WM-Zug aufspringt. Nawrath: „Das wäre der Wahnsinn. Aber jetzt konzentriere ich mich erst auf Polen.“

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