Kampf gegen Corona

Impfatkionswoche: So soll die schlechte Impfquote in Deutschland verbessert werden

Eine Impfaktionswoche solle die ins Stocken geratene Impfkampagne in Deutschland wieder zum Laufen bringen. Derzeit sind nur 62 Prozent der Deutchen vollständig geimpft.

Eine Impfaktionswoche solle die ins Stocken geratene Impfkampagne in Deutschland wieder zum Laufen bringen. Derzeit sind nur 62 Prozent der Deutchen vollständig geimpft.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Eine Impfaktionswoche solle die ins Stocken geratene Impfkampagne in Deutschland wieder zum Laufen bringen. Derzeit sind nur 62 Prozent der Deutchen vollständig geimpft.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Eine Woche mit Angeboten in Einkaufszentren, Bibliotheken und an Moscheen soll die Impfkampagne wieder in Gang bringen. Doch mutmaßlich reicht die Zeit nicht.
##alternative##
dpa
13.09.2021 | Stand: 12:09 Uhr

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie soll ab diesem Montag eine bundesweite Impfaktionswoche neue Fortschritte bringen. Jeder Bürger kann sich dann an zahlreichen Stellen mit dem Motto #HierWirdGeimpft ohne Termin und kostenfrei gegen Corona impfen lassen. Neben den dauerhaften Impfmöglichkeiten etwa in den Impfzentren sollen zahlreiche temporäre Angebote, zum Beispiel in Bibliotheken oder Einkaufszentren, die Impfquote nach oben treiben.

Aktionen sollen auch nach der Impfaktionswoche weitergehen

Diese Aktionen sollen aber auch nach dieser Woche fortgeführt werden, wie Kanzleramtsminister Helge Braun am Sonntagabend in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" ankündigte. "Das endet nicht mit der Impfwoche, das wird in den nächsten Wochen fortgesetzt." Die direkten und bürgernahen Impfangebote im Rahmen der Aktionswoche sollten dazu beitragen, eine vierte Welle der Pandemie im Winter noch zu verhindern.

"Wenn wir nichts tun, dann kommt sie ziemlich sicher", sagte Braun. Das bedeute dann im Ergebnis, dass diejenigen, die geimpft seien, etwa mit ihren Operationen zurückstehen müssten, weil Ungeimpfte in den Krankenhäusern lägen.

Forderung: Soziale Netzwerke stärker in Impfkampagne einbinden

Der Städte- und Gemeindebund forderte, die sozialen Netzwerke noch stärker in die Impfkampagne einzubinden. Es sei immer hilfreich, "wenn Prominente aus Kunst, Kultur und Sport sich klar zur Impfung bekennen und dazu aufrufen. So wie wir etwa Lesebotschafter haben, sollte es auch Impfbotschafter geben", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Rheinischen Post" (Montag). "Die nun anlaufende Kampagne muss nachhaltig - also über die nächsten Monate hinweg - betrieben werden, sonst verlieren wir den Kampf gegen die vierte Welle."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Bürger am Sonntag aufgerufen, die Angebote zu nutzen. "Nie war es einfacher, eine Impfung zu bekommen. Nie ging es schneller", sagte sie. Impfangebote werde es auch bei Freiwilligen Feuerwehren, in der Straßenbahn, am Rand von Fußballfeldern und in Moscheen geben. Die Impfaktionswoche dauert bis zum 19. September.

Aktuell sind in Deutschlabnd nur etwa 62 Prozent der Menschen geimpft

Lesen Sie auch
##alternative##
Impfaktionswoche startet

Merkel: "Lassen Sie sich impfen" - Grüne: Regierung macht "massive Fehler"

Derzeit sind rund 62 Prozent der Menschen in Deutschland vollständig gegen Corona geimpft. Die Quote stieg zuletzt nur langsam weiter an. Nach Ansicht von Experten sind mindestens 75 Prozent nötig, um die vierte Welle noch abzuflachen, deutlich mehr, um sie zu verhindern.

Wie viele Menschen in den Allgäuer Landkreisen geimpft sind, lesen Sie hier.