Leichtathletik

Hammerwerfer Tristan Schwandke ist wieder deutscher Meister

Tristan Schwandke hat in Braunschweig zum dritten Mal in Serie die deutsche Meisterschaft der Hammerwerfer gewonnen. Jetzt richtet der Allgäuer seinen Fokus auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele.

Tristan Schwandke hat in Braunschweig zum dritten Mal in Serie die deutsche Meisterschaft der Hammerwerfer gewonnen. Jetzt richtet der Allgäuer seinen Fokus auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele.

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Tristan Schwandke hat in Braunschweig zum dritten Mal in Serie die deutsche Meisterschaft der Hammerwerfer gewonnen. Jetzt richtet der Allgäuer seinen Fokus auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele.

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Tristan Schwandke aus Bad Hindelang gewinnt bei der deutschen Meisterschaft der Leichtathleten zum dritten Mal in Folge den Titel. Ein Wurf auf 73,52 Meter reicht dem Allgäuer zur Goldmedaille in Braunschweig.
20.07.2021 | Stand: 11:08 Uhr

Er hat's schon wieder getan! Hammerwerfer Tristan Schwandke vom TV Hindelang hat bei der deutschen Leichtathletik-Meisterschaft in Braunschweig den Titel-Hattrick geschafft und zum dritten Mal in Folge die Konkurrenz deklassiert. Der 29-Jährige blieb allerdings erneut weit hinter seinen neuen persönlichen Bestmarke von 76,71 Meter von Ende Mai zurück. Dieses Mal reichten dem Allgäuer Kraftpaket 73,52 Meter zum Sieg. Sogar mit jedem seiner gültigen Würfe hätte der 29-Jährige den Titel abgeräumt. Denn Silber holte sich in Saisonbestleistung Johannes Bichler (LG Stadtwerke München) mit 66,99 Meter vor Konstantin Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim/63,86).

Technisch hat sich Tristan Schwandke in den vergangenen Jahren stark verbessert

Nach dem Wettkampf meinte Schwandke: "Der erste Weg ist es, einen gültigen Wurf zu haben, um unter die besten Acht zu kommen und weitermachen zu dürfen. Dann kann man sich Schritt für Schritt steigern." Ganz so einfach war das in Braunschweig aber nicht. Netzwürfe und Unterbrechungen machten es dem Allgäuer schwer, den richtigen Rhythmus in diesem Wettkampf zu finden. "Da zählt dann auch nicht unbedingt die Olympianorm. Es ist erst einmal wichtig, den Titel zu sichern", meinte er weiter. Er habe sich technisch in den vergangenen Jahren enorm verbessert. Dadurch schafft Schwandke mittlerweile ganz gut die Balance zwischen Energie und Stabilität. Bei den nationalen Titelkämpfen fehlte ihm im Gegensatz zu den vergangenen Wettbewerben allerdings etwas die Lockerheit, der 29-Jährige brachte nicht so viel Geschwindigkeit auf den Hammerkopf. Und er meinte später: "Ich hatte Wadenkrämpfe, ich hatte Oberschenkelkrämpfe, auch schon beim Einwerfen. Dann zog sich der Wettkampf auch noch so lang, die Beine wurden immer schwerer und dann musste ich wirklich schauen, dass ich mit dem technischen Niveau, das ich abrufen kann, eine solide Weite werfe." Neun Stunden Anreise steckten dem Hindelanger in den Knochen.

Jetzt geht es an die Norm für die Olympischen Spiele

Nach dem dritten deutschen Meistertitel in Serie richtet Schwandke seinen Fokus nun auf die Norm für die Olympischen Sommerspiele in Tokio. 77,50 Meter sind gefordert. Der Allgäuer ist optimistisch: "Jetzt kommt nächste Woche erst einmal Fränkisch-Crumbach, dann folgen eventuell zwei Wettkämpfe hintereinander in Leverkusen, das steht aber noch nicht fest. Eventuell auch am 29. Juni das Meeting in Luzern. Ich habe noch viele Chancen. Ich bin in Topform, ich werfe die Norm auch im Training. Durchaus nicht jeden Tag, aber auf jeden Fall einmal die Woche. Deshalb bin ich auch optimistisch, dass die Norm noch kommen wird."

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