Allgäu-Triathlon 2021: Mega-Event am 22. August

Kult ist zurück: 2500 Sportler beim Allgäu-Triathlon erwartet

Beim 38. Allgäu-Triathlon messen sich am Sonntag 2500 Athleten aus 30 Nationen.

Beim 38. Allgäu-Triathlon messen sich am Sonntag 2500 Athleten aus 30 Nationen.

Bild: Dominik Berchtold

Beim 38. Allgäu-Triathlon messen sich am Sonntag 2500 Athleten aus 30 Nationen.

Bild: Dominik Berchtold

2500 Starter aus 30 Nationen greifen am Sonntag beim Allgäu-Triathlon in Immenstadt an. Das OK-Team wappnet sich für das größte Event des Jahres.
19.08.2021 | Stand: 21:03 Uhr

Der „Kult“ soll die Region elektrisieren – auch und erst recht 2021. Nach der pandemiebedingten Pause im vergangenen Jahr steigt am kommenden Sonntag der 38. Allgäu-Triathlon in Immenstadt. Dabei erwarten die Veranstalter der „Allgäu-Triathlon GmbH“ nach der Sensations-Auflage 2019 mit der Rekord-Starterzahl von 2700 Athleten auch heuer etwa 2500 Teilnehmer aus 30 Nationen auf den drei Strecken.

„Wir hatten selbst für dieses Jahr weit mehr Anfragen, haben uns aber bewusst diese Grenze gesetzt“, sagt Christoph Fürleger, gemeinsam mit Hannes Blaschke Geschäftsführer des Unternehmens: „Unabhängig von der Corona-Lage können wir mit diesen Zahlen planen, tiefer ins Detail gehen, weil wir wissen, woran wir sind. Wir waren vier Wochen nach Öffnung der Anmeldung ausgebucht – das spricht für die Kontinuität des Allgäu-Triathlons in diesen Zeiten.“

Geschäftsführer Fürleger: 2021 fast 4000 Anmeldungen angefragt

Und in diesen geht es nach wie vor turbulent zu – gerade für die Event-Branche. Das haben auch die Macher des ältesten Triathlons in Deutschland in den vergangenen 17 Monaten mit Ausschlägen in beide Extreme hautnah miterlebt. „Wir waren es aus dem Tourismus-Geschäft schon gewohnt, Events abzusagen – 2020 haben wir lange für den Triathlon gehofft“, erinnert sich Fürleger. „Aber wir hatten früh den Eindruck, dass die Teilnehmer Klarheit wollten und das schätzten. Immerhin hatten wir damals fast 3000 Meldungen.“

Das Kuriose: Für den 38. Kult im Allgäu habe man 2021 sogar fast 4000 Anmeldungen annehmen können – ein Monat nach Öffnung der Anmeldung im vergangenen Oktober waren die Teilnehmerlisten bereits voll. Dabei hält sich der Anteil der „liegen gebliebenen“ Meldungen aus dem Vorjahr in Grenzen.

Veranstalter kulant bei der Rückabwicklung von 2020

„An den guten Zahlen erkennt man, dass wir bei der Rückabwicklung kulant mit den Leuten umgegangen sind“, sagt Marlon Wörndl aus dem Orga-Team. „Wir haben es gut gelöst, sodass keiner von den Sportlern sein Geld verloren hat. Ganz im Gegenteil, manche haben aus freien Stücken sogar aus Liebe zur Veranstaltung auf eine Erstattung verzichtet.“

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Die Gegenleistung erfolgt am kommenden Sonntag. Sicher, wo sonst bis zu 30 000 Zuschauer den Stars der Triathlon-Szene auf dem Eventgelände und an den Strecken die Daumen drückten und frenetisch anfeuerten, sollen sich heuer ausdrücklich keine Massen ansammeln. Markant ist die Absperrung des Start-Ziel-Bereichs am Alpsee – ebenso gesperrt ist das Areal am Hafen und am Alpsee-Haus.

Einschränkungen für Athleten

Und freilich werden auch die Athleten beim Neubeginn am Alpsee coronabedingt einige Einschränkungen auf sich nehmen müssen. Im Rahmenprogramm entfallen die Pasta-Party und die Triathlon-Expo, die Siegerehrungen sollen als kleine Video-Zusammenschnitte digitalisiert präsentiert werden. Die Sportler müssen bis zum Rennbeginn ihr Smartphone dabei, die Corona-Warn-App installiert und aktiviert haben. Maskenpflicht besteht nach wie vor in allen Bereichen – beim Einlauf ins Wasser dürfen die Athleten die Bedeckungen nach dem Start ablegen. 800 Helfer sind auch 2021 in die Gesamtabwicklung des „Kults am Alpsee“ involviert. Einen Großteil des Aufwands habe man allerdings schon im Rahmen des Weltrekordversuchs von Superstar Jan Frodeno am 18. Juli testen können, wie Fürleger erklärt.

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„Der Ablauf ist sehr ähnlich, weil es die gleiche Sportart ist. Und: Die Anziehungskraft für Zuschauer ist bei beiden Events gleich. Im Fall des Allgäu-Triathlons hätten wir viele Zuschauer als Begleitpersonen für Athleten. Aber ich mache mir keine Sorgen, dass es Probleme gibt“, sagt der 36-jährige Fürleger. „Das A und O ist die offene Kommunikation mit Athleten und Begleitern. Zudem haben wir am Sonntag mobile Teams im Einsatz, die im Start- und Zielbereich am Alpsee, an den Wechselzonen und an den Strecken mögliche Ballungen im Auge behalten.“

Namhafte Stars der Triathlon-Szene dabei

Dass die Anziehungskraft des prestigeträchtigen Ausdauer-Events auch nach zweijähriger Pause ungebrochen ist, belegen die namhaften Meldungen. Mit der jüngsten Empfehlung des Ironman-Tallinn-Triumphs in Estland kommt der 25-jährige Tom Hohenadl vom RSC Kempten nach Immenstadt. Ebenso am Alpsee dabei ist der mehrfache Frankfurt-Triathlon-Sieger und Ironman-Champion Horst Reichel aus Darmstadt. Sebastian Neef (Sieger auf der Classic-Distanz 2013 und deutscher Vizemeister 2017) wird sich unter anderem mit Lokalmatador Fabian Eisenlauer messen. Der 28-jährige Sonthofer gewann 2015 und 2018 die Sprint-Distanz, verpasste aber den „Kult“ 2019 nach einem schweren Unfall in der Vorbereitung in St. Moritz und greift heuer wieder an. Eisenlauer wurde jüngst 23. bei der WM in Walchsee.

„Ich wünsche mir für den Allgäu-Triathlon – in diesem Jahr mehr denn je – dass alle gesund bleiben: auf und neben der Strecke“, sagt Christoph Fürleger. „Früher waren wir verwöhnt und haben im Vorfeld nur noch über das Wetter diskutiert. Heute wollen wir beweisen, dass wir auch in diesen Zeiten ein solches Event ausrichten können.“