Bald in der Formel 1?

Maximilian Günther in der Formel E: Dieser Allgäuer Rennfahrer startet durch

Formel-E-Fahrer Maximilian Günther: Der deutsch-österreichische Pilot schaut immer wieder in seiner Heimat vorbei - hier bei der Vierschanzentournee in seinem Geburtsort Oberstdorf.

Formel-E-Fahrer Maximilian Günther: Der deutsch-österreichische Pilot schaut immer wieder in seiner Heimat vorbei - hier bei der Vierschanzentournee in seinem Geburtsort Oberstdorf.

Bild: Ralf Lienert

Formel-E-Fahrer Maximilian Günther: Der deutsch-österreichische Pilot schaut immer wieder in seiner Heimat vorbei - hier bei der Vierschanzentournee in seinem Geburtsort Oberstdorf.

Bild: Ralf Lienert

Rennfahrer Maximilian Günther: In der Formel E 2020 sorgt der 22-Jährige für Furore. Eltern, Freundin, Siege - alles über die Allgäuer Formel-1-Hoffnung.
12.08.2020 | Stand: 20:29 Uhr

Formel-E-Fahrer Maximilian Günther: Wer ist der schnelle Motorsport-Pilot aus dem Allgäu?

BMW-Pilot Maximilian Günther aus Rettenberg elektrisiert die Motorsport-Welt. Der Allgäuer siegte bereits in seinem dritten Rennen für BMW in der Elektro-Rennserie Formel E. Günther setzte sich beim Formel-E-Rennen Santiago de Chile (zum Formel-E-Kalender) im Januar 2020 eindrucksvoll durch. Damit ist er der jüngste Formel-E-Sieger aller Zeiten! „Ich kann es kaum in Worte fassen, was passiert ist. Ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, ist ein unglaubliches Gefühl“, jubelte Max Günther nach dem Rennen.

>> Lesen Sie hier aktuell: Maximilian Günther feiert Heimsieg in der Formel E: "unbeschreiblich glücklich" <<

Seit der Formel-E-Saison 2019/20 gehört der Oberallgäuer zum BMW-Werksteam. Sein Teamkollege beim BMW i Andretti Motorsport-Team ist der Brite Alexander Sims. In seiner Premieren-Saison 2018/19 fuhr Maxi Günther für Dragon Racing in der Formel E. Teamchef Jay Penske - eine bekannter Name im Motorsport - hielt große Stücke auf den Allgäuer. Der rechtfertige mit guten Leistungen seine Beförderung zu BMW in der elektrischen Rennserie.

Neben Maximilian Günther startet ein zweiter Allgäuer in der Formel E: Daniel Abt aus Kempten fährt für das Audi Sport Abt Schaeffler Team.

AZ
Die Familie ist Maximilian Günthers wichtigster Wegbegleiter im Motorsport: Unser Bild zeigt seine Schwester Sarah und die Eltern Ingrid und Andreas (v.l.) 2017 am Norisring.
Bild: Ralf Lienert

Steckbrief Maximilian Günther

  • Geburtsort: Oberstdorf, Deutschland
  • Geburtstag: 2. Juli 1997
  • Nationalität: Deutsch und Österreichisch
  • Familienstand: ledig
  • Eltern: Vater Andreas ist Deutscher, seine Mutter stammt aus dem Kleinwalsertal/Österreich
  • Schulabschluss: Abitur am Gymnasium Immenstadt
  • Erfolge:
    >> zweiter Platz im Formel BMW Talent Cup
    >> zwei Mal Vizemeister im ADAC Formel Masters
    >> ein Vize-Titel in der Formel-3-Europameisterschaft
    >> ein Rennsieg und zwei Podestplätze in der Formel 2
    >> ein Rennsieg in der Formel E mit BMW

Maximilian Günther: Eltern & Familie begleiteten seinen Weg in die Formel E

Max Günther stammt aus keiner klassischen Motorsport-Familie. Mit seinem Vater Andreas schaute er schon als Kind Formel-1-Rennen und verfolgte Fahrer wie Michael Schumacher, Sebastian Vettel oder Fernando Alonso. Der zweifache Formel-1-Weltmeister aus Spanien ist bis heute sein Lieblingsfahrer.

