Seenotrettung

"Ocean Viking" darf mehr als 420 Bootsmigranten nach Sizilien bringen

Mehrere Migranten sitzen dicht gedrängt in einem Schlauchboot, im Hintergrund ist die "Ocean Viking" zu sehen. Die Migranten dürfen am Sonntag in Sizilien landen.

Mehrere Migranten sitzen dicht gedrängt in einem Schlauchboot, im Hintergrund ist die "Ocean Viking" zu sehen. Die Migranten dürfen am Sonntag in Sizilien landen.

Bild: Hippolyte

Mehrere Migranten sitzen dicht gedrängt in einem Schlauchboot, im Hintergrund ist die "Ocean Viking" zu sehen. Die Migranten dürfen am Sonntag in Sizilien landen.

Bild: Hippolyte

Italien hat dem Hilfsschiff "Ocean Viking" erlaubt, 422 Bootsmigranten nach Sizilien zu bringen. Die meisten Menschen kommen aus Libyen.
Mehrere Migranten sitzen dicht gedrängt in einem Schlauchboot, im Hintergrund ist die "Ocean Viking" zu sehen. Die Migranten dürfen am Sonntag in Sizilien landen.
dpa
07.02.2021 | Stand: 16:24 Uhr

Das private Hilfsschiff "Ocean Viking" darf 422 aus Seenot gerettete Bootsmigranten auf die Mittelmeerinsel Sizilien bringen. Die italienischen Behörden hätten der Crew den Hafen Augusta nördlich von Syrakus zugewiesen, teilte die Betreiberorganisation SOS Mediterranee am Sonntag mit. Eine Sprecherin rechnete mit der Ankunft am Abend.

Die "Ocean Viking" hat die Menschen aus Libyen aufgenommen

Die "Ocean Viking" hatte die Menschen in der vergangenen Woche an zwei Tagen bei mehreren Einsätzen aus Booten vor Libyen aufgenommen. Am Samstag waren bereits zwei Personen wegen ernster Gesundheitsprobleme abgeholt und mit einem Militärhubschrauber nach Malta geflogen worden, wie SOS Mediterranee berichtete. Die Lage auf dem Schiff habe sich durch Enge und schlechtes Wetter weiter verschärft. Zudem seien acht Gerettete bei Schnelltests positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein Teil der Bootsmigranten kommt den Angaben zufolge aus der Elfenbeinküste, aus Mali und dem Sudan.

In Libyen herrscht seit Jahren Bürgerkrieg. Das Land hat sich zu einem der wichtigsten Transitgebiete für Migranten auf dem Weg von Afrika nach Europa entwickelt. Die Fahrten in kleinen Booten übers Mittelmeer gelten als sehr gefährlich. Die privaten Rettungsaktionen für Migranten sind politisch umstritten.

Lesen Sie auch: Seebrücke-Aktivisten zelten vor dem Forum Allgäu