Corona-Pandemie

Erstmals mehr als 150.000 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet

Die Corona-Zahlen in Deutschland erreichen neue Höchstände. Sowohl die Inzidenz als auch die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden war noch nie so hoch.

Die Corona-Zahlen in Deutschland erreichen neue Höchstände. Sowohl die Inzidenz als auch die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden war noch nie so hoch.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Die Corona-Zahlen in Deutschland erreichen neue Höchstände. Sowohl die Inzidenz als auch die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden war noch nie so hoch.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Die neue Variante Omikron sorgt für Corona-Zahlen, die sich bis vor Kurzem kaum jemand hätte vorstellen können. Ein Überblick über wichtige Kennwerte.
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dpa
26.01.2022 | Stand: 10:18 Uhr

Die offiziell gemeldeten Corona-Fallzahlen erreichen in der derzeitigen Omikron-Welle einen Rekord nach dem anderen. So übermittelten die Gesundheitsämter erstmals mehr als 150 000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI). Die Sieben-Tage-Inzidenz überschritt laut RKI-Angaben von Mittwochmorgen die Schwelle von 900 - Tendenz stark steigend.

Die Zahl der Klinikeinweisungen im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung stieg zuletzt wieder, liegt aber weiterhin deutlich unter den Höchstwerten der vierten Welle. Auf den Intensivstationen hat die Omikron-Welle bislang noch nicht zu einem Anstieg der Patientenzahlen geführt.

Insgesamt über neun Millionen offiziell registrierte Infektionen seit Beginn der Pandemie

Die Gesamtzahl der offiziell registrierten Infektionen überstieg die Marke von neun Millionen. Das RKI zählte seit Beginn der Corona-Pandemie 9.035.795 nachgewiesene Ansteckungen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Test-Kapazitäten vielerorts am Limit

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind. Um eine Überlastung zu verhindern, wollen Bund und Länder den Zugang zu PCR-Tests einschränken.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, geht davon aus, dass bereits jetzt Bürger und auch Ärzte vielfach davon ausgehen, dass die Regelungen bereits gälten - was wiederum die offiziell erfassten Fallzahlen verringere, für die bislang nur PCR-Tests berücksichtigt werden. (Lesen Sie auch: Bund und Länder wollen PCR-Tests rationieren)

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Pandemie

Sieben-Tage-Inzidez sinkt weiter

Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben 164.000 neue Corona-Fälle in 24 Stunden. Am 19. Januar hatte die Zahl erstmals über 100.000 gelegen. Vor einer Woche waren es 112.323 erfasste Neuinfektionen. Zum Vergleich: In Frankreich wurden zuletzt mehr als eine halbe Million Infektionen registriert. Ob hierzulande ähnliche offizielle Zahlen denkbar sind, ist aber fraglich - auch, weil die Testkapazitäten begrenzt sind.

Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland aktuell

Die 7-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 940,6. Das bedeutet rein rechnerisch einen positiven Corona-Nachweis für fast jeden 100. Menschen in Deutschland innerhalb von sieben Tagen. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 894,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 584,4 (Vormonat: 220,7). Die Inzidenzen unterscheiden sich stark von Bundesland zu Bundesland. So kommt Berlin auf einen Wert von rund 1800, Schlusslicht ist Thüringen mit rund 340.

Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona sterben, ist bislang. weiter rückläufig. Deutschlandweit wurden RKI-Angaben zufolge zuletzt binnen 24 Stunden 166 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 239 Todesfälle. Insgesamt hat das RKI bislang 117.126 Corona-Todesfälle erfasst.

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