Ski-Weltmeisterschaft 2021

Mitfiebern und helfen - so läuft die Arbeit der Freiwilligen an der Skischanze in Oberstdorf ab

Nordische Ski WM 2021

Katharina Tscheu ist bei der Ski-WM in Oberstdorf als Helferin an der Schanze im Einsatz.

Bild: Ralf Lienert

Katharina Tscheu ist bei der Ski-WM in Oberstdorf als Helferin an der Schanze im Einsatz.

Bild: Ralf Lienert

Katharina Tscheu hilft bei der Ski-WM in Oberstdorf an der Skisprung-Schanze mit. Doch was macht man als Helfer da eigentlich - und wie kommt man dazu?
05.03.2021 | Stand: 23:44 Uhr

Sie sind die fleißigen Bienchen im Hintergrund: 1.400 freiwillige Helferinnen und Helfer sorgen bei der Nordischen Ski-WM für einen möglichsten reibungslosen Ablauf. Täglich stellen wir einen der vielen Volunteers vor. Heute Katharina Tscheu aus Wuppertal.

Freundlich, aber bestimmt – dieses Auftreten ist wichtig bei der Aufgabe, die Katharina Tscheu bei der Nordischen Ski-WM hat. Sie kontrolliert unter anderem an der Schanze die Zugänge zu den Pausenräumen der Athleten, damit ungebetene Gäste nicht die Vorbereitung der Skispringer stören.

Für Trainer, Pressevertreter, Fotografen und Athleten gibt es an den Schanzen in Oberstdorf abgetrennte Bereiche. „Man lernt das ganze Stadion kennen, vor allem den Turm“, sagt Tscheu. Während die 20-Jährige aus Wuppertal als freiwillige Helferin am Schattenberg im Einsatz ist, hilft ihre Mutter im Rennbüro am Langlaufstadion mit. „Wir sehen uns den ganzen Tag nicht, abends haben wir dann aber viel zu erzählen“, meint Tscheu schmunzelnd. Neben Englisch spricht die 20-Jährige, die in Düsseldorf Medizin studiert, auch Schwedisch. Mit der Verständigung gibt es also oben keine Probleme. „Norwegisch ähnelt wiederum dem Schwedischen – da findet man schon zueinander“, sagt Tscheu.

Oberstdorf 2021: Keine "normale" Weltmeisterschaft

In Oberstdorf ist die Wuppertalerin zum ersten Mal. Erfahrung als Volunteer hat sie bereits bei der Para-Leichtathletik-Europameisterschaft 2018 in Berlin gesammelt. Als Tscheu und ihre Mutter 2019 auf die Ski-WM in Oberstdorf aufmerksam wurden, packte sie die Neugier. „Wir dachten damals ja noch, dass das eine ganz normale WM wird“, sagt Tscheu, „Mittlerweile sind wir froh und glücklich, dass wir als Helfer dabei sein dürfen. Wir genießen dieses Privileg.“ (Zum Medaillenspiegel der Nordischen Ski-WM hier).

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Von ihrer Ferienwohnung ist sie ihn zehn Minuten an den Schanzen der WM. Den Ruhetag am vergangenen Montag nutzten Mutter und Tochter für ausgiebige Erkundungstouren, zum Beispiel zur Heini-Klopfer-Skiflugschanze. „Wir kommen auf jeden Fall nochmal her, wenn hier richtig was los ist“, sagt Tscheu. Die Natur, das Panorama und die Berge und das derzeitige Wetter haben es ihr angetan.

Nordische Ski-WM: Helfer in bester Stimmung

Die Medizinstudentin hat Semesterferien, kurz vor Beginn der Ski-WM in Oberstdorf schrieb sie ihre letzte Prüfung. „Vom Timing her hat das perfekt gepasst“, meint Tscheu. Neben dem Studium arbeitet die 20-Jährige in einer Kinderarztpraxis, ständige Covid-Tests kennt sie daher. Die Stimmung unter den Helfern werde durch das Testen auch nicht beeinträchtigt – und die Laune wird noch besser, wenn die deutschen Athleten Medaillen holen. „Das hat beim Skispringen, wo ich auch am meisten mitfiebere, bisher ja auch ganz gut geklappt“, sagt Tscheu (Lesen Sie auch: Briefe aus Japan und Glücksbringer - was alles in der Fanpost für die Sportler steckt).

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