Mit sechs Jahren drehte Maxi Günther seine ersten Runden im Kart. 2006 gewann er als Neunjähriger die südbayerische ADAC Kartmeisterschaft, im Jahr darauf wurde er westdeutscher ADAC-Kartmeister. „Meine Eltern haben mich vom ersten Moment an unterstützt“, sagt der Rettenberger. "Ohne sie wäre ich sicher nicht da, wo ich jetzt bin.“

Über eine Freundin von Maximilian Günther ist öffentlich nichts bekannt, nach Informationen der Allgäuer Zeitung ist der Rettenberger derzeit Single und will sich ganz auf den Motorsport konzentrieren.

Maximilian Günther auf Facebook, Instagram: Der Rennfahrer bei Social Media

Bilder, Infos und Einblicke hinter die Kulissen der Motorsportwelt gibt Max Günther auf seinen Social Media-Kanälen.

Maximilian Günther, Max Günther oder Maxi Günther - wie ist sein richtiger Name?

Offiziell tritt der Allgäuer als Maximilian Günther im Formel-E-Starterfeld an. In den Anfängen der Karriere wurde er oft noch mit seinem Spitznamen aus Kinder- und Jugendtagen "Maxi" bezeichnet.

"Maxi heißt jetzt Max", titelte die Süddeutsche Zeitung schon 2018, als sich abzeichnete, dass aus dem Nachwuchsfahrer aus dem Allgäu einer der vielversprechendsten Motorsportler Deutschlands wurde.

Michael Schumacher, Sebastian Vettel ... Max Günther? Führt sein Weg in die Formel 1?

Wer fährt bald in der Formel 1? 2018 nannten Experten immer wieder die englischen Super-Talente Lando Norris und George Russell. Gegen sie fuhr Maximilian Günther 2018 in der Formel-2-Serie. Und ausgerechnet bei ihrem Heimrennen in Silverstone wurden die beiden Briten von dem Allgäuer geschlagen! Damals feierte Maximilian Günther seinen ersten Sieg in der Formel 2. Im Jahr zuvor schlug der Allgäuer in der Formel 3 seinen Teamkollegen Mick Schumacher im Prema-Powerteam deutlich.

2019 wechselten Norris (McLaren) und Russell (Williams) in die Formel 1 - dort sind sie Stammpiloten. Günther zog es in die Formel E - wo er mit starken Leistungen auf sich aufmerksam macht. Für das 22-jährige Top-Talent ist deshalb in Zukunft alles möglich. Auch eine Karriere als nächster deutscher Formel-1-Pilot nach Michael Schumacher, Nico Rosberg und Sebastian Vettel...

 

Maximilian Günther - Mythos Monaco: Der Allgäuer über die wichtigste Rennstrecke der Welt

„Monte Carlo ist speziell. Es ist alles sehr beeindruckend und ganz anders als bei anderen Strecken im Kalender“, sagt Günther und ergänzt: „Laute Partymusik auf den Yachten, Superstars und internationale Promis. Und die Fans kommen so nah ans Renngeschehen ran wie nirgends sonst. In Monaco zu fahren, da geht ein Kindheitstraum in Erfüllung.“

Und die Strecke hat es bekanntermaßen in sich: Die engen Kurven um St. Devote, am Kasino und die berüchtigte Rascasse sowie der Tunnel vor der Hafenschikane sind berühmte – und berüchtigte – Passagen. „Der Stadtkurs in Monaco ist eine Kombination aus Faszination und Konzentration, ein prestigeträchtiges Rennen, das jeder gewinnen will“, sagt Deutschlands zweimaliges Motorsport-Talent des Jahres.

 

Maximilian Günther: Sind Rennfahrer abergläubisch?

Für Rennfahrer Maximilian Günther aus Rettenberg spielt Glaube im traditionellen Sinn im Cockpit keine Rolle. „Ich muss mich in Extremsituationen zuallererst auf mich verlassen“, sagt der 22-Jährige und fügt an: „Deshalb möchte ich immer zum Rennbeginn mit mir im Reinen sein.“

Wie bei Motorsportlern üblich, ist auch Günther stark abergläubisch. Die Eltern vor dem Start zweimal zu umarmen, gehört ebenso zu seinen Ritualen, wie sich vor das Auto zu knien und hernach von der linken Seite in den Wagen zu steigen. „Im Leistungssport tut es gut, wenn man in Drucksituationen Regelmäßigkeit entwickelt und einen Glauben an etwas hat, das Sicherheit gibt.“