Olympische Spiele

DOSB-Chef Hörmann zu Flutkatastrophe: "Neuer Tiefschlag"

DOSB-Präsident Alfons Hörmann bezeichnet die Flutkatastrophe als "neuen Tiefschlag" für den Sport.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann bezeichnet die Flutkatastrophe als "neuen Tiefschlag" für den Sport.

Bild: Ina Fassbender, AFP Pool, dpa

DOSB-Präsident Alfons Hörmann bezeichnet die Flutkatastrophe als "neuen Tiefschlag" für den Sport.

Bild: Ina Fassbender, AFP Pool, dpa

Der Sport ist nach Meinung von DOSB-Präsident Alfons Hörmann von den Flutkatastrophen im Westen Deutschlands und in Bayern erheblich betroffen.
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dpa
19.07.2021 | Stand: 05:33 Uhr

"Gerade jetzt, wo es dem Sport in der Corona-Krise wieder besser geht, ist das ein neuer Tiefschlag. Ein ganz herber Rückschlag", sagte der aus dem Allgäu stammende Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir reden bestimmt von einem Schaden, der über 100 Millionen liegt. Da braucht man kein Prophet sein, wenn man die Bilder sieht", meinte der 60-Jährige am Sonntagabend in Frankfurt/Main am Rande des Abflugs des deutschen Teams zu den Olympischen Spielen nach Tokio. Das gehe von Fußballplätzen über Sporthallen und andere Anlagen. "Im Moment kann man den Betroffenen nur Mut zusprechen."

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Die Bestandsaufnahme der Schäden an Sportstätten laufe parallel zu den Olympischen Spielen mit Hilfe der betroffenen Landessportbünden. "Ich bin davon überzeugt, dass die Politik es zu würdigen weiß, wie wichtig auch Hilfen für den Sport sind", sagte Hörmann.

Schwer getroffen hat es unter anderen die Bob- und Rodelbahn am Königssee, die durch das schwere Unwetter in der Nacht zum Sonntag zerstört wurde. Thomas Schwab, Generalsekretär des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), hatte am Sonntag gesagt, der Schaden gehe in die Millionen.

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"An einen Bahnbetrieb in diesem Winter ist nicht zu denken. Wir hoffen, dass wir die Bahn bis Oktober 2022 wieder hinbekommen", sagte Schwab. Für die deutschen Rodel- und Bob-Team fällt damit eine wichtige Trainingsstätte in der Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele im Februar 2022 in Peking weg.

Der DOSB hatte schon am Freitag bekannt gegeben, umgehend eine Soforthilfe von 100 000 Euro als Basishilfe zur Verfügung zu stellen, um betroffene Vereine zu unterstützen.

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